Beiträge von RafiLe1985

    Ich würde hier eingreifen. Normalerweise übernehmen die erwachsenen Hunde das Eingreifen gegenüber dem Welpen. Wenn das in deinem Fall nicht geschieht, musst du ihm deutlich machen, wo die Grenzen sind. Beuteschütteln geht gar nicht. Sobald Fala nicht mehr mitspielt und vermeidet, würde ich das Spiel beenden. Ich habe auch ein Junghund-Kalb, das relativ grob spielt. Wenn es den anderen (kleineren) Hunden zu dolle wird, greife ich auch ein.

    Nein, ich habe ihn auch schon vor der 16. Woche freilaufen lassen, aber nur auf eingezäuntem Gelände. Wir haben das Glück das wir hier eine solche große Freilauffläche haben, die vollständig umzäunt ist. :) Ich habe ihn da immer nur mit seinem Namen gerufen und dann kam er auch immer. Ein Abruf hat für mich eine andere Qualität als das Heranrufen. Abruf heißt bei mir, Newton muss alles sofort (!) stehen und liegen lassen und auf schnellstem Wege zu mir kommen, dazu benutze ich "Adda". Wenn ich "Komm!" rufe, heißt es soviel wie "Du, ich will jetzt weiter, schnuffel fertig und dann kommste." Weiß nicht ob der Unterschied jetzt verständlich geworden ist... ;)

    Hallo,

    ich finde du erwartest schon sehr viel von deiner Kleinen. Als Newton 14 Wochen alt war, haben wir das noch so trainiert, dass er die komplette Länge der Leine ausnutzen konnte, wie er wollte. Nur wenn Zug drauf gekommen ist, bin ich stehen geblieben, habe gewartet bis er mich angesehen hat, habe ihn dann zu mir gerufen und dann ging es weiter. Manchmal habe ich da auch schon mit Umdrehen und in die andere Richtung gehen gearbeitet.
    Das Gehen an meiner linken Seite haben wir erst mit 16 Wochen angefangen. Und dann auch nur max. 15 Minuten am Tag. Sonst war er an der Schleppleine oder im Freilauf.
    Was ich dafür weiterhin praktisch finde, ist das Umdrehen oder das Blocken mit dem Fuß. Was auch hilft, wenn er mal die Konzentration verliert, ist ein kurzer Ruck zu meiner Seite hin.
    Leinenführigkeit ist ein sehr langwieriger Prozess und man muss sehr konsequent sein, wenn der Hund es einigermaßen "schnell" lernen soll. Newton ist jetzt 6,5 Monate alt und ich bin zu 90 Prozent zufrieden damit. Wenn man etwas perfekt haben will, gilt ja Folgendes. Für die letzten 10 Prozent benötigt man dann nochmal 80 Prozent der bisher benötigten Zeit. Also wenn er mit einem Jahr bei 100 Prozent ist, bin ich zufrieden. :)

    Lg,
    Rafaela

    Hallo,

    ich habe mit Newton am Anfang vor allem Impulskontrolle und Frustrationstoleranz trainiert. Den Namen und die Stubenreinheit hat er nebenbei gelernt. Wichtig ist auch das Abbruchsignal und der Abruf. Mit dem Abbruchsignal haben wir direkt in der ersten Woche bei mir angefangen. Mit Abrufen erst später (17. Woche, glaube ich). Weiterhin ist AUS wichtig. Damit haben wir auch früh angefangen. Nützlich sind weiterhin SITZ (ist sowieso geschenkt ;)) und PLATZ. Die Leinenführigkeit braucht einige Zeit und Geduld und vor allem Konsequenz. Das ist dann quasi erstmal eine Dauerbaustelle. ;)
    Was ich auch noch wichtig finde, ist das Training mit der Schleppleine als Vorbereitung des Freilaufs. Damit haben wir auch so in der 16./17. Woche angefangen.

    Lg,
    Rafaela

    Zitat

    Ich kenne mich mit Welpen jetzt nicht so aus, aber würde auf folgendes achten:
    - Mit dem Welpen sehr oft raus, solange er nicht stubenrein ist
    - Einen festen Platz zuweisen sowie feste Ruhezeiten. Der Welpe sollte in der Zeit in Ruhe gelassen werden und Rückzugsmöglichkeiten (seinen Platz?) haben. Ich kann mir vorstellen, dass viele Kollegen ihn oft bespaßen wollen, aber ich glaube es ist wichtig, Ruhe halten zu üben und ihn nicht dauernd hochzudrehen
    - Vielleicht was zu kauen mitnehmen, falls ihm zwischendrin zu langweilig wird?

    Wenn dein Bereich abgetrennt ist, heißt das, er kann da auch nicht raus? Hab schon öfters von Welpen gehört, die in eine Art Laufstall gekommen sind, damit sie auf der Arbeit keinen Blödsinn anstellen (rumwuseln, Tischbeine anknabbern, mit Kabeln spielen).

    Aber ich denke, da haben noch andere mit mehr Erfahrung sicher auch noch ein paar gute Tipps. Auf jeden Fall klasse, dass er mitkommen kann!

    Hallo, ich habe Newton seit er 9 Wochen alt ist mit in die Schule genommen. Hatte zu diesem Zeitpunkt nur noch 12 Stunden in der Woche Unterricht. Hat super gut geklappt. Man muss den Kollegen (und in meinem Fall auch den Schülern) eben klar machen, dass das ein Baby ist und er dementsprechend Ruhe braucht und daher weitgehend in Ruhe zulassen ist. Habe ihn auf den Wegen zwischen den Zimmern sehr oft getragen und die Treppen hoch sowieso. Newton fährt Gott sei Dank sehr schnell runter und hat daher auch die meiste Zeit geschlafen. :) Ich finde einen Laufstall braucht es nicht unbedingt. Einfach mit Geschirr und Leine den Aktionsradius einschränken. Irgendwann wird es ihm langweilig und dann legt er sich und pennt. :) Lg, Rafaela

    Hallo,

    die Hundeschule, die ich besuche, hat ihren Trainingsplatz am A**** der Welt und ist aber trotzdem sehr gut besucht. Freitags zur Freilaufgruppe kommen bis zu dreißig Mensch-Hund-Teams in drei Gruppen nacheinander. Alle kommen mit dem Auto. ÖPNV ist da nicht. Die Kurse finden an wechselnden Orten in der Stadt statt, die meist auch sehr gut mit dem ÖPNV erreichbar sind. Bei uns kommen trotzdem alle mit dem Auto.

    Lg,
    Rafaela

    Hallo,

    den Abruf trainiert man, wie du schon schreibst, mit der Schleppleine. Am Anfang unter geringer Ablenkung. Wenn das gut klappt, kann man die Ablenkung etwas erhöhen. Ich habe das so gemacht, dass ich immer erst seinen Namen gerufen habe und als er dann geschaut hat, bin ich schnell drei Schritte rückwärts gelaufen. Sobald er sich in Bewegung gesetzt hat, habe ich das Wort (z.B. "Hier!") gerufen und dann gelobt, bis er bei mir war. Bei Ankunft habe ich Leckerli eingeschoben. ;)
    Wenn er bisher beim Freilauf nicht kommt, wenn ihr ruft, würde ich das Wort, das ihr für den Abruf benutzen möchtet, erstmal nicht benutzen. Sonst macht ihr euch unter Umständen das Signal kaputt und ihr dürft dann wieder von vorne aufbauen. Meiner kommt im Freilauf schon relativ zuverlässig, aber sein Abrufsignal benutze ich nur, wenn ich 100% sicher bin, dass er vollständig zu mir läuft.
    In der HuSchu wurde mur geraten, ein Wort auszusuchen, das nicht so alltäglich ist, damit es sich nicht so schnell abnutzt.

    Lg,
    Rafaela

    Hallo,

    wo habe ich etwas geschrieben von "man muss sich dem Welpen gegenüber durchsetzen"? Kann ich mich nicht erinnern. Ich habe eben bessere Erfahrungen gemacht mit souveräner, sicherer Führung als mit Locken usw. Das heißt auch nicht, dass ich mich nicht wie ein Schneekönig freue, und das auch lautstark bekunde, wenn der Abruf aus dem Spiel geklappt hat. :)
    Und noch eins: Wenn der Welpe mal richtig vor was Angst hat, dann geht mit Locken und Leckerli gar nichts. Wir hatten vor Kurzem das Problem, dass Newton bestimmte Treppen nicht mehr hoch wollte. Er is so verfressen und futtergeil, aber in dieser Situation wollte absolut kein Leckerchen nehmen.

    Habe auch noch nie gesehen, wie eine Mutterhündin ihre Welpen lockt und "Theater" macht, damit ihr ihre Kleinen folgen...

    Es entwickelt auch nicht jeder Hund ein Sitzstreikproblem, nur weil er sich als Welpe mal beim Gassi gehen hinsetzt. Aber ich glaube, wenn man da so ein riesiges Theater drum macht, lernt er vllt wie man seinen Willen durchsetzen kann, unter Umständen. Welpen lernen schnell, auch die falschen Sachen.

    Lg,
    Rafaela

    Hallo,

    natürlich kannst du einen ausgewachsenen Hund 9 Stunden am Stück allein in der Wohnung lassen. Die Frage ist, ob das artgerecht ist oder ob man das seinem Hund wirklich antun möchte. Der Hund meiner Schwester ist auch 9 Stunden am Tag allein. Ihre Kleine tut mir einfach nur Leid.
    Aber wenn es wirklich nur ein Tag pro Woche ist, da könnte man doch gucken, ob evtl. ein Hundesitter zu bekommen ist. Oder vllt kennst du jemand, der solange auf den Kleinen aufpasst. Wenn man möchte, lässt sich das sicher hinbekommen.

    Lg,
    Rafaela