Beiträge von Einstein51

    Hier habe ich eine Einzelfallentscheidung gefunden

    "Vorfall deutet nicht auf typische Tiergefahr hin Der in erster Instanz entscheidende Amtsrichter gab ihr Recht und sprach ihr 3.500 DM zu. Im Berufungs­ver­fahren beurteilte das Landgericht Ansbach jedoch den Fall anders und wies die Klage mit folgender Begründung ab: Mit einem Unfall, wie er der Klägerin widerfahren sei, habe der beklagte Hundebesitzer nicht rechnen müssen. Auch habe sich mit dem Gesche­hens­ablauf keine typische Tiergefahr verwirklicht, für deren Folgen der Hundehalter sogar ohne vorwerfbares Verschulden gehaftet hätte, nämlich allein schon auf Grund der gesetzlichen Gefähr­dungs­haftung. Denn schließlich sei der Schäferhund in einem Hausgarten eingesperrt gewesen, und zwar so, dass ihn der Gartenzaun mit Sicherheit am Verlassen des Grundstücks hinderte. Er habe mit seiner Schnauze oder seinen Pfoten weder über noch durch den Zaun langen und dadurch Schaden stiften können. Auch sei nichts dafür ersichtlich, dass der Schäferhund schon früher Passanten erschreckt oder gar gefährdet habe."

    Gratulation! Freue mich, dass alles Gut für euch läuft.

    Ja, die Schreibweise ist schon manchmal sehr direkt. Aber im Grunde ist es nur die Meinung des Schreibers. Was man selbst damit macht, ist einem selbst überlassen. Auch auf was man sich fokusiert. Es waren ja nicht alle Beiträge damals nur in dem Ton, eher das Gegenteil. Es waren auch sehr hilfreiches dabei. Und dann konzentriert man sich primär auf den einen Schreiber? Kann man machen, wäre jetzt nicht mein Weg.

    Ich hab schon sehr heftige Kritik im Forum gelesen (ja manche fand ich auch zu stark), aber auch immer sehr sinnvolles. Einmal wurde ein TE wirklich kritisiert (also um einiges härter als du damals) und die hat dann geschrieben, dass sie Fehler gemacht hat und es jetzt versuchen will. Und ab da waren die Antworten auch "freundlicher", einfach weil man gesehen hat die TE nimmt das Geschriebene auch an und macht sich Gedanken und reflektiert sich.

    Ich meine das fällt unter die Kategorie macht Sinn. Das hat schon eher was mit bewachen zu tun. Die Hunde die ich kläffen sehe, da ist halt nichts dahinter. Ich kenne auch Besitzer die zu mir mal gesagt haben, dass sie ihren Hunden den Spaß gönnen.

    Einmal habe ich einen wirklich guten Wachhund gesehen. Es war ein Akita. Der stand am Zaun und hat ich glaub einmal oder zweimal gewufft. Zu dem Zeitpunkt war Einstein noch am Leben. Normalerweise wollte er ja immer zu den Hunden hinter dem Zaun (auch wenn die gekläfft haben). Das habe ich natürlich nie zugelassen. Bei dem hat er einmal hingeschaut und ist einen riesen Bogen um ihn gegangen. Und der hat nur beobachtet. Vor dem hätte man sich aber auch nicht erschreckt außer man will wirklich in den Garten.

    Auch ohne Hund nervt es mich, weil ich mich einfach erschrecke, besonders wenn ich damit nicht rechne.

    Das war es für mich halt jeweils (und für meine Hunde). Wir sind hier halt im Urlaub, es kam jeweils völlig aus dem Nichts, dass da Hunde fletschend, bellend auf uns zugeschossen kamen. Bei Nachbarn weiß man es ja.

    Ja, das ist wirklich blöd. Ich bin mal mit einem Hund spazieren gegangen, der hatte zu der Zeit wirklich ein Thema damit. Kein Problem, umsichtig gehen, zu einer Zeit, wo wenig Hunde unterwegs sind. Und dann komme ich bei einem Grundstück vorbei und der Hund hinter dem Zaun regt sich so richtig schön auf. Ich musste dann, weil die Individualdistanz unterschritten war erstmal den Hund so kontrollieren, dass er ansprechbar war und dann mal schön ausweichen.

    Und die Frau des Hundes schaut einfach zu. Nicht, dass sie ihren Hund zurückgenommen hätte als sie sah, dass ich Probleme habe. Sicher nicht ihr Problem, aber rücksichtsvoll ist halt was anderes.

    Das kann ich nur bedingt nachvollziehen. Bin wirklich jemand, der wenn er sieht, jemand hat mit seinem Hund Probleme dem irgendwie auch entgegenkomme.

    In meiner Gegend kommt das auch häufiger vor. Auch ohne Hund nervt es mich, weil ich mich einfach erschrecke, besonders wenn ich damit nicht rechne. Mit Hund (je nach Hundeyp) nervt es schon sehr, besonders wenn der Hund den ich führe, damit ein Problem hat. Aber das ist auch meine Verantwortung ihn so zu führen, dass wir ruhig daran vorbei gehen. Ist nur schwierig, wenn es nicht der eigene ist und es nicht wirklich trainieren kann.

    Ob es gewünscht ist? Ich denke oft, da sind Besitzer die da resigniert haben und denken, dann soll er das machen. Denn meiner Meinung nach reagieren viele Hunde stärker als es notwendig wäre.

    Sagen kann man da ja nichts, es ist ja deren Sache. Es kann mich dennoch nerven aber aufregen würde ich mich nie.

    Ich wünsche euch für eure Entscheidung alles Gute. Ich verstehe gur, dass ihr noch Zeit braucht, besonders unter diesen Umständen. Und ich finde ihr habt schon recht, es ist ein wenig blöd, dass euch jetzt der Druck gemacht wird. Bei Einstein war es ja so, dass er auch andere Interessen hatte, davon wussten wir aber 0. Das kam dann im Nachhinein heraus, weil wir den Interessenten später mal bei einem Spaziergang getroffen haben. Ja sicher kann damit das TH auch auf die Schnauze fallen und auf einmal sind beide Interessenten weg aber es wäre ja auch doof wenn man übereilt eine Entscheidung trifft und dann merkt es passt doch nicht und der Hund geht wieder zurück.

    Landlue: Frustationstoleranz bedeutet, dass man mit Frustation umgehen kann und nicht dass man nie Frustation hat. Das ist unrealistisch. Nur wie *Sascha* sagt sich selbst regulieren kann. Und das fängt von klein auf an, wenn der welpe erfährt dass zum beispiel die Futterbar bei der Mutter nicht zugänglich ist. Und da hat er auch Frust und lernt es auszuhalten.

    Ich denke Frustationstoleranz entwickelt sich vorausgesetzt der Hund wird nicht überfordert und seine Bedürfnisse werden erfüllt.