Shawnee, mein älterer Rüde, klaut wie ein Rabe. Nur Essen, dafür dann aber auch alles, was nicht niet- und nagelfest oder in mindestens 1,80m Höhe untergebracht ist.
Er zieht das jetzt seit mehr als elf Jahren regelmäßig mit beeindruckender Intelligenz und Planung durch - und da es seine einzige "Macke" ist und mir schon längst mehr wie eine liebenswerte Schrulle denn als ein Erziehungsdefizit vorkommt, lass' ich ihm den Spaß. Er ist sonst (in meinen Augen) perfekt, also was soll's...
Beiträge von pardalisa
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Aber unabhängig davon: Spaziergang? Können, wie gesagt, auch gerne nach der BuS was festmachen.
Ich wär' gern dabei, wenn's zu meinen "Hannover-Wochenenden" passt.
BuS oder nicht ist mir egal.Ansonsten ganz spontane Frage: Ich fahre Freitagnachmittag über die B3 Richtung Hannover – hat irgendjemand Lust, da irgendwo in der Nähe eine Runde zu laufen? Salzderhelden/Leineauen, Pumpspeicherwerk bei Einbeck, Osterwald bzw. Kloster Wülfinghausen, Springe/Saupark wären so ein paar Orte, an denen wir vorbeikommen.
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Um Chemiebomben bei Wurmkuren oder so ginge es mir da gar nicht so sehr, da gibt's ja genug Ausweichmöglichkeiten, falls das nötig sein sollte. Ich hätte eher Sorgen, was solche Sachen wie Not-OPs in fremder Umgebung (z.B. Urlaub) angeht, wo man dann in der Panik noch extra daran denken muss, dass man dazusagt, dass der Hund MDR1-positiv ist und darauf bei der Narkose geachtet werden muss. Oder dass der Hund draußen Pferdeäpfel vom frisch entwurmten Pferd erwischt. Das wären jetzt so meine persönlichen Schreckenszenarien.
Aber natürlich ist man beim Aussie auch in einer anderen Situation – da gibt's zum einen hier genug Hunde, um Verpaarungen, bei denen -/- fallen kann, zu umgehen und zum anderen wird mittlerweile auch im Ausland deutlich mehr getestet, sodass das mit Importhunden einfacher ist – wenn dann ein Züchter das bewusst in Kauf nimmt, würde ich da als Welpeninteressent schon dreimal gut nachfragen und vermutlich eher woanders nach einem Welpen suchen. Bei einer Rasse, die eh schon kleiner ist (wie dem KHC), würde ich das vermutlich auch anders sehen.
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Vorhin während unserer Abendrunde in der Feldmark: uns kommt ein Paar entgegen, die Frau sieht etwas ängstlich aus (guckt immer wieder nervös zu den Hunden und läuft ganz auf den Rand des Weges zu), also hab' ich meine Hunde schnell rangerufen und ins Platz geschickt. Der Typ fängt ein paar Meter vor uns an, seltsame Miau-Geräusche zu machen. Sollte wohl nach Katze klingen, hörte sich aber eher so an, als hätte sich jemand die Hand in 'ner Autotür eingeklemmt...

Frau zu ihrem Begleiter: Du bist so peinlich, nirgends kann man dich mit hinnehmen! Sogar die Hunde sind besser erzogen – guck mal, wie brav und leise die da liegen! (Kerl "maunzt" weiter herum und findet sich selbst urkomisch.)
Frau an mich gewandt: Dankeschön, die machen das wirklich gut!
––– schnappt ihren Kerl am Arm und zieht ihn kopfschüttelnd weiter. Eindeutig zu nett für diese Welt, die Gute. Wäre der Depp mit mir unterwegs gewesen, hätte ich ihn vermutlich an der nächsten Kreuzung ausgesetzt.

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Ich möchte von meinem Hund nicht angeknurrt werden, dass kann er unter Artgenossen tun.

Aber ich kommuniziere mit meinem Hund doch auch in meiner Sprache, die er nicht versteht, sondern erst lernen (= Kommandos) oder sich erschließen muss (= allgemeines Miteinander, Stimmungen des Besitzers) – warum sollte der Hund mir dann nicht auch in seiner Sprache, also notfalls auch durch Knurren, mitteilen dürfen, wenn ich eine Grenze überschritten habe, die ihm absolut wichtig ist?
Ich finde das ausgesprochen nützlich, wenn der Hund weiß, dass Knurren "erlaubt" ist. Die Emotion dahinter verschwindet ja eh nicht einfach so – dann ist's doch für alle Beteiligten besser, wenn der Hund klar und deutlich sagt, dass seiner Meinung nach gerade ein Problem besteht. (Dass man das im Idealfall als Besitzer schon früher mitbekommen haben sollte, ist klar – aber Missverständnisse passieren immer, sogar bei der Kommunikation innerhalb einer Spezies. Sich da gerade bei "speziesübergreifender" Kommunikation mehr Optionen offen zu halten und u.U. auch deutlicher werden zu können, ist doch dann nur sinnvoll.)
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Ich glaube, wir drehen uns im Kreis...

Tut er das nicht, verfällt mein Respekt ihm gegenüber auch und ich wehre mich.
Das habe ich soweit verstanden, auch wenn ich das anders sehen würde. Aber dreh mal die Perspektive um – aus Sicht eines Hundes respektierst du seinen Anspruch auf von ihm gefundene Beute nicht, obwohl er dich mehrfach darauf hingewiesen hat, dass der besteht -> Respekt verfällt -> er wehrt sich gegen Maßregelungen durch den Menschen. Und das ist genau die Situation, in der ich gerne wissen würde, wie man da mit der "keine Kompromisse/das setze ich durch/das lasse ich mir nicht gefallen"-Methode weiterkommt.
Aber ich merke gerade, dass das von der Frage der TE schon ziemlich weit wegführt. Sorry, @danimonster, für's Dazwischengrätschen mit den Nachfragen meinerseits! (Fallls du Lust hast, das per PN weiterzuführen, @Rico27 – gerne, wenn nicht ist's auch okay.
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Knurrt ein Hund, hat der Halter etwas falsch gemacht. Und das hat nichts mit Gewalt oder sonstigen konservativen Hierarchiemethoden zutun, falls hier wer aufschreit. Mein Hund hat mich zu akzeptieren und in meiner Gegenwart lieb zu bleiben.
Okay, da haben wir ein völlig gegensätzlich Verständnis von Erziehung und Respekt in der Mensch-Hund-Beziehung. Kein Drama, müssen wir ja hier nicht vertiefen - aber damit kann ich ein paar deiner Ansätze besser einschätzen, also danke auf jeden Fall für's Verdeutlichen.
Aber wenn er mir gegenüber aggressiv wird, dann muss ich meine Führungsposition leider verdeutlichen.
Das allerdings habe ich immer noch nicht verstanden: wie konkret setzt du das dann durch? Körperlich? Da wären wir dann wieder bei meiner ersten Frage... Du schriebst ja weiter oben, dass du nur aufstampfen und lauter werden musst, wenn der Hund knurren würde – aber was machst du, z.B. wenn der Hund auf solche Dinge nicht mit Rückzug, sondern mit Dagegenhalten reagiert und dir u.U. im Bein hängt?
Deswegen kam ich auf die Einschränkung mit den sensiblen Hunden – ein Hund, den man den öfter in so eine Bedrängnissituation bringen würde, könnte darauf ja irgendwann mit Gegenwehr reagieren – das hat nix mit "in der Erziehung ist was falsch gelaufen zu tun", sondern einfach nur damit, dass dieser Hund halt eine für ihn absolut unverständliche Bedrohung so nicht weiter hinnimmt, weil man sich selbst in seiner Führungsposition in seinen Augen unbrechenbar und unzuverlässig verhält.
(Gerne korrigieren, wenn ich falsch liege, aber soweit ich weiß, ist es z.B. bei verwilderten Haushunden, die in losen Gruppen zusammen leben, absolut üblich, dass auch sozial schwächere Tiere Ressourcen für sich beanspruchen dürfen und das auch durchsetzen können. Wenn man als Mensch also mit diesem sehr absoluten "der Hund hat alles abzugeben, wenn ich das verlange"-Ansatz arbeitet, kann es m.W.n. sein, dass man sich damit aus Hundesicht sehr seltsam und "unnatürlich" verhält – und bei einem entsprechend selbstbewussten Hund auf Gegenwehr stößt.)
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Wenn mich ein Hund anknurrt, ist die Situation meiner Meinung nach schon eskaliert. Ruder ich in solchen Momenten nicht zurück, verschlimmert sich das Problem vielleicht sogar. Mein Hund würde mich niemals anknurren. Würde er das tatsächlich mal wagen, müsste ich nur lauter werden oder mit dem Fuß aufstampfen.
Ich finde es falsch, in solchen Momenten Kompromisse zu schließen, denn damit verliert mein Hund noch mehr Respekt vor mir. Dominanz muss nicht sein, mein Hund ist mein Freund und hat viele Rechte. Aber er muss auch verstehen, dass ich letztlich die Fäden in der Hand habe.
Das schließt sich aber gegenseitig aus, oder? Also, ganz konkrete Situation: Der Hund hat etwas, was der Mensch ihm abnehmen will. Hund weicht aus und knurrt. Wenn du sagst, dass in solchen Situationen keine Kompromisse geschlossen werden dürfen, dann müsstest du jetzt deinen "Besitzanspruch" auf das Ding im Hundemaul zügig und bestimmt durchsetzen, wenn ich dich richtig verstanden habe. Wie passt das mit dem Satz über "zurückrudern" zusammen? (Wirklich nicht bös' gemeint, auch wenn's sich vielleicht so liest. Ich habe tatsächlich Verständnisprobleme bei dieser Sache.
)Und zu dem "mein Hund würde mich nicht anknurren bzw. auf niedrigschwellige Einwirkung sofort zurückweichen": Du würdest also sagen, dass die Durchsetzen-ohne-Kompromisse-Methode nur bei sensiblen Hunden funktionieren kann?
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Aber wenn er mich anknurrt, dann ziehe ich klare Grenzen.
Ich nehm das jetzt nur mal als Beispiel für die Beiträge, die sich in der "Dann setze ich mich durch"-Richtung geäußert haben und hätte dazu 'ne Frage:
Wie ist das konkret gemeint?
Also, nehmen wir mal an, der Mensch sagt sich "Mein Hund hat Dinge nicht vor mir zu verteidigen, weil ich das nicht durchgehen lasse" und der Hund setzt irgendwann zur Gegenwehr an. Nach sämtlichen Eskalationsstufen (Ausweichen des Hundes, Drohen, Abschnappen, usw.) kommt man dann doch - je nach Hund - irgendwann an den Punkt, an dem es darum geht, wer schneller und fest zupacken kann, der Mensch mit der Hand, um den Hund zu fixieren, oder der Hund mit den Zähnen, oder?
Mag sein, dass ich da besonders langsam und zögerlich bin, aber ich rechne mir da bei einem schlauen, entschlossenen Hund keine allzu großen Chancen aus, mit heiler Haut davonzukommen... (Mal abgesehen davon, dass ich meinen Hund erst gar nicht in so eine Lage und so eine Stimmung bringen wollen würde.) Dazu kommt dann noch, dass ich ja mit jedem dieser Machtkämpfe ganz explizit gegen den Hund, anstatt mit ihm zusammen arbeite. Wie geht ihr damit um? Zieht ihr das einfach "ohne Rücksicht auf Verluste" durch? Oder hat die Methode dann einfach ihre Grenzen da, wo der Hund körperlich überlegen ist? (Ich weiß nicht, wie groß/schwer der Hund der TE ist oder mal werden wird – wenn meine Frage zu sehr OT ist, bitte einfach ignorieren.
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Ich würde auch mit dem Tauschen weiterarbeiten - mit dem Ziel, das unter zuverlässiges Kommando zu stellen, sodass es flott funktioniert und der Hund gar nicht mehr nachdenkt, bevor er ausspuckt, was er da im Maul hat.
Das Kommando heißt tauschen. Er reagiert auch drauf ohne das er ein Leckerchen sieht. Daher würde ich sagen das er es verknüpft hat.
Geübt haben wir es erst mit Dingen die er einfach her gibt und dann klappte es schnell mit allem.Das klingt doch schon echt gut! Wenn er auf das Kommando reagiert, ohne das Leckerli zu sehen, dann wägt er ja auch nicht ab, ob die Belohnung "gut genug" ist. Das verbliebene Prozent der Fälle, in denen das Tauschen noch nicht funktioniert, würde ich mit hochwertigen, wechselnden Belohnungen und viel Übung versuchen zu erreichen.
Was ich nicht tun würde, ist dem Hund die "Beute" gewaltsam aus dem Maul zu nehmen, wenn's nicht absolut überlebenswichtig wäre. Vielleicht ist man da geprägt von den eigenen Hunden, aber ich hätte 'nen Teufel getan und meinen Jungrüden regelmäßig zu einem Ringkampf herausgefordert. Letztendlich lernt der Hund dabei nur, dass Berührungen am und im Maul unangenehm sind und dass es sich lohnt, vor dem Menschen davonzulaufen, solange man was Spannendes in der Schnauze hat.
Und je nach Hundegröße ist's auch schlicht gefährlich – wenn der ausgewachsene Hund irgendwann merkt, dass er sich gegen solche "Übergriffe" seitens des Menschen wehren kann, hat man sich einen ressourcenverteidigenden Schnapper herangezogen... Insofern: ich würde darauf achten, dass "Beute abgeben" für den Hund immer so positiv und so ruhig wie möglich abläuft – kein großes Drama, keine Hektik, kein "Kampf", sondern ein lockeres Kommando und hinterher 'ne gute Belohnung.