Beiträge von RafiLe1985

    Wie merkt man eigentlich, dass jetzt Schlafenszeit ist? Oder gibt es da Rituale?

    Es ist Schlafenszeit wenn du ins Bett gehst und es wird aufgestanden, wenn du aufstehst. Ggf. entscheidet der Hund irgendwann selber, dass er doch vor dir "ins Bett" gehen will. Newton steht nach den Nachrichten auf und stellt sich an die Schlafzimmertür. Ich mache ihm dann auf, er legt sich auf seinen Stammplatz (der sich übrigens nicht im Bett befindet) und ich lasse die Tür nen Spalt offen, falls er rauskommen mag und was trinken. Ich sehe dann aber in der Regel nichts mehr von ihm bis ich eben selbst ins Bett gehe. Hunter legt sich immer unter meinen Couchtisch wenn für ihn der Tag zu Ende ist.

    Meine Welpen schliefen alle anfangs nachts in der geschlossenen Box neben dem Bett bis sie nachts nicht mehr raus mussten.

    Hört sich bedingungslos an - zack rein - zu - fertig, egal wie der Welpe reagiert. :roll:

    Oft ist das aber die beste Methode. Kein Gewese drum machen und gut.

    Ich habe eine Box ja nur im Auto. Da wurde auch nichts "behutsam angewöhnt"... Klappe auf, Box auf, Welpe rein, Box zu, Klappe zu, einsteigen, losfahren. Vollkommen unproblematisch. Hunter fuhr bei seiner Abholung sogar die letzten 50km in der Box weil mein Kollege der mit mir abholen war einfach 50km nördlich von mir wohnt. Völlig ohne Murren.

    RafiLe1985 und wie macht ihr es jetzt im Endeffekt und hat sich was gebessert? Hattest du mal ein Video gemacht?

    Also wir haben es jetzt so gemacht, dass wir ne Schleppleine an die Kenndecke machen. Falls er sich ablenken lässt, halte ich ihn mit der Schleppleine davon ab, der Ablenkung nachzugehen.

    Außerdem machen wir anfangs immer eine gezogene Anzeige. Damit er richtig in den Trieb kommt.

    Weiterhin variieren wir die Distanzen bzw. ich setze mich auch ggf. mal vor ne Wand, einen großen Fels, etc. damit er keinen Bogen machen kann.

    Das machen wir nun schon eine Weile so und die letzten beiden Trainings hab ich die Leine kaum gebraucht. Gestern haben wir auf dem Münsterplatz trainiert. Am ersten Tag nach dem dortigen Weinfest. Die Abbauarbeiten liefen sogar noch... Da war wirklich wahnsinnig viel Ablenkung und ich hab die Schleppleine nur einmal gebraucht. :)

    Ich bin kein Gegner von Boxen, würde euch aber trotzdem vorschlagen, es erstmal so zu probieren. Meistens hat der Welpe dann eh ganz andere "Pläne" und man schmeißt alles wieder um. Ich würde es auf mich zukommen lassen.

    Wenn er nicht ins Schlafzimmer soll, würde ich auch mit ihm im Wohnzimmer schlafen. Wie ist denn eure Wohnung geschnitten? Ist das Wohnzimmer wirklich ein Zimmer, d.h. hast du den Welpen da jederzeit im Auge? Wie erfolgreich das mit der Stubenreinheit ist, habt vor allem ihr in der Hand. Je besser ihr ein Auge auf ihn habt, desto schneller wird er das verstehen. Womit man es sich sehr schwer macht, ist, wenn der Welpe unbemerkt irgendwo hinmacht und ihr es dann erst sehr viel später bemerkt.

    Nachts sind die meisten Welpen recht schnell "trocken" übrigens.

    Naja, man muss halt immer bedenken: Wirkung und Wechselwirkung... Warum fühlen sich denn so viele Hundehalter gezwungen, Notlügen zu erfinden oder gar den Hund bei der Wohnungssuche zu verheimlichen? Genau, weil viele Vermieter Hundehalter eben kategorisch ausschließen. Und wenn ich halt unter Druck bin (wegen Eigenbedarfskündigung, etc.), dann würde ich notfalls auch zu diesem Mittel greifen... Bevor ich auf der Straße stehe oder meine Hunde abgeben muss. Ja, man kann vielleicht mal ein paar Wochen irgendwie in einer Ferienwohnung oder bei Bekannten überbrücken... Aber diese Möglichkeit besteht eben nur vorübergehend. Und ehrlich, wenn man dann den Termin immer näher und näher rücken sieht, und einfach nichts findet... Ich würde es da nicht auf eine Notlösung a la Ferienwohnung etc ankommen lassen!

    Ihr seid sicher auch in lokalen Facebook-Hundegruppen unterwegs... Wie verzweifelt da manche HH nach einer Wohnung suchen...

    Dabei braucht es definitiv keinen Hund um eine Wohnung zu verwüsten oder Ärger mit den Nachbarn zu bekommen!

    Ich habe jetzt nur die erste Seite überflogen, aber ich würde mal darauf tippen, dass der Welpe massiven Stress hat. Alles ins Maul zu nehmen, ist die Stress-Bekämpfungsstrategie Nummer 1 beim Labbi. Newton nimmt heute noch (mit 5 Jahren!) seine Leine ins Maul, wenn ihn etwas stresst.

    Wenn du da nun einen Maulkorb drauf machst, nimmst du ihm das Ventil für seinen Stress und dann bekommt er nur noch mehr Stress.

    Das Problem ist, dass ihr diese Stressspirale durchbrechen müsst und das wird nur passieren, wenn du dieses Verhalten komplett ignorierst. Habt ihr irgendwo große abgelegene Feld- und Wiesengebiete? Da liegt meiner Erfahrung nach relativ wenig "Gefährliches" rum. Und dann lässt du ihn da frei laufen und ignorierst das Verhalten komplett. Und das halt am besten mehrere Wochen lang.

    Eine weitere Idee: Ihm was zum Tragen mitnehmen. Irgendwas, was er in den Mund nehmen kann und ihn beruhigt. Wie einen Schnulli. Bei Newton ist es die Leine. Vllt hat dein Welpe auch was, was er zuhause schon gerne rumträgt? Nimm das einfach mit. (Aber es muss was sein, das eine beruhigende Wirkung auf ihn hat und ihn nicht noch weiter hochspult!) Und das lässt du ihn dann eben tragen während des gesamten Spaziergangs. Anfangs zumindest. Nach und nach kannst du diese "Krücke" dann wieder ausschleichen.

    Noch zum Maulkorb: Ich bin absolut für Maulkorb-Training. Auch schon in diesem Alter. Man weiß nie, wann man es brauchen kann. Meine Hunde sind beide an einen Maulkorb gewöhnt! In deinem Fall würde ich es aber auf keinen Fall für diesen Zweck verwenden (im Moment) und ihn nie-, niemals als Strafe aufziehen sondern ihn ausschließlich positiv verknüpfen!

    Ich fände es für mich wahnsinnig traurig wenn ich im Alter keinen Hund mehr halten könnte...

    Meine Eltern sind beide Mitte 60 und haben derzeit ihre wohl letzte Hündin. Sie wird kommende Woche sieben Jahre alt und wird hoffentlich 14 oder älter. Dann sind meine Eltern Anfang 70. Dass dann nochmal ein Hund einzieht, glaube ich nicht.

    In meiner Staffel ist eine Anfang 60-Jährige, die sich in zwei bis drei Jahren nochmal einen AL-Goldie-Welpen holen wird. Sie ist noch fit wie ein Turnschuh und krabbelt beim Trümmern in Verstecke wo ich mit Mitte 30 schon denke, „Ach du liebe Güte, da soll ich rein?!“

    Ich denke, so pauschal kann man das nicht sagen, ob man jetzt im Alter noch einen Hund halten kann.

    Für mich ist aber klar, dass ich dann nur noch kleinere Hunde haben werde. So bis maximal 10 bis 15kg. Und ob ich sie dann als Welpen nehme, weiß ich noch nicht. Das kommt auf meine körperliche Fitness an. Das erste Jahr mit einem jungen Hund ist einfach anstrengend.

    Was relativ klar ist: Ich nehme ja nur Züchter-Hunde und da ist klar was mit ihnen passiert wenn sie mich überleben. Sie kommen zurück zum Züchter, der sie dann vmtl weitervermittelt.