Wollte einen Familien Hund ...der sportlich ist....viel läuft....am Fahrrad gehen kann.......
Habe den Landschaftspark und den matlerbusch um die Ecke ..... Laufe super gerne lange( nicht gerneallein) fahren 2 mal im Jahr für drei Wochen nach Borkum .....
Warum in Gottesdienst Namen soll ich nicht geeignet sein für ein Hund ?
Jeder ausgewachsene, gesunde Hund kann beim Wandern, Radfahren und langen Spaziergängen dabei sein, dafür braucht's keinen Aussie! Der Dackel meiner Eltern ist 3-4 stündige Strandspaziergänge in Dänemark mitgelaufen und war hinterher nicht mal müde; der Golden Retriever meiner Tante ist auf den eigenen Pfoten durch halb Schweden gelaufen – ohne Probleme.
Warum du nicht geeignet sein sollst? Das kann dir hier keiner sagen, wir haben dich ja nicht "live" mit dem Hund gesehen, aber ein paar Dinge in deinen bisherigen Beiträgen lassen bei mir die Alarmglocken angehen.
- Du hast Angst vor Hunden. Erst mal kein Problem, damit kann man schließlich lernen, umzugehen. Allerdings ist ein Aussie reizempfindlich, ziemlich sensibel (was die Stimmungen des Besitzers angeht) und eher in Hab-Acht-Stellung draußen unterwegs. Sobald der merkt, dass du dich bedroht fühlst, neigen die meisten dazu, in eine mehr oder weniger aggressive Verteidigungshaltung zu fallen. Und das richtet sich dann häufig nicht gegen "echte" Gefahren, sondern gegen Radfahrer, rennende Kinder, andere Hunde, etc. Das A und O der Erziehung ist also, dass man selbst so sicher, ruhig und selbstbewusst wie nur irgendwie möglich auftritt und dem Hund damit das Gefühl vermittelt: "Alles okay, musst dich nicht kümmern, ich hab' das im Griff." Sehr schwierig für jemanden, der selbst Angst vor fremden, heranstürmenden Hunden hat. (Und das wird dir als Hundehalter häufiger passieren!)
- Ihr habt - als Familie - anscheinend wenig Hundeerfahrung. Wie bereits gesagt: Aussies müssen Ruhezeiten lernen. Wenn ständig jemand den Welpen "auspowern" will oder hochpusht, hast du in 1-2 Jahren einen hibbeligen, kläffigen Hund, der im Alltag die Pest ist. Dass du hier nachfragst, wie das Verhalten des Welpen einzuordnen ist, ist zwar prima, weil du ja schon viele gute Antworten bekommen hast, die klar machen, dass das völlig normales Welpenverhalten ist – zeigt aber auch, dass da nicht viel Vorwissen vorhanden ist.
- Aussies können kräftig über die Stränge schlagen. Ich hab' selbst zwei, die beide aus der Pubertät raus sind, und auch hier im Forum findest du jede Menge Erfahrungsberichte von Leuten mit Aussies im Junghundealter – das können anstrengende kleine Biester sein. Dass ein Aussie in einer Frustsituation überreagiert und dem eigenen Besitzer mit den Zähnen im Arm hängt, kommt durchaus vor. Damit sollte man klarkommen und wissen, wie man reagieren muss. (Nein, Aussies sind keine menschenfressenden Bestien. Aber sie sind ernsthafte Arbeitshunde, die u.a. zum Rindertreiben gezüchtet wurden. Die bringen Durchsetzungskraft mit, kein Kuscheltemperament!) Wer vor einem normal spielenden Welpen Respekt hat, dem möchte ich nicht mit einem 1,5-jährigen Aussie im Größenwahn begegnen...
Wie gesagt, mag sein, dass ihr in der Hundeschule prima beraten werdet, einen wirklich fachkundigen Trainer zu Rate zieht und du deine Angst schnell überwindest. Aber ich werde nie verstehen, warum man sich für das "normale Level" von Familiensportlichkeit und bei vorhandener Hundeangst eine Rasse ins Haus holt, bei der einem jedes (!) seriöse Rasseporträt sagt, dass sie sowohl mit fremden Menschen als auch mit anderen Hunden problematisch werden kann. Mit jeder Begleithunderasse hättet ihr euch das Leben einfacher und stressfreier gestaltet.