Beiträge von pardalisa

    @Arni1411 Vielleicht ein Spitz? :smile:

    Der Großspitz meiner Eltern war leicht zu motivieren, kam aber gut auch mal mit ein paar Tagen nur Spazierengehen aus und "brauchte" keinen Hundesport o.ä. Wenn man ihm etwas angeboten hat, war er aber sofort dabei.

    Sonstige Eckdaten als Anhaltspunkt: Rüde, 16kg schwer, das Fell war weich, aber quasi selbstreinigend, Dreck fiel einfach raus oder lies sich ausbürsten; im Haus wachsam (Besucher wurden einmal kurz durch Wuffen gemeldet, danach war's aber auch gut), draußen war er an anderen Leuten nicht interessiert und ist einfach neutral ausgewichen.

    Meine Jungs petzen auch nicht, was aber wahrscheinlich am großen Altersabstand liegt – der Senior macht eh wenig bis keinen Blödsinn, der klaut höchstens mal Essen vom Couchtisch (und da macht der Jungspund dann gerne mit...); und der junge Rüde hat ab und zu noch bunte Knete im Kopf, aber dem Senior isses egal, der lässt ihn machen. Wahrscheinlich denkt er, ein bisschen Auslastung tät mir gut. :D

    Ich habe mir an meinem alten Wohnort mal verschiedene Hundetagesstätten angeguckt und fand die "Aufbewahrung" der Hunde in den meisten davon absolut gruselig. :/

    Für meine Hunde wäre das nix. Wenn ich (übergangsweise) auf Betreuung angewiesen wäre, würde ich mir jemanden suchen, der zwischendurch eine Runde mit den Hunden geht und sie ansonsten in ihrer gewohnten Umgebung belassen.

    Aber ich schließe mich dem an, was hier schon gesagt wurde: Wenn ich vor der Anschaffung wüsste, dass ich jeden Tag sehr lange außer Haus bin und der Hund alleine sein müsste, dann würde ich auf einen Hund lieber ganz verzichten.

    Ich sehe das größte Problem darin, daß du noch überhaupt nicht absehen kannst was nach deinem Studium sein wird.

    Das fände ich jetzt gar nicht sooo problematisch. Die wenigsten Leute können doch sicher sagen, ob ihr Leben in den nächsten 14 Jahren so verläuft, wie sie sich das erhoffen, und ob es sicher "hundekompatibel" bleibt. Wenn man nicht gerade verbeamtet ist, kann es immer mal vorkommen, dass man arbeitslos wird, die Arbeitszeiten können sich ändern, ein Umzug kann nötig sein, man kann von einem auf den anderen Tag gesundheitliche Probleme bekommen...

    Klar, wenn ich im Studium schon wüsste, dass in meinem Fachbereich 60 Stundenwochen die Regel sind oder ich in einem Labor o.ä. arbeiten werde, wo der Hund garantiert nicht mitkommen kann, dann würde ich auf die Anschaffung auch lieber verzichten.

    Aber bei einem "normalen" Schreibtischjob mit Teilzeitmöglichkeiten o.ä.? Wo ein Wille ist... :smile:

    Hier noch eine Studentin mit zwei Hunden :smile: – einen hatte ich vor dem Studium schon, der zweite ist gegen Ende des Bachelorstudiums eingezogen (bin jetzt im Master).

    Ich kann mich nur dem anschließen, was hier schon gesagt wurde:
    - Zuverlässige Betreuung ist wichtig. Du kannst ja mal gucken, ob in deiner Umgebung vielleicht noch andere Hundehalter sind, mit denen man sich abwechseln könnte und quasi eine "nimmst du meinen mal, nehm' ich deinen mal" Absprache hat. Bei uns an der Uni gibt's immer mal wieder Aushänge am schwarzen Brett oder auch in den Kleinzeigen, da könntest du dich vor der Hundeanschaffung schon mal mit anderen Hundeleuten treffen.
    - Finanzen: Ich plane pro mittelgroßem Hund 100€/Monat ein. Meistens gebe ich deutlich weniger aus, der Rest wandert dann auf's Sparkonto für Notfälle.
    - Und ich würde bei der Hundesuche ganz gezielt nach einem möglichst unkomplizierten, netten, anpassungsfähigen Hund suchen – keine "Spezialistenrasse", nix was übermäßig viel Auslastung erfordert, nichts mit besonders viel Jagd- oder Schutztrieb. Das sind sonst alles Dinge, die die Betreuung sehr kompliziert machen können.

    Wenn dem so ist, wie habt ihr das mit den Arztrechnungen geregelt? Hattet ihr große Rücklangen?

    Ich habe angesparte Rücklagen und zusätzlich das Glück, dass ich in Notfällen bedingungslos auf die Unterstützung meiner Eltern zählen kann – die lieben meine Hunde sehr, und als mein Senior eine aufwändige Darm-OP brauchte, haben sie die bezahlt (wofür ich ihnen sehr, sehr dankbar bin). Hätte ich kein so gutes Verhältnis zu meiner Familie, würde ich eine OP-Versicherung abschließen.

    Noch eine "dumme" frage... Wie blockt ihr fremde Hunde? :headbash:

    Kommt drauf an, was da auf uns zukommt...

    Wenn's ein übermütiger Jungspund ist, schicke ich Myrddin vor – der lenkt ihn ab, sodass ich den Senior dran vorbeibugsieren kann.

    Wenn's ein Kleinhund im Aggromodus ist, schicke ich Shawnee – der macht mit 62cm Schulterhöhe Eindruck, lässt den Zwerg aber heile. :D

    Wenn's was Großes in "Angriffshaltung" ist, schicke ich meine Hunde hinter mich und werde laut, notfalls fliegt da auch schon mal eine Leine oder so vor die Pfoten. (Kommt aber sehr, sehr selten vor, dass solche Situationen überhaupt entstehen.)

    Wenn's ein ruhiger, friedlicher Hund ist, wo der Besitzer bloß ein bisschen verpeilt ist, wird überhaupt nicht geblockt. Ich fänd's zwar netter, wenn man sich unter HH vorher kurz abspricht, aber meine Hunde können auch "ungeplanten" Kontakt ab. :smile:

    Ich entscheide nicht nur nach Aussehen sondern viel mehr nach Charakter.

    Das klingt in deinem Post aber völlig anders. :ka: Wenn ich das hier mal kurz markieren darf...


    Alles, was ich fett markiert habe, sind rein optische Gründe. Größe und Gewicht sind für den Alltag wichtig, da gebe cih dir recht – aber Rauhaar und Glatthaar? Fellmenge? Ohrenform? Das sind alles sehr oberflächliche Gründe.

    Was ich bei deiner Auflistung dagegen vermisse sind, solche Sachen wie "Die Begeisterung für Nasenarbeit gefällt mir gut, da ich mir ZOS oder Mantrailing vorstelllen könnte" oder "Verträglichkeit wäre ein wichtiges Kriterium, weswegen ich einen offenen, freundlichen Hund zu schätzen wüsste" oder "Ich mag keine Hibbel, aber mein Hund darf schon gerne flott reagieren und leicht zu motivieren sein"... DAS wären für mich Kriterien für eine Auswahl nach Wesen/Charakter, aber davon schreibst du in deiner Liste leider gar nichts. Kann ja sein, dass du dir die Gedanken trotzdem gemacht hast, aber sie fehlen halt in der Aufzählung und so entsteht dann der Eindruck, dass es dir in erster Linie um die Optik geht.

    (Und nur nebenbei: Wenn du noch zu Hause wohnst und noch gar nicht genau weißt, was du später machen willst, dann würde ich die Rassefrage noch eine ganze Weile vertagen. Je nach Arbeitsaufwand im Studium/in der Ausbildung können verschiedene Rassen ziemlich schnell ausscheiden, weil das einfach nicht vereinbar ist.)

    Ich mag sie heute immer noch gerne, aber es wären irgendwie dann doch so gar nicht meine Hunde.

    Oh ja, geht mir auch so. Ein paar Rassen, die ich "früher" gerne mochte, finde ich immer noch klasse, aber passen würden sie zu mir nicht. Ich wollte mit 12 unbedingt einen Berner Sennenhund, aber der wäre bei mir nie und nimmer glücklich geworden (und ich mit ihm auch nicht). Ich habe auch eine ganze Zeitlang alle verfügbaren Schlittenhundebücher unserer kleinen Stadtbibliothek gelesen, aber vernünftigerweise verzichte ich auf mein eigenes Husky-Rudel. ;)

    Das wird hier so oft gesagt, aber man kann's gar nicht oft genug betonen: Ich würde immer erst nach Charakter und erwünschten Eigenschaften gehen - und dann erst auf die Optik achten. Eine Rasse kategorisch auzuschließen, weil man die Rutenform oder die Ohren nicht mag, wäre mir arg zu oberflächlich.

    Die Toller, die ich so kenne (sind nur 2, vielleicht haben wir da absolute Ausnahmen im Verein...), haben mit dem Labbi erstaunlich wenig gemein – sie sind zarter/sensibler, zurückhaltender, reaktionsschneller, arbeitseifriger (zumindest als der "Durchschnitts-Labbi", bei jagdlich geführten mag das noch mal was anderes sein).

    Ich sehe da viel mehr Ähnlichkeiten mit meinem jüngeren Aussie, ehrlich gesagt. Klar, weniger Schutztrieb und mehr Apportierfreude beim Toller, aber dieses blitzschnelle, "wache" Verhalten und das ziemlich ausgeprägte Verlangen nach Arbeit/Beschäftigung ist schon ähnlich.

    Ich finde Toller toll :D , aber wenn nicht ernsthaft Lust am Sport besteht, würde ich keinen empfehlen. Die blühen schon richtig auf, wenn sie "was tun dürfen", das muss man mögen und wollen.