Beiträge von Einstein51

    bezüglich nein sagen können:

    Ich hab im sozialen Bereich gearbeitet wo man auch manchmal nein sagen musste oder sich emotional etwas distanzieren. Aber da gab es auch Hilfsysteme( Supervision, Kollegen mit denen man reden konnte etc.). Und dennoch gab es Leute die es auf Dauer nicht geschafft haben.

    Wenn es solche Bedingungen gegeben hätte wie im tierschutz mit Erpressung, Isolation etc ich möchte gar nicht wissen was dann gewesen wäre.

    Und ich würde mir wünschen dass es etwas mehr Selbstreflexion geben würde.

    Meine Trainingsweise wäre das auch nicht aber

    Ich würde mir überlegen was sinnvoll war. Du meinst selbst es hat euch geholfen daher kann ja nicht alles schlecht gewesen sein.

    Wenn man komplett bei 0 anfängt dauert es halt länger und es kann zu einem massiven Rückschritt kommen. Der Hund kann in der ersten Zeit noch mehr verunsichert sein.

    Ich hab halt die Befürchtung dass du dann wieder abbrichst.

    Die Formulierung ist schwierig. Es gibt bei Bindung eben nicht zu viel des Guten. Entweder ist die Bindung gut oder eben kaputt. Auch dieses „ich kann nicht ohne dich“ ist ein kaputtes Bindungsverhalten. Das war da auch vorher nicht gut, sonst wärs ja jetzt auch nicht so.

    Das meinte ich damit. Es hört sich an als wäre die Bindung gut und irgendwann ist diese stärker geworden und dann kam es zur Anhängigkeit. Das sehe ich nicht so.

    Im Menschenbereich würde das unter emotionaler Abhängigkeit laufen.

    Weil ich mir nicht Vorstellen kann wie das aussehen könnte...

    Z.B. das der Hund ohne seinen Besitzer gar nicht mehr frisst.

    Der jegliche Interaktion mit Artgenossen und anderen Indiviuen ablehnt.

    Der Stress hat, wenn der Besitzer nicht in der Nähe ist.

    Das wäre für mich Abgängigkeit und nicht die Folge einer zu guten Beziehung.

    Gute Beziehung und Abhäbgigkeit schließt sich für mich aus.

    Für mich sind halt Auslaufgebiete Zonen wo Hunde frei laufen können.

    Und da sollte man damit auch rechnen und es akzeptieren.

    Was ich nicht verstehe ist, wenn man mit einem angelehnten Hund, Kindern, oder als Mensch mit Hundeangst dort reingeht und dann erwartet dass die Hunde von einem fern gehalten werden.

    In allen sonstigen Gebieten muss man aufpassen. Warum nimmt man dann den HH das einzige Gebiet wo ungestörter Freilauf möglich ist?

    5 Monate ist nicht so eine lange Zeit. Du siehst ja schon Fortschritte.

    Ich denke auch dass die Unsicherheit nie zu 100 Prozent weg geht aber je sicherer er wird und desto mehr du über seine Auslöser Bescheid weißt desto seltener wird er ausgelöst.

    Ich würde bei der tatkit bleiben. Es zu verändern würde wahrscheinlich bedeuten wieder bei 0 anzufangen. Und die Technik ist wohl die erste die geholfen hat ( du hattest ja schon mehr trainer)?

    Auch andere Techniken zielen darauf ab dass der Hund vom starren abgehalten wird.

    Beschäftigung mit dem Hund sind sicher gut und können helfen. Ich würde ein Hobby suchen dass euch beiden Spaß macht.

    Aber Vertrauen lernen und Unsicherheiten abzulegen braucht auch seine Zeit. Wie lange machst du es schon.

    Ich würde die Strategie nicht ändern weil es für den Hund auch sehr verwirrend ist. Es kann die Unsicherheit auch verstärken. Routine und Stabilität, damit er weiß was passiert finde ich sehr wichtig.