Das (mögliche) Problem dabei sehe ich nicht so sehr in der Verträglichkeit des individuellen Hundes, sondern in den Wünschen deiner Bekannten.
Die Aussie-Besitzer, die ich so kenne, wussten, was da auf sie zukommen könnte. Wenn der Hund da während des Erwachsenwerdens mit anderen Hunden ein paar Mal angeeckt ist, war das kein Problem, weil Verträglichkeit auf der Muss-unbedingt-Liste eh nicht stand. Dann wurde der eben entsprechend geführt und gut ist's. Manche waren nach ihrer "Hirn aus, ist heute ein bisschen blöd im Kopp"-Phase völlig unkompliziert, andere haben beschlossen, das sie bitte ihre Ruhe und einen gewissen Mindestabstand brauchen, zumindest in einigen Situationen.
Wenn man allerdings wirklich darauf angewiesen ist, dass der Hund unkompliziert & verträglich ist (und z.B. nicht die Möglichkeit hat, ihn in ruhiger Umgebung ohne andere Hunde betreuuen zu lassen oder im Büro über einen längeren Zeitraum hinweg zu testen, was geht und was nicht), dann kann sich da ganz schnell ein ziemlich fieser Druck aufbauen, weil es ja klappen muss. Und spätestens da ist dann bei den Aussies, die ich so kenne, der Ofen aus – angespanntes Frauchen in einer Situation, die eh schon für den Hund nicht optimal ist? Gar nicht gut und für keinen der Beteiligten schön.
Mal umgekehrt gefragt: Was reizt deine Bekannte denn am Aussie? Mittelgroße, sportliche Hunde gibt's ja doch einige, bei denen so eine Mitnahme ins Büro mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit klappen würde. 