Beiträge von RafiLe1985

    Hallo,

    ich hab den Thread erst jetzt entdeckt, möchte aber auch unbedingt noch etwas schreiben, da ich einen ganz ähnlichen Labrador zuhause habe... Nur, dass er nicht auf Hündinnen derart abfährt sondern auf kastrierte Rüden.

    Erste Frage: Hältst du es für möglich, dass er sich in Welpen- und/oder Junghundtagen auf Hündinnen „fixiert“ hat? Eventuell hat es gar nichts mit sexueller Motivation zu tun, sondern er ist aus irgendwelchen Gründen (die vielleicht nun auch nicht mehr rekonstruierbar sind) auf Hündinnen fixiert. [Ein Beispiel von uns: Newton hat als Welpe in der Schule mal einen Tafelschwamm zu fassen bekommen und ist damit wild durch‘s Zimmer getobt. Seither hat er einen wirklich abnormalen Schwammfetisch, der nicht mehr wegzubekommen ist... Über Gehorsam schaffe ich es zwar, ihn davon abzuhalten, den Schwamm zu nehmen... Aber solang der Schwamm in Sichtweite ist, steht er unter Stress... Das Einzige, das hilft, ist den Schwamm zu entfernen. Das Problem deines Rüden mit Hündinnen hörte sich da sehr ähnlich an, daher die Idee.]

    Zweite Frage: Wie leicht beeindruckbar ist dein Hund? Hast du mal probiert, ihn derart zu maßregeln, dass er so beeindruckt davon ist, dass er von den Hündinnen ablässt? [Mit Newton habe ich ja wie gesagt ein ähnliches Problem mit kastrierten Rüden. Da gehen beim ihm die Rollos runter. Er sieht nur noch den Rüden, alles andere ist wurscht. Weder ich schaffe es, ihn aus seinem Tunnel rauszuholen, geschweige denn die kastrierten Rüden... Ich war der Meinung, dass da einfach nichts hilft und Begegnungen mit Rüden fortan einfach umgangen werden... Bis..., ja, bis wir mal einen kastrierten Rüden getroffen haben, der ihn derart heftig gemaßregelt hat, dass er aus seinem Tunnel rausgekommen ist... Und dann hatte der kastrierte Rüde seine Ruhe... So, nun bin ich halt leider kein Hund und möchte es ihm ehrlich gesagt auch nicht antun, ihn dermaßen zu maßregeln... Auch, weil ich eben nicht weiß, ob es tatsächlich so effektiv wäre, weil ich ja wie gesagt kein Hund bin.]

    Dritte Frage: Kannst du damit leben, dass dein Hund eventuell im Umgang mit Hündinnen nie problemlos sein wird? Falls ja, würde ich Kontakt mit Hündinnen in aller Zukunft vermeiden. Und zwar konsequent. Stelle es dir vor wie bei einem trockenen Alkoholiker. Einmal genippt, Sucht zurück. Falls du nicht damit leben kannst, würde ich in einem halben bis ganzen Jahr (einmalig) einen Chip setzen lassen, um auszutesten, ob es tatsächlich sexuelle Motivation ist. Falls es sich dadurch tatsächlich bessert, wäre zu überlegen, was für dich das kleinere Übel ist. Deinen Hund im Kontakt mit Hündinnen zeitlebens einzuschränken oder zeitlebens fremde Rüden von deinem (dann kastrierten, denn das wäre dann der logische zweite Schritt) Rüden runterzuholen... [Ich habe mich dafür entschieden, dass ich lieber meinen Hund im Kontakt mit kastrierten Rüden einschränke. Für mich ist das das kleinere Übel. Daher habe ich den Chip auch nicht getestet.]

    Generell denke ich auch nicht, dass es an einem Zuviel an Auslastung liegt. Labbis sind da doch recht unkompliziert. Wenn es sein muss, läuft Newton jeden Tag 15km-20km. Und pennt danach seelig. Notfalls reichen aber auch dreimal 20 Minuten um den Block...

    Ich wünsche dir, dass du eine gute und machbare Lösung für euch findest!

    Weil ich schon länger nicht mehr rein geschaut habe, hier als Nachtrag zum Thema "Rabenfrauchen" (weil die km-Zahl nicht hoch genug ist)...

    Ich denke, das kommt doch auch stark auf den Hund an.

    Unsere Terriermädels sind auch eher die "Rumdümpler". Da braucht man für 3km schonmal ne Stunde. Und? Ne Stunde an der frischen Luft war man trotzdem.

    Newton hingegen ist immer im Galopp unterwegs. Da ist es nicht so, dass ICH auf ihn warten müsste, weil er schnuppert oder so... Da wartet er auf mich, weil ich nicht schnell genug bin... Selbst wenn er mal zurückbleibt, weil er sich irgendwo festgeschnuppert hat, hat er meinen Vorsprung recht schnell wieder eingeholt... Dementsprechend machen wir in einer Stunde halt gut Meter. Wenn er es besonders "eilig" hat, schaffen wir auch mal 5,3km (ist eine unserer Standardrunden) in knapp unter einer Stunde...

    Meine Mutter ist genauso.

    Deswegen habe ich meiner Mutter erzählt, Newton wäre allergisch gegen Getreide und, dass er nur 300g/Futter pro Tag bekommt. |)

    Wenn ich bei meinen Eltern bin über's WE ist er halt TroFu-technisch auf Diät und bekommt dafür mehr neben raus (Putenwienerle, "gescheite" Leckerli, etc.).

    Dass er meiner Mutter dann geifernd überm Oberschenkel hängt, wenn sie was zum Essen in der Hand hat, ist nicht mein Problem. |) Wie man sie sich zieht, so hat man sie halt.

    Ich bin mir gar nicht sicher, ob mein Arbeitgeber weiß, dass ich meinen Hund mit zur Arbeit nehme... ;) Spaß beiseite. ;)

    Prinzipiell gibt es vier Möglichkeiten:

    • Du suchst dir einen Beruf, der mit Tieren zu tun hat. Da sind die Chancen groß, dass du einen hundefreundlichen Arbeitgeber findest.
    • Du erwähnst es direkt beim Vorstellungsgespräch, dass du gerne deinen Hund mit zur Arbeit bringen würdest (und du den Job nur annehmen kannst, wenn dein Hund mitdarf).
    • Du suchst dir einen Job, wartest eine Weile bis du eingearbeitet bist und wirklich Leistung bringen kannst und frägst dann deinen Arbeitgeber, wie es denn aussähe mit Hund.
    • Du suchst dir direkt einen Job, bei dem du nicht gezwungen bist, den Hund mitzunehmen. Teilzeit, Home Office, etc.

    Mir wurde immer gesagt, dass man einen ängstlichen Hund durch Zuwendung (z.B. Streicheln) in seinem Verhalten verstärkt... Hab ich das jetzt missverstanden? :???:

    Es kommt da stark auf den Hund an. Newton hilft das zum Beispiel auch, wenn ich ihn so unterstütze.

    Beim Tierarzt leidet er zum Beispiel immer „Höllenqualen“ (Stichwort: Männergrippe...) und wenn ich ihn dann streichel und mit ihm rede und er sich an mich hinkuscheln kann, geht es ihm deutlich besser.

    Unsere Terrierdamen hingegen fühlen sich dann eher bestätigt in ihren Ängsten und steigern sich immer mehr rein...

    ja er ist kastriert. Stört ihn aber nicht beim "auf dicke Hose machen".
    Das newton sich benimmt denk ich mir.

    Zugegeben hab ich mit ihm schon länger nicht mehr an einem "expliziten" Rudelspaziergang teilgenommen. Laufen aber im Rahmen des Trainings öfter in der Gruppe und da ist er tatsächlich noch nie negativ aufgefallen.

    Wenn wir fremde, kastrierte Rüden treffen, kommt es manchmal vor, dass er da extrem drauf abfährt. Das wäre natürlich sehr ungünstig. Aber dann behalte ich ihn halt erstmal an der Leine wenn kastrierte Rüden dabei sind, zur Sicherheit. :)