Beiträge von pardalisa

    Mich betrifft die Regelung auch nicht, einfach aus dem Grund, weil wir in S.-H . sowieso generelle Leinenpflicht in jedem Wald haben, ganzjährig...

    Das Verhältnis von Wald zu Feld ist in Niedersachsen aber ein ganz anderes als in S-H. Wenn ich meine Hunde hier das nächste Vierteljahr auf den Wegen zwischen den Feldern freilaufen lassen dürfte und da nur ab und zu ein kleines Wäldchen wäre, in dem ich anleinen müsste, wäre das ja völlig okay. Blöd nur, dass Wald hier dreiviertel der möglichen Spazierwege mit Hund ausmacht. Und der Leinenzwang eben flächendeckend ist, völlig ungeachtet der Umgebung; man hat also schlicht keine Ausweichmöglichkeiten wie das in S-H der Fall ist.

    ... und irgendwas muss es da ja geben, um den Leuten, die (Nicht DF-konform) ihre Hunde Kitze beschnüffeln und verängstigen lassen, ihre Hunde permanent (da ja kein Leinenzwang) Mähwiesen vollkacken, Weiden umgraben und Wild aufschrecken lassen beikommen können. rein gesetzlich, wenn sie denn mal erwischt werden.

    Ich werde ja nicht müde, das zu betonen ;) , aber – gibt es schon. Das nds. Hundegesetz ist relativ streng. Hetzende Hunde, Hunde, die sich im Freilauf außerhalb der Kontrolle ihres Besitzers befinden würden, etc. sind danach das ganze Jahr über an der Leine zu führen, ansonsten wird's wirklich unangenehm. (Das müsste nur mal kontrolliert und entsprechend durchgesetzt werden, aber das Gesetz ist da, dafür braucht's keine BuS-Leinenpflicht.)

    Betrifft dummerweise auch die, die ihre Hunde kontrollieren, aber ich schätze, die sind eher die Minderheit!

    Und das ist genau so einer von diesen Generalverdacht-Sätzen, die mit der Zeit nervig werden. Sind die Mehrheit der HH in Nds irgendwie verantwortungsloser oder uneinsichtiger als anderswo? Natürlich nicht. Warum kommen andere Bundesländer dann ganz hervorragend ohne monatelangen, flächendeckenden Leinenzwang aus?

    (Sorry für den Doppelpost, zu spät für Edit.)

    Und dazu kommt dann noch – ich habe gar kein Problem damit, mich oder meinen Hund einzuschränken, wenn das einem guten Zweck dient. Wäre damit tatsächlich nachweisbar den Wildtieren hier im Umkreis gedient, wenn meine Hunde 3,5 Monate (oder in der anderen Hälfte des Waldes 7,5 Monate, weil da die Wildruhezeit schon im Dezember anfängt...) nur an der Leine laufen, gäb's von mir kein Wort des Protests zu hören.

    Das Problem ist, dass der Leinenzwang so sinnlos ist. Wenn es darum geht, dass man hetzender Hunde mit desinteressierten Besitzern habhaft werden möchte – dafür gibt's das (relativ strenge) nds. Hundegesetz, damit kann man solche Leute hervorragend abstrafen.

    Wenn es darum geht, dass abseits der Wege niemand durch's Unterholz brechen kann, ist das ein absolut löbliches Ziel für diese sensible Zeit der Aufzucht, aber dann mag das doch bitte für alle gelten, die rein zum Spaß und zur Erholung in der Landschaft unterwegs sind – Landwirte also ausgenommen, die leben davon, in der Zeit auch ihre Felder bearbeiten zu können, aber warum muss der Waldkindergarten hier querfeldein kraxeln? Warum darf sich die Hausfrauen-Nordic-Walking-Truppe nach erfolgreicher Runde quer durch's Gebüsch zur schönsten Picknick-Lichtung abseits des Weges schlagen? Warum darf der Orientierungslauf der Schule quer über die (ungemähten) Wiesen gehen?

    Ich könnte die Liste lange so weiter führen und treffe genau solche Leute monatelang beim Spaziergang, während meine Hunde angeleint auf dem Weg laufen. Und diese Ungleichbehandlung von Gruppen, die alle nur zum Spaß durch die Landschaft laufen, konnte mir bislang noch niemand, der die Leinenzwangregelung in der BuS befürwortet, schlüssig erklären.

    Bei uns sind die Jäger und die Landwirte ehrlich gesagt diejenigen, mit denen ich noch am liebsten rede, wenn's ums Thema BuS geht. Die haben wenigstens nachvollziehbare Interessen und in den allermeisten Fällen a) 'ne Menge Fachwissen zum Thema Natur & Umwelt und b) so gut wie alle selbst einen oder mehrere Hunde und können das Problem der anderen HH meist nachvollziehen.

    Wen ich bei diesem ganzen Zirkus absolut nicht verstehe, sind eher die Leute, die im Stadtrat sitzen und dann eine offizielle, legale Freilauffläche auf stadteigenen Grünflächen (quasi als Ausgleich zum Leinenzwang überall außerhalb) abwinken mit so Argumenten wie "Wozu das denn? Sollen die faulen Hundebesitzer doch mit ihren Hunden joggen gehen!"

    ... solchen Leuten zu erklären, dass die körperliche Auslastung des Hundes nicht das Kernproblem der allermeisten HH ist und "Geh' einfach joggen!" für Leute mit alten, kranken Hunden oder Welpen auch ein gaaanz toller Tipp ist, ist einfach mühselig.

    Mein Aussie wurde heute mal wieder mit einem Münsterländer verwechselt. Was die rot-braune Farbe angeht kann ich's ja noch ein bisschen verstehen, besonders von Leuten, die sonst wenig mit Hunden zu tun haben – aber sonst gibt's da wirklich gar keine Gemeinsamkeiten.

    Mein "Münsterländer" während des Urlaubs im Februar... :D

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    Bei der BuS geht es vornehmlich darum, das Hunde nicht aus Versehen in Gelege von Bodenbrütern tapsen oder Kitze im Gras bemerken und aus purer Neugierde dran schnuppern. Dann kann es nämlich sehr gut sein, dass das Muttertier aufgrund des Geruchs des Hundes nicht mehr zurück zum Kitz geht und dieses verhungert.
    Es geht eigentlich weniger um tatsächlich jagende Hunde. Die sind die Ausnahme und nicht der eigentliche Grund für die BuS.

    Das kann ich als Ziel absolut verstehen (und befürworte das auf jeden Fall!), aber ich verstehe nicht, wie das durch allgemeinen Leinenzwang in der BuS erreicht werden soll – da wäre doch eine Auf-dem-Weg-bleiben-Pflicht viel, viel sinnvoller.

    Ich könnte meine Hunde Sonntagmorgen an die 1,50m-Leine nehmen, hier bei uns im Wald Zick-Zack abseits der Wege laufen, dabei haarscharf an sämtlichen Wildtieren vorbeitappen und direkt vor ein paar Gelegen mit der Kamera herumwedeln – und keine BuS-Regelung könnte mir das verbieten. (Mache ich natürlich nicht, ich bin ja nicht bescheuert. Aber als Gedankenspiel, um die Sinnlosigkeit der aktuellen Regelung zu verdeutlichen...)

    Ich hab gerade das Problem, das Mister ja durch die starke Bewegungseinschränkung zugenommen hat :-/ Na ja, jetzt muss das runter, aber ich komm bald gar nicht mehr klar mit dem Futter, weil ja vor lauter abziehen, bald nix mehr übrig bleibt :-/
    Oder macht da ein Futterwechsel Sinn ? Etwas Kalorin ärmeres ? :???:

    Du kannst das Futter auch mit Sachen "strecken", die zwar den Magen füllen und das Sättingungsgefühl befriedigen, aber den Hund nicht zunehmen lassen – Karotten z.B., wenn er die mag. :smile:

    Bei solchen losen Kontakten "im Vorbeilaufen" auf einer größeren Fläche würde ich mir von anderen Hundehaltern die Schleppleine auch nicht ausreden lassen. (Ich hatte erst so eine ausgewiesene "Spielfläche" für Hunde im Kopf, mit Zaun drumherum und alle purzeln durcheinander – da hätte ich ein Schleppleinenverbot verstanden.) Solange dein Hund niemanden hüpfend einwickelt oder du die Leine als Gummitwist quer über'n Weg spannst ;) , kann sich da doch keiner beschweren.

    Verboten ist das sicher nicht, wenn das bei euch nicht explizit in irgendeiner Nutzungsordnung für die Fläche steht.

    Aber ich kann die Sichtweise der anderen Hundehalter schon ein bisschen verstehen: spielen an der Schleppleine, besonders dann, wenn die Hunde sich untereinander gar nicht oder noch nicht lange kennen, kann ziemlich gefährlich werden. Die Stolper- und Verheddergefahr ist einfach groß und die Hunde, die dann ev. in Panik um sich schnappen, zu trennen/auszuwickeln ist auch für die Besitzer dann kein Spaß.

    Meine Hunde dürfen z.B. gar nicht mit fremden Hunden spielen, wenn da einer mit Schleppleine dabei ist; das wäre mir einfach zu riskant. (Ich würde aber auch einfach meine Hunde anleinen & ausweichen und dann nicht den Schleppleinen-HH anpampen – der wird für die Leine schon einen guten Grund haben.)

    Ich find's klasse, dass du dir Gedanken machst und deiner Hündin so viel Freiraum wie möglich geben willst! Aber vielleicht lässt sich da mit den anderen Hundehaltern ein Kompromiss finden? Häufig haben solche Wiesen ja Zeiten, in denen besonders viel los ist und welche, wo eher weniger Leute unterwegs sind. Oder vielleicht kannst du dich woanders mit einer kleinen Gruppe zum regelmäßigen Spaziergang treffen?

    Wie oft gebt ihr euren Hunden Kaukram (Ochsenziemer, Pansen, Füße, Ohren etc)?

    Meine bekommen im Urlaub täglich was, weil sie da bei Tageswanderungen und langen Strandspaziergängen eh mehr Futter brauchen; hier zu Hause gibt's alle 2-3 Tage was zu knabbern. (Und da ziehe ich das einem der Hunde auch von der täglichen Futterration ab, den könnte man sonst nämlich bald durch den Wald rollen. :D )