Beiträge von Millemaus

    Das als lächerliche Frage aufzuzeigen, nur weil man es selber weiß ist unangebracht.

    Es ist mMn lächerlich, weil so gut wie alle Fragen (explizit nicht alle, es gibt einige wenige, wo man durchaus echtes Wissen braucht) so aufgebaut sind: Eine richtige Antwort und der Rest sind absurd falsche Antworten.

    Und wie gesagt, ich habe 95€ insgesamt gezahlt. Also nicht 120€

    Okay, ich hatte mich über die Preise in Hannover informiert. Da waren die 120 das günstigste, was ich gefunden habe.


    Edit:

    Die Kommunen müssten nur genauer nachschauen, sonst bringt kein einziges Gesetz was.

    Das ist es doch... Es bringt nichts!
    Der neue Halter meiner ersten Pflegehündin hatte sie bereits 2 Monate, bevor er die Theorie gemacht hat. Hats irgendwen interessiert? Nö. Wen denn auch? Zur Kontrolle von sowas ist kein Personal da.

    @pardalisa, und was soll der Test dann bringen? :???:

    Geld in die Kassen derer, die ihn abnehmen dürfen und ein subjektives Gefühl von "wir haben was getan!" für die Regierung.
    Der Test ist nämlich richtig schön teuer (im günstigsten Fall so 120-140€) und bringt, wie bereits geschildert, nüscht.

    Die Theorie besteht man mit gesundem Menschenverstand (eine meiner Lieblingsfragen: Ihr Hund hat in die Wohnung gepinkelt, was tun Sie? A: Ich verprügle den Hund mit einer Zeitung B: Ich drücke ihn mit der Nase in seinen Urin C: Ich entferne das Geschäft kommentarlos) und zur Praxis hat pardalisa ja schon alles gesagt.


    Edit: Kontrolliert wurde ich übrigens in 4 Jahren Hundehaltung in Hannover nicht ein einziges Mal und ich kenne auch niemanden, bei dem geprüft wurde, ob er den Führerschein hat.

    Uff... Das ist echt heftig. Also, wie schnell jetzt alles geht meine ich.
    Dein Threadtitel "Eine Adoption muss gut überlegt sein" widerspricht dem, was jetzt hier passiert für mein Gefühl komplett.

    Ich möchte Dir mal ein bisschen was von mir und meinem Hund erzählen. Vielleicht hilft es Dir ja irgendwie ;)
    Ich habe einen Hund, der irre ist. Ist einfach so, da gibts nichts zu beschönigen. Ich weiß nicht, wieviel Schweiß und Tränen ich wegen ihm bereits vergossen habe. Versteh mich nicht falsch: Ich liebe ihn über alles, aber ich war mehrfach kurz davor, ihn ins Tierheim zu bringen (oder einfach die Leine abzumachen und ihn laufen zu lassen |) ).
    Die Vorgeschichte war die, dass er in einer Familie mit 5 Kindern aufgewachsen ist. Ich habe ihn über ebay Kleinanzeigen gefunden. Lt. der Besitzerin ist sie 2x am Tag mit ihm Gassi gegangen, er würde andere Hunde kennen, wäre regelmäßig beim Tierarzt gewesen und sei einfach "etwas zu stürmisch" für die Familie, weswegen er nun auf den Balkon ausquartiert worden wäre, damit mit den kleinen Kindern nichts passiert.
    Der Hund war bei der Besichtigung 10 Monate alt, sehr aktiv, nicht leinenführig und sah nicht gut gepflegt aus. Ich hatte Mitleid, ich habe mich in seine Augen verliebt und mir war klar: Dieser Hund wird bei uns einziehen. Es wird Arbeit, aber das wird schon nicht so schlimm werden. Das kriegen wir (damals war ich noch verlobt) schon hin!
    Mein Traum war es, einen Hund zu haben, den ich überall mit hinnehmen kann. Der mit mir zu meinen Stammtischen kommt, sich dort von meinen Freunden/Bekannten knuddeln lässt und dann unterm Tisch einschläft. Der auf Mittelaltermärkten immer an meiner Seite ist, das Lager bewacht, aber ansonsten unauffällig ist. Der mit mir ohne Leine durch den Wald streift und immer schön in meiner Nähe bleibt.

    Im Endeffekt sieht es nun so aus, dass wir zig Trainerstunden hinter uns haben, oft beim Tierarzt waren (Schilddrüse, viele kleine Verletzungen, Hausbesuch einer Osteopathin), ich alleine mit dem Hund lebe (Verlobung aufgelöst) und die letzten 4 Jahre beinahe täglich mit dem Hund überfordert war.
    Mein Hund selbst war lange mit allem draußen überfordert. Er ist sehr auf optische Reize fixiert und hat lange alles von der Hummel bis zum LKW gejagt. Er hat im Freilauf einen riesigen Radius (mehrere 100m) und jagt auch da alles was sich bewegt. Leinenführig ist er auch jetzt nach 4 Jahren nur bedingt, in fremden Umgebungen gar nicht (und damit meine ich gar nicht! 24kg, die dauerhaft ziehen, sind kein Spaß!). Draußen kommt er nicht zur Ruhe, selbst auf Märkten braucht er Stunden, bis er halbwegs abschalten kann und er ist beim kleinsten Reiz wieder voll da. Andere Hunde sind meistens ein rotes Tuch, er reagiert vollkommen überzogen in seinen Maßregelungen, wenn andere Hunde ihm zu Nahe kommen. Menschen überfordern ihn und er will draußen nichts mit ihnen zu tun haben, lasse ich zu, dass sie ihm zu nahe kommen, schnappt er nach ihnen.
    Seine Überforderung äußert sich in kreiseln, fiepen, bellen, schreien, in die Leine beißen, in meine Hand/meinen Ärmel beißen, kopfloses ziehen, kurz gesagt: durchdrehen.

    Im Nachhienein stellte sich nämlich heraus, dass mein Hund von Anfang an in der Familie auf dem Balkon gelebt hat. Er war nicht durchgeimpft, kannte keine anderen Hunde, keine Leine, keine Spaziergänge, kein Auto fahren, keine Stadt und alles, was er tun konnte, war gucken (deswegen die intensive Prägung auf die optischen Reize).
    Mir wurde (entschuldigung) kackendreist ins Gesicht gelogen. Absolut ohne Hemmungen.

    Wir haben uns in den letzten 4 Jahren zusammengerauft. Ich habe mich schlau gelesen, immer weiter informiert, Dinge ausprobiert und wieder verworfen, (Einzel)Trainerstunden genommen, seine Ernährung angepasst, immer wieder die Schilddrüse kontrollieren lassen und einfach nur wahnsinnig viel Zeit, Energie und Geld in diesen Hund gesteckt.
    Und warum? Weil ich die Adoption nicht gut überlegt habe. Ich, als Hundeanfängerin, hätte diesen Hund NIEMALS zu mir nehmen dürfen und ich habe die Tatsache, dass ich es getan habe, sehr oft bereut.
    Es hat sich in den 4 Jahren viel getan, aber er wird niemals so sein, wie ich es mir gewünscht habe. Das ist frustrierend und ich glaube, Du kannst Dir nicht mal im Ansatz vorstellen, wie schlimm es ist, wenn man diese Träume hat und sie dann auch nach 4 Jahren wirklich harter Arbeit noch nicht wahr geworden sind. Wenn man mit seinem Hund immer und immer wieder dieselbe 15Minuten Runde um den Block gehen muss, weil ihn alles andere überfordert. Wenn man tolle Dinge erlebt und der Hund zu Hause bleiben muss, weil ihn das überfordern würde. Wenn man Nachts mit dem Hund rausgeht, damit er möglichst wenig Reize wahrnehmen muss und er trotzdem so durchdreht, dass man ihn irgendwo anbinden, weggehen und seine Aggressionen an einem Baum auslassen muss.
    Das kannst Du Dir nicht vorstellen und ich hoffe sehr, dass Du niemals in so eine Situation kommen musst, weil Du Dir das mit der Adoption wirklich gut überlegt hast.

    Warum clickert der Rütter "Ring, Ball, Blau" nicht :???: ?
    Ich würde es zumind so machen, damit der Hund die unterscheiden lernt.
    Hund berührt es, Click --> Wort sagen, Hund berührt es, Click :ka:

    Rütter sagt von sich selbst doch, dass er Clickertraining nicht kann. Auch das sagt meiner Meinung nach schon wieder viel über ihn als Trainer aus... :roll: In irgendwelchen Folgen hat er Clickertraining für sinnvoll erachtet und dann eine zweite Trainerin aus seiner D.O.G.S. Truppe hinzugezogen.

    @Cindychill Ich könnte dich gerade knutschen für diesen Beitrag... Genauso ist es nämlich! Danke! :gott:

    Immer wenn ich anderen Leuten erzähle, dass ich Rütter als Comedian Klasse, aber als Hundetrainer bestenfalls mittelmäßig finde, dann erkläre ich es an genau solchen Fällen. Er hat seine zwei bis drei Standardmethoden und wenn die nicht funktionieren, kommt er nicht weiter.

    Das ist wieder so ein Fall, wo ich mich frage, warum man diesen Hund nicht in seiner gewohnten Umgebung gelassen hat. Einfangen, kastrieren, impfen und so weiter und so fort ja. Aber dann auch wieder freilassen.
    Und ich finde es einfach unverantwortlich von der Pflegestelle, dass der Hund ein normales und noch dazu schlecht sitzendes Geschirr anhatte und kein Sicherheitsgeschirr. So wie ich das verstanden habe, kam sie ja Anfang Mai zu der Pflegestelle und ist Ende Mai entlaufen. Klingt für mich nach dem typischen Fall von Pflegestelle ist zu leichtsinnig gewesen.