Beiträge von pardalisa

    Wie genau reagiert sie denn, wenn sie auf andere Hunde trifft? Bellt sie, knurrt sie? Schnappt sie? Ist sie dabei an der Leine? Und wie groß ist der Abstand zum anderen Hund, d.h. ab welcher Distanz reagiert sie so?

    Und wie reagierst du bisher in solchen Momenten?

    Ob das Verhalten von Unterforderung kommt oder andere Ursachen hat, wird dir vermutlich nur ein Trainer sagen können, der den Hund live beim Spaziergang mit fremden Hunden gesehen hat - hast du mal geguckt, ob es jemanden in deiner Nähe gibt, der solche Einzeltermine anbietet?

    Lohnt sich auf alle Fälle. Imke hat auch eine spezielle RO DVD.

    Ich hab' die und fand sie als Einstieg echt gut. Da werden die Basis-Sachen wie GS, Fuß, usw. erklärt und dann alle Schilder einzeln inkl. typischer "Fallstricke" und Fehler. Es kommt wahrscheinlich auch ein bisschen darauf an, wie man selbst lernt, aber mir hilft es z.B. total, wenn ich mir bestimmte Abläufe zu Hause noch mal in Ruhe wiederholt angucken kann und dafür ist die DVD prima. :smile:

    Wir haben auch ein paar Teams, die ohne Vorkenntnisse gekommen sind, einfach aus Interesse. Unsere Trainerin hat ihnen ein paar Tipps und Links gegeben, mit denen sie zu Hause das Fuß üben konnten, und sie guckt zwischendurch auch gerne mal einzeln drauf, wenn man sie anspricht. :smile:

    Neulich z.B. war der Platz so ekelig aufgeweicht, da haben wir mit nur drei Leuten Fuß, Wendungen und Winkel im Vereinshaus geübt. War schön, da zwischendurch mal ganz ohne Parcours an den "Feinheiten" zu feilen.

    Shawnee hat als Junghund (so mit ca. einem Jahr) angefangen, Jagdverhalten zu zeigen (Sicht und Spur). War allerdings auch mein Fehler, weil ich ihn da auch mal rechts und links vom Weg laufen lassen habe und er sich das Stöbern so blöderweise selbst "beigebracht" hat - was ich so nie wieder machen würde. Wir haben lange trainiert, bis er das wieder raus hatte, aber seitdem ist er da eigentlich ziemlich entspannt: Spuren zeigt er ab und zu noch an und bei sehr nahe aufspringendem Wild würde ich nicht dafür garantieren, dass er nicht doch 10-15 Meter zum Sprint ansetzt, aber bislang hat er sich *toi toi toi* immer sofort zurückpfeifen lassen.

    Myrddin hat von Anfang an ein "Raus da"/"Bleib auf dem Weg" - Kommando gelernt und bisher nur Interesse an Krähen gezeigt; Hasen oder Rehe sind ihm größtenteils egal. Diesen Winter hat er plötzlich angefangen, bei spannenden Spuren im Wald mit der Nase am Boden Zick-Zack zu laufen (weswegen dann mal kurz Leinenknast angesagt war), aber seit der Schnee weg ist, ist er wieder ansprechbar wie immer. Ich beobachte das mal, er ist ja gerade erst zwei geworden.

    Wegen der Verträglichkeit: Shawnee ignoriert andere Hunde meist oder schnüffelt mal, macht aber eher so sein eigenes Ding. Dem wäre es nie eingefallen, zu anderen Hunden hinzuflitzen, auch nicht, als er jünger war.

    Myrddin ist in 99% der Fälle freundlich, will rennen, gerne auch körperbetont spielen und ist grundsätzlich schon an anderen Hunden interessiert. Das "Problem" dabei ist, dass er überhaupt nicht merkt, wenn der andere Hund keinen Bock auf ihn hat - da muss ich dann also eingreifen bzw., wenn das mit dem Besitzer des anderen Hundes abgesprochen ist, er sich eine deutliche Absage einfangen. Er neigt dazu ins Mobben zu kippen, frei nach dem Motto: "Wenn der andere Hund mich verkloppen will, ist das ja trotzdem Aufmerksamkeit und dann rennt er wenigstens mit mir." :roll:

    Er würde zu anderen Hunden hinlaufen und wäre der klassische, nervige "Tut-Nix", wenn ich ihn ließe. ;) Ab und zu ist er ein bisschen ernster, reagiert z.B. auf penetrantes Anstarren von anderen Hunden dann auch grantig, aber auch da - mal gucken, wie er in einem Jahr so ist. Wenn das generelle Interesse an fremden Hunden bei ihm abnimmt und er dafür nicht mehr jeden leiden mag, kann ich damit sehr gut leben.

    Mir geht's so wie vielen hier - ich habe gar nicht den Anspruch, dass meine Hunde alles und jeden mögen. Sie können angeleint vernünftig an anderen Hunden vorbeigehen und lassen sich im Freilauf maximal auf ein bisschen Kommentkampf mit Gesabber und Gebrüll ein, nix "Schlimmeres", falls so eine Situation mal entsteht. Das reicht mir.

    Es geht mir nur um Unverträglichkeit.

    Das Nicht-Begrüßen-Wollen, was du dir wünscht, kann aber locker Hand in Hand mit einer Abneigung/Unverträglichkeit gegen andere Hunde gehen – wie hier schon gesagt wurde: Aussies bestehen meist ziemlich energisch auf ihrer Individualdistanz. Wenn die meinen, der fremde Hund hat da in ihrem Dunstkreis nix verloren oder darf dies oder jenes in ihrer direkten Umgebung nicht tun, dann gehen die da auch aktiv hin und "erklären" ihm das. Oder hauen ihm eins über die Rübe, wenn er zu ihnen gelaufen kommt.

    Von euren Beschreibungen her, hört sich das gar nicht schlecht an, aber sind Aussies wirklich so oft unverträglich? Das gibt mir zu denken...
    Ich denke, dass ich besser mit einem "Ich-liebe-alles-Hund" umgehen kann, als mit einem unverträglichen Hund...

    Ich sag's mal so: Wer unglücklich mit einem Hund wäre, der Hundewiesen bescheuert findet, der fremde Artgenossen nicht direkt um sich haben muss (und das auch ziemlich kompromisslos durchsetzt) und der, wenn er unhöflich umgerempelt oder angepöbelt wird, das u.U. selbst klärt und dabei auch nicht nachgibt, der sollte sich keinen Aussie anschaffen.

    Man kann die "Das ist mein Weg und du atmest hier nicht" - Tendenzen, die manche Aussies haben, zwar in den allermeisten Fällen mit Erziehung prima im Rahmen halten, aber Aussies sind nun mal Arbeitshunde, die u.a. auf Durchsetzungsvermögen und "Härte" gezüchtet wurden. Das heißt nicht, dass sie fremde Hunde grundlos zerlegen wollen, aber sie wollen eben auch nicht unbedingt etwas mit denen zu tun haben und verschaffen sich dann Abstand.

    (Natürlich sind nicht alle Aussies gleich – aber beim Welpen kann man das ja nicht vorhersehen wie verträglich der Hund später mal wird und man sollte sich beim Aussiekauf m.M.n. schon mit dem Gedanken auseinandergesetzt haben, dass der eigene Hund möglicherweise kein freundlich-verspieltes Temperament mitbringt, sondern eben ernsthaft ist.)

    Meine beiden "reden" auch gerne, d.h. sie grunzen zufrieden, wenn sie gekrault werden, seuftzen theatralisch, wenn's nix vom Tisch gibt ;) , Shawnee fiept, wenn er beachtet werden will (Mein Fehler... :ops: Ich fand's früher niedlich.) – aber keiner von beiden kläfft sinnlos, schon gar nicht beim Sport. Würde mich auch furchtbar nerven und ich habe von Anfang an Wert drauf gelegt, dass sie dieses Hütehund-Klischee-Frustbellen eben nicht zeigen.

    Was man auf den meisten Agilityturnieren hört, ist für mich Stress pur bei den Hunden – in die Lage, dass meine Hunde solche Töne von sich geben, will ich die gar nicht bringen...