Beiträge von RafiLe1985

    Ich finde es schade, dass vielen Hunden heute kaum mehr eine normale Kommunikation erlaubt wird und ihnen jegliche Fähigkeit abgesprochen wird, die Dinge selbst zu regeln.

    Bei Welpen, Junghunden, die sich einfach noch alles gefallen lassen, ok. Aber ich denke, ein erwachsener Hund, der gut sozialisiert wurde, weiß schon selbst wo seine Grenzen sind und kann die auch deutlich aufzeigen.

    Ich greife bei Newton wie gesagt nur dann ein, wenn der andere Rüden schwer von Begriff ist bzw. absichtlich seine (deutlichen) Signale übergeht.

    Heute hatten wir es wieder mit einem Proll zu tun, der sogar die Dreisam überquerte um zu uns zu gelangen. Der hat Newtons Signale aber überraschenderweise gut verstanden und hat ohne Kontakt aufgenommen zu haben, von selbst den Rückzug angetreten. Haben wir selten sowas.

    Hallo,

    du gehst da mMm viel zu verkopft an die Sache ran. Lebe von Anfang an deinen ganz normalen Alltag und habe dabei die Grundbedürfnisse des Hundebabys im Blick. Du wirst sehen, der Welpe wird sich da gut einfügen.

    Ein paar Tipps zu den Dingen, die du angesprochen hast:

    Für die ersten paar Tage ist es mMn sehr hilfreich, wenn der Welpe zuerst nur einen einzigen Raum im Haus bzw. der Wohnung kennenlernt. Bei uns war das das Wohnzimmer. Einfach weil ich mich da am meisten aufhalte. Die ersten Nächte habe ich dann auch im Wohnzimmer geschlafen. Peu a peu wurden dann die anderen Räume gezeigt. Zuerst das Schlafzimmer natürlich.

    Wegen Lösezeiten: Ich würde von Anfang an ganz strenge Futterzeiten einführen. Dann werden die Lösegänge planbarer. Hier gab es Futter um 6, 10, 14 und 18 Uhr. Jeweils direkt davor und ca. 30-45 Minuten danach ging es zum Lösen. Zusätzlich dann nochmals vor dem Schlafen gehen, ca. 21.30 Uhr. Dazwischen nur nach Bedarf. Hat sehr gut funktioniert so, denn der Bedarf „dazwischen“ hatte sich nach drei Tagen erledigt.

    Wegen drinnen Ruhe halten: Das würde ich auch ganz streng handhaben. Drinnen ist absolute Ruhe. Gespielt, etc. wird ausschließlich draußen. Kommt aber auch auf die Rasse an... Einem Yorkie kann man es sicher zugestehen, drinnen zu spielen. Ein grobmotorischer Labbizwerg, der irgendwann mal 30kg wiegt, ist da sicher was Anderes.

    Wie gesagt, die Dinge nicht unnötig verkomplizieren. Wenn du einen Welpen aus einer guten Zucht holst, sollte es normalerweise bei so „organisatorischen“ Dingen keine Probleme geben.

    Für die, die sich nicht vorstellen können, warum man einem Hund einen Kauartikel wieder wegnehmen sollte:

    Es gibt Hunde, die spulen sich an Kauartikeln hoch... Weiterhin gibt es Hunde, die extrem gierig sind. Da geht es nicht ums Kauen sondern ums Fressen.

    Ich muss Newton Kauartikel grundsätzlich wegnehmen, wenn sie auf eine bestimmte Größe geschrumpft sind, weil ab dann die Gefahr besteht, dass er es vor lauter Gier verschluckt, obwohl es eigentlich zu groß ist und dann irgendwo stecken bleibt...

    Was das Besuchen der Welpen angeht: Ersthundehalter bewerten das gerne über. Man sieht die Welpen ein- oder zweimal für wenige Stunden; der Züchter sieht die Welpen acht Wochen lang jeden Tag. Wer kann da wohl besser beurteilen, welcher Welpe in welche Familie passt.

    Ich würde telefonisch den Erstkontakt suchen. Einmal zum Besuch fahren wenn die Welpen vier bis sechs Wochen alt sind und dann halt nochmal zum Abholen.

    :lachtot: :lachtot: :lachtot:
    Also, Aufzugfahren war bei uns Bestandteil der Welpengruppe *gg Dafür brauch ich keinen Schulhundetrainer...

    Eben... Zumal wir Aufzug eh jeden Tag mehrfach fahren, weil wir im Mehrfamilienhaus wohnen...

    Weiterhin haben wir noch gelernt, wie man Menschen mit Leinentaschen und singende Wandergruppen ignoriert...

    Wobei ich jetzt nicht den Eindruck erwecken mag, dass das alles unnütz war. Waren auch echt gute Sachen dabei. Aber es war halt so, dass man die Arbeit eigentlich schon vorher leisten musste.

    Und da war ich echt froh, dass ich da eine gute Hundeschule hatte, die mehr oder minder zufällig genau das ergeben hat, was man dann brauchte...

    Andere hatten da echt weniger Glück gehabt mit ihren Hundeschulen.

    Danke euch.

    Also Grundgehorsam ist meines Erachtens die Grundlage für JEDE weitergehende Ausbildung.

    Bin ja echt froh, dass ich da schon mit dem Welpen anfangen darf und da dann von Anfang an unter Anleitung bin.

    Bei Newtons Ausbildung war das so: Bitte kommen Sie mit funktionierendem Grundgehorsam und wir zeigen Ihrem Hund dann, wie hund Aufzug fährt. War echt suboptimal...

    Nee also ich brauche da schon einen aktiven Hund! Ich bin nicht immer und nonstop auf den Fersen aber ich bin auch keine Couch Potato... evtl liegt es ja wirklich an den jeweiligen Besitzern. Ich möchte mit dem Hund halt auch zB Dummyarbeit oder so machen. Da fänd ich sonen „Opa“ dann nicht so passend :D Aber Goldies sind grundsätzlich schon aktiv, oder?

    Wie gesagt, es liegt auch viel an dir! Ich habe einen sehr bewegungsfreudigen, schlanken und fitten Labrador und dieser Rasse wird auch nachgesagt, sie sei fett und faul.

    Such dir eine gute Zucht, die NICHT ausschließlich auf Familientauglichkeit züchtet und lass dir einen Welpen mit mittlerem Temperament geben. :)