Beiträge von pardalisa

    Allerdings solltest du ganz peniebelst darauf achten, dass deine Hand keinen Zentimeter auf den Hund zugeht.

    Das – und du solltest die Hand möglichst "offen" haben, also so, dass die Handfläche irgendwie zu sehen ist und du keine Faust bildest – bei strengen Richtern wird das sonst als Locken des Hundes ausgelegt, weil da ja ein Leckerli drin sein könnte.

    Auf euren Bildern und Videos schaut immer alles so ruhig aus. Ist das bei RO normal, dass kaum Zuschauer da sind?

    Bei den Turnieren in unserer Gegend ist meist ein ordentliches Grüppchen Zuschauer da, aber vergleichsweise ruhig ist's trotzdem :smile: – zum einen, weil zwischen Parcour und "Zuschauerrang" meist ein paar Meter Platz sind und man nicht (wie z.B. beim Agility) direkt am Rand sitzen kann; zum anderen, weil (dauer-)bellende Hunde echt nicht gern gesehen sind und die Hunde, die im Zuschauerbereich in ihren Boxen oder auf Decken herumliegen, gar nicht auffallen. Ich find' das wirklich angenehm...

    Aber, ich erlebe im Alltag auch so verdammt viele Hunde, die "hündisch" nicht mehr gelernt haben und ums Verrecken die Verwarnung anderer bis zum geht nicht mehr ignorieren...

    Die Beobachtung kann ich hier auch ganz häufig machen und ich find's echt schade.

    Ich wäre mir nur nicht so sicher, was da Ursache und was Wirkung ist. Die Welpenstunden der Vereine und Hundeschulen hier im Umkreis sind echt gut gefüllt - werden durchgängig ganzjährig angeboten; wenn ich "bei uns" auf dem Platz vorbeischaue, weil danach das RO-Training ist, ist in der Welpenstunde richtig Trubel, usw.

    Aber trotzdem treffe ich wirklich viele Hunde, die bei Sichtung eines anderen Hundes völlig 'drüber' sind, regelrecht ausflippen und quasi kein hündisches "Nein" akzeptieren. Ich frag mich da schon, wie viel von solchem Verhalten erlernt ist, weil die Besitzer es ev. unabsichtlich etwas zu gut gemeint haben und den Hund in den ersten Wochen und Monaten regelmäßig zur Welpenstunde gebracht haben und er da gelernt hat "andere Hunde = Mordsparty". Kommt dann noch dazu, dass in solchen Welpenstunden die Hunde häufig alle gleich alt sind und da ein "vernünftiger Althund, der auch mal Nein sagt" ganz, ganz häufig fehlt, dann wundert's mich nicht, dass die Welpen da die Feinheiten der Kommunikation nicht lernen. Von wem sollten sie denn auch?

    Insofern: vielleicht wohne ich einfach ungünstig, aber ich hab' echt noch keine einzige Welpenstunde gesehen, die mir wirklich zugesagt hätte. Selbst bei denen, wo der anwesende Trainer wegen Überforderung, Mobbing, etc. aufpasst, findet fast ausschließlich Spiel zwischen Gleichaltrigen auf eingezäuntem Gelände statt. Das ist bestimmt als "Spaßnachmittag" für den Hund klasse und ich kann auch absolut verstehen, wenn jemand sagt "mein Hund ist gesellig und wir treffen beim Spaziergang so wenig Hunde, da tut ihm das ab und zu gut", aber man muss sich halt klar darüber sein, dass der Lerneffekt gegen Null geht.

    Ich war mit dem Zweithund nicht in einer Welpenstunde – bei uns in der Gegend gibt's nur so blöde Angebote, wo alles wild durcheinanderkugelt und das dann 'Spiel' genannt wird, zwischendurch ewig lange Sitz-Platz-Fuß geübt wird (muss mein Hund mit 10 Wochen nicht können und schon gar nicht in der Gruppe unter Ablenkung versuchen zu lernen) und die Welpen alle ungefähr gleich alt sind, d.h. ohne souveräne, erwachsene Hunde, von denen sie tatsächlich was lernen könnten bzgl. Sozialverhalten.

    Da hab' ich mich lieber regelmäßig privat zum Spaziergang verabredet, mit Leuten, deren Hunde ich schon kannte und wusste, dass das dem Welpen guttut. :smile:

    (Gäbe es hier irgendwo ein vernünftiges Angebot, hätte ich da vielleicht noch mal drüber nachgedacht, aber so richtig dringend finde ich Welpenstunde eh nicht – bei uns lief einfach ganz normaler Alltag weiter und der Zweithund war eben dabei und hat auf dem Weg nach und nach alles Wichtige kennengelernt. War für den Typ Hund, den ich hier habe, rückblickend genau das Richtige.)

    Vom Leben mit einem Seniorhund kann ich auch ein Liedchen singen... der ältere meiner beiden Hunde ist im Dezember zwölf geworden. :smile: Je nach Tagesform merkt man ihm das Alter mehr oder weniger an – das Tempo beim Spaziergang wird langsamer, frühes Austehen wird noch mehr verabscheut als früher und ab & zu blitzt die beginnende Demenz durch.

    Was die Tipps angeht:
    - ganz viel Zeit und Geduld mitbringen. Wenn der Hund länger schnüffelt und 'ne Viertelstunde am selben Grasbüschel stehen bleibt, dann ist das halt so. Nase in die Frühlingssonne halten und genießen. ;) Beschäftigungszeiten anpassen und lieber öfter und kürzer was machen.
    - mit dem Tierarzt mal über mögliche Vorsorge und Check-Ups reden. Gerade solche Sachen wie ein geriatrisches Blutbild sind nicht besonders teuer oder aufwändig, können zur Kontrolle aber echt sinnvoll sein.
    - falls nötig, das Haus "seniorensicher" machen. Wenn der Hund schlechter aufstehen kann, rutschfeste Matten vor die Liegeplätze legen, damit er nicht wegschlittert; wenn er bei Müdigkeit unkoordinierter und 'tüddeliger' ist, Treppen sichern – solche Dinge.

    Und ansonsten – das Zusammenleben genießen! Ich find's faszinierend, wie viel des täglichen Zusammenlebens mit einem alten Hund über "blindes Verstehen" und jahrelang gewachsenes Vertrauen funktioniert. Man kennt seine gegenseitigen Vorlieben und Macken, lässt mal Fünfe gerade sein und (zumindest geht's mir so) nimmt die gemeinsame Zeit ganz bewusst wahr.

    Bitte lyncht mich nicht für diese Frage :mute: Aber welche Box fürs Auto könnt ihr empfehlen, die möglichst preisgünstig ist?

    Die Boxen von Alpuna sind relativ günstig, in vielen Formen und Größen (inkl. Notausstieg) zu haben und dabei immer noch ziemlich okay.

    Die aus dem Link von dir hat keinen Notausstieg, das wäre für mich z.B. ein Auschlusskriterium, da gehen die Meinungen hier im Thread aber auseinander, wenn ich mich richtig erinnere – nur so als Punkt, den man sich vorher überlegen muss. :smile:

    Eine eingezäunte Fläche, die ganz offiziell "Hundegebiet" ist, gibt's bei uns auch nicht, aber eine große Wiese, die an zwei Seiten durch Zäune und an einer dritten durch einen Fluss begrenzt ist, ist die inoffizielle "Hundewiese".

    Ich setz' da freiwillig keinen Fuß drauf, weil man da genau die Hundehalter trifft, mit denen man nix zu tun haben will – aufdringliche Quatschtüten mit eingebauter "Ich weiß es aber besser!"-Platte, die gerne mal ein Spielzeug oder 'ne ganze Tüte Leckerli mitten in eine Gruppe Hunde werfen, die sich gerade zufällig getroffen haben. (Und wenn's dann knallt, ist man totaaal überrascht... :muede: )

    Allgemein herrscht da "Die klären das unter sich!" und alle finden's völlig normal, wenn ein Grüppchen Hunde auf "Neuzugänge" zustürmt, die einkreist und erst mal kräftig anprollt.

    Ich brauch' das Chaos für meine Hunde nicht, die haben feste "Kumpels" für regelmäßige Spaziergänge und müssen nicht ständig wen neues kennenlernen – und für mich ist das auch mehr Stress als alles andere, ich mag Smalltalk mit fremden Leuten eh nicht besonders gerne und nutzte die täglichen Hunderunden lieber zum "Abschalten", Entspannen und Natur genießen.

    Meine Hunde kennen und mögen längere Autofahrten auch, groß was an Vorbereitungen mache ich nicht. :smile:

    Vor der Fahrt gibt's Freilauf, damit der jüngere Rüde seine Beine strecken und der Senior langsam schnüffelnd wachwerden kann, da 'reichen' aber ein paar Meter Feldweg völlig aus; unterwegs gibt's in unregelmäßigen Abständen kurze Pausen mit Kaffeenachschub für die Menschen und Wasser & Lösemöglichkeit für die Hunde.

    @pardalisa @Czarek
    Ich bin eindeutig für eine Schritt-für-Schritt Anleitung samt Produktliste :D

    Da mein einziger Beitrag war, den Hund zu halten und das Geschehen zu bestaunen ;) , bin ich bei so einer Anleitung keine Hilfe. Die großartige @Czarek ist diejenige mit dem Equipment und der Ahnung – und der Geduld, dichtes Aussie-Winterfell sogar so Stückchen für Stückchen auszukämmen und zu bearbeiten, dass der Hund die 'Behandlung' gerne mitmacht, obwohl er sowas wie Fönen vorher gar nicht kannte. :gut:

    Edit: Wegen des Badens – so richtig mit Shampoo wurden meine Hunde vorher auch nie regelmäßig gewaschen. Halt nur, wenn sie sich in irgendwas Ekligem gewälzt hatten. Ich bin aber echt am überlegen, ob ich nicht alle Viertel- bis Halbejahre einen "Badetag" einführe, weil das dem Lütten echt gut getan hat.

    Ist der Furminator eine Art Carding Striegel? Als ich den ausgetestet habe, schien der beim Möpp tatsächlich nur die Unterwolle raus zu holen.

    Kommt auf die Fellstruktur an, glaube ich. Bei meinem älteren Rüden funktioniert der Furminator klasse, das Fell sieht danach gut aus und es kommt bergeweise Unterwolle raus – bei meinem jüngeren Rüden (gleiche Rasse) wird das Deckhaar stumpf, sieht "abgeschnitten" aus und viel Unterwolle kommt auch nicht.

    Edit: Ich hab' jetzt aber schon öfter gehört, dass der Furminator bei Hunden mit Stockhaar eher was kaputt macht und man deswegen lieber so eine Bürste mit feinen, gebogenen Zacken nehmen sollte, die garantiert nix schneidet.