Beiträge von pardalisa

    Jetzt mal ne Allgemeine Frage zu Aussies, gehen die wirklich so schnell und überzeugt nach vorne?

    Naja, kommt drauf an, mit was man den durchschnittlichen Aussie vergleicht. ;) Sie sind ganz sicher keine 'Monster' oder von Geburt an auf Stress und Dauerkloppen aus, das auf keinen Fall.

    Aber sie sind halt ziemlich reizempfindlich (in Kombination mit dem Border Collie wird das hier in dem Fall vermutlich noch 'verschlimmert'), haben keinen allzu langen Geduldsfaden, wenn man das nicht sorgfältig trainiert – und sobald sie das Gefühl haben, dass der Mensch irgendeine Situation nicht im Griff hat, klären sie das selbst, und das dann halt nicht unbedingt gesellschaftskonform. "Druck erzeugt Gegendruck" ist für viele Hunde zutreffend, aber bei Aussies – insbesondere in der Pubertät – fällt mir das besonders auf. Je stärker man den Hund 'deckelt' und für ihn unverständlich behandelt, desto heftiger die Gegenwehr. (Dass Aussies darauf gezüchtet wurden, furchtlos Rinderherden zu bewegen und dabei auch den ein oder anderen Tritt zu kassieren, gibt einen ungefähren Eindruck davon, dass man da mit Einschüchterung oder körperlichem Maßregeln in der Erziehung nicht allzu weit kommt...)

    Muss man wissen und bis zu einem gewissen Grad auch an der Rasse mögen. Wichtig ist halt, dass man als Besitzer ruhig & konsequent bleibt und dem Hund das Gefühl vermittelt, dass er sich auf den Menschen verlassen kann.

    Apropos kurze Leine: Ich war vorhin mit beiden Hunden im schattigen Wald; der Senior war bei dem Wetter trotzdem sehr langsam unterwegs, also schlenderten wir so vor uns hin (beide Hunde im Freilauf).

    Von vorne kam uns eine Frau mit einem angeleinten Hund entgegen, also hab' ich den jüngeren von meinen auch angeleint (der würde sonst gerne hingehen) und hab' gefragt, ob ich den Senior auch festhalten soll (der interessiert sich nicht für fremde Hunde und läuft auch nicht hin, aber wenn's den anderen HH beruhigt, mach' ich das natürlich). Die Frau nickt, ich gehe also los, um den Hundeopa kurz am Halsband zu halten.

    In dem Moment keift die Frau los: "Jetzt mal ein bisschen dalli-dalli hier! Geht das nicht schneller? Ich will hier nicht den ganzen Tag rumstehen!"

    Mag sein, dass das kindisch ist, aber das war dann der Moment, wo ich den Senior gaaanz in Ruhe zu Ende schnüffeln lassen habe. :D Wenn sie's so eilig hat, soll sie doch umdrehen. Oder wenigstens freundlich um Schnelligkeit bitten, die olle Zicke.

    Meine Hunde haben bei den bisherigen Wohnmobilurlauben in einer Box, die unterm Tisch stand und dort befestigt war, gesessen. "Lose" wäre mir auch zu gefährlich - sowohl für den Hund bei einer abrupten Bremsung, als auch für eventuelle Kontrollen. Offiziell gilt der Hund ja als Ladung und muss entsprechend gesichert sein, da würde ich mich nicht auf das Wohlwollen des Kontrollierenden verlassen...

    hat meine auch nicht getan, aber ich fand es wichtig, das von Anfang an zu trennen, damit ich eben keinen Junkie heranziehe. Deshalb habe ich auch geschrieben, ich hatte Angst, daß sie dann rumgeiert, falls Du mich mit dem Wort meinst udn nicht, daß sie es getan hätte. Klar ist ein Schlußkommando ein Schluß, dennoch kenne ich viele Hunde, die trotzdem immer mal wieder gucken, ob man nicht doch...

    Ne, ich meinte dich gar nicht. :smile: Ich hab' nur auch so einen Hund, der - wenn ich ihn lassen würde und die Übung nicht klar beenden würde - allzeit bereit mit 'nem "Machen wir was? Machen wir jetzt was?"-Blick neben mir stehen würde. Bei ihm reicht aber ein Üben-beendet-Signal völlig aus, das wollte ich damit schreiben. Vielleicht habe ich mich blöd ausgedrückt. :ops:

    Kurzer Nachtrag zum Anbinden/Festhalten: Mach dir bitte klar, dass das bei einem Aussie(mischling) mit großer Wahrscheinlichkeit in ein paar Monaten nach hinten losgeht. Mag sein, dass sich der Welpe davon beeindrucken lässt – aber sobald dein Hund in die Pubertät kommt, wird er ausprobieren, ob er seinen angestauten Frust nicht auch an dir ablassen kann, wenn du schon so schön in Reichweite bist und ihn auch noch dazu zwingst, in der Situation so zu verharren. Und das sind dann leider keine kurzen, vergleichsweise harmlosen 'Welpen-Ausraster' mehr, wenn du Pech hast, hängt dir der dann im Arm oder Bein und meint das bitterernst.

    Ich hatte das Gefühl, dass wir so langsam auf dem richtigen Weg sind - und jetzt wurde mir gesagt, wenn er effektiv jeden Tag aufdreht, mach ich wohl bei ihm so ziemlich alles falsch.

    Naja, du hast dir da 'ne Mischung aus zwei Rassen ins Haus geholt, die zwar gerne zusammen in den Hütehunde-Topf geworfen werden, die aber – wie @flying-paws schon so großartig beschrieben hat – in vielen Bereichen ziemlich unterschiedlich sind. Für dich heißt das, dass du vermutlich extrem viel Fingerspitzengefühl und Geduld brauchen wirst, damit sich dein Hund nicht ständig selbst im Weg steht oder vom einen ins andere Extrem kippt. Wenn du 'ne richtige Aufgabe wolltest, da hast du eine... ;)

    Ein Glück, dass die TE einen Garten hat.
    Wäre ich in der Situation, dass ich hier gefragt hätte, dann würden jetzt die einen sagen "Um Gottes Willen nicht in der Wohnung Übungseinheiten machen" und die anderen "Um Gottes Willen nicht auf dem Spaziergang Übungseinheiten machen."
    :ugly:

    ... und hoffentlich hätten beide Seiten der Diskussion ihren Standpunkt mit vernünftigen Argumenten begründet, dann hättest du dir überlegen können, was für deinen konkreten Fall und deinen Hund schlüssiger ist – und gut wär's gewesen. ;)

    Ansonsten, falls der Eingangspost tatsächlich so gemeint war, dass einfach gesammelt werden soll, was man so mit seinem Hund zu Hause zur Beschäftigung macht: (Futter-)Dummysuche bzw. ZOS mit dem älteren Rüden, Vertiefung der Rally-O-Übungen und die Anfänge von ZOS mit dem jüngeren Rüden. Ab und zu ein paar Tricks und das war's.

    Geübt wird immer dann, wenn wir gerade Lust haben, also nicht zu festen Zeiten oder so. Das 'Wo' ist auch variabel – im Wohnzimmer, im Garten, beim Spaziergang ist eigentlich egal; meine Hunde haben ein "Üben ist beendet"-Signal und entspannen danach einfach, 'geiern' oder fordern tut keiner von ihnen. :smile:

    :???:
    Also wenn ich mich mit meinem Hund irgendwie betätigen will, kann ich doch sich autark zu Hause irgendwas machen .
    ZOS machen bestimmt die meisten im Wohnzimmer oder im Garten.

    Ich versteh irgendwie immer noch nicht das Problem, sorry

    Ich auch nicht.

    Wenn du was suchst, was man einfach so zum Spaß und zur Beschäftigung zu Hause machen kann und womit man unabhängig von Trainern und Hundeplätzen ist, dann wurden hier doch schon viele, viele Möglichkeiten genannt. Bei ZOS, Schnüffelspielen allgemein, Futterdummysuche, usw. kommt es auch nicht auf 100%ig "korrekte" Ausführung an, da brauchst du also nicht mal einen Trainer, der da regelmäßig drüberguckt und korrigiert, weil das Ziel ja eh keine Prüfung, sondern einfach nur gemeinsamer Spaß ist.

    Wenn du einen Sport suchst, in dem ihr euch Schritt für Schritt unter Anleitung verbessern könnte, dann würde ich mich auf ein bis zwei Dinge konzentrieren und die konsequent durchziehen. Das muss dann aber wirklich nicht jeden Tag und schon gar nicht eine Stunde am Stück sein. Und wenn du einzelne Übungen für diesen Sport in kleinen Einheiten zu Hause vertiefen willst (was sicher sinnvoll sein kann), dann würde ich ganz konkret den Trainer danach fragen, was er da vorschlägt. Der hat euch 'live' gesehen und kann dann auch entsprechend gucken, dass sich beim alleine Üben keine Fehler einschleichen.

    Aber ich hab' noch nicht richtig verstanden, was du jetzt genau suchst...

    Eine Stunde (am Stück) konzentrierte 'Denkarbeit' jeden Tag finde ich ganz schön viel. Kommt natürlich auch auf den Hund an, aber meine beiden würden dabei entweder komplett hohldrehen bzw. nach 'ner Woche streiken.

    Ansonsten: Was hier immer gut geht, ist ZOS. Sobald der Hund das Prinzip einmal verstanden hat, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Der Vorteil ist, dass man das mit wenig Hilfsmitteln fast überall machen kann und es den Hund schön fordert, ruhig und gründlich die Nase einzusetzten. Aber auch da: ich würde lieber auf kurze, knackige Einheiten setzen und dann eine längere Pause einlegen.