So, ich finde endlich mal Zeit zu antworten. Ich werde nur auf die Beiträge antworten, von denen ich mir tatsächlich Hilfe verspreche. Die anderen Beiträge, die lediglich provozierend und maßlos übertrieben sind, werde ich außen vor lassen:
Was macht Hunter denn, wenn Nexton zuerst durch die Tür geht ? Und was sagt Newton dazu ?
Hat Hunter vielleicht n Problem mit dem Alleinbleiben und ist deshalb so aufgewühlt, wenn du wieder kommst ?
Was macht ihr üblicherweise, wenn er die Autobox verlässt? Warum regt er sich da auf?
Das Wichtigste ist doch erstmal, warum der Hund das tut.
Und, ganz wichtig : Der Hund versucht nicht, dich blöd anzumachen. Wirkt auf mich, als würdest du dich persönlich angegriffen fühlen von ihm.
Also prinzipiell maßregelt Hunter ihn. Er springt ihn laut brummelnd an und zwickt ihn ins Ohr. Newtons Reaktion ist in der Regel ein Knurren, Zähne zeigen maximal ein kurzes Abschnappen ohne Beschädigungsabsicht.
Das Alleine bleiben klappt in jeder Situation außer eben wenn ich mit Newton zusammen ohne ihn aus dem Haus gehe. In allen anderen Situationen kann er es mittlerweile sehr gut. Wenn er mit Newton zusammen ist, wird nicht mal mehr das Köpfchen gehoben wenn ich gehe. Wenn ich ihn nach dem Training alleine in die Wohnung bringe um mit Newton noch ne Runde zu gehen, läuft er zwar ne Weile rum, legt sich dann aber auch hin und schläft.
Was mittlerweile auch klappt, ist, wenn ich Newton aus der Box hole zum Arbeiten und er muss drin bleiben. Früher ging das gar nicht. Da hat er sich massiv beschwert. Und zwar dauernd. Mit der Zeit wurde das besser und mittlerweile schläft er, wenn wir vom Arbeitseinsatz zurück kommen.
Nein, persönlich angegriffen fühle ich mich nicht. Ich wollte es nur etwas humorvoll schildern.
Also das Problem mit Newton und der Tür das hab ich irgendwie nicht so recht verstanden. Soll Newton zuerst durch die Tür gehen von dir aus? Oder lässt Hunter ihn nicht durch, wenn er beispielsweise von der Küche ins Wohnzimmer will, oder wie muss ich mir das vorstellen? Und was macht Newton, wenn Hunter ihm den Weg verstellt?
Wenn Newton damit klarkommt, würde ich da nicht eingreifen. Wenn er ihn allerdings mobbt, ist das nicht so dolle, dann solltest du ihn schützen.
Mit der Autobox... da durften meine erst raus, wenn sie sich manierlich aufgeführt haben. Hatten wir auch durch, als der letzte Zugang anfing bei Ankunft auf dem Hundeplatz Freudentänze und Freudengeschrei zu veranstalten. Da ging die Boxentür eben immer wieder zu. Und immer erst dann wieder auf, wenn er zur Ruhe gekommen war. Musste ich anfangs paarmal machen - natürlich muss man dazu rechtzeitig auflaufen und vielleicht auch schon Gassi gewesen sein, damit man sich die nötige Zeit nehmen kann. Hat aber genützt. Wenn jetzt die Tür aufgeht, bleiben drei Hunde auf ihren Hintern sitzen und strecken nur die Köpfe raus - lustiger Anblick! So kann ich gut anleinen und dann wird auf Aufforderung der Reihe nach ausgestiegen. Alles nur über Tür auf, Tür zu. (Ohne Worte)
Und ich finde, wenn man an einer Stelle schon mal einen Fuß in der Tür hat, kommt auch an die anderen Baustellen besser ran. Oder man findet dadurch vergleichbare Ansätze.
Also das Problem mit der Tür habe ich ja jetzt oben schon genauer beschrieben. Es ist auch nur die Wohnungstür. Bei anderen Türen innerhalb der Wohnung gibt es dieses Problem nicht. Nur wie gesagt auch, wenn ich Hunter zuerst aus der Box aussteigen lassen würde. Wobei ich das mit der Box genauso handhabe wie du. Es wird erst ausgestiegen, wenn Ruhe herrscht. Das klappt mittlerweile auch gut. Ich kann Hunter bei offener Boxentür recht lange warten lassen bis ich ihm das ok zum Aussteigen gebe. Das war früher auch nicht möglich. Da kam er mir quasi entgegen sobald die Box auf war.
Wenn Hunter Newton den Weg verstellt, kümmert das Newton nicht weiter. Er de-eskaliert, wartet bis Hunter wieder normal im Kopf ist und geht dann unbeeindruckt vorbei. Im Moment versuche ich aber, diese Situation wenn sie vorkommt selbst zu de-eskalieren indem ich Hunter weg rufe oder ihn irgendwie anders ablenke.
Also ich denke schon, dass ich "einen Fuß in der Tür" habe, wie du es formulierst. Es sind schon viele Dinge besser geworden. Eine Situation die mir gerade heute bewusst wurde (weil es wieder einmal geregnet hat, was hier selten vorkommt): Früher hat Hunter beim Abtrocknen nach dem Gassi gehen auch immer blöd gemacht (gebellt, sich versucht dazwischen zu drängen, nach dem Handtuch geschnappt), mittlerweile sitzt er brav daneben während ich Newton abtrockne und wartet bis er dran ist.
Also Hunter versucht Newton zu begrenzen, so wie du es empfindest. Wie ist das Verhältnis denn sonst so, z.B. wenn es um Futter oder Spielzeug geht, Streicheleinheiten... Gehen die außerhalb dieser Begrenzungssituationen deeskalierend und nett miteinander um?
Lässt sich Hunter von dir begrenzen? Also z.B. du schickst ihn auf eine Decke, machst was spannendes (meinetwegen auch mit Newton) außen rum, akzeptiert er, dass er da bleiben muss? Oder du legst Futter/Beute hin, setzt ein Tabu, machst dann irgendwas anderes, akeptiert er dieses Tabu trotzdem weiterhin?
Ansonsten stell ich mir die Frage, hat er ein generelles Problem, Frust auszuhalten oder geht es wirklich in die Richtung "wer kontrolliert wen"? Das wären für mich sehr unterschiedliche Trainingsansätze, deshalb die Nachfrage
Ja, sonst gehen sie sehr nett miteinander um. Da gibt es überhaupt keine Probleme. Sie spielen gemeinsam sehr schön (und ich meine wirklich spielen und nicht Kräfte messen, etc.). Sie liegen zusammen im Körbchen. Im Bett hat Newton seinen Platz am Kopfende und Hunter am Fußende. Mit beiden Gassi zu gehen ist eine echte Freude. Sie stehen beide gut im Gehorsam, erkunden zusammen die Welt. Teilen sich sogar ein gefundes Stöckchen. (Was ich aber direkt verbiete, weil es mir zu gefährlich ist. Das wird von beiden auch akzeptiert.)
Zweite Frage auch ja. Wir üben ja im Training regelmäßig die Ablage. Newton macht das ohne Probleme. Hunter halt altersentsprechend. Also wenn ein Dummy fliegt, steht er schonmal auf. Aber nicht so, dass er jetzt da hinterher spauzt oder so.
Dritte Frage auch ja. Frust aushalten ist teilweise (noch) schwierig. Wobei das auch schon viel besser geworden ist. Fiepen etc. gibt es eigentlich nur noch, wenn ich morgens nicht schnell genug zum Gassi bereit stehe. Und da kann es durchaus auch sein, weil es halt mittlerweile mit dem Pipi dringend ist.
Da würde ich jetzt aber sehr schnell anfangen mit strickter Erziehung, klaren Grenzen und eindeutigen Regeln.
Das gibt es alles schon. Aber danke für den Hinweis.
Und nicht vergessen, erwünschtes verhalten verstärken. Der junge Mann braucht sicherlich bisschen Orientierung und Führung. Aber er ist halt auch erst 1,5 Jahre. Das ist und bleibt noch sehr jung und beeindruckbar. Und positive konditionierung ist immer ein verlässlicher anker.
Danke, das ist ein guter Hinweis. Das werde ich im Auge behalten! Das vergisst man in der Tat sehr schnell.