Die 4 F's sind die Streß-/Problembewältigungsstrategien von Hunden.
Flight - Fliehen
Fight - Kämpfen
Freeze - Einfrieren
Fiddle about oder Fiddle around - Herumalbern
Die 4 F's sind die Streß-/Problembewältigungsstrategien von Hunden.
Flight - Fliehen
Fight - Kämpfen
Freeze - Einfrieren
Fiddle about oder Fiddle around - Herumalbern
Ein Hund der sie so umreißen kann noch ans geschirr? Lieber ein zugstopp und eben nur max 3meter Leine geben. Bevor er draußen nicht ansprechbar ist bringt auch eine schleppleine nichts.
Das Schleppleine nichts bringt stimmt.
Aber wenn der Hund sich am Halsband würgt und da reinspringt ist das extrem ungesund.
Geschirrgriff ist eine super Möglichkeit den Hund zu kontrollieren.
Man kann den Hund ja auch mit beidem führen.
Als wir Whiskey mit 10 Monaten bekommen haben, kannte er nicht viel.
Er hat bei einer Familie mit 5 Kindern auf dem Balkon gelebt.
Er war unheimlich aufgedreht, schlecht gepflegt und viel zu dünn. Er ist im Haus über Tische und Bänke gegangen. In seiner Überdrehtheit hat er gebissen, gekratzt, gebellt und gejault. Er hat jedes noch so kleine Geräusch von draußen gemeldet hat. Lautstark und sehr lange.
Draußen hat er permanent an der Leine gezogen, ist jedem Bewegungsreiz hinter her gesetzt (egal ob Blatt, Vogel oder Radfahrer, sogar Flugzeuge) und war anderen Hunden gegenüber aggressiv.
An ableinen war nicht zu denken, weil er sich NULL für uns interessiert hat.
Mittlerweile ist Whiskey fast 3 Jahre alt und wir sind so weit, dass wir 2 Stunden mit anderen Hunden spazieren gehen können, alle Hunde im Freilauf oder dass wir unbekannte Strecken an viel befahrenen Straßen an durchhängender Leine gehen können. Ich kann meinen Hund aus dem Hetzen zuverlässig abrufen, wenn ich es nicht mitbekommen habe, dass er gleich losrasen wird.
Das alles hat mit Impulskontrolle üben, einem Minimalprogramm (3x 20 Minuten Gassi auf derselben Strecke) und Clickertraining angefangen.
Geholfen hat uns zudem noch ein Trainingstagebuch. Dort schreiben wir auf, wann wir wielange mit dem Hund draußen waren, welche anderen Hunde wir getroffen haben, was wir sonst mit dem Hund gemacht haben und auch, was der Hund zu fressen bekommen hat (auch Futter kann einen Einfluss auf das Verhalten haben).
Dir muss klar sein, dass dein Hund noch eine ganze Weile eine "Baustelle" bleiben wird. Keines dieser Probleme klärt sich über Nacht und es wird immer wieder Rückschläge geben.
Damit muss man leider leben.
Edit: Wenn dein Hund oft in die Leine springt, darin steht und sich würgt, wäre es für ihn gesundheitlich und auch psychisch wesentlich angenehmer, wenn ihr auf ein gut sitzendes Geschirr umsteigen würdet.
Du... Das mit dem Ball war nur ein Beispiel ^^
Das kleinschrittige vom leichten zum schweren kann man auch auf jede andere Situation ummünzen, die Frustrationstoleranz oder Impulskontrolle erfordert. ![]()
Du schreibst ja auch schon, dass Du es mit Leine/Halsband machen willst. Super!
Mal eine Frage zwischendurch:
Führst Du ihn nur am Halsband? Auch mit Schleppleine?
aber allzu langweilen will ich ihn auch nicht.
Wie schon mehrfach gesagt: Deinen Hund zu langweilen ist das Beste, was Du für ihn tun kannst.
Probiere das Minimalprogramm mal für zwei Wochen aus.
Zwei Wochen sind keine lange Zeit und wenns nicht klappt: Was hast Du dann verloren?
Wenn es hingegen klappt weißt Du schon wieder viel mehr über deinen Hund und wie Du mit ihm umgehen muss.
weil das futter für ihn über alles steht.
Dann trainiere doch mit Futter. Leckerlies reduzieren würde ich dann nicht.
Es ist eine Sache, wenn ich dem Hund Futter vor die Nase halte und sage sitz. Das ist Bestechen.
Sage ich dem Hund sitz und hole dann das Futter heraus, ist es Belohnung.
Letzteres ist im Training mit dem Hund überhaupt kein Problem. Im Gegenteil... Ein Futtermotivierbarer Hund ist super.
Frustrationstoleranz üben:
Situation ohne Ablenkung suchen, Ball in die Hand nehmen, wieder weglegen. Wenn der Hund das ohne Regung mitmacht die nächste Stufe.
Ball in die Hand nehmen, von einer Hand ruhig in die andere wechseln.
Danach von einer Hand in die andere werfen.
Immer, wenn der Hund unruhig wird, war es zu viel und man muss eine Stufe zurück gehen.
Du darfst nicht zu viel von deinem Hund erwarten, das ist sehr wichtig.
Schraube deine Erwartungen runter, habe ganz viel Geduld mit ihm und Verständnis für ihn. Damit tust Du ihm den größten Gefallen.
Neben dem ohnehin schon empfohlenen AJT-Buch kann ich Dir noch die folgenden Bücher empfehlen (alles zusätzlich zu einem sachkundigen Trainer):
Der hyperaktive Hund:
Beide bringen unheimlich viele Grundlagen und mehr Verständnis für das Lebewesen Hund.
Was arbeitest du mit dem Hund ganz konkret?
Damit waren eher Methoden gemeint... Clickerst Du, arbeitest Du nur über Körpersprache, etc...
Bettelt am Tisch wenn wir essen, was direkt unterbunden wird.
Wie unterbindest Du das z.B.?
Wie gut ist seine Frustrationstoleranz insgesamt?
Wie meinst du das ?
Frustrationstoleranz heißt:
Ich habe Essen, der Hund will auch, bekommt aber nichts.
Andere Hunde spielen, er darf nicht mitspielen.
Ich werfe meinem Partner einen Ball zu, der Hund darf ihn nicht haben.
ich versuche mit ihm möglichst die gleichen Wege abzulaufen. und da wurde es wirklich immer und immer besser.
Das klingt doch schonmal super! Das ist das beste Indiz dafür, dass der Hund total überfordert ist. Ruhe und Routine tun ihm gut. Arbeitet doch da weiter :)
all das bestätigt uns in der annahme, das er das Hungern genau kennt. denn der Napf ist sekundenschnell Leer
Das heißt nichts... Auch Hunde, die ihr Leben lang super versorgt wurden, können ihre Ressourcen verteidigen, Essen klauen, wenn sich die Möglichkeit bietet und schlingen ihr Futter in Sekunden herunter (das ist sogar mehr als normal, Hunde sind Schlinger)
Sommerloch? Der Beitrag ist schon etwas älter ^^
Wenigstens von März 2016.
Klar kann man sich drüber aufregen.
Ist aber die Frage, ob man diese Energie nicht lieber in eine gute Erziehung des eigenen Hundes stecken möchte, damit der diese Reportage Lügen strafen kann.
Generell klingt das alles etwas viel.
Ich würde ein Entschleunigungsprogramm vorschlagen.
2 Wochen lang morgens, mittags und abends dieselbe 15-20 Minuten Runde gehen, NICHTS von ihm verlangen außer Umwelt wahrnehmen und schauen, ob sich sein aufgeregtes Verhalten dadurch bessert.
Wenn ja war er vorher überfordert.
Wenn es auch nach zwei Wochen nicht weniger ist, dann war er unterfordert (glaube ich aber nicht!).
IdR wird das aufgeregte Verhalten bei so einem 0-Programm erstmal schlimmer. Wie bei einem Junkie auf Entzug. Aber so nach 5-7 Tagen pendelt es sich im Normalfall ein und der Hund wird ruhiger.
Ich würde anfangen mit dem Hund Entspannung zu üben. Drinnen, mit möglichst wenig Ablenkung. Entspannungswort, -decke, -musik, -geruch etc.
Eventuell Isometrische Übungen, Geschirrgriff usw.
Das sind alles Sachen, die helfen KÖNNEN.
Zusätzlich würde ich nach einem positiv arbeitenden Trainer suchen, der sich mit hibbeligen Hunden und Jagverhalten auskennt. Der zu euch nach hause kommt und mit euch dort an den Problemen arbeitet, wo sie sich zeigen. Also nicht in einer Hundeschule/auf einem Hundeplatz.
Ich würde Dir raten, dir eine Liste zu machen:
Welches Verhalten ist das, was euch im Alltag am meisten stört? Welches stört am zweite meisten etc.
Und dann diese Liste nach und nach abarbeiten. Nicht an allem auf einmal arbeiten.
Warum willst Du denn über deinem Hund stehen?
Willst Du Rudelführer sein? Das wäre Blödsinn.
Um die Frage alà Rudeltheorie zu beantworten: Tut dein Hund was er will oder das, was Du willst?
Hey...
Magst Du mal deinen normalen Alltag mit dem Hund beschreiben?
Wie oft geht ihr raus, was macht ihr draußen, was bietest Du dem Hund an Beschäftigung, wieviel schläft er usw.?
Wie lange ist der Hund schon bei Dir?
(Sorry, falls ich es überlesen haben sollte.)
Wer kümmert sich um den Hund?
Was genau trainierst Du mit ihm? Was möchtest Du erreichen (was sind die Ziele) und wie möchtest Du da hin kommen?
Generell zum Thema Anti Jagd Training ist das hier ein gutes Buch, das schon viel helfen kann: