@moonchild22 Danke für deine Erklärung!
Aber ich glaube, ich habe da trotzdem noch einen Knoten im Hirn...
Mir würden jetzt spontan drei Gründe einfallen, warum ein Hund plötzlich mal 'weg' (= außer Sichtweite) ist:
1) Jagdtrieb. Wenn der Hund nicht zu einer ganz kleinen/kurzbeinigen Rasse gehört, kommt man da als Mensch auch nicht zeitnah hinterher. D.h. ein GPS-Gerät sagt mir zwar, in welcher Richtung ich suchen muss, aber was dem Hund (und anderen Lebewesen) bis dahin, wenn ich ihn irgendwann eingeholt habe, zugestoßen ist, kann trotzdem mordsgefährlich sein. Ein Hund, der einen Jagdtrieb hat, bei dem ich damit rechne, dass er mal weg ist, würde also bei mir gar nicht erst außerhalb von eingezäuntem Gebiet freilaufen.
2) Panik, z.B. Angst vor Knallen und Schüssen. Ähnliches Problem wie beim Jagdtrieb – der Hund ist einfach zu schnell weg und kann sich in seiner Panik selbst verletzen. Auch hier spricht das für mich eher für Leinenzwang.
3) Bei einem Rüden: Interesse an läufigen Hündinnen. Auch hier – wenn mein Rüde sich so sehr im Hormonrausch befinden würde, dass er abhaut, kommt er an die Leine. Ansonsten könnte ich ihn zwar über das GPS orten, aber bis ich da bin, muss sich dann ja der Hündinnenbesitzer alleine mit meinem Rüden herumschlagen und das wäre in meinen Augen auch absolut nicht okay.
... wie gesagt, vielleicht habe ich einfach einen Knoten im Gehirn und irgendeine Situation übersehen, aber mir fällt spontan nix ein, wo ich das Risiko, dass mein Hund abhaut als wahrscheinlich oder 'könnte sein' einschätzen würde (denn sonst würde sich das GPS-Gerät ja nicht lohnen), die Gefahr beim Abhauen aber gleichzeitig so gering ist, dass wirklich nur die Ortung des Hundes das Problem ist und nicht eine lange Leine eine bessere Alternative wäre. Ich lass' mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. 