Okay, das klingt doch in Bezug auf die Unverträglichkeit mit fremden Hunden schon besser. ![]()
Was mir allerdings trotzdem Sorgen machen würde, wäre die Ressourcenverteidigung. Mit einem unverträglichen Hund, der sich andere Hunde einfach nur vom Leib halten will, kann man ja ganz gut leben, wenn die Wohnsituation passt und man nicht z.B. jeden Tag durch den Stadtpark voller freilaufender Hunde muss. So ein Hund, der klar zwischen 'ist fremd, mag ich nicht' und 'ist okay, gehört zur Familie' unterscheidet, kann sicher lernen, dass ein Zweithund okay ist, wenn man bei der Auswahl ein paar Dinge beachtet.
Schwierig wird's nur, wenn der Ersthund auch gegenüber dem Zweithund Ressourcen verteidigt. Futter, Liegeplätze, Spielzeug, bei Aussies auch gerne mal den eigenen Besitzer – als Ressource, an der sich da der Konflikt entzündet, kann so ziemlich alles in Frage kommen. Und da musst du einfach ehrlich mit dir selbst sein: traust du dir das zu, deine Hündin da so anzuleiten, dass sie gar nicht erst den Hauch einer Chance hat, so ein Verhalten zu zeigen? Hast du die Möglichkeit, die Hunde beim Alleinbleiben zu trennen? Schätzt du deine Hündin so ein, dass sie solche klaren Regeln und enge Führung annehmen würde oder müsstest du, bildlich gesprochen, dauerhaft mit einem Fuß auf der Bremse stehen?
Das hier bringt dein Problem eigentlich auf den Punkt:
Im eigenen Heim sieht das allerdings anders aus: Hier gehört ja alles meiner kleinen "Prinzessin", auch der Garten wird teilweise verteidigt. Im Falle eines Zweithundes könnte ich ihr ja auch (zumindest nicht dauerhaft) den Schlafplatz wegnehmen.
Selbst wenn du beim Füttern aufpasst und keine Spielzeuge herumliegen lässt, wirst du keine Umgebung ohne (aus Hundesicht) wichtige Ressourcen schaffen können. Sollte es da also zu einem mehr oder weniger heftigen Konflikt kommen, müsstest du in der Lage sein, das schon im Ansatz zu erkennen und die nötigen Konsequenzen zu ziehen.