Ich denke weil viele Leute Hunde mögen, auch wenn sie keine Ahnung davon haben und denken, dass jeder Hund gerne gestreichelt wird. Die sehen den nicht als einen Besitz wie eine Handtasche oder eine Jacke sondern als Lebewesen, das eben da ist. Viele wissen eben nicht, dass nicht jeder Hund gerne gestreichelt wird oder eher abweisend gegenüber Fremden ist.
Das stelle ich auch häufig fest und es wundert mich immer wieder – vor allem, wenn solche Äußerungen von Leuten kommen, die selbst gar keine großen Hundefreunde sind.
Einer meiner Kommilitonen kannte z.B. meine Hunde noch nicht, aber als wir das erste Mal über Hobbys, Haustiere, etc. gesprochen haben, meinte er, dass er Hunde eigentlich gar nicht möge. Ich habe dann halb scherzhaft gesagt, dass ich das passende Gegenstück zu Hause sitzen hätte – mein Hund mag nämlich keine Menschen.
Und den Kommilitonen hat das schwer verwirrt – ein Hund, der keine Menschen mag? Aber warum denn? Wie kann das denn sein? Ist mit dem was "kaputt"? Hat der schlechte Erfahrungen gemacht?
Ich fand das seltsam, dass man glauben kann, dass alle Hunde Menschen mögen, während man selbst doch auch nicht (alle) Hunde mag, aber mittlerweile ist mir klar, dass das bei vielen Leuten gar keine böse Absicht ist - die wissen's wirklich nicht besser und glauben tatsächlich, dass sich der Hund über jeden Kontakt zu jeder Zeit freut.
Deswegen schimpfe ich da nicht (mehr) gerne, sondern versuche lieber, das höflich zu erklären. Hoffentlich bringt das langfristig was. 