Beiträge von pardalisa

    naja wo soll der unterschied sein, ob sich mein hund mit nem 2cm oder breiteren flachen hb oder mit einem schmaleren rundem ding würgt.

    Da hole ich noch mal meine Frage/Anmerkung von Seite 3 hoch:

    Aber macht es nicht einen Unterschied, wie großt die Auflagefläche ist? Also meinem (zugegebenermaßen laienhaften) Physikverständnis nach ist "Würgen" nicht gleich "Würgen" – bei einem (Zugstopp-)Halsband verteilt sich der Druck auf eine größere Fläche, da das Halsband mehr Auflagefläche hat, also wird der Druck als weniger schmerzhaft wahrgenommen, weil er besser und schneller verteilt wird. Bei einer Moxonleine, die ja naturgemäß wahnsinnig schmal ist, verteilt sich der Druck auf viel weniger Fläche und wirkt deswegen heftiger.

    (Kann man mal mit einem Bindfaden und einem Gürtel selbst am Arm ausprobieren – einfach umlegen und jemand anderes bitten, dran zu zupfen oder rucken.)


    Knapp gesagt: Je schmaler das Halsband, desto größer der Schmerz bei einem Ruck.

    Wer sagt, dass er die hauchdünne Moxon eh nur im (Dummy-)Training nimmt – mag sein, dass das da Standard ist und die breiteren Gurtleinen, die sich auch mit einem Handgriff lösen lassen (sogar ohne dass man dem Hund dafür etwas über dne Kopf ziehen müsse) nicht erlaubt sind.

    Aber wer kann denn im Alltag garantieren, dass der Hund sich nicht doch mal erschrickt oder 'ne Sekunde pennt und in die Leine hüpft?

    Ja klar, dann kann man sagen "Pech gehabt, kommt ja nur seltenst vor" oder man kann grundsätzlich finden, dass der Hund durch Halsband + Leine keinen vermeidbaren Schmerz empfinden soll – das wären dann so ungefähr die zwei Positionen hier, wenn ich das richtig sehe.

    Wenn der Stop richtig eingestellt ist, nämlich kleiner als der Halsumfang der engsten Stelle, dann drückt der Stop sehr wohl den Hund.
    Macht man den Stop weiter kann man auch gleich ohne Leine rumlaufen, weils sinnlos ist.

    Okay, ich habe keine Moxonleine, sondern nur Zugstopphalsbänder, aber das kann man so nicht für alle Hunde sagen: hier mal ein Foto von vorhin – Myrddin mit seinem Alltagshalsband. Aus dem kommt er nicht raus, auch wenn er sich noch so windet (unfreiwillig ausprobiert) und wenn Zug drauf ist, sieht das so aus.

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    Wo drückt da jetzt der Stop in den Hund?

    @yane Aber verallgemeinert habe ich das doch gar nicht? Ich schrieb von "vielen" Hunden und nicht von "allen". Und ich hab' auch deutlich gemacht, dass das nur meine Beobachtungen auf den Plätzen hier sind – wenn deine Hunde laut, aber dabei nicht gestresst, sondern ansprechbar und klar im Kopf sind, freut mich das (ganz ehrlich, keine Ironie :smile: ). Aber dass es im Agilty eins der eher häufig auftretenden Probleme ist, dass Hunde über den Platz gejagt werden, die in der Sportart nicht wirklich glücklich oder gut aufgehoben sind, kann man m.M.n. schon feststellen.

    Äh und warum machst du dann kein Agi? (Also, wenn du den Sport an sich gut findest.) Ist doch deine Entscheidung, wie du deinen Hund führen willst? Oder meinst du, du willst deine Zeit nicht für Trainings und Turniere in dieser "Lautstärke" verschwenden?

    Weil mein Hund vermutlich genau so einer wäre, dem es dabei das Hirn raushaut. ;) Dazu kommt noch, dass ich den Lärm in solchen Gruppen tatsächlich einfach doof finde, da fühl ich mich nicht wohl – und der wichtigste Punkt ist, dass für mich die körperliche Belastung in keinem Verhältnis zum "Nutzen" steht.

    Wie gesagt, muss jeder für sich selbst bewerten – ich mag die Idee von Agility (gemeinsame Beschäftigung, Hund lernt, auch auf feinste Signale zu achten, Geschicklichkeit, Körperbeherrschung, etc.) und habe das "früher" mit meinem älteren Rüden auch echt gerne gemacht, aber ich finde die Umsetzung mittlerweile in vielen Fällen zu laut, zu verbissen, zu gefährlich und zu wenig hundgerecht.

    Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber die Gründe für eine Moxon-Leine ohne Stopp sind also:
    - klein, leicht, lässt sich besser in der Tasche verstauen und schnell an- & ausziehen
    - "Würge-Effekt" ist eigentlich gar nicht gewünscht und kommt auch nicht zum Einsatz, da die Leine eh nur was für 100%ig leinenführige Hunde ist?

    Problematisch an diesem Kläffen finde ich nur, dass das bei vielen Hunden einfach ein Zeichen von heftigem Stress ist – die sind deutlich "drüber" und der Körper im Ausnahmezustand (starkes Hecheln schon bevor der Hund gelaufen ist, Zittern, weit aufgerissene Augen, verspannte Körperhaltung und eben das Dauerbellen).

    Wer das damit umschreibt, dass der Hund halt "im Trieb steht", kann das ja tun, macht aber für den Hund keinen Unterschied. Für mich wäre das ein Grund, mal zu hinterfragen, ob es wirklich gesund ist, den Hund regelmäßig auf so ein Level zu bringen, aber das muss ja jeder für sich entscheiden.

    (Und nein, ich habe keinen langsamen Hund, den ich mir schneller wünsche – ich mache im Moment überhaupt kein Agility, u.a. weil ich in den Trainingsgruppen hier im Verein und auf den Turnieren der Umgebung viele zu viele solcher abschreckender Beispiele sehe.)

    Und mal logisch: Hund prescht in die Leine. Egal ob Halsband oder Moxon dran ist, in dem Moment würgt er sich.
    Hund zieht sich etwas zurück, Druck nimmt ab.
    Da ist nix böse, nix tierschutzwidrig und nix gewalttätig.

    Aber macht es nicht einen Unterschied, wie großt die Auflagefläche ist? Also meinem (zugegebenermaßen laienhaften) Physikverständnis nach ist "Würgen" nicht gleich "Würgen" – bei einem (Zugstopp-)Halsband verteilt sich der Druck auf eine größere Fläche, da das Halsband mehr Auflagefläche hat, also wird der Druck als weniger schmerzhaft wahrgenommen, weil er besser und schneller verteilt wird. Bei einer Moxonleine, die ja naturgemäß wahnsinnig schmal ist, verteilt sich der Druck auf viel weniger Fläche und wirkt deswegen heftiger.

    (Kann man mal mit einem Bindfaden und einem Gürtel selbst am Arm ausprobieren – einfach umlegen und jemand anderes bitten, dran zu zupfen oder rucken.)

    Richtige Angst bei Kindern erlebe ich hier nur selten. Klar, manchmal sind die ganz Kleinen ein bisschen beeindruckt (wäre ich auch, wenn da ein Tier auf dem Bürgersteig entgegen kommt, das genauso groß ist wie ich :D ), aber da nehme ich die Hunde einfach auf die andere Seite oder laufe einen kleinen Bogen und gut ist's. Schreikrämpfe hat bei unserem Anblick noch kein Kind bekommen.

    Was ich richtig gruselig finde, sind panische Eltern. Ich weiß, das ist vermutlich eine Minderheit und manchmal haben sie vermutlich auch schlechte Erfahrungen mit blöden Hundehaltern gemacht, aber dieses krampfhafte "Am Horizont taucht ein Hund auf, also reiße ich mein Kind hoch auf den Arm" oder solche Sätze wie "Dem musst du auf die Nase hauen, damit er dich nicht beißen kann, [Kindername]" sind mit die Gründe dafür, warum fremde Kinder meine Hunde überhaupt nicht mehr anfassen dürfen.

    Sollte nämlich eins dieser übervorsichtigen Elternteile nach einem Kontakt zwischen Kind und Hund auch nur behaupten, dass mein Hund geschnappt hätte, stecke ich nach aktueller Gesetzeslage ganz schön in der Sch*** – und den Stress erspare ich mir und meinen Hunden.

    Insofern: ja, ich find's schade, dass da anscheinend Ängste/Vorurteile existieren. Aber nicht so schade, dass ich das Risiko eingehen wollen würde, dass meine Hunde die Leidtragenden sind, nur damit jemand nach erfolgreichem Hundestreicheln eventuell seine Ansichten ändert.