Beiträge von pardalisa

    ok, ich denke, es kommt auch auf das Terrain an, ob die Hunde mit kommen oder nehmt ihr die auch problemlos zu T4 Runden mit?

    Kommt drauf an, ob die ganze Runde schwierig ist oder nur das letzte Stück. Ich habe z.B. schon problemlos beide Hunde mit zu einem Cache genommen, bei dem man sich die letzten paar Meter durch einen alten Steinbruch tasten musste. Da haben die Hunde halt in etwas Entfernung angeleint gewartet. Wäre die ganze Runde schwierig würden sie wohl zu Hause warten: Wir haben ja sowas hier im Norden nicht ;) , aber wenn ich z.B. wüsste, dass ich über ein alpines Geröllfeld kraxeln müsste, würde ich sie nciht mitnehmen. (Auch, wenn's bestimmt Hunde gibt, die das gut und gerne machen.)

    Ich lese hier mal mehr oder weniger still mit. Eine Frage hätte ich allerdings: "Aversiv absichern" würde theoretisch nur bei Hunden funktionieren, die einen aversiven Reiz in der konkreten Situation auch wahrnehmen und entsprechend sensibel sind, oder?

    Ein Beispiel: Eine Freundin von mir hat einen Weimaraner (aus 2. Hand), der bei Wildsichtung komplett abschaltet. Dem könnte man alles mögliche vor die Pfoten knallen und ihn vermutlich auch ziemlich grob anpacken, das würde der gar nicht merken. Beim Vorbesitzer ist er über einen 2m-Zaun gekrabbelt, hat sich die Flanke aufgerissen und ist - trotz Stromhalsband - 'nem Reh hinterher.

    Ganz überspitzt gesagt: Da ist nix mehr mit aversiver Absicherung des Rückrufs, oder?

    Ich nehme meine Hunde eigentlich immer mit. Das liegt natürlich auch daran, das sich selbst 'ne totale Schissbux bin ;) – Klettercaches sind eh nicht meins und bei allem, was sich unterirdisch abspielt, hätte ich zu sehr Angst vor Ratten & Co. Bei den "normalen" Caches kommt es manchmal vor, dass ich die Hunde am Final irgendwo anbinde oder ablege, damit ich in Ruhe suchen und loggen kann, aber dabei sind sie eigentlich immer.

    Bei 'nem "echten Kurzhaaraussie", also so kleine Borsten, wäre ich auch raus. :D Hände im Fell vergraben können muss schon möglich sein.

    Fell-mäßig finde ich Myrddin z.B. echt super – das ist pflegeleicht, wetterfest, nicht zu weich, nicht zu rau und eher kurz. Er friert nicht, schleppt aber auch nicht allzuviel Dreck mit rum. Ich hab' gerade mal nach einem Bild gesucht, wo man den Unterschied zwischen meinen beiden sieht (ja, sie stehen total bescheuert):

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    (Shawnee genau elf Jahre alt, Myrddin zwei.)

    Oh, und ich muss zugeben, dass ich bei einer Sache optisch echt pingelig bin: viel Weiß mag ich gar nicht. :ops: Ein Hund mit sehr hellem Fell oder großen Abzeichen müsste schon charakterlich und arbeitstechnisch 'ne echte Wucht sein, damit ich mich für ihn oder die ähnlich aussehende Nachzucht interessiere. Am liebsten mag ich wirklich dunkle Hunde.

    Mexx z.B. finde ich (rein von der Optik, ich kenne ich ihn ja - leider - nicht live) total klasse! Joker dagegen wäre gar nicht meins. Und bei den Hündinnen... da finde ich es immer schwierig, weil ich als bisher-nur-Rüdenbesitzer gar keine Vorstellung davon habe wie eine "perfekte Hündin" für mich aussehen müsste.

    Machen wir uns nichts vor - in den wenigsten Fällen ist die Aussiezucht nur eine wohldurchdachte Liebhaberzucht. Die namhaften Züchter und die Züchter mit regelmäßigen Würfen verkaufen ein Produkt, wenn auch ein sehr süßes und eines, das man i.d.R. nicht zurückgeben kann. Ich kenne nicht einen einzigen Züchter, der nicht schonmal Abstriche gemacht hat und ich kenne auch keinen, der bei Licht betrachtet, nicht auch darauf geschaut hätte, was sich verkauft.

    Na klar, da stimme ich dir zu!

    Aber für mich ist's schon ein Unterschied, ob man abwägt und sich dann zwischen annährend "gleichguten" Möglichkeiten für die entscheidet, die einem mehr liegt (optisch, was die Nachfrage angeht, was auch immer) - oder ob man wider besseren Wissens einen Hund in die Zucht nimmt, der da nach selbst formuliertem Anspruch eigentlich nicht hingehört und den man nur einsetzt, weil man genau weiß, dass die Welpen reißend Absatz finden. (Und ich rede da jetzt nicht von "Schönheitsfehlern", sondern tatsächlich von heftigen Wesensmängeln u.ä.)

    Wenn ich sehe, dass der Hund Leistung bringt und gut ist, dann ist es mir egal, ob da jetzt Kragen dran ist, oder nicht.

    Ich würde da gerne zustimmen, aber insgeheim mag ich Hunde mit wenig Kragen doch ein kleines bisschen lieber. Rein von der Optik und dem subjektiven Ästhetikempfinden her - für die Zucht stimme ich natürlich zu, dass Leistung da vorgeht.

    Aber um ein letztes Mal Shawnee als Negativbespiel anzuführen ;) - wenn's nicht meiner wäre, fände ich die Menge an Kragen zu viel.

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    Da schließe ich mich an. Und außerdem: Selbst wenn der Züchter nicht optimal ist, kann es ja trotzdem sein, dass sonstige Verwandschaft deines Hundes mal Zuchthund (bei einem anderen Züchter) werden soll. Auch dann sind solche Untrsuchungen gut zu haben.

    Wenn ich mir Brix so auf Bildern angucke denke ich mir z.B. oft "Mein Gott, sieht du fett aus" Dabei hat er gerademal einen Brustumfang von 62cm.
    Shawnee hätte ich jetzt nur Beispiel für zwar sehr groß, aber gar nicht so mega breit gehalten. Aber Bilder täuschen vermutlich auch häufig einfach.

    So kann das unterschiedlich sein. :D Ich finde Brix auf Bildern immer total zierlich (wobei das an seinen Mädels daneben liegen mag ;) ) und "gerade richtig".

    Ne, breit ist Shawnee auch gar nicht so, aber halt in allem ein bisschen zu viel. Ein Tick zu viel Gewicht (seine Idealfigur hat er bei 26kg, das ist mir für einen Aussie zu schwer), ein bisschen zu langer Rücken, ein bisschen zu weiches, plüschiges Fell. Und zu hoch ist er ja sowieso mit seinen 62cm. Aber was soll's, er ist trotzdem mein Bester. :smile: Nur halt absolut nicht zuchttauglich.

    Als Käufer/Intressent kann ich solche Vorlieben auch total verstehen und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir bei Myrddin die Farbe völlig gleichgültig war. Es war zwar nicht unter den Top 5 der Kriterien für die Welpenauswahl, aber schöner als seinen hellroten Bruder finde ich ihn trotzdem... :ops:

    Aber gerade als Züchter sollte man sich doch von solchen Überlegungen zumindest versuchen freizumachen. Man soll ja nicht schlecht von Leuten reden, die dazu nicht Stellung nehmen können, aber mir fallen auf Anhieb mindestens zwei Züchter ein, die blauäugige Hunde in der Zucht haben, obwohl die entweder gesundheitlich oder charakterlich nicht in Ordnung sind - einfach deshalb, weil die zuverlässig blaue Augen vererben und das beim Käufer gut ankommt.