Beiträge von pardalisa

    Ich frage nochmal zum Zweithund. In Situationen, in denen der Ersthund bereits sehr sicher ist, ist es da sinnvoll, den Zweithund einfach mitzunehmen, damit er sich gutes Verhalten abschauen kann?
    Oder führt das dazu, dass sich der Zweithund dann zu sehr am anderen Hund und weniger am Halter orientiert?

    Ich hab' eine Mischung aus beidem gemacht und bin damit ganz gut gefahren – also anfangs ganz viel gemeinsame Unternehmungen, wo sich der Welpe abschauen konnte, wie gelassen der Ersthund mit bestimmten Dingen umgeht; später dann auch mal getrennte Spaziergänge.

    Bei uns ist's aber auch so, dass ich zwar am liebsten mit beiden Hunden zusammen unterwegs bin, ich mir aber auch regelmäßig nur einen von beiden schnappe und dann "Einzelhundezeit" einlege.

    mal ne andere frage...ich hab gambit momentan je nach tagesform manchmal an der schlepp...passiert es nur meinem tagträumloki, dass er ständig auf gambits schleppi tritt und ihn damit ausbremst oder geht das jemandem ähnlich? legt sich das?

    Ist hier bei uns ähnlich, vielleicht ist das so'n körperklausiges, verträumtes Rüden-Ding? ;) xD

    Nein, Spaß beiseite – hier ist ja im Moment diese blöde Brut- und Setzzeit und am Anfang standen die Hunde sich ständig gegenseitig in den Leinen. Mittlerweile geht's schon viel besser, sie sind anscheinend doch lernfähig, meine Dussel...

    hat jemand Erfahrungen mit einem großen Hund (mehr als 20 kg) und einem Erdanker? Hält das? Oder ist das mehr so ein pro forma Ding, wenn der Hund eh brav liegen bleibt?

    Mein älterer Rüde (26kg) hat so ein Teil "in jungen Jahren" mal mühelos aus dem Boden gerissen – zugegebenermaßen war die Motivation da entsprechend hoch, weil er gerne einen volltrunkenen holländischen Fußballfan verkloppen wollte :hust: , aber trotzdem bin ich seitdem ein bisschen skeptisch, was die Stabilität von den Dingern angeht.

    Scheinbar hat sich die TE aber schon für eine Abgabe entschieden.
    Die Hündin ist in den eBay-Kleinanzeigen zu finden.

    Hab' ich auch gerade gesehen.

    @Hooping falls ihr da von doofen Anfragen überschwemmt werdet, Hilfe bei der Vermittlung braucht oder die Abgabe wegen zunehmender Spannung richtig dringend wird, wende dich mal an Aussie in Not. Die organisieren, soweit ich weiß, Pflegestellen und machen auch Vorkontrollen, falls ein Interessent weiter weg wohnt. Und sie haben eine Homepage, wo Aussie-Interessierte ganz gezielt suchen, da ist die Wahrscheinlichkeit, dass man Leute mit Rasseerfahrung anspricht, größer als in den Kleinanzeigen.

    (Und ich würde dem Hund sicherheitshalber einen Maulkorb anziehen, wenn die Kinder in der Nähe sind, oder mit Türgitter o.ä. trennen – "heftiges Zwicken" ist nicht mehr harmlos und kann echt schnell gefährlich werden!)

    Ich hol' die Frage nach dem Züchter noch mal hoch...

    Weiß der von dem Problem? Kann er vielleicht selbst einspringen oder kennt er jemanden, der keine Kinder hat und den Hund ein paar Tage in "Kurzzeitpflege" nehmen würde, damit ihr zu Hause durchatmen und ganz in Ruhe eine Entscheidung treffen könnt?

    Kann sich bei Aussies dieses kontrollierende Verhalten auf jüngere Familienmitglieder ausdehnen?

    Theoretisch kann sich das beim Aussie auf alles ausdehnen... Und leider gibt's immer wieder Aussie-Besitzer – ich mein' damit nicht die TE, nur als allgemeine Beobachtung –, die das Verhalten ihres Hundes verharmlosen, nicht wahrhaben wollen ("der spielt nur" – ne, der lässt gerade den Wiesensheriff raushängen und erfreut sich daran, andere Hunde durch die Gegend zu mobben) oder schlicht erst dann erkennen, wenn er wirklich zugeschnappt hat.

    Der Großteil der Hunde, die für selbstständiges Bewachen und Treiben von Großvieh gezüchtet wurde, bringt eine gewisse Beharrlichkeit, einen ordentlichen Schuss 'Kontrolltick' und gelegentlich maßlose Selbstüberschätzung mit. ;) Der Aussie passt da genau ins Bild, die meisten kennen erstmal keinen Rückwärtsgang und müssen deeskalierendes Verhalten lernen. Rasseliebhaber schätzen natürlich gerade diese Ausdauer und den Fokus ihrer Hunde, wissen aber auch, dass man das in passende Bahnen lenken muss – und u.U. sehr viel mehr Arbeit damit hat, den Hund problemlos im (Familien-)Alltag zu führen als das bei einer 'weicheren' Rasse mit stärkerer Selektion auf Begleithundetauglichkeit der Fall wäre.

    Problematisch wird's, wenn dazu eine Unsicherheit/Ängstlichkeit kommt, wie das hier beim Hund der TE vielleicht der Fall ist – für mich liest sich das so, als ob der Hündin die Kinder absolut nicht geheuer sind und sie die am liebsten weit, weit weg von sich hätte. Und rassetypisch wählt sie dazu den "Angriff ist die beste Verteidigung"-Weg, weil der ihr zumindest kurzfristig Erfolgt bringt und die von ihr wahrgenommene 'Bedrohung' auf Abstand hält.

    @pardalisa verstehe ich so, dass sie für Abgabe plädiert.

    Ja – mit dem vorsichtigen Hinweis, dass ich als jemand, der keine Kinder hat, hatte oder haben wird, zu der Belastung für die Kinder nur Vermutungen äußern kann. Aber dazu haben hier ja schon mehrere Leute was gesagt, die da besser im Thema drinstecken. :smile:

    Das Problem ist halt: wenn man die Vermittlungstexte von "Aussie in Not" über einen längeren Zeitraum verfolgt, stellt man ziemlich schnell fest, dass "hat das eigene/ein Besuchskind gebissen" einer der häufigsten Abgabegründe ist. Die Ansätze dafür sind teilweise rassetypisch und hier anscheinend schon eine ganze Weile, trotz Hinzuziehen von Trainern, gegeben – und zu so einer Eskalation sollte man es halt auf gar keinen Fall kommen lassen, im Interesse aller Beteiligten.

    Die Hündin ist 2 1/2.

    ... sorry, ich bin zu doof zum Kopfrechnen/genauen Lesen heute. :ops: Danke für's Verbessern.

    Edit: Habe noch mal in den Eingangspost geguckt – wenn das Verhalten schon seit anderthalb Jahren mehr oder weniger deutlich auftritt, dann dürfte sich das als Konfliktlösungsstrategie beim Hund schon ziemlich gefestigt haben. :/

    Es ist sicher nicht unmöglich, daran zu trainieren – aber halt sehr, sehr viel Arbeit. Und man muss sich vermutlich vorher klar machen, dass das Ergebnis nicht "der Hund liebt die Kinder und läuft problemlos mit" sein wird.

    Deine Hündin ist ein Aussie und ein gutes Jahr alt, richtig?

    Habt ihr noch Kontakt zum Züchter? Wenn ja, was sagt der zu eurer Situation? Kann er vielleicht einen Trainer empfehlen, der sich besonders mit der Rasse auskennt? Wirklich 'ungewöhnlich' finde ich das Problem für das Alter und die Rasse nämlich überhaupt nicht...

    Ansonsten hilft es vielleicht, wenn du dir einen ruhigen Moment nimmst und mal ein paar Szenarien im Kopf durchspielst. Deine Hündin ist noch jung, mindestens die nächsten anderthalb, vermutlich eher die nächsten zwei Jahre wird sie noch brauchen, bis sie wirklich erwachsen geworden ist. In der Zeit wird sie ernster werden, mehr Führung deinerseits brauchen und immer mal wieder versuchen, Situationen, die für sie unklar sind, notfalls auch alleine zu lösen.

    Für dich heißt das, dass du immer mit mindestens einem Auge beim Hund sein musst, dass du absolut sicherstellen musst, dass z.B. keine Besuchskinder an den Hund rankommen, dass du den Alltag zu Hause (unter Traineranleitung) kleinschrittig managen musst.

    Ich hab' keine Kinder (aber einen Aussie, der Kinder furchtbar findet, obwohl er nie schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht hat), kann also schlecht abschätzen, wie nervenzehrend so eine Situation über einen längeren Zeitraum für deine Familie wäre. Aber so sehr man an einem Hund hängt: wenn die eigenen Kinder vor dem Familienhund Angst haben, ihn meiden, sich zu Hause nicht frei bewegen können – und wenn der Hund mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zeigt, dass er sich unwohl fühlt, ev. überfordert ist, dann ist es höchste Zeit, an der Situation was zu ändern.

    Wenn du da richtig viel Energie reinstecken willst, kannst du dir ja mal einen unverbindlichen Beratungstermin bei der Gemeinde/Stadt, die für den 'schlimmsten' Wegteil verantwortlich ist, machen.

    Problem schildern, fragen, was man machen kann und ob es ev. noch mehr Leute gibt, die mit der Situation unglücklich sind. Vielleicht sammeln sich bei der zuständigen Stelle die Meldungen ja bereits und jemand kommt auf die Idee, solche leicht versetzten Gitter oder ähnliches Krams, das sehr schnelle Radler ausbremst, zu bauen.

    Ach herrlich, auch eine schöne Umschreibung! :D Ich sag über Manci ja immer, dass sie nicht die hellste Kerze auf der Torte ist ;)

    Wer es erst letzte Woche geschafft hat, sich selbst mit seiner Rute und einer Brombeerranke um alle vier Pfoten zu fesseln und seitlich umgekippt auf dem Waldweg zu liegen, dabei traurig zu gucken und auf menschliche Hilfe zu warten, der geht nicht mehr als angeblich cleverer Hütehund durch, sorry. xD

    (Aber hey, nix gegen Manci – die tut nur dusselig, weil sie a) weiß, dass sie dabei niedlich aussieht; und b) ihr dann solche grauenvollen Dinge wie Intelligenzspielzeug und sportliche Betätigung erspart bleiben. ;) Ist doch clever!)