Ich les hier auch sehr oft von diesen ominösen Reinbretter-Hunden. Ich weiß gar nicht genau, was das ist, ich kenn das einfach nicht. Sind das Hunde, die mal hallo sagen kommen? Nennt man die jetzt so? Ich kann mit dem Begriff des Reinbretterns echt nix anfangen.
Ich kann nur für mich sprechen, aber hier gibt's z.B. eine echte "Mobbing-Wiese" – da sammeln sich große Gruppen HH, die Hunde rennen alle so mehr oder weniger friedlich durcheinander (bis hierhin alles kein Problem), aber sobald ein fremder Hund in Sichtweite auftaucht, rasen 15-20 Hunde unter lautem Gebrüll auf den Neuankömmling los, umkreisen den und schnappen ab, sobald er es wagt, sich gegen dieses unhöfliche Verhalten zu wehren.
Das ist für mich "Reinbrettern". Aber anstatt mich da aufzuregen, gehe ich einfach nicht in die Nähe dieser Wiese bzw. bleibe auf der anderen Flussseite, wo die Hundegruppe nicht hinkommt. 
Eine andere Art von Reinbrettern gibt's hier auch, aber deutlich seltener. Das sind dann Junghunde (... häufig die Klischee-Labbis), die über große Distanz angerannt kommen, nicht rechtzeitig bremsen und sofort mit vollem Körperkontakt den anderen Hund "begrüßen", d.h. Pfoten auflegen, anspringen, "rammen", etc. Die sind nervig, wenn man einen alten Hund hat, aber nicht gefährlich und total leicht zu beeindrucken – da kann man den Besitzer freundlich darauf hinweisen, dass er bitte ein bisschen mehr aufpassen soll, aber wirklich langfristig aufregen würde ich mich darüber nicht. Wäre mir zu viel verschwendete Energie. 
Hätte in dem Zusammenhang eine Frage an die anderen Tut-Nix-Halter:
Wäre Verträglichkeit bei euch ein Kriterium für den zweiten/nächsten Hund? Also ich meine so grundsätzliche Verträglichkeit, die beispielsweise eher Retrievern, Settern, Spanieln etc. nachgesagt wird als Gebrauchshunderassen?
Für mich ist Verträglichkeit kein wichtiges Kriterium. Ich freu' mich, dass ich zwei freundlich-neutrale Hunde im Umgang mit Artgenossen habe, aber wenn die "komplizierter" wären, wär's auch okay. 
Was ich aber auf jeden Fall haben möchte, ist ein einigermaßen nervenstarker Hund. Ich bewundere jeden, der mit einem Panikhund klarkommt und u.U. noch eine Leinenagression aus Angst "mitschleppt" – für mich wäre das nix. Dann lieber ein Hund, der Artgenossen blöd findet, aber über Ignoranz bzw. Gehorsam gelernt hat, mit ihnen umzugehen.