Beiträge von pardalisa

    Habt ihr unter euren Hunden eigentlich einen Lieblingshund? Wobei Liebling vielleicht übertrieben gesagt ist, eher ein Hund der euch besonders nahe steht? Und warum vielleicht grad dieser Hund?

    Ich liebe sie beide, aber Shawnee steht mir ein Stückchen näher. :smile:

    Vermutlich liegt das daran, dass wir uns schon so lange kennen und so viel zusammen erlebt haben – ich habe ihn mitgenommen, als ich nach der Schule zu Hause ausgezogen bin, er hat mich in die Uni begleitet, war während Herzschmerz- und Prüfungsstressphasen ein Trost, ich hab' kein Auge zu gemacht, als er nach seiner OP in der Tierklinik die Nacht zur Beobachtung bleiben musste (und ich werde nie vergessen, wie er sich am nächsten Morgen über mich gefreut hat, obwohl er kaum stehen konnte), ich finde seinen "Macken" niedlich statt nervig :ops: , kurz: elf gemeinsame, ereignisreiche Jahre schweißen zusammen und ich bin so froh, dass ich ihn habe.

    (Objektiv betrachtet ist Myrddin der "bessere Hund": leichter erziehbar, leichter motivierbar, weniger grummelig mit neuen Dingen, lustiger, unkomplizierter... Aber subjektiv ist einfacher für mich nicht unbedingt besser – und Shawnee ist halt etwas ganz Besonderes für mich.)

    Es geht nicht um den wissenschaftlichen Fortschritt und mögliche Gentests, sondern was hat sich exakt verbessert an der Rasse in punkto Charakter, Eignung, Langlebigkeit, Fitness. Sind die Hunde jetzt fitter, langlebiger, charakterfester als vor 30 Jahren?
    DAS hat mir noch niemand für seine Rasse bestätigt. Warum auch immer. Es heisst immer: Die Rasse verbessern! Aber was - ausser optischen Merkmalen und natürlich dem Ausschluss genetisch vorbelasteter Hunde, soweit sinnvoll - wird verbessert?

    Aber das geht doch Hand in Hand – der wissenschaftliche Fortschritt, der die Gentests ermöglicht, führt doch gerade dazu, dass weniger Hunde jung sterben oder vererbare Krankheiten als Träger an die nächste Generation weitergeben.

    Insofern: ja, "meine" Rasse ist jetzt fitter als vor 30 Jahren, weil z.B. wenig bis keine Hunde mit MDR1-Defekt mehr plötzlich in der Narkose versterben oder mit PRA schleichend erblinden.

    Allerdings würde ich auch das mit dem "die Rasse verbessern" kritisch sehen – vielleicht passt "die Rasse gesund erhalten" ein bisschen besser; zumindest bei Rassen, die körperbautechnisch eh keine "Optimierungsmöglichkeiten" haben und nicht übertypisiert/vorbelastet sind.

    Ich denke auch dass es in der Arbeitshundezucht besser läuft, aber zum allergrößten Teil hat man es doch mit Showlinien zu tun. Gerade, wenn es um "Familienhunde" geht.
    Daher geht es mir hier um die "Mainstream" Hunde. Die, die Otto-Normalo auch kauft.

    Ich bin ziemlich Ottine-Normal-Hundehalter und habe trotzdem 'nen Hund aus der Arbeitslinie hier sitzen. Und der ist ganz normales Familienmitglied. ;) Hart gesagt: wer sich 'nen total übertypisierten Showhund kauft (rasseunabhängig!), obwohl es Alternativen gibt, der ist doch selbst schuld. Solchen Leuten ist schlecht zu helfen, weil sie ja gerade das übertypisierte Merkmal süß/schön/außergewöhnlich oder was-auch-immer finden. Leider wird es solche Leute immer geben und leider wird darunter der Hund leiden – aber für sich selbst kann man daraus eben nur mitnehmen, dass man einen Hund nur da kauft, wo man vom "Gesamtkonzept" überzeugt ist. Und andere Leute entsprechend aufklärt – auch da bestimmt halt die Nachfrage das Angebot, so blöd das bei Lebewesen auch klingt.

    Zu der Teilung nach Größen kann ich beim Pudel nix sagen. Beim Aussie hat sich ja der Mini-Aussie abgespalten (auch sowas, was die Welt nicht braucht...), aber ernste Streitereien gibt's da, soweit ich weiß, nicht. Macht halt so jeder, was er für richtig hält...

    Ist das beim Pudel wirklich so heftig mit den Diskussionen? Wird das irgendwie begründet, warum die Grenzen zwischen den Größen nicht etwas "aufgeweicht" werden können? (Falls das hier OT ist – ich find' sowas wirklich spannend und würde mich auch über ein paar Links freuen, um was dazuzulernen. :smile: )

    welche Farbe der Hund dann hat, ob das Fell etwas länger oder kürzer geraten ist, ob er Tupfen auf der Nase hat, ob er 2 zentimeter größer oder kleiner geraten ist, sollte nicht so wichtig sein.

    Stimme ich dir zu. Gerade bei "klassischen Arbeitshunden" ist das ja auch so – ob der Hütehund jetzt Schlapp- oder Stehohren hat, ist egal, solange er seinen Job gut macht, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Aber soweit ich weiß, ist das in den Arbeitslinien der betreffenden Rassen auch kein Problem – Ohren"fehler", leicht abweichende Größe u.ä. sind da nicht zuchtausschließend, soweit ich weiß. (Die Showlinie sieht das mitunter anders, die meine ich hier nicht.)

    Das Problem ist nur, dass bei den Doodle-Besitzern, die ich bisher gesprochen habe, die Optik schon wichtig ist. Auf die Frage "Warum kein Pudel?" kommt ganz häufig die Antwort, dass die Schnauze zu schmal und der Pudel insgesamt zu spillerig sei – und das ist doch absurd, wenn man dann einen Mix kauft, bei dem das Risiko besteht, dass der trotzdem exakt wie ein Pudel aussieht. Das ist einer der Punkte, die ich nicht verstehe.

    Dafür Fitness, Gesundheit, Langlebigkeit und Eignung für die vorgesehene Verwendung/Charakter als wichtige Kriterien.

    Aber genau das ist doch beim Doodle auch nicht gegeben! Es gibt keinen Verein, der Gesundheitsergebnisse sammelt, die Züchter untereinander tauschen sich anscheinend nicht aus, es gibt keinen Wesentest vor dem Zuchteinsatz, keine verpflichtenden, nachvollziehbaren Untersuchungen, nix in der Richtung.

    Wenn man einen mittelgroßen, leicht führbaren Familien- und Begleithund züchten wollen würde, zu diesem Zweck einen Verein gründen, sich auf Mindeststandards bzgl. der Zuchttiere einigen würde (wesentechnisch und gesundheitlich) und dann mit einer breiten Basis aus verschiedenen Rassen - u.a. eben dem Pudel - einen fitten, langlebigen, freundlichen, leicht händelbaren Hund züchten wollen würde; ich denke, da gäbe es hier wenig Widerspruch. Aber alle diese Kritereien sind ja beim Doodlen eben nicht erfüllt. (Beim Australian Labdradoodle geht es in diese Richtung, wenn ich das richtig verstanden habe, dafür gibt's da andere Kritikpunkte. Aber bei den ganzen anderen Doodles und Poos scheitert es ja schon an den genannten, simplen Kriterien.)

    Ich frage das in jedem Thread zu dem Thema (ich meine ich hatte sogar einen Thread dazu), und ich habe tatsächlich noch nie (echt noch nie!) eine konkrete Antwort auf die Frage bekommen:

    Was genau hat sich bei eurer Rasse oder den Rassen, mit denen ihr euch gut auskennt, in den letzten 20, 30 oder 50 Jahren verbessert?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die Frage von dir schon mal gesehen und beantwortet habe, aber sicherheitshalber noch mal, falls ich das verwechsele... ;)

    Bei "meiner" Rasse hat sich in den letzten Jahrzehnten die Forschung bzgl. möglicher Gentests und die Nutzung selbiger bei den Züchtern positiv entwickelt. Zum Beispiel konnte der MDR1-Defekt großflächig eingedämmt werden. Die Züchter, die ich kenne, haben max. noch Träger unter ihren Welpen, betroffene Hunde "muss" man dank des einfachen Test überhaupt nicht mehr züchten. Auch für den Otto-Normal-Hundehalter ohne Zuchtambitionen ist das klasse, weil man schon beim Kauf aufpassen kann, dass man einen Welpen bekommt, der in einer Not-OP oder nach einem gefressenen Pferdeapfel nicht mal eben tot umfällt.

    Wenn ich auf einem Seminar mit Hund bin, wird der eigene Hund dann nur für Übungen oder so aus dem Auto/der Box geholt? Oder kann er auch beim theoretischen Teil zB mit rein, wenn er ruhig neben mir liegt? Ich war bisher nur auf Seminaren ohne Hund und bin mir nun unsicher wie das gehandhabt wird. Da ist sicherlich jedes Seminar noch etwas anders, aber ich würde gerne mal so eure Erfahrungen wissen, damit ich zumindest etwas planen kann. =)

    Ist abhängig vom Veranstalter und vom Veranstaltungsort, denke ich. Meine bisherigen Erfahrungen sind gemischt: beim Anti-Giftköder-Seminar waren die Hunde z.B. auch während des Theorieteils mit im Seminarraum und die Veranstalter hatten die Sitzplätze so eingerichtet, dass genug Abstand zwischen den Hunden war; beim Dogscooter- und beim Longieren-Seminar haben die Hunde im Auto gewartet und waren nur beim Praxisteil mit draußen (der war dafür aber auch so aufregend und spannend für sie, dass sie während der Theorieteile sofort wieder im Auto eingepennt sind).

    Ein bisschen ist das sicher auch von der Jahreszeit und dem sonstigen Drumherum abhängig (Kann man die Autos im Blick behalten? Wie viele Hunde sind dabei? Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis so mengenmäßig? usw.).

    Was mich hingegen wenig bis gar nicht interessiert ist ein Lebenslauf des Züchters. Was der vor 20 Jahren gemacht hat und welche Hunde er "privat" schon hatte ist mir ehrlich gesagt egal. Ebenso ob da nun Kinder, Katzen oder Kleintiere vorhanden sind.

    Geht mir auch so. Kurz ein paar Worte zur Familie und Tieren sind ja nett (so nach dem Motto "Wir wohnen mit unseren beiden Kindern, den drei Hunden und einem Außengehe mit Kaninchen in einen kleinen Dorf nahe XY und züchten seit 15 Jahren Rasse Z" oder so), müssten für mich aber überhaupt nicht sein. Richtig seltsam fand ich eine Züchterin, die ich neulich beim Stöbern gefunden habe: auf der "über uns" Seite ausführliche Vorstellungstexte u.a. aus der Ich-Perspektive des 2,5 Jahre alten Kleinkindes der Familie und Bilder von sämtlichen Wohnräumen (inkl. Badezimmer...).

    Wenn die Hunde jetzt richtig genial wären oder der geplante Wurf genau das, was ich suche, dann würde mich das nicht komplett abschrecken, aber ein bisschen... seltsam ist der erste Eindruck schon.

    Erwartet Ihr in der heutigen Zeit, dass ein "Züchter" eine Webseite hat?
    Welche Infos sind für Euch absolut notwendig, welche "nettes" Beiwerk?

    Ich erwarte nicht, dass der Züchter eine Homepage hat. Wenn er das als Informationsplattform nicht braucht und z.B. in Sportkreisen so bekannt ist, dass er im Internet keine Präsenz benötigt, um seine Welpen in geeignete Hände abzugeben, dann kann er darauf gern verzichten. Aber wenn er eine Homepage hat, dann finde ich es gut, wenn die mit relevanten Infos und nicht nur mit putzigen Bildern und dem aktuellen Wurf gefüllt ist.

    Notwendige Infos wären für mich:
    - Wie viele und welche Hunde genau leben im Haushalt des Züchters? Und zu jedem Hund dann die Angaben bzgl. Gesundheit (inkl. Testergebnisse), Arbeitsergebnisse, ein paar aussagekräftige Fotos, Abstammung, etc.
    - Zuchtziel bzw. an welche Interessenten richtet sich der Züchter
    - Vereinszugehörigkeit
    - Kontaktmöglichkeiten (Telefon/E-Mail)

    Was ich nicht brauche:
    - Infos und Bilder, wie der Züchter lebt - ich würde sowieso selbst sehen wollen, wie die Hunde untergebracht sind
    - einzelne Vorstellung aller weiteren Tiere und Familienmitglieder; ein Ansprechpartner reicht mir

    Ohne jetzt eine großartige Diskussion zu beginnen, aber wieso ist Euch auf der Webseite ein ZUCHTZIEL so wichtig?

    Zumindest bei "meiner" Rasse (Australian Shepherd) ist es so, dass da bzgl. des Zuchtziels mittlerweile leider starke Unterschiede festzustellen sind. Einen Großteil dieser anvisierten Zuchtziele finde ich unsinnig bis realitätsfremd, wenn der Züchter also z.B. in diese von mir abgelehnte Richtung züchten würde, dann wäre der bei mir raus (... und ich bei ihm als Interessent wahrscheinlich auch :D ). Wenn das also auf der Homepage schon deutlich wird, erspart man sich unnötige Gespräche.