Ich auch – wenn ich nur mit Shawnee komme, wird das sowas von undynamisch... ![]()
Beiträge von pardalisa
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Wer glaubt, dass er das Restrisiko, dass sein Hund irgendwann mal ein Lebewesen verletzt oder tötet garantiert und 100%ig ausschließen kann, übersieht, dass nicht nur der Hund unfehlbar und perfekt erzogen sein muss, sondern auch der Mensch.
Da reicht's, wenn einem ein Mal im Wald die Leine aus der Hand fällt, ein Mal ein lebensmüdes Huhn des Nachbarn über den Gartenzaun geflattert kommt, ein Mal eine schon halbtot 'gespielte' Maus von irgendeiner Katze auf der Terasse vergessen wurde, man ein Mal nicht damit rechnet, dass selbst der liebste Hund in Panik zuschnappen kann, usw.
Ich könnte das für meine Hunde nicht garantieren. Ich minimiere das Risiko, so gut ich irgendwie kann, aber komplett ausschließen würde ich das nie (und es käme mir vermessen vor, das zu behaupten).
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Irgendwann müssen die vier sich noch mal kennenlernen.

Hmm. wie macht ihr das mit Tricks? Guggn was der Hund anbietet oder ihm gezielt etwas zeigen? Ich will wissen wie ich Mio begeistern kann.
Abgesehen davon, dass wir für Ausstellungen üben müssen.
Ich habe bei Shawnee damals mit ganz einfachen Übungen angefangen, um ihm das Prinzip des freien Shapens so gut wie möglich näher zu bringen. Also z.B. einen kleinen Hocker hingestellt und erst mal alles geclickt, was er so gemacht hat. Hocker anschnüffeln? Click + Belohnung. Pfote auf den Hocker? Click + Belohnung. Hocker mit der Schnauze angestupst? Click + Belohnung. Irgendwann habe ich dann nur noch bestimmte Sachen, die ich sehen wollte, geclickt, also z.B. nur noch Pfotenberührungen - bis er irgendwann mit allen vier Pfoten auf dem Hocker stand.
Dann das Ganze mit einem leeren Karton wiederholt. Dann ein Nasentarget mit einer Fliegenklatsche... und immer so weiter. Er hat ziemlich schnell verstanden, dass er einfach ganz viel selbst ausprobieren soll und darauf habe ich dann alle Tricks aufgebaut.
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Shawnee kann das mit der Spielaufforderungshaltung auch auf Kommando - heißt bei uns "Wer ist der König?" Das 'Sichtzeichen' dazu ist, dass ich vor ihm stehe, auch einen Knicks mache und wir uns quasi voreinander verbeugen.

Myrddin kann wenige Tricks, läuft dafür aber um Längen bessere UO als Shawnee; Shawnee hasst UO, kann dafür aber locker 30 Tricks... So hat jeder seins.

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Ich würde zum jetzigen Zeitpunkt auch keinen erwachsenen Hund empfehlen. Auch das muss beobachtet und geregelt werden und könnte leicht zu Ungunsten des alten Hundes ausgehen.
Auch wieder wahr. Ich dachte nur, wenn's denn unbedingt ein Zweithund sein muss, dann wäre ein erwachsener Hund für den schon vorhandenen Senior das 'kleinere Übel' – solange man darauf achtet, einen ruhigen, verträglichen Zeitgenossen zu erwischen.
Aber klar, Handlungsbedarf kann da auch immer sein.

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Ich bin der Meinung, dass Du mit einem Welpen warten solltest, weil Du eh schon viel Trubel im Haus hast, Dein Senior sich noch zurück ziehen kann und somit sich selbst noch Ruhe verschaffen kann.
Diese Ruhe wäre für den Senior nicht mehr gewährleistet, da der kleine Welpe sich eher dem Hund anschließen würde und dort seine Spieleinheiten einfordern würde. Der Senior bekäme nie wirklich seine Ruhe und ich bezweifele, dass in Deinem turbulenten Haushalt Du wirklich immer ein Auge darauf haben kannst.
Im Interesse Deines Senior, gönne ihm seine Restlebenszeit als Alleinhund.
Da schließe ich mich an. In einem eher 'ruhigen' Haushalt, wo notfalls immer jemand die Hunde im Blick haben kann, kann das mit Senior und Welpe gut klappen. In einem Haushalt, wo eh schon viel Leben in der Bude ist, würde ich davon abraten.
Warum soll den überhaupt wieder ein zweiter Hund einziehen? Eher für dich oder weil du denkst, dass es dem alten Hund gefallen könnte? Und warum ein Welpe – wenn ein Zweithund dazukommen soll, wie wär's dann mit einem erwachsenen Hund?
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Aus tierrechtlicher Sicht finde ich es auch mehr als nur fragwürdig, einem Hund ein Jahr lang oder länger zu verweigern, dass er Freilauf haben kann. Ein Jahr ist die Frist, die in Niedersachsen für das Ablegen des Hundeführerscheins Zeit bleibt. Besteht der Hund nicht, dann dauert es länger. Arme Viecher, die dann ewig an Leinen oder nur im Schutz der Nacht mal frei laufen dürfen, weil sie vielleicht unverträglich sind oder ängstlich oder prollig.
In Niedersachsen darf der Hund auch bis zum Ablegen der Prüfung freilaufen, wenn ich richtig informiert bin. Da geht es nicht darum, eine "Leinenbefreiung" zu bekommen, sondern irgendwann im ersten Jahr die erforderliche Sachkunde nachzuweisen. Das Leben des Hundes schränkt das nicht ein.
Zwangskurse, damit die Leute etwas über ihre Hund lernen. Normal wäre es, wenn sich Leute Hunde anschaffen, die sich mit dem Lebewesen ohnehin beschäftigen, weil sie Hunde toll finden. Das klingt immer so, als würden Neuhundehalter gar keine Ahnung haben und man müsse ihnen die Welt erklären - Nein, muss man nicht!
Doch, anscheinend schon. Denn das hier:
Brut- und Setzzeit, das ist auch so ein Aufreger für mich. Das Prinzip lernt jedes Kind in der Schule. Ein Hund darf per Gesetzt (außer im Jagdeinsatz durch den Jäger) nicht jagen, nie (Mäuse buddeln mal außen vor).
... ist bei vielen Leute überhaupt nicht angekommen. Die lassen ihren Hund munter durch's Unterholz jagen, weil das in ihren Augen überhaupt kein Jagdverhalten ist. Für die ist Jagen = Hund reißt ein Tier. Alles andere ist ihrer Meinung nach nur Spaß.
Und genau da würde m.M.n. ein Kurs für Hundeanfänger prima passen: Was ist Jagdverhalten? Was ist noch Spiel, wo fängt Mobbing auf der Hundewiese an? Lauter solche Fragen könne da thematisiert werden. Ob man das dann später 1:1 mit dem eigenen Hund so umsetzt, wie es da vorgeschlagen wird, bleibt ja jedem selbst überlassen, aber wenigstens ist dann ein Grundwissen vorhanden.
(Was die Brut- und Setzzeit angeht, geb' ich dir recht – die Regelung mit dem langen Leinenzwang ist bescheuert, schränkt unnötig ein und es wäre schön, wenn man sie abschaffen würde.)
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Ist aber doch alles nur Theorie. Wenn nie gefragt wird, ob ein Kurs besucht wurde, ändert sich nie etwas.
Ich kennen keinen Ersthundehalter, der das gemacht hat. Ganz im Gegenteil, es wurde bewußt ignoriert. Das Ordnungsamt fragt doch nicht danach.
Alles nur Augenwischerei.Dann wohnen wir anscheinend in völlig unterschiedlichen Ecken. Hier bei uns sind die Hundeführerschein-Kurse im Verein gut gefüllt und die Mehrzahl der Leute ist nett und motiviert. Die haben zwar anfangs wenig Ahnung, aber viele bleiben nach dem Training noch auf 'nen Kaffee da, fragen den Vereinsmitgliedern Löcher in den Bauch und schnuppern mal beim Sport rein.
Dass der Führerschein nicht kontrolliert wird, mag sein, ist aber ein ziemliches Totschlag-Argument, oder? Das hat immer sowas resignatives, finde ich – so nach dem Motto: "Aber wenn das nicht kontrolliert wird, dann muss man ja gar nicht erst versuchen, etwas zu verbessern." Klar, ein paar Leute, die sich darum drücken, gibt's immer. Aber deshalb gleich ganz auf etwas eigentlich sinnvolles zu verzichten? Ist m.M.n. der falsche Ansatz.
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Ich kenne keine Frau, über 1,60, die einen 20 oder 25kg Hund gut tragen kann.
Um die Liste noch ein bisschen zu erweitern... Ich bin über 1,60m, dabei keine 50kg schwer und kann meinen 26kg-Rüden tragen. Ja, auch längere Strecken – Adrenalin macht's möglich.
Als er sich mal weit ab von befahrbaren Straßen die Pfote aufgeschnitten hat, habe ich ihn quer über meine Schultern gelegt und bis zum nächsten Dorf geschleppt. Das merkt man zwar am nächsten Tag im Rücken, aber es geht.Für so alltägliche Dinge, wenn der Hund länger eingeschränkt ist und trotzdem Treppenstufen überwinden muss, gibt es übrigens spezielle Tragegeschirre, mit denen man den Hund unterstützen kann ohne sich selbst dabei zu verheben. Falls die TE das irgendwann man brauchen sollte, besteht die Möglichkeit also auch noch.
Da davon auszugehen, dass ein kranker Hund sofort im Tierheim landet, finde ich mehr als arrogant...

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Ich bin grade echt ein bisschen geschockt, wie Viele sich für eine Freilauf-Prüfung aussprechen. Ich bin gegen eine allgemeine Prüfung.
Wir Listenhundhalter haben ja nun schon seit 15 Jahren an verschiedenen Orten und in verschiedenen Formen Prüfungen, Auflagen, und sonstige Gängeleien zu ertragen. Das Resultat ist durchs Band weg, dass das Null Auswirkung auf die Beisstatistik hat oder sonstwie dadurch sicherer geworden sind. Das Ziel wurde also nicht erreicht.
Ob man eine Prüfung befürwortet oder nicht, kommt bestimmt auch stark darauf an, in welchem Umfeld man wohnt. Das Listenhunde-Halter-Argument kann ich z.B. gut verstehen.
Dagegen habe ich ganz häufig das Gefühl, dass es bei vielen Neu-HH schon an den einfachsten Dingen in der Kommunikation mit ihrem Hund und dem Wissen über selbigen scheitert: da wird geglaubt, dass man dem Hund das Kommen auf Pfiff nicht beibringen müsste, weil "der genau weiß, was gemeint ist", dass alle Hunde ohne Leine sich sowieso immer vertragen, dass "die das schon unter sich ausmachen", dass man Hunde nicht trösten darf, dass man kleine Hunde nicht hochnehmen darf, weil die dann "verweichlichen", dass jeder Hund mit spätestens einem Jahr kastriert werden sollte, dass es nicht schlimm ist, wenn der Hund mal 'nem Hasen/Reh hinterhergeht, denn "der kriegt den ja eh nicht"... die Liste ließe sich ewig fortsetzen.
Mir geht's bei so einer Prüfung gar nicht darum, dass danach jeder sich perfekt verhält, alle plötzlich wunderbar rücksichtsvoll sind und man nie wieder Stress mit freilaufenden Tut-Nixen hat. Das wäre utopisch. Aber wenn ich mir angucke, wie viel simples Wissen da fehlt, dann finde ich die Regelung in Niedersachsen (einfacher, verpflichtender Kurs für Ersthundebesitzer) ziemlich gut. Immerhin müssen sich die Leute dann mal in irgendeiner Form mit dem Verhalten und den Bedürfnissen ihres Hundes beschäftigt haben – und das wäre schon eine große Verbesserung.