Beiträge von Avocado

    also ganz ehrlich, von einem Nervenbündel ist Hecci weit entfernt. von einer Situation, Sexualverhalten, auf Nervenbündel zu schliessen, finde ich recht übertrieben.
    ja der Hund hat Power, er gibt Gas, er gibt draussen alles. dafür weiss ich (im Normalfall) in der Wohnung garnicht dass ich Hunde habe (bis auf pubertäre Aussetzer a la ich kau jetzt mal was an weil ich nicht bekomme was ich will).

    wir haben uns einen Hund gekauft der zu unserem Lebensstil passt und ich würde einen Hund für den alles über 3x20min um den Block gehen "zu viel" wäre wohl jedes Wochenende alleine lassen müssen.
    mag wohl beim Labbi funktionieren, bei meiner Rasse funktioniert es auf Dauer nicht. das kann glaub jeder Staff Halter sagen. die Rasse hat Power, will sich bewegen, will was tun.

    natürlich haben wir nicht von jetzt auf nu 10km Wanderungen gemacht, sondern haben geguckt dass der Hund über Monate Muskulatur aufbaut um dies zu schaffen. wir haben einfach wie beim Menschensport gehandelt. von Welpenbeinen an war Hecci immer dabei, teils halt auf dem Arm. eine gute Bemuskelung schützt auch die Gelenke.

    ich kenne aber wirklich ehrlich nachgedacht keinen einzigen normalgewichtigen Staff der mit 3x20min am Tag auf Dauer glücklich wird. wenn es hier regnet finden meine Hunde zb auch 3x5min Gassi viel zu viel des Guten. sogar mein Kleinsthund würde bei 3x20min am Rad drehen. die macht übrigens das ganze Programm (bis auf UO) mit und es geht ihr besser denn je.

    die Staffs die ich kenne und kaum ihre körperliche Auslastung bekommen haben entweder ein ziemliches Verhaltensproblem oder sind einfach nur so fett dass sie faul werden. letztens eine "bisschen moppelige" Hündin getroffen. 43kg schwer... wenn man bedenkt dass ein erwachsener, gute bemuskelter Rüde um die max. 33kg wiegt...

    Nun ja, aber klar, ich verstehe schon... Rescue-Tropfen zu geben oder zu kastrieren, etc. ist natürlich einfacher, als sich nun 24/7 in die Erziehung richtig reinzuhängen .

    Wenn diese Regeln schon etabliert sind, wieso greifst du nun nicht auf diese zurück?

    Was mir noch auffällt: Auf der einen Seite behauptest du, dein Hund sei nicht ansprechbar. Hier redest du jetzt von geistiger Auslastung... Was denn nun? Mit einem Hund, der nicht ansprechbar ist, kann man nicht arbeiten, geschweige denn geistige Auslastung betreiben...

    er ist innerhalb der Wohnung und des angrenzenden Umfeldes nicht ansprechbar, wenn er die Hündin gehört/gerochen hat.
    ich packe ihn ins Auto und fahre raus. im Wald/am Hundeplatz üben wir eben.
    wir sind 2-3x die Woche am Platz, sonst täglich spazieren, am Wochenende sind Runden von 10km Programm. sei es Spazieren, Wandern, Skaten, usw usw. dabei wird Impulskontrolle geübt, UO gefestigt, usw usw.

    also ja, ich glaube dass ich behaupten kann in die Erziehung des Hundes zu investieren...
    das geht aber eben nur wenn ich einen Abstand zum Reiz habe, ging bis zum Einzug der Nachbarn auch super.
    nur auch mit einem jagenden Hund beginne ich mit dem AJT nicht im Rehgehege wenn er im Tunnelblick ist...

    danke für die zahlreichen Rückmeldungen :)

    das mit der Musikbeschallung mache ich schon, er darf KronehitTV gucken beim Alleinbleiben. hoffe dass er beim Hören von Popmusik von selber Balladen Singen abkommt. :pfeif:

    ich wollte das RafiLe gegenüber nicht so schreiben, aber ja, man kann einen Staff nicht mit einem Labbi vergleichen. ein Labbi wurde auf die Zusammenarbeit mit dem Menschen selektiert. ein Staff ist da ein bisschen eine andere Dimension was den Durchsetzungswillen anbelangt. deswegen wird er auch vorausschauend geführt und wenn er eines hat, dann sind es viele, klare Regeln. eben weil es genug negative Beispiele gibt und vor Allem bei einem Soka schnell für andere "normales" Verhalten gestraft wird. er ist ein Tutnix, in uns knallen Hunde rein, aber wehe er würde mal sein tutnixdasein ausleben, da wäre das Geschrei gross...

    klar ist er manchmal pubertär aufmümpfig und testet, aber das was gerade abgeht ist kein "Ich spinn mal und guck was sie tut". das tut er natürlich auch, den Zahn ziehe aber ganz schnell und das weiss er mittlerweile.

    wir versuchen es jetzt mit Nahrungsergänzung und weiterhin körperliche und geistige Auslastung. die gehört hier eh zum Programm sonst hat Herr Pubertär ganz doofe Ideen. natürlich jede Woche andere. (ein Loch in der Couch ist ja was tolles, muss doch jeder haben...)

    von Hündinnen hat er so oft auf den Deckel bekommen, jedes Mal mit einigen Cuts im Gesicht, das ist ihm egal... er hat ja (eigentlich nur) Hundefreundinnen, Staff Mädels oder Cane Corsi. die sagen ihm auch sehr deutlich was sie von seinem Verhalten halten. ist ihm so egal, das kann man sich nicht vorstellen. der kassiert Prügel und steht dann wieder auf, schüttelt sich und steckt die Schnute in den Po des Mädels.

    er mag ja Mädels schon seit er 6Monate ist, nur war es nie so extrem.

    man muss nicht immer alles wortwörtlich nehmen...

    ich sagte ja der Hund hat aus anderen Gründen wirklich viele Regeln im Alltag.
    nur kann ich eben nur einwirken wenn ich daheim bin.

    jault er jetzt während ich arbeiten bin kann ich das nicht kontrollieren. genauso wie ich zerstörerisches Verhalten während meiner Abwesenheit nicht kontrollieren kann. er ist im Wohnzimmer alleine und will aber zur Wohnungstüre, da dahinter seine Angebetete ist.

    ich weiss auch wie ich dem Hund vermitteln soll dass ich sein Verhalten doof finde, nur muss ich dafür bei ihm ankommen. ist er nicht ansprechbar bringt es genau null, er bekommt es garnicht mit. was ich suche ist eben die Methode ihn - trotz Dauerreiz - ansprechbar zu kriegen.

    auch wenn er nicht zb an dem Pipifleck schnüffeln darf, für ihn riecht das ja auch wenn er 1m weiter steht. das rieche teilweise ich schon (wenn Hunde auf immer dieselben Stellen pieseln stinkt das...)

    gemeinsam Spazieren habe ich auch überlegt, nur sind beide Hunde derart unerzogen dass sie immer die Besitzer nachschleifen und alles anpöbeln. ob das meinen Jungspund nicht noch auf dumme Ideen bringt? wir arbeiten ja daran dass an lockerer Leine gegangen wird und Hunde ignoriert werden, da muss er sich kein solches Verhalten abschauen.

    ich habe auch über das mehr von einem Hund berichten nachgedacht. mache ich auch, hat aber einen Grund.

    meine Hündin, Ziva, ist im Alltag unkompliziert, braucht fast nie eine Leine, ich kann mich auf sie verlassen beim Gassi. dafür WILL sie keinen Hundesport machen - den BH Kurs haben wir geschmissen weil es für beide nurnoch Stress war. Tricksen findet sie auch doof und wenn sie nicht mit ihren bekannten 3 Tricks das Leckerlie bekommt geht sie halt schlafen und ich kann mir die Leckerlies und den Clicker sonstwo hinstecken.
    Genauso beim Fotografieren. Wenn sie will posiert sie wie ein Topmodel. wenn sie keinen Bock hat dann bekomme ich sie auch nicht aufs Bild. ist so, ich habe mich damit abgefunden, da sind mir andere Sachen wichtiger.

    der Jungspund ist pubertär und kommt dauernd auf neue, bekloppte, nervenraubende Ideen. er will mit mir arbeiten, hat Spass am Lernen und lässt sich mit Futter zu wirklich jedem Quatsch motivieren.

    beide Hunde sind für mich, für uns, gleich wert, wir mögen beide mit ihren Eigenheiten. zum Berichten gibt es halt über den "braven" fast nix.

    meine persönliche Ansicht, einfach auf mich gepolt:

    viele Tiere haben war schon immer einer meiner Träume. ich träume manchmal sogar von einem Dritthund, aber bin ehrlich zu mir - diese zwei reichen mir. es gibt keinen Mehrwert, den ich durch einen dritten Hund haben würde. ich wollte einen Hund der mit mir zusammenarbeiten will, dafür zog der Zweithund ein. nun habe ich das was ich wollte (und mehr Arbeit als ich wollte) und es reicht mir.
    wenn man die Möglichkeiten (finanziell, zeitlich, platztechnisch) hat soll man so viele Tiere halten wie man will. was bei mir aber einen bitteren Beigeschmack hinterlässt ist der Zeitraum in dem diese angeschafft wurden. vielleicht beziehe ich das zu sehr auf mich. es gab eine Phase in meinem Leben als ich wirklich grundauf unglücklich war. ich fand im Schuhe kaufen einen Ausgleich. ich kaufte mir ein neues Paar und war überglücklich damit. nur hielt das Glück nur 1-2 Wochen an und ich kaufte wieder ein Paar. bis mir auffiel dass ich was ändern muss hatte ich einige Monatsgehälter in Schuhe gesteckt. die meisten wurden 1-2 Mal getragen und verstauben seit dann im Schrank.

    so in etwa stelle ich mir auch vor, dass Animal Hoarding entsteht.

    Ich sehe die Problematik nicht per se bei "Schlepp am Halsband" sondern an der Tatsache dass 90% der Leute mit Schlepp und Flexi nicht umgehen können. Allerdings trifft das auch auf ne stinknormale 2m-Leine zu.
    Da ist es egal WAS für ne Leine am Hund ist, ein Geschirr wäre bedeutend gesünder (wenn ich so sehe wie viele Hunde am HB hinter sich hergeschliffen werden...)

    dafür muss das Geschirr auch richtig sitzen. sooo viele Hunde tragen schlecht sitzende Geschirre, da bezweifle ich dass es gesünder ist als ein Halsband...


    @Schlepp/Flexi am HB - hat Hecci manchmal, kommt drauf an was wir tun. im Wald oder in neuen, reizenden Gegenden ist er am Geschirr, kurz um den Block hat er die Flexi am Halsband.

    ich halte das unterschiedlich. Ziva läuft im Freilauf IMMER nackig. der Grund ist dass sie mit ihrer geringen Größe mit Halsband oder Geschirr hängen bleibt und mir das Risiko zu gross ist dass sie sich so weh tut, es reicht ja über einen Baumstamm zu hüpfen und das Halsband verheddert sich. bei nichtmal 25cm HU ist mir das Risiko zu gross.

    Hector läuft nie nackig, weil er noch jung und wild ist und ich gerne etwas habe wo ich ihn "einfangen" kann. er hat eh sehr, sehr selten Freilauf, wenn er mit seinem Halsband hängen bleiben würde weiss ich auch dass ihm nix gravierendes passieren kann, dafür ist er zu massig gebaut.