Ok.Ich kenne eure Gegend nicht.Wenn du dir so sicher bist dass jemand seinen toten Papagei einfach wie Grünschnitt in eurer Nähe abgelegt hat und die Katze den gefunden finde ich es auch okay.
Es ging mir eigentlich nicht darum hier eine Diskussion über den Freigang loszutreten. Meine Eltern haben selber einen Freigänger. Daran ist auch erst einmal überhaupt nichts verwerflich.
Aber ich, und erst Recht meine Eltern, lege/n da dann schon auch viel Wert auf gegenseitige Rücksichtnahme.
Wenn unser Familienkater in den Freigang geht und einmal, wie es auch uns Menschen passiert, ein Auto zu spät bemerkt, dann erhoffen wir uns dass ein Autofahrer auf die Bremse geht. Natürlich nur wenn es ihm möglich ist ohne sich sich oder andere zu gefährden. Und wenn er ihn doch erwischt, dann erwarte ich eigentlich auch dass der Kater in die Tierklinik kommt wenn noch was zu machen ist. Er ist gechipt und wir kommen dann selbstverständlich für den Schaden auf. Ja, auch die Kosten am Auto wenn es vermutlich keine extrem rücksichtslose und aggressive Fahrweise war.
Wenn unser Kater durch fremde Gärten stromert, dann wünsche ich mir dass die Leute ihn nicht mit Wasser duschen oder Steine nach ihm schmeißen solange er friedlich seines Weges geht und keine Probleme verursacht.
Im Gegenzug übernehme meine Eltern und ich aber auch alle Pflichen als Tierhalter eines "Haustieres". Denn dieser Kater ist für mich genau das, er ist kein Wildtier und er ist kein Freiwild. Er ist unser Familienmitglied. Wir haben ihn angeschafft und da in die Gegend gesetzt, wir geben ihm einen sicheren Unterschlupf und Futter, so dass er im Winter nicht erfriert und verhungert oder krank wird, wir übernehmen die Tierarztkosten....
Die Nachbarn haben in der Gegend wenig Probleme mit Wildtiere die in ihre Gärten zuscheißen oder andere Unannehmlichkeiten und Schäden verursachen.
Damit der Kater nicht negativ auffällt haben meine Eltern also draußen eine schöne große Erd/Sandfläche angelegt und drinne natürlich auch Katzenklos, wenn der Kater im Winter weniger raus geht. Den direkten Nachbarn mit kleinen Kindern und Sandkasten wurde angeboten sich an der Abdeckung zu beteiligen. Die Nachbarn wissen dass sie sich jederzeit an meine Eltern wenden können wenn es mit dem Kater Probleme gibt. Und als Dank sagen sie uns wo er sich rumtreibt, würden zumindest ihr eigenes Grunstück gründlich absuchen wenn der Kater auf einmal verschwunden wäre...
Und wenn der Kater anfangen sollte in fremde Häuser einzudringen usw würden sich die Nachbarn auch melden. Damit man gemeinsam überlegt kann wie man den Kater dann am besten davon abhält.
Er ist jetzt schon zehn und zum Glück ist er draußen eher scheu, er geht Streit mit anderen Katzen aus dem Weg ( es sei denn ein Tier was er nicht mag kommt auf das Grundstück von meinen Eltern)...
Falls die Nachbarn beobachten würden wie er damit angefängt an deren Hauswand zu pinkeln würde meine Eltern selbstverständlich auch sofort reagieren. Und im Notfall tatsächlich einen neuen Anstrich zahlen. Das läd ja andere Katzen erst so richtig ein es ihm gleichzutun und dann stinkt es bei den Nachbarn irgendwann ganz ganz übel. Das würden weder meine Eltern noch ich lange von anderen Katzen in unseren Gärten tolerieren. Im schlimmsten Fall muss es bei uneinsichtigen Besitzern dann leider das Tier ausbaden.
Und dann bräuchte der Besitzer auch nicht rumjaulen. Denn entweder ist es mein Tier und übernehme für sein gesammtes Verhalten die Verantwortung oder es ist nicht wirklich "mein" Tier.