Beiträge von pardalisa

    Aber keine Daten sind für mich immernoch schlechte Daten.

    Das finde ich einen ganz wichtigen Punkt.

    Gerade bei Leuten, die einen unkomplizierten Familienhund suchen und deshalb bei den einschlägigen Rassen gucken, ist es doch super, wenn der Züchter von sich aus viele Daten und Ergebnisse zur Verfügung stellt und die vielleicht sogar noch ganz kurz erläutert.

    Wenn man wirklich von einem eher uninformierten Käufer ausgeht (was ich auch bei einem "klassischen Familienhund" nicht unbedingt tun würde, aber mal als Annahme), der vielleicht nicht das Hintergrundwissen oder Freude an der Recherchearbeit hat, die nötig wäre um sich Gesundheitsheitsergebnisse und Stammbäume selbst zusammen zu sammeln, dann würde es doch gerade einen Züchter auszeichnen, wenn diese Ergebnisse ungefragt und übersichtlich präsentiert würden.

    Und das ist echt ein Punkt, bei dem es durch die Bank weg bei allen "X-Doodle-Züchtern" in D, deren Homepages ich bisher gesehen habe, mangelt. Mag sein, dass dem durchschnittlichen Familienhundkäufer Arbeitstitel und Showergebnisse nicht so wichtig sind - aber die Gesundheitsergebisse sollten ihm wichtig sein und wie die Zuchthunde vor Ort behandelt werden, wie oft die Hündinnen werfen und in welchem Abstand beispielsweise - das sollte ihnen am Herzen liegen. Und ein guter Züchter sollte mit diesen Infos offen umgehen.

    Ich pick mir jetzt mal einen "Züchter" heraus und hoffe, dass von dort keiner einen Hund hat und sich dadurch angegriffen fühlt, aber es interessiert mich wirklich, welche Meinungen es dazu gibt (aber bitte sachlich...)

    Kurzfassung der Punkte, die mir da negativ auffallen: es ist unklar, welche und wie viele Hunde in welchem Züchterhaushalt leben, die Gesundheitsergebnisse und Abstammungen der Zuchthunde sind nicht einsehbar, vergangene Würfe sind nur als ungeordnete Bildersammlung verfügbar, sodass man nicht feststellen kann, welche Hündin schon wie oft Welpen hatte, und die Ankündigung:

    "Wir lassen unsere Pudelzucht auslaufen! Ältere Pudel mit 3 und 4 Jahren, geben wir in liebevolle und nur private Familien ab. An Züchter werden unsere Hunde nicht abgegeben!"

    ... stößt mir gleich in zweierlei Hinsicht seltsam auf - zum einen, warum werden die Hunde abgegeben, nur weil die Zucht aufgelöst wird? Und zum anderen, warum nicht an andere Züchter? (Das sind natürlich Dinge, die man in einem persönlichen Gespräch klären könnte, aber der erste Eindruck ist zunächst mal... gewöhnungsbedürftig.)

    Ich persönlich finde es halt etwas extrem, seine Hunde vor jedem abzuschirmen. Aber jeder macht es, wie er meint.

    Ich finde, das kommt auch noch mal stark drauf an, was für einen Typ Hund man hat. Meine beiden finden fremde Leute z.B. komplett überflüssig – es sind eben 1-Personen-Hunde mit rassetypischem Misstrauen gegenüber fremden Leuten. Ich finde das okay und zwinge ihnen deshalb auch keinen Kontakt auf bzw. halte Leute, die "nur mal kurz streicheln" wollen, aktiv von ihnen fern, weil es so für meine Hunde angenehmer ist. (Das heißt nicht, dass sie Kontakt nicht ertragen können, wenn ich das verlange - aber im Alltag brauche ich das nur sehr selten, also verlange ich es auch nur sehr selten.)

    Fremde Hunde sind da ähnlich – typische "Hallo sagen im Vorbeilaufen" - Begenungen können meine Hunde, finden sie aber nicht so klasse und brauchen sie überhaupt nicht. Sie haben Kumpels, die sie regelmäßig sehen, und das finden sie klasse, also 'biete' ich ihnen lieber das.

    Mag sein, dass es für Außenstehende manchmal in kurzen Momentaufnahmen so aussieht, als hätten meine Hunde nie Kontakt zu anderen Menschen oder Hunden – aber ob mich da jemand für seltsam hält, ist mir herzhaft egal... ;)

    Du veralberst mich doch ...

    Nein. Aber ich finde, dass zu einer ernsthaften Diskussionskultur gehört, dass ich meinen Standpunkt mit Fakten belegen kann. Wenn also jemand sagt: "(Golden) Doodle sind gut und sinnvoll und vernünftige Züchter gibt es auch, man muss nur ein bisschen danach suchen", dann erwarte ich schon, dass derjenige diese Aussage auch mit dem entsprechenden Hintergrundwissen unterfüttern kann - in diesem Fall also z.B. ein paar Ansatzpunkte nennen kann, wo man ganz konkret mit dieser Suche anfängt. Das muss kein einzelner Züchter sein (die Diskussion über Namensnennung hatten wir ja schon...), aber wenigstens ein Verein, einer Vermittlungsstelle oder irgendein sonstiger Zusammenschluss von Züchtern oder "Rasse"freunden sollte da schon kommen.

    Ansonsten ist das hier nämlich reines Austauschen von Befindlichkeiten und durch nix begründeten Meinungen und damit für eine zielführende Diskussion ziemlich wertlos.

    Mich würde es doch jetzt echt mal brennend interessieren, woher hier die, die immer was zu schreiben/sagen haben Ihre tollen Rassehunde her haben.

    Ich meine vielleicht könnte man so als Vollpfosten dann ja noch etwas in Bezug auf seriöse Züchtersuche lernen..

    Die Namen der Züchter meiner Hunde (und gerne auch der Hunde in meiner sonstigen Familie) gibt's per PN, wenn ehrliches Interesse besteht. Das war hier aber doch mittlerweile nicht mehr das Problem - schwierig ist doch, dass hier nicht mal ansatzweise ein Ansprechpartner oder Verein genannt werden kann, der eine Züchterliste führt, an der man sich orientieren kann und die gewisse Mindeststandards zum Schutz der Zuchthunde einhalten.

    Spoiler, weil die Vereins-Herkunft meiner Hunde jetzt bestimmt nicht jeden brennend interessiert... ;)

    Spoiler anzeigen

    Und da bin ich für "meine" Rassen gerne behilflich. Falls dir das also weiterhilft - ich habe einen Aussie mit VDH-Papieren, einen mit ASCA-Papieren und in der weiteren Verwandschaft tummel(t)en sich ein Dackel mit VDH-Papieren und ein Golden Retriever ohne Papiere aus dem TS. Als Ansprechpartner und zum Kennenlernen der Hunde kann ich die entsprechenden Welpenvermittlungen der genannten Vereine (beim Aussie besonders die ASCA-Veranstaltungen und Working Trials - bei Bedarf kann man die Pro-und-Contra-Diskussion zwischen ASCA und VDH an dieser Stelle einfügen) und für den Tierschutz das Tierheim Hannover wärmstens empfehlen.

    ... und genau solche Infos vermisse ich hier zum (Golden-)Doodle.

    Ich habe keinen Goldendoodle und kenne auch niemanden der einen hat.... Woher soll ich also wissen wie die genau organisiert sind?

    Oh, ich war einfach in grenzenlosem Optimismus davon ausgegangen, dass jemand, der das "(Golden-)Doodle-Konzept" befürwortet und hier als Doodle-Fan in der Diskussion mitmischt, sich diese Meinung nach dem sorgfältigen Sammeln von Informationen und Wissen gebildet hat. Und dass man dann halt auch in der Lage wäre, wenigstens einen kurzen Abriss zum Thema "Züchter, Verbände, Anlaufstellen für Neugierige und Anfänger" zu geben... ;)

    Ich hab' beispielsweise auch keinen Großspitz, aber wenn mich da jemand nach der Debatte um VDH-oder-nicht-VDH bei der Rasse fragen würde, dann hab' ich dazu eine deutliche Meinung, könnte das kurz darstellen und entsprechend weiterführende Infos und Vereine zu beiden Standpunkten verlinken. Ich finde also nicht, dass "ich hab' so einen Hund nicht, also woher soll ich das wissen?" ein besonders tragfähiges Argument ist...

    Also bei FB in den Doodle-Gruppen finden schon regelmässige Treffen zumindest von Haltern statt statt. In Niedersachsen hat es z.b. am We eins mit über 100 angemeldeten Hunden gegeben.

    Die sind dann aber privat organisiert, oder? Da steht kein Verein als Ansprechpartner dahinter und eine Beratung zum Thema "empfehlenswerte Züchter" bzw. 'ne Liste von Mindeststandards, die die erfüllen müssen, gibt's da vermutlich nicht?

    Aber trotzdem, so als Ansatzpunkt wäre sowas ja vielleicht nicht verkehrt. :smile: Immerhin könnte man da mal die Hunde 'live' sehen und mit den Besitzern ins Gespräch kommen.

    (Ich seh' die Doodle-Welle zwar recht kritisch, aber wenn jemand unbedingt und auf jeden Fall einen Hund dieser Art haben will, dann wird er sich den auch kaufen – und dann finde ich es gar nicht schlecht, wenn man hier im Forum im Zuge dieser Diskussion mal sammelt, welche wenigstens halbwegs zuverlässigen Informationsquellen und Herangehensweisen es so gibt. Vielleicht kann man so wenigstens vermeiden, dass irgendjemand, der hier als Gast mitliest, zu so einem Hinterhof-Vermehrer der übelsten Sorte läuft und auf den reinfällt.)

    Für den AL über ALAEU und ALFA.
    Andere weiß ich nicht.

    Zum Kennenlernen gibt's hier zum Beispiel einmal pro Monat ein Doodle/Poo-Treffen am Strand... sind meist über 50 Hunde da.

    Das klingt doch nach dem, was der/die TE gesucht hatte bzw. was da hilfreich sein könnte. Aber du wohnst in UK oder? :smile:

    Unsere sind in einem Dissidenzverein und wenn ich richtig zugehört habe fahren sie auf Ausstellungen die wohl meistens in England sind.

    Wie heißt der Verein? Welche der Doodle-Unterarten betreut der? Kann der ev. Kontakt zu Goldendoodle-Leuten herstellen?

    Ich habe bisher in Deutschland noch nie von Ausstellungen oder extra Veranstaltungen gelesen. Denke das gibt es wohl nicht dafür.

    Also, um das zusammenzufassen: Es gibt in D - soweit bekannt - keine organisierten Treffen für Goldendoodle-Halter, keine speziellen Veranstaltungen und die Züchter sind untereinander in keinster Weise organisiert, d.h. da findet auch kein Austausch statt?

    Übrigens nochmal ... der Doodle, egal welcher, ist auch keine Rasse sondern ein Mischling und wird auch von niemandem als Rasse verstanden.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, wird z.B. beim Australian Labradoodle sehr wohl eine Rasseanerkennung angestrebt, oder? Und der "Züchter", der hier verlinkt wurde, hatte das auch unter seinen Zielen stehen. Da würde ich dann nicht davon sprechen, dass diese Hunde grundsätzlich von niemandem als Rasse gesehen werden. (Ob das dann sinnvoll und Erfolg versprechend ist, steht auf einem anderen Blatt.)

    Mal 'ne ganz konkrete Frage, da sich die Züchterempfehlung ja etwas schwierig gestaltet:

    Wie sind die Doodle-Züchter in Deutschland denn überhaupt organisiert und untereinander vernetzt? Nicht in einem RZV, der dem VDH angeschlossen ist, das ist ja klar ;) , aber gibt's einen Dissidenzverein? Bietet der Rassetreffen oder sonstige Veranstaltungen (Ausstellungen, Sportveranstaltungen, gemeinsame Wanderungen, was-auch-immer) an? Vielleicht könnte man dem/der TE ja so einen Termin empfehlen, da ließe sich dann ja Kontakt zu Doodle-Besitzern knüpfen, die entsprechend zu geeigneten Züchtern beraten könnten.

    So eine Empfehlung wäre doch "unverfänglich" genug, um sie hier öffentlich schreiben zu können, ohne dass man gleich Züchternamen nennen muss, oder? (Weil ja die Befürchtung aufkam, dass es in der Hinsicht ev. Hemmungen geben könnte.)

    Meinst du Haftpflichtversicherung der Hunde und sowas? Meine sind ja auch ordentlich versichert. Das könnte ich ihm ja auch noch vorlegen.

    Ja, genau. Ich hab' auch noch solche Sachen wie die Urkunde der Begleithundeprüfung mitgebracht. Das sagt zwar nix darüber aus, ob der Hund ein unkomplizierter Hausbewohner ist, zeigt ja aber, dass man sich mit ihm beschäftigt und ihn irgendwie erzogen hat. Oder zumindest macht es den Eindruck auf Nicht-HH. ;)

    Holla, da sind die Unterschiede ja wirklich groß!

    (In meinem Mietvertrag steht einfach nur "Haustierhaltung (Hunde) erlaubt" und zu Schäden, etc. gar nix. Die Erlaubnis der Nachbarn musste ich auch nicht einholen. Ich hab' bei der Unterzeichnung den ganzen Hunde-Papierkram mitgebracht, das hat meinem Vermieter wohl ausgereicht.)