Beiträge von pardalisa

    Ja, eben. Das ist es ja. Es macht vom Zeitaufwand her keinen Unterschied ob 4 oder 5. Einzig die Kosten sind höher.

    Ich glaube, das ist so ein Punkt, wo die Meinungen einfach unvereinbar auseinander gehen. Ich kann mir beim besten Willen und mit den nettesten, einfachsten Begleithunden, die keinen Sport o.ä. einfordern, nicht vorstellen, dass es zeitlich keinen Unterschied macht, ob man 2 oder 8 Hunde hat.

    Ein Beispiel in der Richtung hatten wir heir ja schon: selbst bei einem eher "genügsamen" Hund kann's vorkommen, dass es für dne Hund - u.a. aus Erziehungsgründen – besser wäre, wenn er Einzelspaziergänge bekommt -> zack, doppelter Zeitaufwand. Dann hat man in einer großen Hundegruppe unterschiedliche Altersstufen und damit früher oder später die große Wahrscheinlichkeit, dass die Hunde unterschiedliche Bedürfnisse bzgl. der Bewegung und Pflege haben -> mehr Zeitaufwand. Die List ließe sich ebstimmt noch fortsetzen.

    Und egal wie oft das wiederholt wird, dass Nicht-Gebrauchshunde mit Fressen, Kuscheln, Liegeplatz zufrieden sind: ja, wahrscheinlich reicht das für eine artgerechte Haltung aus. Aber ich finde es trotzdem immer noch ein bisschen schade, wenn man sich eine Gruppe hochsozialer und intelligenter Lebewesen, die sich in den meisten Fällen eher am Besitzer als an ihren Artgenossen orientieren, ins Haus holt und dann nicht mal regelmäßig Einzelzeit für jedes davon hat. Natürlich klappt das und natürlich sind solche Hunde nicht direkt vernachlässigt oder ein Fall für dne TS – aber da stoße ich dann weider auf mein Verständnisproblem mit der Motivation dahinter. :/

    Bei uns ist's ähnlich: Shawnee ist in Rente, der macht nur noch das, was er möchte – für ihn sind das also Suchspiele (hauptsächlich ZOS oder Futterbeutelsuche) und ein paar lockere Rally-Obedience-Übungen.

    Myrddin ist jung, fit und körperlich nicht kaputt zu bekommen, das versuche ich gar nicht erst. ;) Mit dem mache ich auch Rally-O (im Gegensatz zu Shawnee aber bei ihm mit "Anspruch") für's Köpfchen und ZHS/Radfahren für die Bewegung.

    Und einfach aus Jux übe ich mit den beiden immer mal ein paar Tricks zwischendurch – mit dem "Sport- und Denkprogramm" sind die mehr als zufrieden. Dazu kommen natürlich noch die täglichen Spaziergänge und die Grunderziehung, aber das hat man ja bei jedem Hund. :smile:

    Was ich an den beiden (besonders Myrddin in diesem Fall) so mag, ist die grundsätzliche Bereitschaft alles mitzumachen, aber wenig davon wirklich einzufordern. Ich könnte mit Myrddin auch THS machen oder Mantrailen oder Obedience oder was-auch-immer (... Agility und Flyball wären nix für ihn, aber sonst ist er echt vielseitig) und er fänd's toll – aber wenn ich mal 'ne total stressige Woche habe oder mit Grippe im Bett liege, gehen mir die Hunde ohne Sport in der Zeit trotzdem nicht die Wand hoch, sondern legen sich einfach unter den Schreibtisch oder mit ins Bett und pennen.

    Und zu der oft gestellten Frage, warum.... Weil ich es jetzt kann... vor einem Jahr konnte ich es nicht.

    Das ist zum Beispiel so eine Antwort, die ich nicht verstehe. Also, wirklich verstandesmäßig nicht begreifen kann. Mag natürlich daran liegen, das sich einfach zu dusselig bin :ops: , aber: Ich könnte z.B., statt mein Geld in meine beiden Hunde zu stecken, keine Hunde haben und jedes Jahr komfortabel drei Wochen in den Süden fliegen. Mache ich nicht, weil mir die Hunde aus diversen Gründen sehr viel wichtiger sind.

    Was ich damit sagen will: "Weil ich's kann" ist doch bloß eine Erklärung zur Machbarkeit. Über die Motivation, die dahinter steht, sagt das leider nix. Und genau da ist, glaube ich, ganz häufig das Problem – viele Leute (ich eingeschlossen) können schwer bis gar nicht nachvollziehen, welche Motivation hinter der Anschaffung eines vierten, fünften, x-ten Hundes steht. Man kann sich die Punkte, die dagegen sprechen gut vorstellen (Geld, Zeit, Platz, usw.), aber die Punkte, die dafür sprechen würden, bleiben häufig im Dunklen. In der Hinsicht würde ich das wirklich gerne besser verstehen – wo jetzt genau der "Vorteil"/Zugewinn/Mehrwert einer weiteren Hundeanschaffung ist. :smile:

    Das ist für mich neben der schon genannten Aspekte wie z.B.(zeitlicher, finanzieller, etc.) Versorgung auch ein Abgrenzungskriterium:
    Der gesunde Mehr-/Vielhundehalter hat die Individualität vor Augen und lässt jedem Hund trotz aller zu machenden Kompromisse den nötigen Teil an "Selbstverwirklichung" zukommen (sei es durch Hundesport, spielerische Beschäftigung, "Einzel-Zeiten" oder was auch immer)...der hoarder sieht die individuellen Bedürfnisse nicht mehr. Sieht vielleicht sogar auch den einzelnen Hund gar nicht mehr.

    Das finde ich wirklich schön auf den Punkt gebracht und beschrieben! :smile: Häufig kommt ja als Argument für eine größere Hundegruppe ja "also meine Hunde sind Begleithunde, die brauchen keinen Sport" o.ä. – klar, aber deswegen wollen die doch trotzdem nicht nur grundversorgt und dann sich selbst überlassen werden! Mag sein, dass ich da völlig falsch liege, aber von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, freut sich doch jeder Hund über individuelle Ansprache und Zeit mit "seinem" Menschen.

    Also mein Plan wäre auch auf jeden Fall den Welpen erst gar nicht an viel Aktion zu gewöhnen, sondern ihm in erster Linie von klein auf beizubringen "Ruhe zu halten" und abschalten zu können. Da habe ich schon oft mitbekommen, dass da viele den Fehler machen und sich durch das "ein Aussie benötigt viel Auslastung" einen Hibbelhund heranziehen durch übertriebene Beschäftigung im Junghundealter der Hund ständig unter Strom steht und immer mehr will...

    Die Tendenz zum Hibbel ist beim Aussie auf jeden Fall gegeben - bei manchen mehr, bei manchen weniger. Das mit der Auslastung ist immer so eine Sache: macht man zu wenig, sucht sich der Hund häufig eine eigene Aufgabe (meist nicht unbedingt gesellschaftskonform ;) ), macht man zu viel, landet man u.U. bei einem hohldrehenden Hund, der mit sich und seiner Umwelt auch nicht unbedingt glücklich ist.

    Die Balance zwischen Action und Ruhe ist aber auf jeden Fall ein guter Ansatz – und wenn man da ein Auge drauf hat, hilft das schon viel.

    Ansonsten: Ich kann Besuche bei Züchtern, (Aussie-)Veranstaltungen, Nachzuchttreffen, etc. nur empfehlen, um die Rasse gut kennenzulernen. Wie alle Hundeleute reden Aussiebesitzer gerne und viel über ihre Hunde :D - da bekommt man dann Infos aus erster Hand und kann direkt Fragen stellen.

    Klar gibt es da auch verschiedene Typen und Linien, aber wie sind denn so eure Erfahrungen mit den hübschen Vierbeinern?
    Müsst ihr euch extrem viel mit den Hunden beschäftigen?

    Ich finde die Beschäftigung beim Aussie nicht halb so aufwendig wie manchmal der Eindruck entsteht. Besonders dieses "oh, ein Aussie, mit dem müssen Sie ja bestimmt gaaanz viel machen!", das man öfter mal von Nicht-Aussie-Haltern hört, ist m.M.n. übertrieben und weckt bei vielen Welpenbesitzern ein völlig falsches Bild.

    Ja, ein Aussie ist ein Arbeitshund, der irgendeine Art von "Job" haben möchte. Man sollte also eindeutig Spaß daran haben, mit seinem Hund gemeinsam etwas zu unternehmen und dafür entprechend Zeit einplanen und selbst Spaß an solchen Dingen wie Hundesport haben. Aber was ich fast noch wichtiger finde, sind solche Fragen wie...

    - Kann ich damit leben, dass mein Hund ein ausgeprägtes Terretorialverhalten haben könnte?
    - Wäre es okay, wenn der Hund auf Kontakte zu fremden Artgenossen und Menschen im Erwachsenenalter dankend verzichtet (und sein Bedürfnis nach Abstand ev. auch selbst deutlich umsetzt, wenn man da als Halter nicht eingreift)?
    - Kann ich damit umgehen, dass ich einen intelligenten, reizempfindlichen Hund habe, der Situationen schnell erfasst und u.U. auch blitzschnell handelt – und das nicht immer so, wie Mensch gerne hätte?

    Es gibt bestimmt noch mehr Punkte, aber allein die hier würden mich sehr, sehr misstrauisch werden lassen, wenn jemand einen Aussie als "familientauglich" anpreist. Natürlich gibt's Familien, die prima für einen Aussie sind und deren Hunde wirklich großartig und sehr glücklich mit ihrem Leben sind! Wie immer ist das letztendlich eine Einzelfallentscheidung. Aber dazu gehört eine ganze Menge Arbeit, Mühe und häufig auch langes Training, damit das reibungslos läuft – das kann man bei anderen Rassen deutlich einfacher haben. Und wenn es trotzdem nicht so klappt, wie man sich das vorgestellt hat (wenn der Hund z.B. absolut keine Besuchskinder leiden mag o.ä.), braucht man einen guten Plan B.

    Und zum Mini-Aussie sag' ich lieber nix. ;)

    Würdet Ihr sagen, dass es mit zwei Hunden "schwieriger" ist durchs Leben zu gehen?..... .... ich meine damit jetzt nicht einfach so auf Wald und Wiese unterwegs zu sein, sondern bei Dingen wie z.B. in der Stadt, im Restaurant, im Urlaub usw.

    Jain. Es gibt Dinge, die mit zwei Hunden besser geplant sein müssen als mit einem, zumindest in der "Mittelgröße", die meine beiden haben.

    Der Platz im Auto ist ein Punkt, mehr als zwei Hunde würde ich in meinem auf Dauer nicht unterbekommen und ein größeres Auto will ich nicht, solange ich damit noch im Innenstadtbereich Parkplätze ansteuern muss.

    Das Mitnehmen zu Freunden oder in Restaurants/Cafés kann schwieriger werden.

    Urlaub war bei uns noch nie ein Problem, weil wir sowieso am liebsten in Ferienhäuser in ruhigen Ecken fahren oder mit dem WoMo in den Wanderurlaub – aber wenn man da 'belebtere' Ecken bevorzugt, kommt es häufiger vor, dass die Ferienhausvermieter z.B. "max. 1 Haustier" in der Beschreibung des Hauses erlauben. Und in Hotels kann die Hundepauschale mit jedem weiteren Hund richtig teuer werden.

    Und die Unterbringung in Notfällen sollte man sich vorher auch gut überlegen. Je nachdem, wen man da so an der Hand hat, kann man dem nicht unbedingt zwei Hunde auf's Auge drücken – da braucht man dann mehrere zuverlässige Stellen, die die Hunde auch mal spontan nehmen würden.

    Ich kann mich an ein Video von Rübennase erinnern auf dem der Freilauf der Hunde zu sehen ist. Weil einer der Hunde nicht gut folgt, wird er mittels einem Stück Schnur (meiner Meinung nach der Einfachheit halber) an einem der anderen Hunde befestigt. Soweit ich das noch in Erinnerung habe, trugen beide zusammengehängten Hunde sogar nur ein Halsband, was m.E. die Verletzungsgefahr noch um einiges erhöht.
    ICH bin der Ansicht, dass "sowas" nicht nötig sein würde, wenn man weniger Tiere hätte und dafür mehr Zeit für jedes einzelne Tier hätte, dann bräuchte man nicht zu so waghalsigen "Erziehungsmethoden" greifen, denn dann könnte man mit dem entsprechenden Hund das einzeln trainieren was noch nicht funktioniert.

    Das Beispiel fiel mir auch gerade wieder beim Lesen dieses Threads ein... Und es zeigt m.M.n. sehr schön, dass der finanzielle Aspekt wirklich wichtig ist, zur guten Tierhaltung aber zusätzlich eine ganze Menge Zeit gehört und nötig ist.

    Wenn man so viele Hunde hat, dass man mit denen im Krankheitsfall oder zu Erziehungszwecken nicht mehr einzeln spazieren gehen kann, weil man's dann zeitlich nicht schafft allen gerecht zu werden, dann würde ich mich halt schon fragen, ob das nicht einfach zu viele Tiere sind und ob's nicht vielleicht die Hälfte davon auch getan hätte. Und die Spaziergänge sind ja nur ein Aspekt von vielen, der Zeit "frisst" – auch was die sonstige Ausbildung, Pflege, gemeinsam verbrachte Zeit, etc. angeht, bleibt – rein rechnerisch – mit mehr Hunden einfach weniger davon für den einzelnen über.

    (Und die Frage, was einem Hund Nummer 4/5/6/usw. "bringt" oder emotional gibt oder welche Vorteile das hat, habe ich auch noch nie wirklich nachvollziehbar beantwortet gesehen. Natürlich muss sich dafür niemand "rechtfertigen", aber ich habe ein echtes Verständnisproblem, was die Motivation hinter solchen Anschaffungen angeht – Züchter und Leute, die den Hund für eine echte Arbeit brauchen jetzt mal ausgenommen. Das ist gar nicht böse gemeint, ich kann's nur wirklich nicht nachvollziehen und würde es gerne.)

    Dann hier noch die genauen Daten zur Anfahrt: die Adresse ist einfach "Jagdschloss, 31832 Springe".

    Auf der Karte sieht das so aus:

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    ... und rechts neben dem Schloss ist ein großer Wanderparkplatz (der von mir stümperhaft rot eingekringelte Bereich), da kann man das Auto gut abstellen.

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    Und so sieht das Schloss von der Straße aus, kann man schon von weitem sehen.

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    @Fanwolf Ich hätte auch noch 'ne Flexileine im Auto, die ich sonst immer für Shawnee nehme. Sind allerdings nur 5 Meter, dafür ist die Feder so schwach, dass kaum Druck drauf ist. Wenn du magst, kannst du die auch ausprobieren. :smile:

    Also wir gehen auch im Sommer zum Sport. Allerdings ab 29/30 Grad fällt bei uns im Verein das Training aus. Ansonsten wenn traniert wird sind ALLE Autos weit offen und es wird regelmäßig nach den Hunden geschaut (von allen für jeden...nicht nur jeder Besitzer in sein Auto)

    Zum letzten sag ich nix mehr...viel Spaß bei was auch immer

    Zum ersten Teil: yep, genau so läuft das bei uns auf dem Platz auch. Nur, dass das Training bei über 30°C nicht automatisch ausfällt, manchmal treffen wir uns trotzdem, legen uns mit den Hunden in den Schatten, stellen ein Planschbecken auf und besprechen die Theorie. Ist dann halt 'Training light' und wer nicht will, muss sich nicht sportlich bewegen, weder Mensch noch Hund. :smile:

    Zum zweiten Teil: Huh? Das habe ich jetzt nicht verstanden. Meintest du mich? Und wenn ja, was meintest du?

    Und zum Hundesport würde ich im Sommer auch nicht gehen, weswegen mein Hund dann auch nicht auf Schatten im, am oder unterm Auto angewiesen wäre.

    Nicht provokant gemeint, sondern eine ganz ehrlich interessierte Nachfrage: Wo bist du denn dann mit dem Hund in der Zeit stattdessen?

    (Bei uns ist's nämlich so: Wenn ich nicht mit dem Hund beim Training wäre, würde ich mich mit ihm stattdessen in den Garten setzen – für den Hund macht das keinen Unterschied, denn so oder so ist er im Schatten, hat frische Luft und an beiden Orten herrscht ziemlich genau dieselbe Temperatur, da Hundeplatz ganz in der Nähe vom Wohnort.)