Beiträge von pardalisa

    Wir hatten heute einen richtig tollen, langen Spaziergang – ich hab' erst überlegt, ob ich mit dem Auto ein Stück rausfahre (bei der Kombination "Sonne + Sonntag + milde Minusgrade" ist hier das ganze Dorf auf den Beinen und in der Feldmark unterwegs), aber dachte mir dann, "Ach, das nutze ich einfach als Trainingsauffrischung für die Hunde!"

    Und es lief super: Kinder in Schneeanzügen, die fröhlich kreischend herumliefen; schnaubende Pferde in Winterdecken; massenweise Sonntagsspaziergänger; viele freilaufende Der-will-nur-Hallo-sagen-Hunde... hat meine Jungs alles nicht irritiert, obwohl wir normalerweise nicht mal 'ne handvoll Leute beim Spaziergang treffen, eher in 'einsamen' Ecken laufen und sie sowas eigentlich nicht gewohnt sind.

    Ich finde 'stille, einsame' Runden für mich trotzdem schöner, aber es ist irgendwie beruhigend zu wissen, dass die Hunde auch mit solchen Tagen gut klarkommen. :smile:

    Um die "Senioren mit Mantel im Raureif"-Reihe noch ein bisschen zu verlängern... :D

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    Glückliches, warm eingepacktes Monster, das heute mächtig Spaß dabei hatte, sich in der Wiese zu wälzen und seinen Pelz mit Eiskristallen zu dekorieren. Ich mag seine Albernheit.

    Ich meinte nicht Sonderfarbe in Sinne von "Merle" o.ä. die nur bei entsprechender Verpaarung rein nach Farb-Gen rauskommen, sondern Standartfarben eines Wurfes die halt besonders gefragt sind.

    Merle ist bei bei ganz vielen Rassen eine absolute Standardfarbe, die's schon ewig gibt – hat aber leider seit einigen Jahren einem ziemlichen "Hype", der den jeweiligen Rassen überhaupt nicht gut tut. Wenn man das jetzt noch "belohnt" in dem der Züchter für solche Modeerscheinungen mehr Geld nimmt und die Käufer da mitspielen, verschärft sich so eine Situation nur noch.

    Auch bei deinem Beispiel mit dem braunen Welpen: was für ein Bild vermittelt der Züchter denn, wenn er bei solchen Modetrends mitmacht? Für mich wäre das nix, ich würde immer einen Züchter unterstützen wollen, für den Farbe Nebensache ist und der daraus keinen zusätzlichen Gewinn zieht.

    Ich fände Festpreise innerhalb einer Rasse gut, denn nicht immer sind die Interessenten mit den dicksten Geldbörsen die besten Hundehalter.

    Das ist aber auch wieder schwierig. Wenn es Festpreise gäbe, würde für viele Züchter die Möglichkeit wegfallen, mal etwas 'teures' in der Zucht zu wagen.

    Beispiel: die Züchterin meines Rüden hat eine Hündin aus dem Ausland importiert – genialer Hund, eine echte Bereicherung für die Zucht, sowohl was die Abstammung als auch was den Charakter angeht. Bei der Verpaarung mit einem weit weg lebenden Rüden (= hohe Kosten für Anfahrt) kamen dann deutlich weniger Welpen bei raus, als bei der Rasse 'normal' sind. Die Züchterin hat also selbst kräftig draufgezahlt, einen Teil der Kosten aber auch auf den höheren Welpenpreis umgelegt. Die Welpenkäufer waren bereit, das zu bezahlen, weil sie exakt die Verpaarung wollten, alle sind mit ihren Hunden zufrieden und für die Zucht ist's super, weil nicht nur Hunde, die im Umkreis von 250km leben, miteinander gekreuzt werden.

    Gäbe es aber Festpreise für Welpen, von denen man nicht abweichen dürfte, dann würde man sich sowas vorher zweimal überlegen oder zumindest nicht öfter machen, weil das finanzielle Risiko sonst schlicht zu groß ist.

    ... und im Wurf ein Welpe in Sonderfarbe halt mit dabei ist.

    Ne, dann weiß ich leider nicht, wie du das gemeint hattest. Was meinst du denn mit 'Sonderfarbe'?

    (Bei den Rassen, bei denen ich mich einigermaßen auskenne, ist die Farbvererbung ziemlich klar – welche Farbe in welchem Wurf vorkommen kann, ist also schon vorher bekannt. Wie viele Welpen in welcher Farbe es dann tatsächlich werden, ist natürlich Zufall, aber große Überraschungen gibt's da nicht. Wenn man z.B. einen black-tri Aussie mit einem blue-merle Aussie verpaart und keiner der Eltern Rotträger ist, werden die Welpen entweder black-tri oder blue-merle. Die merlefarbenen Welpen wären dann aber keine Sonderfarbe, sondern eine ganz normale Farbe, die halt bei der Rasse vorkommt. Und da der Züchter die Wahrscheinlichkeit, mit der eine bestimmte Farbe in einem Wurf auftritt, durch die Wahl der Elterntiere maßgeblich beeinflussen kann, hätte ich auch wirklich Bauchgrummeln dabei, nur für Farbe einen Aufpreis zu zahlen. Das hat dann tatsächlich den Beigeschmack von Farbzucht, weil der höhere Preis durch nix sonst gerechtfertigt ist.)

    Wieso sollte ein Züchter nicht mehr Geld für eine bestimmte (Sonder-)farbe/Geschlecht nehmen und dafür evtl bei einem anderen Hund mit dem Preis runter gehen können?

    Für mich wäre sowas ein Argument gegen den Züchter, weil da m.M.n. zu viel Wert auf ein völlig falsches Merkmal gelegt wird.

    Wenn ich einen Welpen kaufe, dann will ich einen optimal aufgezogenen Hund mit rassetypischem Charakter, dessentwegen ich mich für diese Rasse entschieden habe. Im besten Fall soll mich der Hund die nächsten 15 Jahre begleiten – die Farbe ist da Nebensache. Und ein Züchter, der z.B. für 'Modefarben' mehr Geld nimmt (hab' ich auch bei Aussies leider schon erlebt, manche geben merle-farbene Hunde teuerer weg, weil's 'in' ist), hat für mich so falsche Prioritäten, dass ich da keinen Hund kaufen würde.

    Die Optik ist es doch aber, die uns bewegt einen Rassehund zu kaufen. Ich kauf mir doch keinen Pudel, wenn ich Dackel schöner finde.

    Mhm, also bei mir nicht, zumindest nicht in dem Maße. Die "Eckdaten" der Optik sind für mich schon wichtig – also z.B. mittelgroß, langes Fell, Schlappohren, kompakter Körperbau sind alles so Dinge, die ich beim Aussie nicht nur praktisch, sondern auch optisch ansprechend finde. Aber welche Fellfarbe das jetzt innerhalb der "Farbpalette" der Rasse genau ist, ist doch eigentlich egal.

    Wie ist da eigentlich die Kosten-Nutzen-Rechnung in Bezug auf AJT? Bringt man den Hund eher damit dazu, in Zukunft auch auf Spur Wild nachzugehen, wenn er das vorher nicht gemacht hat, oder nützt es eher, weil man eine effektive Auslastungsform aufbaut?

    Myrddin hat "von Haus aus" wenig und sehr gut zu kontrollierenden Jagdtrieb, insofern weiß ich nicht, ob meine Beobachtung dazu relevant ist, aber ich hab' absolut keinen Unterschied feststellen können. Er hat nicht angefangen, sich plötzlich für Spuren zu interessieren oder sowas, seit wir mehr Nasenarbeit machen.

    Wie das bei einem vorher schon jagdlich interessierteren Hund aussieht, kann ich aber natürlich nicht sagen. :smile:

    Kennst du das Hütchenspiel?

    Mein jüngerer Rüde ist auch so einer wie dein Felix – solange sich was bewegt, ist es spannend und gesucht hat er hauptsächlich mit den Augen. Seit ich mit ihm öfter mal das Hütchenspiel mache (bei uns allerdings mit alten Blumentöpfen :hust: ), wo ihm das Gucken ja nix hilft und er seine Nase einsetzen muss, ist das viel ausgewogener geworden und er sucht auch mehr mit der Nase. Vielleicht eine Idee für euch? :smile:

    Ich hab' noch nie verstanden, warum sich bei Rassehunden so am Preis aufgehangen wird. :ka:

    Für einen mittelgroßen Hund sollte ich im Monat ungefähr 100€ zur Verfügung haben. Das Geld sollte also eh schon vor Anschaffung des Hundes 'übrig' sein. Wenn ich das jetzt ein Jahr lang spare, habe ich 1200€ und kann mir davon einen Welpen vom vernünftigen Züchter kaufen. Und in dem einen Jahr kann ich mich sorgfältig informieren, auf einen passenden Wurf warten, etc.

    Wenn mir jemand sagt "Ja, aber mehr als 1000€, so viel kann ich für einen Welpen nicht ausgeben!", dann sagt er damit eigentlich nix anders als "Ich wollte nicht warten, ich wollte auf Teufel-komm-raus jetzt einen Hund".