Beiträge von pardalisa

    Ich habe zwei Rüden mit relativ großem Altersunterschied (Shawnee war neun Jahre alt, als Myrddin als Welpe einzog) – ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber ich kann ja mal kurz zusammenfassen, wie's bei uns lief. :smile:

    Zu den Spaziergängen: Ich hab' den Ersthund an der Leine gehabt, den Welpen in ein Tragetuch gesteckt, bin die Straße hoch bis zur Freilaufmöglichkeit gelaufen und hab' ihn da abgesetzt, damit er sich die Umgebung angucken kann und wir gemütlich eine Runde gehen konnten, alles in welpengerechtem Tempo halt. Wenn wir größere Runden gelaufen sind, kam er zwischendurch auch ins Tuch.

    Nachts hat der Lütte von Anfang an mit im Bett gepennt und die Schlafzimmertür war zu. Sobald er stubenrein war, durften die Hunde wieder in alle Räume. Der große Vorteil war für mich, dass Shawnee den Alltag bei uns schon so lange kennt, dass er z.B. auf abendliche Spielaufforderungen gar nicht eingegangen ist - dass ich wirklich für Ruhe sorgen und die beiden "ausbremsen" musste, kam so gut wie nie vor.

    Beim Füttern habe ich jedem Hund einen Platz zugewiesen und darauf geachtet, dass keiner beim anderen klaut. Leere Näpfe kontrollieren ist okay, von vollen Näpfen oder Knabberkrams des jeweils anderen wird sich ferngehalten. Wie @Sammaja schon so gut gesagt hat: Ich teile Futter, Spielzeug, etc. zu, da wird kein Theater draus gemacht.

    Was würdet Ihr in dieser Zeit das nächste Mal anders machen, was auf keinen Fall wieder?

    Was ich immer wieder so machen würde, ist, mit dem Zweithund abzuwarten, bis der Ersthund alltagstauglich und mit der Erziehung so weit "fertig" ist. So ein kleiner Welpe kommt manchmal auf so lustig-doofe Ideen, da braucht man mal schnell beide Hände frei – und es erleichtert die Sache enorm, wenn man den älteren Hund mal kurz irgendwo ablegen/an der Umhängeleine führen/die Leine fallen lassen kann, ohne dass es Chaos gibt.

    Was ich beim nächsten Hund eventuell ändern würde? Mhm, eigentlich nix. :D Ich habe einige Dinge, die ich bei Shawnee ungünstig fand, bei Myrddin dann anders gemacht, aber Myrddins Welpenzeit fand ich klasse.

    Hat einer von euch sich eigentlich einen Welpen/Hund zu seinem vorhandenen Ersthund geholt, welcher lieber Einzelhund ist bzw. war?

    So halb. ;) Unser Familienhund, eine Dackelhündin, war schon eine ziemliche Prinzessin und ich habe ihr ungefragt Shawnee, meinen Aussie, als Welpen vorgesetzt. Die zwei haben in der Zeit, als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, friedlich miteinander gelebt, "brauchten" sich aber nicht wirklich, d.h. sie haben z.B. nur ganz selten zusammen gespielt und eigentlich überhaupt nicht gekuschelt. War für alle Beteiligten aber okay - die Dackeline hatte ja noch die andere Familienmitglieder als Bezugspersonen und da Shawnee eh mein Hund war, ist er auch mit mir ausgezogen, als ich angefangen habe zu studieren.

    Ich hab ein Geschirr, was längere Zeit unbenutzt rum lag und jetzt trotz mehrmaligem Waschens immer noch ziemlich nach Hund müffelt. Gibts nen Tipp wie ich das wieder "geruchsneutral" bekomme? :hilfe:

    Hast du schon mal versucht, es über Nacht in Essigwasser einzulegen? Essig neutralisiert Gerüche; hat mir z.B. bei einer alten Leine mal geholfen. :smile:

    meine Ärztin heute zu mir, besorgt wegen meiner schlanken Figur: "Was würden Sie denn machen, wenn Ihr Hund so dünn wäre?"
    Meine Antwort: "Ich hab einen Windhund" xD

    Das ist eine meiner Sorgen, falls bei mir tatsächlich in den nächsten Jahren ein Windhund einzieht. ;) Wenn ich mit dem dann mal durch die Stadt muss, kann ich mir die Kommentare dazu schon denken: "Nur weil sie selber so dürr sind, können Sie doch ihrem Hund mal mehr zu fressen geben!"

    Aggression beginnt, wenn ein Hund schnappt bzw. beißt.

    Autsch. Und genau deshalb, weil solche Mythen geglaubt werden, ist Aggression immer noch als "böse" verschrien. :roll:

    Nein, Aggression fängt nicht erst bei schnappen und beißen an. Aggression ist, ganz neutral gesagt, ein vollkommen natürliches Verhaltensmuster bzw. eine Stimmung, die dieses Verhaltensmuster auslöst. Wie sich das bei welchem Lebewesen in welcher Art äußert, kann stark unterschiedlich sein, aber verallgemeinernd zu sagen, dass Aggression erst mit Verletzungsabsicht beginnt, ist definitv falsch.

    Danke erstmal für die Antwort.

    Finde das Konzept hochinteressant, würde mir das aber wohl selbst bauen wollen, mit einem Panikhaken für Pferde am Ende der Leine (lässt sich auch unter Zug mit einem Handgriff öffnen).
    Hmmmm....

    Es gibt auch Paniksnaps aus dem THS/Canicross-Zubehör. Die sind richtig praktisch und man kann sie direkt am Bauchgurt anbringen und hat da sofort Zugriff, wenn's nötig ist. :smile:

    Mich würde in dem Zusammenhang mal interessieren, wie und in welchen Situationen sich eure Hunde so verhalten, am liebsten mit belegt mit Videos.

    Meine Hunde bellen, wenn sie angespannt sind und im Auto sitzen müssen (also z.B. kurz vor dem Spaziergang, draußen fremde Umgebung, fremde Leute oder Hunde sehr nahe am Auto) und Shawnee meldet, wenn jemand bei uns auf's Grundstück kommt (soll er auch).

    Und sie fiepen, wenn ich z.B. das Futter einfülle, sie aber noch warten müssen, bis es Zimmertemperatur hat/eingeweicht ist. Ich schicke sie dann auf ihren Platz, da ist auch Ruhe, aber der Weg dorthin wird mit Geräuschen untermalt. :p

    Ich finde beides völlig okay so und trainier da nicht weiter. Videos hab' ich davon nicht.

    @Mortizia Wenn es dem Vermieter/Eigentümer des Grundstücks wirklich egal ist, könnte ihr bei eurer Stadt nachfragen, ob man dagegen etwas machen kann. (Ich habe z.B. mal in einer Gegend gewohnt, wo das Auslegen von Futter verboten war und als Ordnungswidrigkeit galt, weil es eine regelrechte "Möwenplage" gab.) Da müsst ihr allerdings bedenken, dass es u.U. ziemlich Stress mit dem Nachbarn und dem Vermieter geben kann.

    Ansonsten: Hund anleinen und üben, dass er fressbare Dinge zuverlässig anzeigt. Es gibt hier im Forum ein paar Anleitungen, wie man das machen kann. Falls ihr bedenken habt, dass der Hund doch mal was Gammeliges fressen sollte – es gibt Maulkörbe, die unten einen "Fresschutz" haben. Ein findiger Hund kommt damit zwar trotzdem noch an herumliegendes Futter, aber es dauert länger, bis dahin kann man als Mensch eingreifen.

    weil ich realistische Meinungen hören will. Jeder muss arbeiten.... außer Hausfrauen und selbst die müssen ja iwann wieder arbeiten. Und da kann man ja nicht den Hund wieder einfach weggeben.

    Okay, dann also eine realistische Meinung: Such dir eine sichere Betreuung für den Hund und dann einen Plan B für diese Betreuung. Und mit 'sichere Betreuung' meine ich jemanden, der sich mit Hunden auskennt, der einer ausgewachsenen Dogge körperlich gewachsen ist und der auch spontan und im Notfall einspringen kann, wenn's nötig ist, und wo der Hund nicht draußen rumliegen muss.

    Auf die Familie des Chefs würde ich mich da nicht verlassen - zum einen, weil hier ja schon darauf hingewiesen wurde, dass die wohl kaum Zeit haben werden, deinen Hund dauerhaft zu beaufsichtigen, wenn es nötig sein sollte, zum anderen, weil es für eine Dogge wirklich ungünstig ist, bei Wind und Wetter alleine draußen zu hocken.

    (Und nein, hier sind nicht nur Hausfrauen und Rentner angemeldet. :roll: Viele User hier sind selbstständig und arbeiten von Zuhause, können ihren Hund mit ins Büro nehmen, arbeiten im Schichtdienst und können sich so mit Partner/Partnerin absprechen, bezahlen einen Hundesitter, etc. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Hund und Beruf miteinander zu vereinbaren, man muss sich das nur vorher gut überlegen. Und danach sieht's bei dir im Moment eben nicht aus.)