Beiträge von pardalisa

    Er sitzt hinten auf der Rückbank. Hatte ihn einmal im Kofferraum und dort war es leider noch schlimmer...

    Wie genau sitzt er denn auf der Rückbank – angeschnallt? Mit Gitter dazwischen? Wie viel Platz hat er, um sich zu bewegen bzw. hin- und herzurutschen?

    Was bei vielen Hunden gut hilft, ist den Platz zu beschränken, den sie beim Autofahren haben. Das ist zum einen im Fall eines Unfalls sicherer – je weniger der Hund durch die Gegend fliegen kann, desto geringer die Gefahr, dass er sich oder die Mitfahrer verletzt –, zum anderen beruhigt es viele Hunde, wenn sie ihr eigenes Gewicht beim Fahren nicht ausbalancieren müssen, sondern sich auf kleinerer Fläche einfach hinlegen und "abschalten" können.

    Ich würde versuchen, ob er eine stabile, passend große Box besser annimmt. Und um die Box kein großes Drama machen – Hund reinheben, kurze Strecke fahren, schönen Spaziergang machen, und wieder zurück. Gerade bei einem sensiblen Aussie bewirkt gutes Zureden häufig das Gegenteil, so nach dem Motto: "Oh Gott, wenn Frauchen so aufgeregt ist und auf mich einredet, dann muss da ja gerade was Schreckliches passieren." ;)

    Ich 'brauche' strenggenommen gar keine Hunde und habe dafür die Hunde, die ich wollte.

    Ja, ich meckere ab und zu über Shawnees aussie-untypische Unsportlichkeit und seinen Dickkopf. Und Myrddins überschäumende Begeisterung und sein kreativer Blick auf die Umwelt verlangt auch das ein oder andere tiefe Durchatmen meinerseits, aber das sind Feinheiten im täglichen Umgang – im Großen und Ganzen passen die beiden hervorragend hier her, deshalb habe ich mich ja für die Rasse entschieden.

    Und natürlich liebe ich meine Hunde und sie sind in all den Jahren des Zusammenlebens einzigartig für mich geworden. Aber ich mache mir da nix vor – mit Myrddins Wurfbruder z.B. wäre ich ebenso glücklich geworden; Shawnees Halbschwester hätte mir die gleichen Lektionen in Sachen Hundeverhalten erteilt, usw.

    Die Vorstellung, dass ganz genau diese Hunde für mich "vorbestimmt" waren, ist mir auch zu kitschig.

    Wie sieht es bei solchen Klauseln aus? Ist sowas dann immer noch eine Art Kaufvertrag? Oder haben die sich gekonnt drumrumgeschlängelt?

    Schwierig sieht's da aus. ;) Wenn's wirklich zu Streitigkeiten kommt, wird sowas ein Gericht klären müssen – mir persönlich wäre das zu unsicher und vor allen Dingen zu stressig.

    Was man sich aber fragen kann: Wenn es kein Kaufvertrag sein soll, was ist es dann? Kann man auch gerne mal eine Orga, die solche Verträge verzapft, fragen. Da kommen teilweise richtig abenteuerliche Vertragsnamen, die das dt. Recht gar nicht kennt, bei raus... :roll:

    Und sonst – nicht drauf festnageln, aber wenn etwas funktioniert wie ein Kaufvertrag, abgewickelt wird wie ein Kaufvertrag und bloß ein anderer, wohlklingender Name draufsteht, dann ist das m.W.n. trotzdem ein Kaufvertrag und wird rechtlich auch als solcher behandelt. Ich hab' da vor einiger Zeit mal quergelesen und der Tenor war: "Es gibt nur sehr wenige Urteile, aber die, die es gibt, gehen bei einem 'Schutzvertrag', der Tierübergabe gegen Geld abwickelt, von einem ganz normalen Kaufvertrag aus. Eigentumsvorbehalt, 'Überwachung' durch den TS, alle Maßnahmen, die in die Privatsphäre des Interessenten eingreifen, und weitergehender Einfluss auf das Tier nach Gutdünken ist damit nicht erlaubt." Mal so ganz salopp zusammengefasst.

    Aber auch hier: Klarheit gibt's da nur, wenn man das vor Gericht klären lässt. Und das dauert und kostet. (Und einen Verein, der solche Sachen macht, würde ich auch nicht unterstützen wollen...)

    Und wer soll das Finanzieren? Man braucht dafür ja auch Hundetrainer, TÄ und andere Fachleute die diese Sachkunde vermitteln...die machen das doch nicht für lau?
    Wenn man ansatzweise Ahnung von der Arbeitsweise und dem Kostenaufwand eines seriösen Tierschutzverein hat wird sehr schnell klar, dass das absolut nicht machbar ist...das müsste dann wie in Niedersachsen von anderer Stelle organisiert werden.

    Wenn schon das Geld für "Ersthundehalter-Infotage" von TH/Orgaseite fehlt, wer soll denn dann die die "Überwachung" der Vertragseinhaltung übernehmen? Wer die rechtliche Abwicklung? Das kostet doch auch Personal/Geld... Schon da zeigt sich, dass komplizierte Verträge zwar gut für's Gewissen der Vermittelnden sind, in der Realität aber nix bringen.

    Ich geb' dir insofern recht, dass viele Orgas weitreichende Infoprogramme nicht leisten können – aber dann müssen sie ihre eigene Reichweite realistisch einschätzen und z.B. solche Bestrebungen wie die Einführung eines Hundeführerscheins unterstützen oder wenigstens laut und deutlich befürworten.

    Wegen der leider sehr ungenau definierten Rahmenbedingungen müssten ja klare Vorgaben her was in einen Schutzvertrag gehört und was eben nicht.

    Ich sehe immer noch nicht, wo die Rahmenbedingungen da unklar sind, sorry. :ka: Könntest du das ev. an einem Beispiel erklären?

    Wenn ich richtig informiert bin, gilt zunächst die Vertragsfreiheit, die ihre Grenzen in den allgemeinen Verboten der Gesetzwidrigkeit, der Sittenwidrigkeit und dem Verbraucherschutzhat.

    Oder anders gesagt: ich kann in einem Kaufvertrag alles reinschreiben, was nicht gegen geltendes Gesetz verstößt oder eine der Vertragsparteien "ausnutzt". Will die vermittelnde Orga also auf die weitere Haltung des Tieres Einfluss nehmen, kann sie nur auf geltendes Tierschutzrecht verweisen – alles andere (persönliche Vorlieben bzgl. Kastration, Ernährung, Haltung, Sport, etc.) steht ihr, so hart das klingt, schlicht nicht zu.

    Auch mit den allerbesten Vorsätzen und wenn man nur das Beste für das Tier will, darf und kann man nicht über anderer Leute Eigentum entscheiden – man muss sich vor der Unterzeichung des Vertrags klar darüber sein, wem man ein Tier anvertraut und wem nicht.

    Insofern: Wieso braucht es da genaue Regelungen, was in einem Vertrag stehen darf? Der Vertrag darf (muss aber nicht, weil überflüssig) die aktuellen TSchG-Bestimmungen wiedergeben. Alles, was darüber hinausgeht, ist null und nichtig, weil ab Übergabe das Eigentumsrecht des neuen Tierbesitzers gilt.

    (Ich kann den Wunsch, die eigenen Vermittlungstiere bestmöglich zu "schützen" absolut nachvollziehen, wirklich. Aber das auf vertraglicher Basis zuverlässig schaffen zu wollen, ist realitätsfremd. Dann lieber mehr Geld und Zeit in vernünftige Auswahlverfahren für Interessenten investieren, das ist deutlich erfolgversprechender.)

    Schritt für Schritt, wobei natürlich Hintergrundwissen auch nicht schaden würde.
    Aber wichtiger wäre erstmal eine Anleitung was ich beachten muß und wie es grundsätzlich geht.

    Ich mag "Das große Handbuch Clickertraining" von Inka Burow sehr gerne, aber das ist schon ziemlich theorie-lastig und eher zum Nachschlagen/Vertiefen geeignet. Vielleicht für später, wenn man Lust auf mehr Lektüre bekommen hat. :smile:

    Ansonsten: hier ist eine ganz gute, kurze Anleitung und da sind auch Buchtipps für den Start mit einer kurzen Beschreibung – Clicker-Training: Was ist das? - SPASS-MIT-HUND

    Wenn es darum geht, Leuten geltendes Recht vor Augen zu führen und ihnen die Tragweite der Tierhaltung zu erklären, sollte man lieber auf Sachkunde für Ersthundehalter (beispielsweise Hundeführerschein in Niedersachsen) oder klärende Gespräche/"Crash-Kurse" von Tierheim-/Orgaseite setzen.

    Was hilft es denn, wenn Sachen, die eh schon Pflicht für alle sind, im Vertrag stehen? Der wird am Abholungstag gelesen, mit viel Glück durchgesprochen und verschwindet dann verständlicherweise im Schrank. Unklare Klauseln, die eben solche Sachen wie einen Eigentumsvorbehalt suggerieren, verkomplizieren die Sache doch bloß und sorgen bei allen Beteiligten für Unklarheit und Konfliktmöglichkeiten.

    Ich bin absolut dafür, dass Tierheime oder Tierschutzorganisationen ihre Interessenten sorgfältig prüfen, meinetwegen auch 'ne Vorkontrolle machen, Gespräche führen und ihre Vorstellungen und Wünsche dabei ganz klar darlegen, damit man schon vor Vertragsabschluss weiß, ob man sich da einig wird. Aber solche ellenlangen (Knebel-)Verträge sind einfach Blödsinn und bringen niemandem was. Was soll denn bei einem "Verstoß" gegen die schwammigeren solcher Klauseln auch passieren? Die meisten Tierschutzvereine sind notorisch knapp bei Kasse, wollen die jedes Mal auf Herausgabe des Tieres klagen, wenn man sein Tier doch nicht kastrieren lässt, obwohl der Vertrag das vorschreibt? Wenn man umzieht, ohne es zu melden? Wenn man das Tier anders ernährt/erzieht/beschäftigt als die Orga das gerne hätte?

    Dann lieber eine sorgfältige Auswahl der Interessenten, ein kurzer, rechtlich "sauberer" Kaufvertrag und mit Blick auf die realistischen Handlungsmöglichkeiten, die eigene Erfahrung und den gesunden Menschenverstand darauf vertrauen, dass auch andere Leute gute Tierhalter sind, auch wenn man nicht in 100% aller Fragen ihrer Meinung ist.

    Fast alle der Punkte sind aber in einem Vertrag völlig überflüssig, weil sie sich aus geltendem Recht eh schon ergeben. Ich hab' von Kleintieren keine Ahnung, deswegen klammere ich die mal aus, aber bezogen auf Hunde: Tierversuche darf eh keine Privatperson durchführen, Tierquälerei (Da wäre erst mal zu definieren: Was ist das genau?) ist auch gesetzlich verboten, Haltung nach TSchG ist selbsterklärend auch Pflicht.

    Das einzige, worüber man diskutieren könnte, wäre das Vorkaufsrecht, das haben ja z.B. auch viele Züchter in ihren Verträgen und fahren damit wohl insegsamt ganz gut, aber der Rest? Der ist doch eh klar, wozu muss da geregelt werden, dass das im Vermittlungsvertrag steht?

    Was sagt ihr dazu?

    Wenn du das Geld, die Zeit und die Nerven hast, dich im Notfall mit der vermittelnden Organisation in einem langen, zähen Rechtsstreit auseinanderzusetzen, kannst du das unterschreiben. Ich weiß ja nicht, um welchen Verein es sich handelt, aber es gibt wirklich erschreckende Bericht von einigen, die einen regelrechten "Psychoterror" durchziehen, wenn ihnen nach der Vermittlung irgendwas plötzlich nicht mehr passt und sie den Hund zurückhaben wollen – das sollte man nicht unterschätzen.

    Alternativ, wenn die sonstigen Gespräche nett gelaufen sind, kannst du versuchen, deine Bedenken bzgl. des Vertrags anzusprechen und Gegenvorschläge zu machen. Ich bin gerade am Handy und kann schlecht verlinken, aber google mal nach Musterverträgen für Vermittlungstiere – wenn du sowas mitbringst (in dem das Eigentum eindeutig übergeht!) und erläuterst, warum der für alle Beteiligten besser ist, hat das vielleicht Aussicht auf Erfolg.

    (Und als ganz persönliche Meinung: den Vertrag, wie er jetzt ist und du ihn beschreibst, würde ich nicht unterschreiben – völlig egal, wie gut die Chancen sind, einen eventuellen Streit zu gewinnen. Die Orga ist entweder mies informiert, was sie rechtlich dürfen und was nicht, oder sie versuchen solche Verträge absichtlich und als Einschüchterung abzuschließen und baunen darauf, dass es bei mindestens einem Teil der Leute funktioniert. Beides m.M.n. nicht unbedingt beruhigend.)

    Hast du ZOS schon mal ausprobiert? :smile: In bekannter, 'reizarmer' Umgebung, mit einem ruhigen Anzeigeverhalten wie z.B. abliegen könnte das vielleicht was sein - da die Leckerli ja nicht direkt erschnüffelt werden und man das auf relativ kleiner Fläche anfangen kann, neigt der Hund dann vielleicht weniger zum Hochdrehen.

    Joggen/Radfahren ist bestimmt auch gut, wenn man auf ein gleichmäßiges Lauftempo achtet und Spurts vermeidet.

    Vielleicht noch Cavalettitraining? Da muss der Hund ja auch sehr gleichmäßig laufen und sich gut auf alle vier Pfoten konzentrieren. Wenig Hektik, gut für's Körpergefühl.