vermutlich ist es eher Typsache als Erziehungsansatz.
Ich diskutiere viel weniger als mein Mann z.
B. Die Kinder wissen das mittlerweile auch.
Mir sind gewisse Sachen wichtig und die setze ich dann durch. Meinem Mann sind widerum andere Sachen wichtig. Die Kinder wissen das auch gut zu unterscheiden. Genauso wie die Hunde übrigens.
Ich bin sehr streng erzogen worden, mein Mann eher sehr frei (auch im Vergleich zu heute, für die frühen 90ern war es schon "zu frei").
Ich kanns zB absolut nicht ab wenn die Kinder unnötig rumschreien. Also dieses nur des Schreiens Willen schreien. Meinem Mann ist das egal. Liegt einfach daran dass ich im Plattenbau aufgewachsen bin wo die Nachbarin bereits anklopfte wenn ich Mal schneller durch die Wohnung ging während er auf dem Hof ohne direkte Nachbarn aufgewachsen ist. Den Kindern sage ich es dann auch so "ich bekomme Kopfweh davon, bitte redet in normalem Ton, ich will das nicht dass ihr so rumschreit".
Da hab ich dann auch keine Lust 20min rumzudiskutieren wieso nicht gekreischt werden soll. Oder wieso kein 2tes Eis erlaubt ist. Oder wieso sie sich was sauberes anziehen sollen wenn wir los wollen. Ich sage ihnen öfter Mal dass ich für ihr Wohlergehen zuständig bin und deshalb nicht diskutieren werde ob sie Zähne putzen/ sich die Nägel schneiden lassen/ die Haare kämmen/ ein Medikament einnehmen usw usw. aber wir können gerne darüber reden WIE das passieren wird. Also was weiss ich Nägek schneiden während eine Folge Pawpatrol läuft oder erst der Puppe dann dem Kind die Haare machen.
Mir ist auch wichtig dass sie aufräumen und ihre Sachen wegräumen. Da verfolgt eine Bekannte zB von Geburt an den Ansatz dass es vom Kind kommen soll weil man ihn Ordnung vorlebt. Tja, Kind räumt auch mit knapp 6 nix weg sondern sagt "Mama macht das schon".
Witzigerweise findet meine Familie dass ich sehr "weich" erziehe weil meine Kinder trotzdem sehr viele Freiheiten haben und zu oft das bekommen was sie wollen 