Beiträge von pardalisa

    Ich nehme manchmal sogar meinen 26kg-Hund auf den Arm... :ops:

    Zum Beispiel dann, wenn die Kleinsthunde, die hier mit Schleppleine unterwegs sind, kläffend und als geschlossene Gruppe angeschossen kommt und um uns Kreise rennen. Wenn sich mein Senior da in den zahlreichen Leinen verwickeln würde, täte ihm das bei seinen eh schon intabilen Bändern überhaupt nicht gut, also nehme ich ihn hoch.

    Das gibt dann zwar blöde Kommentare, aber was soll's? Nicken, lächeln, "Vollpfosten" denken und weiter geht's. ;)

    Und ich hab' vollstes Verständnis für Leute, die ihre kleinen Hunde beim Anblick von großen, stürmischen Hunden lieber hochnehmen.

    Mich würde auch interessieren, wie man da mehr Ruhe und Konzentrstion reinkriegt.
    Mein kleiner Hund schnüffelt für sein Leben gern, wird dabei aber wahnsinnig hektisch und überdreht. Selbst an der Leine. Deswegen habe ich das auch nie ernsthafter verfolgt.

    Gibt es da Lektüre, Tipps, Tricks, wie man so etwas mit solchen Hunden aufbaut?

    Was passiert denn, wenn er das "Ziel" gefunden hat? Was Myrddin total geholfen hat, war als Anzeigeverhalten ein 'Platz' zu nehmen. Er wusste dann -> Gegenstand finden -> Anzeigen -> Belohnung gibt's im Liegen, dadurch wurde schon mal viel Hektik rausgenommen.

    Bei Shawnee mache ich das genau umgekehrt, den hätte ich gerne etwas "wacher", also wird da die Belohnung gekullert/geworfen oder auch mal mit einem Zergel bestätigt, wenn er sich darauf einlässt.

    Ist halt eine Typsache, ob Laufen schädlich oder nützlich ist für die Konzentration.

    Guter Punkt! :smile: Und je nach Hund gibt's ja auch solches und solches Laufen. Wenn Myrddin z.B beim Arbeiten "hektisch" wird, dann weiß ich, dass er 'drüber' ist und nehme da den Schwung raus. Aber wenn er z.B. nach einer angespannten Hundebegegnung große Kreise rennen darf, dann hilft ihm das und pusht ihn überhaupt nicht, da rennt er sich den Stress eher weg.

    Je nach Situation muss ich da also genau hingucken und ihn entweder machen lassen oder ausbremsen.

    Das heißt ich muss das konsequent weiter machen! Erst ohne Reize und nachher dann mit! Richtig?

    Genau! :smile: Wichtig ist, dass der Hund erstmal das Prinzip verstanden hat, dann kannst du nach und nach die Ablenkung steigern. Helfen kannst du deinem Hund dabei, indem du schon ganz, ganz früh reagierst und kleine Schritte schon bestätigst. Wenn du z.B. siehst, dass euch etwas spannendes entgegen kommt, zu dem dein Hund hin will, er aber noch nicht zieht – freu dich, lob ihn!

    Und für den Wanderurlaub: Es ist eher unwahrscheinlich, dass dein Hund bis dahin gelernt hat, sich über lange Wandertouren so viel Zeit am Stück zu konzentrieren und nicht an der Leine zu ziehen. Um die Sache für euch beide einfacher zu machen und damit du die Hände für Kind, Wanderkarte, etc. frei hast: vielleicht wäre ein Bauchgurt was für dich? Da kannst du eine Leine mit Ruckdämpfer dran befestigen, daran deinen Hund (mit Geschirr, nicht mit dem Halsband!), das macht die Sache für euch alle vermutlich deutlich einfacher und es ist nicht schlimm oder unangenehm, falls er zwischendurch mal loszieht.

    Bitte nicht falsch verstehen! Ich ziehe dem Hund nicht den Bauch zu! Sie läuft da neben mir und ichvhalte die Leine am Halsband und nicht am Ende wie normal! Die Leine liegt also locker um den Bauch und sobald sie zieht und ich dann an der Leine etwas ziehe (vorne) ist es gut! Ich ziehe nicht da wo die Leine um den Bauch liegt sondern davor!

    Hast du davon mal ein Foto wie die Leine genau sitzt?

    Denn für mich bleiben da zwei Möglichkeiten:

    1) Dein Hund findet das, zu dem er hinzieht, gar nicht so spannend, deshalb reicht eine ganz leichte Einwirkung. Dann könntest du das aber auch "nur" über ein Kommando machen, dazu braucht's die Leine um den Bauch gar nicht.

    2) Dein Hund findet das, zu dem er hin will, superspannend und blendet alles andere (nämlich dich) aus. Dann ist die Einwirkung, die du da beschreibst, eben nicht harmlos, sondern tut ihm weh – sonst würde sie nämlich gar nicht wahrgenommen werden und deshalb auch nicht wirken.

    So oder so ist die Methode mit der Leine um den Bauch entweder unangenehm bis schmerzhaft oder komplett überflüssig. :|

    Nun war ich heute im zooladen! Hab mich mal umgeschaut!

    Da wurde mir folgendes empfohlen:

    Wenn du deinem Hund keine Schmerzen zufügen willst, dann lass die Finger von diesem Geschirr, das arbeitet genau damit. Die Stelle, an der dieses dünne Seil hinter den Vorderbeinen verläuft ist sehr empfindlich – kein Wunder, dass dein Hund damit nicht gezogen hat.

    Langfristig lernen tut dein Hund damit aber nix, er würde bloß die Schmerzen, die durch den Zug entstehen, vermeiden wollen.

    Für mich wäre das weder das Ziel meiner Hunderziehung, noch ein akzeptabler Zwischenschritt oder eine hinnehmbare Nebenwirkung.

    @Juliaundbalou Zwischendurch was zu machen, was ein bisschen mehr Action beeinhaltet, ist ja auch völlig okay. :smile:

    Aber wenn du willst, dass er sich wirklich konzentriert, dann würde ich (zusätzlich) irgendwas üben, wo die Suche nicht mit viel (freier) Bewegung verbunden ist – also z.B. Fährte angeleint (da kenne ich mich aber überhaupt nicht aus, also ohne Gewähr) und langsam üben oder eben ZOS/Geruchtsunterscheidung. Je mehr Spielraum und Tempo, desto eher haut's das Hirn raus, ist zumindest so meine Beobachtung bei meinem eigenen Knallkopp. :lol:

    Die Leine schlingst du dir selber um den Bauch oder? Ich mache das auch manchmal wenn ich meine Hände frei haben will, was spricht dagegen das so zu machen wenn der Hund das verknüpft hat? Was andere Leute sagen oder wenn sie komisch gucken... wen interessiert das :D

    Ich hatte das jetzt so verstanden, dass der Hund die Leine um den (empfindlichen) Bauch bekommt und darüber "Impulse" erhält... :( :

    Nun habe ich von der Hundeschule den Tipp bekommen die Leine um den Bauch zu schlingen und wenn ich was nicht möchte ein kurzer zieher und ein Nein.

    ... und damit hast du deinem Hund mit einem Schmerzimpuls beigebracht, dass er nur dann an der lockeren Leine gehen muss, wenn er die Leine um seinen Bauch spürt. Dass das nicht funktioniert, sobald er die Leine normal trägt, hast du ja schon gemerkt.

    Deswegen die Gegenfrage: Anstatt deinen Hund für das Ziehen zu bestrafen – hast du schon mal probiert, ihn für das lockere Laufen zu belohnen, wenn er alles richtig macht?

    Meine Hunde lernen das Laufen an der Leine normalerweise so: Leine am Geschirr = Ziehen ist anfangs erlaubt, weil noch gar nicht so viel Konzentration da ist, dass ein Spaziergang mit komplett durchhängender Leine funktionieren würde; Leine am Halsband = sobald der Hund zieht, bleibe ich stehen/laufe einen Bogen/drehe um (je nachdem, was beim jeweiligen Hund besser funktioniert) und lobe den Hund ausgiebig, wenn die Leine durchhängt.

    Und dann wird die Ablenkung gesteigert, d.h. ich erwarte nicht, dass der Hund sich in Anwesenheit von anderen Hunden oder Leuten sofort mit lockerer Leine neben mir befindet, aber ich belohne jede Orientierung an mir, jeden Blickkontakt und jedes Näher-zu-mir-Kommen.

    Also wir laufen los, sie schnüffelt, da liegt ne Nuss, zack im Mund, das gleiche bei Schafsch... und anderem. Ein schnelles nein bevor sie es aufnimmt bringt ab und an was. aber nicht immer.

    Auch hier: Hast du mal versucht, deinen Hund für das zu belohnen, was er richtig macht? Also z.B. ein Anzeigeverhalten trainiert, sodass er lernt, dir zu zeigen, dass da spannende, essbare Dinge liegen und du ihn dann dafür belohnst? Mit dem 'Nein' musst du ja immer schneller als der Hund sein und alles vor ihm sehen, das stelle ich mir ziemlich anstrengend vor.

    Ich lese hier öfter, dass Nasenarbeit gut ist, um einen hibbeligen Hund zum ruhigen Arbeiten zu kriegen.
    Könnt ihr das für mich ausführen?
    Balou dreht dabei genau so ab, wie beim Apport, beim Ballhetzen oder auch UO. Da gibt es keine Unterschiede bei uns.

    PS: Happy Birthday =) @Zuckerfee

    Was genau machst du denn mit ihm? Nasenarbeit ist ja ein weites Feld. :smile:

    ZOS finde ich z.B. eine super Sache, um hibbelige Hunde "runterzufahren" – das gesuchte Objekt ist klein (= kann nicht einfach als Spielzeug "zweckentfremdet" werden), als Anzeigeverhalten kann man ein 'Platz' üben und je nach Umgebung und Schwierigkeitsgrad ist die Suche schon so komplex, dass sich die Hunde von ganz alleine zurücknehmen.

    Oh, und auch von mir herzlichen Glüschwunsch, @Zuckerfee! :smile:

    Dalmatiner wäre sicherlich nicht schlecht.
    Nur das haaren scheint da etwas übel zu sein.

    "Etwas übel" ist eine sehr höfliche Untertreibung. :D

    Ich hab einen flusigen Langhaarhund – und selbst im Vergleich dazu finde ich die Dalmatinerhaare vom Gelegentheits-Sitterhund einfach schrecklich. Aber charakterlich ist die Hündin klasse!

    Ja stimmt. Dalmihaare sind schon ne Nummer für sich. Daran ist eine Bekannte von mir auch verzweifelt, als sie ihr Auto verkaufen wollte, aber die Haare im Teppich feststeckten wie eingenäht. :mute:

    Manche Autowerkstätten bieten da Vereisen + Auspusten an, das hilft bei so Haaren mit Widerhaken echt gut. :smile: