Beiträge von Millemaus

    Rammeln ist nicht zwingend sexuell motiviert. D.h. eine Kastration könnte da unter Umständen rein gar nichts helfen.
    Mein eigener Hund zeigt das Rammeln, wenn er sehr gestresst ist, als Übersprungshandlung. Deine Vermutung, dass er den richtigen Umgang mit Hunden nicht gelernt hat, deutet ja schon sehr in die Richtung.
    Anderer Hund kommt, er weiß nicht was er machen soll -> Übersprungshandlung Rammeln.

    Zum Thema Körperkontakt:
    Wie reagierst Du denn, wenn er da so "ausrastet"?

    Ich frage mich gerade, wie die Situation aussehen muss, in der zwei erwachsene Menschen sich umarmen und eine französische Bulldogge in einen der Arme beißen kann... :???:
    Magst Du dazu mal was erklären?

    Zum Auto fahren: Fängt er schon mit fiepen an, wenn er sich nur ins Auto setzt, oder erst, wenns losfährt?
    Kann er immer rausschauen oder geht das generell nicht?
    Schon mal mit dem Thundershirt probiert?

    Thema Anschlagen:
    Da gibts diverse Möglichkeiten und ihr müsst schauen, welche für euch passt. Dafür ist es wichtig, die Ursache zu kennen.
    Macht er das, weil er Schiss vor den Geräuschen hat, weil ihm langweilig ist, weil er denkt, dass das seine Aufgabe ist, usw.
    Wenn man die Ursache kennt (oder zumindest eine genauere Vermutung hat), kann man anfangen eine Methode zu suchen, um daran zu arbeiten.

    Kastration:
    Ich persönlich bin komplett gegen die Kastration ohne medizinische Notwendigkeit (theoretisch darf das sogar gar nicht gemacht werden). Wenn dein Rüde also nicht permanent extrem unter läufigen Hündinnen in der Nachbarschaft leidet, Hodenkrebs hat o.ä., würde ich ihn nicht kastrieren lassen.
    Zumal ich bei deiner Beschreibung hier absolut keinen Grund dafür sehe.
    Das ist alles mit "ein bisschen" durchdachtem Training und Konsequenz zu managen. Testosteron ist da nicht das Problem.

    Wenn Du eine 10m Schlepp in der Hand hast, kann sie ja nicht mehr machen, als anzusetzen. Wirklich ins Hetzen kommt sie da nicht.
    Tja... Ich kann Dir nur sagen: Jedes Verhalten, dass dein Hund jetzt (in der Pubertät) immer wieder zeigt, wird sich festigen und Du hast laaaaange Spaß damit. :ka:
    Musst Du selbst wissen. Ich würds nicht riskieren wollen, dass sich das festigt.


    Wie schon gesagt ist aber auch Teil des Problems, dass ich die Skater oder Inliner-Fahrer ja selbst erst viel zu spät sehe...

    Mit so einem Hund gewöhnt man sich sehr schnell daran, die Umgebung ständig zu scannen. Das geht einem in Fleisch und Blut über, sich alle paar Meter umzudrehen und umzusehen...

    Als erste Maßnahme: Den Hund nicht mehr von der Schlepp lassen, wenn auch nur der Hauch einer Möglichkeit besteht, dass Inliner/Skateboarder vorbeikommen könnten.
    Dein Hund ist in der Pubertät und jedes Jagen ist ein Erfolg. Auch, wenn sie gar nicht bis zur Person kommt, denn Jagdverhalten ist netterweise ein selbstbelohnendes Verhalten.

    Klingt für mich nach einem perfekten Fall für Zeigen und Benennen, da sie ja ansonsten keinen Jagdtrieb zeigt oder?
    Wenn doch: Anti-Jagdtraining, in Kombination mit Jagd-Ersatztraining.

    Bei Zeigen und Benennen lernst Du mit dem Hund quasi Vokabeln.
    Wenn Du einen Skater siehst sagst Du in dem Moment "Skater" (oder von mir aus auch Gemüsekuchen, ist im Endeffekt egal, welches Wort Du dafür nutzt), in dem der Hund den Skater wahrnimmt und belohnst dann hochwertig (streicheln, futter, spielen, was-auch-immer).
    Der Hund lernt also, was das Wort bedeutet und dass es was tolles gibt, wenn er die Bedeutung (=den Skater) sieht.
    Ich bin kein Profi im Z&B, aber so funktioniert es (denke ich) theoretisch.
    Hier gibts noch eine Anleitung von einem Profi: Zeigen und BenennenMarkertraining