Shawnee hat als Junghund (so mit ca. einem Jahr) angefangen, Jagdverhalten zu zeigen (Sicht und Spur). War allerdings auch mein Fehler, weil ich ihn da auch mal rechts und links vom Weg laufen lassen habe und er sich das Stöbern so blöderweise selbst "beigebracht" hat - was ich so nie wieder machen würde. Wir haben lange trainiert, bis er das wieder raus hatte, aber seitdem ist er da eigentlich ziemlich entspannt: Spuren zeigt er ab und zu noch an und bei sehr nahe aufspringendem Wild würde ich nicht dafür garantieren, dass er nicht doch 10-15 Meter zum Sprint ansetzt, aber bislang hat er sich *toi toi toi* immer sofort zurückpfeifen lassen.
Myrddin hat von Anfang an ein "Raus da"/"Bleib auf dem Weg" - Kommando gelernt und bisher nur Interesse an Krähen gezeigt; Hasen oder Rehe sind ihm größtenteils egal. Diesen Winter hat er plötzlich angefangen, bei spannenden Spuren im Wald mit der Nase am Boden Zick-Zack zu laufen (weswegen dann mal kurz Leinenknast angesagt war), aber seit der Schnee weg ist, ist er wieder ansprechbar wie immer. Ich beobachte das mal, er ist ja gerade erst zwei geworden.
Wegen der Verträglichkeit: Shawnee ignoriert andere Hunde meist oder schnüffelt mal, macht aber eher so sein eigenes Ding. Dem wäre es nie eingefallen, zu anderen Hunden hinzuflitzen, auch nicht, als er jünger war.
Myrddin ist in 99% der Fälle freundlich, will rennen, gerne auch körperbetont spielen und ist grundsätzlich schon an anderen Hunden interessiert. Das "Problem" dabei ist, dass er überhaupt nicht merkt, wenn der andere Hund keinen Bock auf ihn hat - da muss ich dann also eingreifen bzw., wenn das mit dem Besitzer des anderen Hundes abgesprochen ist, er sich eine deutliche Absage einfangen. Er neigt dazu ins Mobben zu kippen, frei nach dem Motto: "Wenn der andere Hund mich verkloppen will, ist das ja trotzdem Aufmerksamkeit und dann rennt er wenigstens mit mir." 
Er würde zu anderen Hunden hinlaufen und wäre der klassische, nervige "Tut-Nix", wenn ich ihn ließe.
Ab und zu ist er ein bisschen ernster, reagiert z.B. auf penetrantes Anstarren von anderen Hunden dann auch grantig, aber auch da - mal gucken, wie er in einem Jahr so ist. Wenn das generelle Interesse an fremden Hunden bei ihm abnimmt und er dafür nicht mehr jeden leiden mag, kann ich damit sehr gut leben.
Mir geht's so wie vielen hier - ich habe gar nicht den Anspruch, dass meine Hunde alles und jeden mögen. Sie können angeleint vernünftig an anderen Hunden vorbeigehen und lassen sich im Freilauf maximal auf ein bisschen Kommentkampf mit Gesabber und Gebrüll ein, nix "Schlimmeres", falls so eine Situation mal entsteht. Das reicht mir.