Beiträge von pardalisa

    Merle ist, glaub' ich, so der Dauerbrenner... Im Moment kommt's mir so vor, als ob blaue Augen total "in" sind. Kann ich ansatzweise verstehen, ich kenne auch ein paar Hunde, die wirklich einen faszinierenden Blick drauf haben. Aber ob das Kriterium schon reicht, um in die Zucht zu gehen? Wäre mir zumindest zu wenig.

    Für Shawnee hatte ich auch ein paar Anfragen, als er noch jünger war - einfach nur, weil er große Flecken und intensives Kupfer hat und das da gerade angesagt war. :roll: Dabei sollte selbst der unerfahrenste Anfänger-Züchter sehen, dass er zu groß und zu plüschig ist... Und spätestens, wenn ich als Besitzerin sage, dass er Konflikte selbst löst, dabei nicht zimperlich vorgeht und (fies gesagt) sportlich zu nix zu gebrauchen ist, sollte das eigentlich alle Interessenten abschrecken. Sollte man meinen.

    Ich find's gruselig, wie viel da in der Aussiezucht immer noch nach Farbe geht. Die Trends verändern sich zwar alle paar Jahre mal, aber dieser Hype auf bestimmte Merkmale ist irgendwie konstant. Schade eigentlich.

    Meine Hunde sind beide geröntgt, Myrddin ist außerdem auch offiziell ausgewertet. Für mich ist das selbstverständlich - zum einen will ich wissen, ob ich meine Hunde voll belasten kann (Sprünge, mehrtägige Wanderungen, am Fahrrad laufen, Sport, etc.), zum anderen gehört das für mich, wie bei den meisten hier, auch zu meinem kleinen Beitrag, den ich zur Gesundheit der Rasse beitragen kann. Myrddins Halbbruder ist Deckrüde, sein Wurfbruder geht ev. auch in die Zucht - da ist es für die Züchter einfach gut, so viele Ergebnisse wie möglich zu haben.

    Die Narkose wurde übrigens völlig problemlos verkraftet und unverschämt teuer finde ich so eine Untersuchung auch nicht.

    Myrddins Geschirr ist vorhin angekommen! Ging wirklich irre schnell mit dem Versand und gut sitzen tut es auch. Ich muss noch ein bisschen an den Einstellungen herumzuppeln, aber schon mal danke an alle, die mit der Größenberatung geholfen haben. :smile:

    Von unserem Hund sprechen wir auch als "unser Kind".Warum? Weil wirs können.
    (Und weil wir damit provozieren auch ein bisschen ;) )

    Ist ja auch völlig okay, so sind die Leute halt verschieden. Ich find's immer komisch, wenn mir jemand vorwirft, meine Hunde wären "Kinderersatz". Ich will keine Kinder, sonst hätte ich welche – warum sollte ich also Ersatz für etwas haben, dass ich gar nicht will?

    So als Wortspiel oder -witz kann ich das schon nachvollziehen. :smile: Bei meinen Eltern sind die Hund auch "Henkel" (= Hunde-Enkel).

    Seltsam finde ich auch Pärchen, die lieber fünf Hunde betüddeln (und teilweise selbst von "felligen Kindern" sprechen) als ein menschliches Kind großzuziehen ... ich akzeptiere das, frage mich aber, warum man sich dafür entscheidet. :)

    Warum man sich grundsätzlich gegen Kinder entscheidet oder warum man sich gegen Kinder entscheidet und dann die Hunde als "Fell-Kinder" bezeichnet?

    Ersteres finde ich sehr einfach zu erklären, zweiteres verstehe ich auch nicht. ;)

    'Echte' Medikamente habe ich fast gar keine für die Hunde im Haus, da ich sowieso lieber einmal zu oft als ein mal zu wenig zum TA fahre. Unsere Hausapotheke sieht so aus:

    - Moro-Suppe (eingekocht oder eingefroren)
    - Huhn-Reinfleischdosen für Schonkost
    - Pfotenschuhe
    - Desinfektionsspray
    - Verbandszeug für Erstversorgung
    - Wundsalbe (für kleine Kratzer)
    - Zeckenzange

    Edit:
    - für jeden Hund einen passenden Trichter/Kragen

    Mal ganz spannend - an die anderen, warum war für euch klar, dass der Hund eben NICHT in die Zucht soll?

    Ich schließe mich @Lucy_Lous Liste von erwünschten Eigenschaften und Kriterien da an, also kam das für Shawnee eh nie in Frage – ich liebe ihn, aber er hat zu viel Schutztrieb, zu wenig Arbeitsmotivation, ist eindeutig zu groß und zu plüschig.

    Myrddin ist so, wie ich mir einen Aussie charakterlich wünsche – verträglich, aber reserviert; motiviert, aber kein Hibbel; wachsam, aber kein Arschloch. :p Warum er trotzdem nicht in die Zucht geht? Zum einen ist er MDR1-Träger und hat eine B1-Hüfte – zwei Dinge, die für mich in der Aussie Zucht nur "sein müssen", wenn der Hund sonst überragend gut ist. Zum anderen habe ich von Zucht zu wenig Ahnung, um bei Deckanfragen sagen zu können 'passt' oder 'passt nicht'. Myrddins Züchterin würde mir da bestimmt helfen (und ohne Rücksprache mit ihr hätte ich einen Deckrüden-Einsatz eh nicht angestrebt), aber ich hätte schon den Anspruch, mich da auch selbst einzuarbeiten, und dafür fehlt mir im Moment die Zeit.

    Und dann kommt noch dazu, dass ich das hier:

    Ich z.B. würde keinen Welpen nehmen, wenn der Züchter nicht mit seinen Hunden "arbeitet", muss ja nicht hüten sein, aber zumindest Hundesport, schon alleine, um etwas über die Zusammenarbeit in höherem Erregungslevel sagen zu können (und weil es für mich eine Frage ist, was ich unterstützen will).

    ... gerade beim Aussie extrem wichtig finde. Jeder findet seinen Hund klasse, aber gerade bei einem Deckrüden wäre es mir wichtig, dass da auch mal ein unbeteiligter, sachverständiger Dritter drüberguckt – und das geht dann eben nur über Arbeitstitel. Da ich aber selbst milde Prüfungsangst habe und zur Zeit auch das nötige Kleingeld für Startgelder und Spritkosten gut in andere Dinge investieren kann, werde ich mit Myrddin vermutlich nie in sportlichen Sphären unterwegs sein, die solche Titel abwerfen. (Vielleicht packt mich da irgendwann noch mal der Ehrgeiz, aber eher nicht in den nächsten 1-2 Jahren.)

    Wie habt ihr eigentlich Krallen schneiden trainiert?

    Erst 'Hund auf den Rücken legen' geübt (mit gaaanz viel Bauchkraulen :D ), dann ohne großes Drama einfach ein bisschen an den Krallen rumgeknipst. Myrddin durft von Anfang an zugucken und sich zwischendurch überzeugen, dass ich da nix Gefährliches mache; bei ihm geht das wirklich gut und er hält prima still.

    Bei Shawnee habe ich viel zu spät angefangen das zu üben, der braucht Bestechung (= Leckerlie in Sichtweite), wenn er wirklich stillhalten soll.