Beiträge von pardalisa

    @moonchild22 Noch mal danke für deine lange Erläuterung! :smile: Ich glaube, wir sind ein bisschen OT, weil's hier ja eigentlich um das Ausbüxen aus dem Garten geht, deswegen packe ich den Rest mal in den Spoiler.

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    @pardalisa: Ich denke, das hängt sehr vom Hundetyp ab, den man hat und von den örtlichen Gegebenheiten.

    Erstmal bin ich grundsätzlich niemand, der jemals seinem Hund 100 % vertrauen würde. Das klingt erstmal krass, aber mir wird z.B. bei den Leuten die hier in Berlin ihre Hunde ohne Halsband (nicht GPS, normales Halsband) frei laufen lassen immer ganz anders, das würde es bei mir niemals geben!!! Wie gesagt Berlin und auch bei jedem Auslaufgebiet, was ich hier kenne, gibt es eben Straßen in der Nähe, mehr oder weniger weit entfernt.

    [...]

    ABER: Es hängt natürlich vom Hundetyp ab. Konkret bei unserer Cleo (Bracke Mix), sie ist ja darauf gezüchtet alleine und weit weg vom Menschen zu arbeiten und bringt natürlich diese Veranlagungen mit. Wenn sie nun im Auslaufgebiet abhauen sollte, kann ich einfach konkret schneller hinterher. Wenn sie abhaut, könnte die Situation ja z.B. sein, dass sie sich in der Nähe befindet und beispielsweise stöbert, je schneller ich sie dann finde, desto besser.

    Ich glaube, so weit liegen wir da gar nicht auseinander – ich glaube z.B. auch nicht, dass ein Rückruf 100%, blitzartig ein ganzes Hundeleben lang funktionieren wird, sind ja schließlich immer noch Tiere mit einem eigenen Willen. Aber ich strebe da schon eine 'mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit' an – d.h. wenn mir ein Hund abzischen sollte, dann deshalb, weil es eine Verkettung saudoofer Umstände gab oder eine Situation, mit der so normalerweise nicht zu rechnen war. Schade finde ich es z.B., wenn jemand genau weiß, dass sein Hund in Situation X stiften geht und dann trotzdem nix dagegen unternimmt. Das hat dann für mich auch nichts mehr mit "100% gibt's leider nicht" zu tun, sondern mit mangelnder Planung – aber ich glaube, da sind wir und auch einig.

    Was ich aber vielleicht unterschätzt habe, sind die verschiedenen Hundetypen: mein älterer Rüde hatte in seiner Jugend durchaus Interesse an Wild und wäre da bei Sichtung auch gerne mal 50-100m hinterhergeflitzt. Im Wald oder bei Straßen in der Nähe lief er deshalb an der Schleppleine, im Feld, wo ich die Rehe lange vor ihm gesehen habe und mehrere hundert Meter hatte, um ihn zu stoppen, konnte er freilaufen. (Mittlerweile läuft er fast überall frei, zeigt Wild an und und kommt dann nur nach Bedarf kurz an die Leine.)

    Kurz: ich bin davon ausgegangen, dass ein Hund Wild sieht und dann mit großer Geschwindigkeit abzischt – dass es auch Hunde gibt, die durchaus in der Nähe bleiben und stöbernd Zick-Zack laufen, hatte ich ausgeblendet... :ops: Da verstehe ich den Einsatz von einem GPS-Gerät dann schon eher, weil der Hund sich ja nicht kilometerweit entfernt, sondern quasi an Ort und Stelle/in der Nähe abgeholt werden kann. Dass das trotzdem nicht optimal ist und kein Training ersetzt, schreibst du ja auch schon, aber bei so einem Hund kann ich mir ein GPS-Gerät zur Unterstützung schon eher vorstellen.

    Insofern: danke für die Perspektive, das hatte ich tatsächlich nicht bedacht!

    @moonchild22 Danke für deine Erklärung! :smile: Aber ich glaube, ich habe da trotzdem noch einen Knoten im Hirn... :ops: Mir würden jetzt spontan drei Gründe einfallen, warum ein Hund plötzlich mal 'weg' (= außer Sichtweite) ist:

    1) Jagdtrieb. Wenn der Hund nicht zu einer ganz kleinen/kurzbeinigen Rasse gehört, kommt man da als Mensch auch nicht zeitnah hinterher. D.h. ein GPS-Gerät sagt mir zwar, in welcher Richtung ich suchen muss, aber was dem Hund (und anderen Lebewesen) bis dahin, wenn ich ihn irgendwann eingeholt habe, zugestoßen ist, kann trotzdem mordsgefährlich sein. Ein Hund, der einen Jagdtrieb hat, bei dem ich damit rechne, dass er mal weg ist, würde also bei mir gar nicht erst außerhalb von eingezäuntem Gebiet freilaufen.

    2) Panik, z.B. Angst vor Knallen und Schüssen. Ähnliches Problem wie beim Jagdtrieb – der Hund ist einfach zu schnell weg und kann sich in seiner Panik selbst verletzen. Auch hier spricht das für mich eher für Leinenzwang.

    3) Bei einem Rüden: Interesse an läufigen Hündinnen. Auch hier – wenn mein Rüde sich so sehr im Hormonrausch befinden würde, dass er abhaut, kommt er an die Leine. Ansonsten könnte ich ihn zwar über das GPS orten, aber bis ich da bin, muss sich dann ja der Hündinnenbesitzer alleine mit meinem Rüden herumschlagen und das wäre in meinen Augen auch absolut nicht okay.

    ... wie gesagt, vielleicht habe ich einfach einen Knoten im Gehirn und irgendeine Situation übersehen, aber mir fällt spontan nix ein, wo ich das Risiko, dass mein Hund abhaut als wahrscheinlich oder 'könnte sein' einschätzen würde (denn sonst würde sich das GPS-Gerät ja nicht lohnen), die Gefahr beim Abhauen aber gleichzeitig so gering ist, dass wirklich nur die Ortung des Hundes das Problem ist und nicht eine lange Leine eine bessere Alternative wäre. Ich lass' mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. :smile:

    Was haltet ihr von so einem Gerät?

    Im Privatgebrauch? Nix.

    Bei ausgebildeten Jagdhunden, die im Rahmen ihrer Arbeit sich weit vom Besitzer entfernen müssen und dabei 'ortbar' sein sollen, hat das sicher seine Berechtigung.

    Aber ein Hund, der aus dem Garten ausbüchst, käme bei mir entweder nur noch unter Aufsicht raus, dass man direkt daneben steht und ihn zurückrufen kann, oder an der langen Leine.

    Im Ernstfall ist nämlich nicht das Problem, dass der Hund ein paar Stunden später gefunden wird, sondern wo und wie – z.B. überfahren auf der Straße oder vom Jäger erschossen. Da hilft dann auch kein GPS-Gerät.

    Wie handhabt ihr versch. Dinge, seid ihr eher vom Typ, da muss er durch oder geduldig beibringen?

    Ich mache solche Sachen vom Hund abhängig. Bei meinen Aussies bin ich eher der Typ "gelassen angehen, aber einfach machen", denn je mehr Aufhebens ich um irgendeine Sache mache, desto gruseliger finden die das – so nach dem Motto "Oh, wenn sogar mein Mensch das so bedeutsam findet, dann muss das ja gaaanz schlimm sein!" ;) Der Spitz meiner Eltern, der Spitz-untypisch ein ziemlich dünnes Nervenkostüm hatte und mit Veränderungen allgemein nicht gut klarkam, wäre dagegen bei so einer Einfach-mal-machen-Behandlung völlig durch den Wind gewesen, den musste man in kleinen Schritten an alles neue heranführen.

    Und zu deinen Beispielen:

    Ein paar Minuten in der geschlossenen Box warten (liebevoll jeden schritt clickern oder "rein da und klappe", äüberspitzt gesagt)

    Kommt drauf an, wie häufig ich das brauche. Wenn ich einen Hund als Welpen bekomme, dann lernt der die Box im Auto ziemlich flott und "einfach so" kennen, d.h. reinsetzen - Klappe zu - kurze Strecke fahren - schöner Spaziergang und gut ist's. Lange geübt hab' ich da noch nie.

    Edit: Ich brauche eine geschlossene Box aber auch tatsächlich nur im Auto und alle Jubeljahre bei einem Seminar für den Indoor-Teil mal – meine Hunde verbinden das also automatisch mit "Abschalten und Nickerchen machen" und müssen da nie lange drin sitzen.

    Einen Maulkorb bei Leinenspaziergängen tolerieren (also liebevolle gewöhnung Zuhause oder einfach draufpacken und los?)

    Auch hier: kommt drauf an, wie dringend es ist und wie häufig ich das im Alltag brauche. Wenn ich Maulkorbtraining für ev. spätere TA-Besuche, Giftköder-Warnungen oder Bahnreisen mache, dann Schritt für Schritt und mit viel Leberwursttube :D , damit der Maulkorb als superdupertoll verknüpft wird.

    Wenn ich dagegen einen Hund hätte, der draußen Hunde oder Menschen löchert/löchern will und ich nicht sicher wäre, dass er z.B. plötzlich auftauchende Tut-Nixe heile lässt, dann würde ich den Maulkorb tatsächlich einfach so anziehen – Sicherheit geht vor, dann muss sich der Hund damit halt mal kurz sch*** fühlen. Besser das als Auflagen wegen eines Beißvorfalls zu bekommen.

    Hier im Forum ist mir aufgefallen, das die meisten ihren Hund nicht zu Fremdhunden lassen, das kenne ich hier nur ganz selten. Aber wenn ein Hund mit keinem anderen verträglich ist, ist das dann nicht anstrengend?

    Da kommt's dann wieder drauf an, was man unter "unverträglich" genau versteht. ;) Ein Hund, der aktiv losziehen wollen würde, um anderen Hunden an die Gurgel zu gehen, und dabei auch schlecht zu kontrollieren ist, wäre mir (zu) anstrengend, ja.

    Aber ich habe einen Hund, der sich einfach nicht für andere Hunde interessiert - der guckt durch 90% aller fremden Hunde (... und 99% aller Menschen) durch, als ob da Luft wäre -, und einen Hund, der zwar größtenteils freundliches Interesse an Artgenossen hat, sich aber weder unterbuttern lässt, noch einfach ungefragt irgendwohin abzischt und andere Hunde belästigt. Beide hätten nix von einem Hundewiesenbesuch und haben auch nicht zu jedem Hund, den wir beim Spaziergang treffen, Kontakt, weil ihnen das schlicht nix bringt. Kann also gut sein, dass andere HH denken, dass meine beiden "nie spielen dürfen" und unverträglich sind - aber uns geht's damit ganz gut so und ich würde nichts ändern wollen.

    Was man versuchen könnte, wäre eine zeitlang Moorliquid mit ins Futter zu tun. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass es nicht wirkt - ansonsten schadet das nicht und bei ein paar Hunden im Bekanntenkreis hat es gegen die Sch***-Fresserei geholfen. Nur nicht zu viele Hoffnungen machen vorher... ;)

    Ich verstehe die Frage auch nicht ganz... Die wenigsten Leute wünschen sich doch einen "komplizierten" Hund, der ständig "gemanaged" werden muss, ständig Rückschritte im Training macht oder Probleme hat, die seine Lebensqualität (oder die des HH!) massiv einschränken. Dass der Hund im eigenen Alltag - wie auch immer der konkret aussehen mag - gut "mitläuft" und, ganz platt gesagt, eine Bereicherung ist, ist eigentlich bei allen HH, die ich kenne, das Ziel.

    Wer da mit welchen Eigenschaften gut kann und was für wen eine wünschenswerte Eigenschaft des Hundes ist, ist natürlich individuell verschieden: manche Leute mögen einen Hund, der selbstständig wacht, andere eben nicht; manche mögen Hunde, die zu Artgenossen eher distanziert sind, andere wollen lieber einen Hund, mit dem sie ohne großes Training auch mal auf 'ne Hundewiese gehen können, etc.

    Blöd ist's halt, wenn Charakter des Hundes und Erwartungen des Besitzers so gar nicht zusammenpassen - aber mal ehrlich: in sehr, sehr vielen Fällen wäre das im Vorfeld vermeidbar gewesen.

    Insofern: ich mag meine "langweiligen Mitlauf-Hunde", mit denen ich einfach so durch die Gegend zockeln kann, wo nicht jeder Spaziergang zur nervenzehrenden Trainingsstunde wird und die man im Haus gerne um sich hat. Und wenn ich Herausforderungen suche, kann ich mich ja immer noch im Hundesport austoben ;) - meinen Alltag mag ich (für mich und die Hunde) so entspannt wie möglich.

    Ich frage etwas, wofür sich kein eigener Thread lohnt:
    Ich suche einen neuen Leckerlie-Beutel. Er sollte innen auswaschbar sein und außen schön robust gegen Schrammen, nicht so ein Stoff-Beutelchen. Möglichst mit Karabiner und eher einfarbig als irgendwelche Motive mit Eulen, Kirschen oder ähnlichem...
    Bin dankbar für jede Empfehlung :winken:

    Nicht ganz einfarbig, aber gut abwaschbar, mit einer Hand zu "bedienen" und mit Karabiner:

    chic & scharf - PetFeder Treatbag grün

    (Gibt's auch mit anderen Grundfarben außer grün.)