Beiträge von pardalisa

    Dann schmeiß ich auch mal drei aktuelle Bilder von meinem Senior in die Runde... :smile:

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    Ist das dann rein positiv aufgebaut? Ich hätte ja wirklich nichts dagegen, auf einen Abbruch zu verzichten...

    Ich habe das mit 'ner wilden Mischung geübt ;) – Abruf komplett positiv aufgebaut, gleichzeitig jedes selbstständige Umorientieren schon vor "Auslösen"/Loslaufen zu mir bestätigt (Myrddin fand 'ne ganze zeitlang auffliegende Vögel super spannend – da habe ich ihn wirklich für jedes Abwenden vom Reiz belohnt, sodass ich den Abruf gar nicht mehr brauchte, weil er irgendwann überhaupt nicht mehr durchgestartet ist – finde ich persönlich entspannter als ständig scannen zu müssen, ob irgendwas ist), und als absolutes Notfall-Mittel halt der Abbruch, der aber nicht groß geübt wurde, weil ich den eh nur in Schrecksekunden benutze ohne groß drüber nachzudenken.

    Kurzfassung: yep, Verhalten umlenken oder unterbrechen funktioniert hier zumindest bei einem Hund mit komplett positivem Aufbau. :smile:

    Ein gut funktionierender, sicherer Abruf ist mir sehr wichtig, weil ich meinen Hunden regelmäßigen, am besten täglichen Freilauf ermöglichen möchte. Allerdings sieht das dann in der Umsetzung bei meinen Hunden ziemlich unterschiedlich aus...

    Shawnee, elfeinhalb Jahre alt, kommt zuverlässig, wenn er gerufen wird – aber das Tempo legt er mittlerweile selbst fest. :hust: Wenn ich den also flott irgendwo fixieren will, schicke ich ihn lieber ins Platz oder gebe das Stoppkommando und hole ihn ab. Ist im Alltag aber seltenst relevant, weil er eh nicht zu anderen Menschen, Hunden oder sonstwas hingeht.

    Myrddin, zweieinhalb Jahre alt, ist deutlich interessierter an allem – besonders zu fremden Hunden würde er manchmal noch gerne hinlaufen, aber auch das lässt langsam nach. Bei ihm hab' ich den in Niedersachsen eh vorgeschriebenen Leinenzwang in der BuS für Schleppleinentraining genutzt. Er ist außerdem so sensibel, dass er sich von so ziemlich allem mit einem halblauten "Hey!" meinerseits abhalten lässt (auch von Wildspuren/-verfolgung).

    Insofern: ja, bei mir ist das auch stark vom jeweiligen Hund abhängig, in welcher Ausprägung ich den Abruf brauche und wie ich den umgesetzt haben möchte. Es würde z.B. absolut nix bringen, Shawnee mehr Druck zu machen, damit er schneller kommt, oder Myrddin sämtliche Reaktionen auf Außenreize versuchen zu verbieten – bis zu einem gewissen Grad ist das einfach der jeweilige Charakter. Aber mit dem Trainingsstand, den sie beide im Moment haben, kann ich prima leben und entspannt spazieren gehen – und das ist mir wichtig. :smile:

    Ich sag' ja auch nicht, dass das perfekt gelöst oder durchdacht ist... ;) Aber "Wahrheitsfindung" vor Gericht ist irre schwierig, Zeugenaussagen sind meist seeehr unzuverlässig und letztendlich kann man nur hoffen, dem Ideal eines "gerechten Urteils" so nahe wie möglich zu kommen. Und um dieses Problem zu lösen und das Risiko, das alle Beteiligten tragen, annährend fair zu verteilen, finde ich das Prinzip der Gefährdungshaftung gar nicht mal so schlecht. Dass es ab und zu schwer verständlichen Entscheidungen kommt, würde aber niemand bestreiten, denke ich. :smile:

    ... dann ist man Mitschuld?

    Das mit der Schuld ist ja immer so eine Sache - grundsätzlich ist man als HH bei solchen Fällen halt in der Gefährdungshaftung mit drin. Und die ist völlig unabhängig von "Schuld"; die Rechtsprechung geht quasi (grob vereinfacht) davon aus, dass man als HH allein deshalb, weil man einen Hund hat, bestimmte Risiken eher in Kauf nimmt, also auch das Risiko, von einem fremden Hund gebissen zu werden. Soweit finde ich das eigentlich ziemlich logisch.

    Der Gedanke dahinter ist m.W.n. (und die Jura-Experten mögen mich verbessern, wenn ich Blödsinn erzähle), dass man als Nicht-HH mit dem ganzen "Gefahrenkreis Hund" erst mal nix zu tun hat. Dagegen weiß man als HH um die "Gefahr", die von Hunden ausgehen kann - besonders, wenn die sich untereinander in die Wolle bekommen -, und hat das damit einhergehende Risiko in Kauf genommen, weil man sich ja einen Hund hat. Deshalb die - je nach Einzelfall unterschiedliche hohe - Beteiligung an der Gefährdungshaftung.

    Auch weiß ich, dass ich, würde ich den Sport nicht machen, definitiv nur einen Hund haben. Das heißt jetzt nicht, dass der Welpe ein Sportgerät wäre (Gott bewahre), aber einen Hund der meine Aufmerksamkeit nicht teilen muss hat einfach viele Vorteile. Ich habe auch ein schlechtes Gewissen gegenüber Lou, sie bräuchte bestimmt nicht unbedingt einen zweiten Hund und muss mich wie gesagt dann teilen und wir sind halt schon irgendwie ein ganz besonderes Dream Team.

    Dann spiele ich mal kritische Stimme – das fett Markierte wären zwei Punkte, die für mich (!) ganz deutlich gegen einen Zweithund sprechen. Da gehen die Meinungen natürlich auseinander, aber mir wär's wichtig, dass man wirklich einen weiteren Hund möchte, weil man den Hund möchte – nicht, weil man sportliche Ambitionen hat. Sport ist ein paar Stunden pro Woche, Alltag ist immer; wenn man sich da nicht auch auf das "Zusammenleben zu dritt" freut (und der schon vorhandene Hund der Sache aller Wahrscheinlichkeit nach auch eher freundlich-neutral gegenübersteht...), kann das sehr schnell sehr anstrengend werden mit einem zweiten Hund.

    Und ich weiß, du schreibst, dass der Hund kein Sportgerät sein soll – aber was ist, wenn er sich für das, was du dir erhoffst so gar nicht eignet? Wäre der Zweithundwunsch dann immer noch in gleicher Stärke da? Wie gesagt, in vielen Teilen ist das eine Frage der Grundeinstellung, bei Bedarf oder grundsätzlich anderer Auffassung also bitte einfach überlesen. :smile:

    Diese Faszination von Nicht-HH mit dem Aufheben der Hinterlassenschaften des Hundes habe ich noch nie verstanden... Ob die auch neben Rauchern stehenbleiben und überwachen, ob die Kippe richtig entsorgt wird? Oder jedem, der mit 'nem Bier in der Hand unterwegs ist, folgen, um zu gucken, dass der keine Scherben in der Landschaft hinterlässt? :D

    Mir ist neulich so ein Typ quer durchs Feld hinterhergelaufen. Ich hatte am Rand des Wohngebiets Beutel inkl. frischem Inhalt in die Netztasche außen an meinem Rucksack versenkt, weil da kein Mülleimer mehr kommt und wollte das auf dem Rückweg entsorgen. Und dieser Typ ist mir 'ne ewig lange Strecke gefolgt und hat dabei die ganze Zeit vor sich hin rhababert, dass ich das doch bestimmt gleich, wenn keiner guckt, ins Gebüsch werfen würde! Und dass er das jetzt überwachen werde! Und überhaupt, die bösen Hundehalter!

    ... Pech für ihn, dass ich den Nachmittag frei hatte und sich meine Hunde über einen schönen, langen Spaziergang im Zick-Zack über unsere Feldwege gefreut haben. :lol: Irgendwann hat er dann aufgegeben und ist umgedreht.

    Ich kenne das so gut... :ops: Für nächstes Jahr sind 1-2 Aussiewürfe, die ich wirklich spannend finde, geplant. Aber ich mag ja immer eher die rotzfrechen, kernigen Vertreter eines Wurfs und ich kann meinem ruheliebenden Senior mit seinen dann 12 Jahren nicht guten Gewissens so einen kleinen Teufel vor die Nase setzen.

    Außerdem sind meine Jungs miteinander so toll, das Gleichgewicht mag ich nicht stören, und von meinem "Auf jeden Fall genug Einzelhund-Zeit für jeden Hund einplanen und haben"-Grundsatz will ich auch nicht weg – also wird's beim Schwärmen und Bildergucken bleiben.