Beiträge von Hektorine

    Dann ist eben eure einzige Regel, dass die Katze euch nicht (spielerisch) weh tut. Aber auch das erzieht ihr.

    Ich kenn aber auch Katzenhaushalte mit mehr Regeln - die von den Katzen auch eingehalten werden (teils vielleicht nur, wenn Mensch auch im Raum ist - das gibt es bei Hunden aber genauso).

    Bei Katz und Hund in einem Haushalt muss man die Katze dann aber auch dazu erziehen, dass sie den Hund nicht nervt/seine Grenzen akzeptiert - und genauso, dass der Hund die Katze nicht nervt/ihre Grenzen akzeptiert. Und das ist doch deutlich einfacher, wenn einer von beiden schon erzogen ist.

    Ich glaube ich verstehe inzwischen, es geht dir konkret um den Begriff Erziehung.

    Ja der Begriff ist bei mir negativ konnotiert. Nicht in der Realität, aber in der Theorie.

    Ich fände es besser, wenn man anstatt Erziehung über "etwas beibringen" oder so reden würde.

    Katze beißt in Hände: Ich habe es immer so gemacht, dass ich die Hand nicht zum Spielen überlasse. Man kann auch "aua" sagen. Manche erschrecken dann, weil ihnen gar nicht klar war, dass sie dem Menschen wehtun. Oder aber man kann die Hand auf die Katze zubewegen, denn: Beute bewegt sich weg. Ablenken geht auch. Was funktioniert, kann unterschiedlich sein, je nach Katze.

    Wo darf Katze draufspringen: Bei mir grundsätzlich überall. Alles, was gefährlich sein könnte, wird weggeräumt. Stichwort katzensichere Wohnung. Man kann sich keinesfalls darauf verlassen, dass eine Katze nicht auf den Herd springen würde. Deshalb müssen die Platten abgedeckt sein, solange sie heiß sind (oder Küchentür zu). Gleiches gilt für Kerzen. Niemals in Reichweite von Katzen aufstellen. Auch wenn die sich öfter die Schnurrbarthaare verbrannt haben, ist das keine Garantie, dass sie nicht doch wieder rangehen.

    Gleiches gilt für giftige Pflanzen. Als Katzenhalter muss man wissen, welche das sind. Auch die ungiftigen müssen eventuell dran glauben, denn viele Katzen knabbern gern an Pflanzen. Es kann helfen, Gras zur Verfügung zu stellen (nicht das übliche Katzengras, das ist meistens zu scharfkantig, sondern ganz normale Rasensaat). Mit einem platten Verbot kommt man in der Regel nicht weit - sobald man den Raum verlässt, wird weitergemacht.

    Wo wird geschlafen: Da, wo die Katze möchte. Das ist meistens im Menschenbett. Will man das nicht, muss die Schlafzimmertür von Anfang an zu sein (ohne Garantie, dass die Katzen dann nicht vor der Tür sitzen und Randale machen und/oder sich die Tür selbst aufmachen). Im Zweifel gewinnt der mit dem längsten Atem und den schärfsten Krallen und das ist fast immer die Katze. ;)

    Genau so, danke :bindafür:

    Ich liebe meine Kater, man kann ihnen sicher allerlei Tricks beibringen, aber im Endeffekt machen Katzen was sie wollen. Außer man jagt ihnen wirklich Angst ein, wenn sie z.B. auf den Tisch springen. Und das wollen wir doch alle nicht.

    Das mit dem Katzenklo könnte evtl. damit zusammenhängen, dass Katze ihr Geschäft, gerne verbuddeln. Meine buddeln vorher, machen dann in die Mulde und buddeln dann wieder zu. Ich habe alle meine Katzen als Kitten einmal ins Katzenklo gesetzt und sie wußten, dort kann ich mein Geschäft verrichten, denn dort kann ich buddeln.

    Wieso es klappt, weiß ich nicht.

    Aber dass es klappt, Katzenklo : neue Katze macht da drin ihf Geschäft, das ist so.

    Wir reden da vielleicht aneinander vorbei.
    Erziehung klingt für mich eher so naja ... spring nicht auf den Tisch, weil sonst gibt es unangenehme Folgen. Ich weiß schon, dass das in der Hundeerziehung anders läuft.

    Aber ich kenne keine Möglichkeit der "Katzenerziehung" außer Klickertraining mit Leckerli oder mit Schreckreizen wie Wasserspritze oder so.

    Zweiteres möchte ich keinesfalls machen.

    Und überhaupt stört es mich nicht, wenn meine Katzentiere auf meinem Tisch herumliegen. Also das mal so am Rande erwähnt.

    Ich will mal l'eau beispringen.

    Ob Katzenlko=Lösestelle fest einprogrammiert ist im Katzenschädel, kann ich nicht beurteilen, aber wie nennt ihr denn das Beibringen der Hausregeln, wenn nicht Erziehung?

    Also Händebeißen, wo darf die Katze drauf springen oder nicht, welche Pflanzen anknabbern oder nicht, wo gibt es Futter, wo wird geschlafen, eben was ist erlaubt und was tabu...?

    (wenn nur Training und Kommandos erlernen als Erziehung betrachtet wird, dann erziehe ich meine Kinder übrigens auch nicht. Die können auch kein Sitz und Platz, wissen aber, wo ihre Futterplätze sind, wo die Schlafstätten sind, dass sie rücken müssen, damit alle auf's Sofa passen und dass keine Kabel angenagt werden)

    hände und zehen beißen, was ja eher spielen ist bei jungen katzen, naja ziemlich genauso wie bei hundewelpen auch.

    Tagsüber "nein, das tut weh!!!" und was anderes zum Raufen anbieten.

    Wenn ich schlafe und jemand knabbert an meinen Zehen oder Fingern rum:

    Bei Zehen: Schimpfen und Zehen unter die Bettdecke ziehen.
    Bei Fingern: Katzenkind kraulen.
    Wenn das Blödilein weiter nervt, dann eine Handvoll Trockenfutter aus dem Schrank holen und neben mein Kopfkissen legen.

    Blödel mampft und ich kann weiterschlafen.

    Katzenklo, wie Fenjali schreibt, das hat null mit Erziehung zu tun.

    Also, wenn man eine Katze nimmt, die noch nie im Haus gelebt hat und die in ein Haus mit Katzenklo setzt, dann weiß sie automatisch wofür das Katzenklo ist?

    Also ich habe, weil ich nicht die Vorraussetzungen für so eine Katze bieten kann, bisher nur Katzen aufgenommen (gekauft), die keine Freigänger waren. Aber ja, die haben von Anfang die beiden Klos benützt. Reingesetzt bei Ankunft, dann war das klar. Ich weiß nicht wieso, aber das ist irgendwie so bei Katzen.

    Ganz wenige Fälle, wo mal anderweitig.

    !2 Wochen Mini hat mal in den Topf einer Palme gemacht. Oder erwachsener Kater machte Kacki in die Badewanne, weil ihm das Streu auf einmal unsympathisch war (war so ein Öko-Hackschnitzelstreu). Wieder das andere Streu gekauft, alles wieder fein.

    Ich hab das Gefühl, du hast eine völlig falsche Vorstellung von Erziehung.

    Die habe ich dann wohl auch.

    Das was ihr von euren Hunden erzählt, das geht meiner Meinung nach in der Form bei Katzen nicht.

    Und ja, Klickern mit Katzen, das geht aber nur, wenn Katze das will. Und ... wenn Katze Leckerli mag. Falls Katze sowas nicht mag, keine Chance.

    Hatten wir ja schonmal, die Diskussion. Da bin ich eben anderer Meinung. Das mit der Stubenreinheit ist bei Katzen ein Selbstläufer, da gibt es ja eigentlich fast nie etwas zu "erziehen". Man muss sie nur ins Katzenklo setzen und sie verstehen von selber.

    Katzenklo, wie Fenjali schreibt, das hat null mit Erziehung zu tun.

    Es kann passieren das Katzen mal nicht ins KaKlo machen, aber dann liegt was im Argen. Klo nicht sauber genug, Katze hat Schmerzen beim Geschäft machen (Blasenentzündung etc.) oder Katze wird bedrängt, wenn sie aufs Klo gehen will.

    Letzteres, da muss man natürlich darauf achten, dass das keiner macht. Weder Hund noch andere Katze noch Mensch.

    Ich drücke die Daumen, dass ihr eine gute, sichere Lösung findet!