Beiträge von pardalisa

    Das wär wieder mein Auftritt gewesen.... in so einem Fall geh ich schnurstracks auf die Person zu ( Hunde bleiben bei der Begleitperson, wenn eine dabei) und sprech die direkt an. Das Gestammel und die drauffolgende Flucht ist herrlich...

    Bei meinem Glück hätte ich da 'nen Choleriker erwischt, der im schlimmsten Fall nicht mal alle seine sieben Sinne beisammen gehabt und das als Einladung zur eskalierten Konfrontation gedeutet hätte...

    Ne ne ne, solange sich solche Idioten von dem Anblick des Hundes abschrecken lassen, bring ich mich da nicht freiwillig in die Schusslinie.

    Ich unterscheide da ganz stark zwischen dem Eindruck, den meine Hunde auf fremde Leute machen, und dem, was sie dann tatsächlich tun sollen/dürfen.

    Natürlich hab' ich meine Hunde nicht zur Selbstverteidigung – wie schon gesagt, ich bin für den Schutz meiner Hunde zuständig, nicht umgekehrt. Und ich würde auch nicht wollen und von keinem Hund 'erwarten', dass er sich dazwischen schmeißt, wenn ich tatsächlich das Pech hätte, überfallen zu werden oder so. Mein älterer Rüde hat, als er noch jung und fit war, zwei Mal ziemlich eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er genau das tun würde und da überhaupt keine Rücksicht mehr auf seine eigene Unversehrtheit nimmt, und das ist wirklich überhaupt kein schönes Gefühl und hilft zumindest mir auch nicht groß weiter, weil ich in der einen Situation viel mehr Angst um ihn als um mich selbst hatte.

    Im Idealfall möchte ich, dass meine Hunde 'verdächtiges Krams' einfach melden und sich dann raus halten (der jüngere macht das auch genau so). Und das könnte ein kleinerer Hund sicher genauso wie ein großer.

    Was aber für mich ein wirklich spürbarer Vorteil von zwei (mittel-)großen Hunden ist, dass die blöden Sprüche, das gelegentliche Gepöbel von Spaziergängern und so manche 'komische' Situation* sich spätestens seit dem Einzug von Hund Nummer 2 komplett gegeben hat bzw. schnell auflösen lässt. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass selbst die dümmsten, stänkerigsten Rentner keine Lust haben, auf knapp 50kg Hund an der Leine zuzugehen und denen mit ihrem Gehstock im Gesicht herumzuwedeln (kam früher mit dem Dackel an der Leine auf dem Dorf tatsächlich öfter vor), oder ob es bloß ein Placebo-Effekt ist, weil ich mich mit den beiden 'Großen' besser aufgehoben fühle und das austrahle und deshalb von solchem Schwachsinn verschont bleibe – aber zumindest 'wirkt' es.

    (* Beispiel von unserer mehrtägigen Wanderung letzten Monat: Meine Schwester und ich machen Pause, rundherum kilometerweit nix außer Wald. Plötzlich fällt uns auf, dass ein Typ abseits des Weges immer wieder auf uns zugeht, anhält, zu uns herüberstarrt, dann einen Halbkreis läuft und wieder starrt. Kam uns beiden echt komisch vor, also haben wir den Hund unter der Sitzbank vorgeholt und demonstrativ vor uns hingelegt – und da konnte der Typ dann plötzlich abdrehen und verschwinden. :ka: :fear: )

    Klar, solche Situationen hat man nicht ständig. Und für mich wäre das auch kein sooo wichtiges Kriterium für oder gegen einen bestimmten Hund. Aber es ist zumindest für mich ein 'nettes Extra' bei einem Hund ab einer gewissen Größe bzw. mit dem entsprechenden Auftreten.

    Mag vielleicht einer der Hauptgründe sein, warum mir die Aussies so auffallen. ;)

    Ich hab' das umgekehrte "Problem" ;) – bei uns in der Gegend gibt's anscheinend einen RR-Züchter und entsprechend treffen wir immer mal wieder 'schubweise' viele junge RRs (wenn sie älter werden, verschwinden sie häufig leider...). Und mein jüngerer Aussierüde liiiebt die, weil die häufig das gleiche, leicht depperte :hust: Spielverhalten haben wie er selbst.

    Dafür lässt der Aussie-Boom bei uns zum Glück langsam nach. Ist auch besser so, denn selbst mir als Rasseliebhaber ist da mehr als einmal "Holla die Waldfee, ist das 'ne mies erzogene Kratzbürste" durch den Kopf geschossen, wenn man die typischen "wir wollten einen gaaanz lieben, bunten, flauschigen Familienhund"-Vertreter hier getroffen hat.

    Sie liegen so gerne auf dem Schoß. Das mag ich gerne.

    Sowas geht halt nur mit kleinen Hunden:

    Och, das würde ich so nicht sagen. ;) Eine – oder mehrere – Nummern größer passt auch noch ganz gut: "Schoßhund" mit 55cm Schulterhöhe und >20kg...

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    Ich hab' mich bei der Hundegröße für den Mittelweg entschieden. ;) Eigentlich faszinieren mich große Hunde – wenn ich rein nach dem Äußeren gehen würde, hätte ich vermutlich einen Hund mit zotteligem, dunklen Fell und mindestens 70cm Schulterhöhe.

    In der Praxis spricht für mich dagegen, dass ich mit meinem eigenen Fliegengewicht einen Hund in der Größe alleine nicht hochheben oder tragen könnte, dass die Mitnahme ins Büro und der Transport im Auto um einiges schwieriger wäre und dass viele Rassen in der Größe auch einfach keine hohe Lebenserwartung haben. Das sind aber alles Punkte, die mir wichtig sind, also bleibt's da bei Träumereien.

    Einen richtig kleinen Hund (< 5kg) würde ich aber auch nicht haben wollen, da hätte ich bei Begegnungen mit unbekannten Hunden ständig Angst, dass der (versehentlich) verletzt wird. Und für meine sonstige Freizeitgestaltung wäre mir ein Kleinsthund auch einfach nicht robust und 'abgehärtet' genug – mal abgesehen davon, dass einige Merkmale der absoluten Kleinsthunde wie hervorquellende Augen und die erhöhte Knochenbruchgefahr für mich genauso ein gesundheitliches Auschlusskriterium sind wie bei den Riesenrassen die niedrige Lebenserwartung.

    Und letzter und nicht unbedingt der wichtigste Punkt, aber der Vollständigkeit halber: ich mag es wirklich, dass ich mir mit meinen Hunden nie Sorgen machen muss, wenn ich irgendwo alleine in der Pampa herumlaufe. Wenn ich da zwei Bolonkas statt zwei Aussies dabei hätte, wäre mir vermutlich deutlich mulmiger... ;)

    Ich gehe im Moment öfter mal die Morgenrunde getrennt – besonders dann, wenn wir nicht alle ausschlafen können.

    Mein Senior geht auf die zwölfeinhalb Jahre zu und hält Aufstehen vor elf Uhr eigentlich für Tierquälerei. ;) Für ihn sieht der perfekte Morgenspaziergang so aus, dass er gaaanz gemächlich von Schnüffelstelle zu Schnüffelstelle geht und nach 'ner kurzen Runde wieder ins Bett fallen darf.

    Mein deutlich jüngerer "Hier komm' ich, das Abenteuer wartet doch bestimmt schon"-Hund dagegen ist zu jeder Tages- und Nachtzeit für Spaziergänge in belieber Länge zu begeistern :D und möchte morgens am liebsten ein bisschen Strecke machen und zügig vorankommen.

    Also steh' ich meistens ein bisschen früher auf, damit jeder seine "Wunschrunde" bekommt. Beim großen Nachmittagsspaziergang ist das unterschiedliche Grundtempo der beiden zum Glück kein Problem – zum einen ist der Senior bis dahin ausgeschlafen und deutlich flotter unterwegs, zum anderen sind wir da mitten in der Pampa unterwegs; wenn er sich dort irgendwo festschnüffelt und eine Pause machen möchte, nutze ich die Zeit einfach für ein paar Extra-Denkaufgaben mit dem jüngeren und alle sind zufrieden.

    Ich mag die Anny-X-Geschirre auch wirklich gerne und die müssen hier teilweise ganz schön leiden ;) – beherzte Griffe ins Geschirr bei (Berg-)Wanderurlauben, Matsch-Party und anschließender Waschmaschinengang, Schubbern des Hundes mit Geschirr auf harten Untergründen... Verstellt hat sich da noch nie was und die Nähte und Schnallen sehen auch nach über einem Jahr alle noch gut aus.

    (Und die Verstellmöglichkeit gerade im Halsbereich finde ich z.B. total praktisch – einer meiner Hunde hat im Winterfell eine richtig dicke 'Mähne', da stelle ich das Geschirr für die Monate immer etwas weiter und im Sommer dann wieder enger.)

    Ich hab' allerdings auch Hunde, die da vom Körberbau her super reinpassen. :smile: Wenn das Anny-X nix gewesen wäre, hätte ich vermutlich Maßanfertigungen von Camiro, mehrere Bekannte vom HuPla haben dort bestellt und sind sehr zufrieden.

    Den ersten Hund habe ich mit vier und sechs Wochen besucht, nie was angezahlt und mit achteinhalb Wochen dann abgeholt und zum Abholen den kompletten Kaufpreis in bar mitgebracht.

    Den zweiten habe ich mit vier Wochen besucht, mit sechs Wochen 'ausgesucht' (mit Hilfe der Züchterin) & angezahlt und mit achteinhalb Wochen dann abgeholt und zum Abholen den restlichen Geldbetrag mitgebracht.

    Was ich von anderen Züchtern jetzt öfter mal gehört habe, ist, dass sie eine Anzahlung wollen, bevor der Wurf überhaupt geboren ist – da wär' ich persönlich sofort wieder raus.

    Wenn du mit dem Züchter über Kaufvertrag, Geld, etc. sprichst, frag', ob er lieber eine Überweisung oder Bargeld haben will – ich hab's bei Freunden schon erlebt, dass die sich dann völlig panisch in letzter Minute am Wochende auf'm Dorf auf die Suche nach einem Geldautomaten machen wollten... xD (Hat sich dann anders klären lassen, aber den Schreckmoment kann man sich ja ersparen.)

    Das hab' ich schon öfter gehört. :smile: Bei meinen Hunden ist's komischerweise andersherum: "in freier Wildbahn" sind die Tiere ja schnell wieder weg, da gibt's dann halt Pfiff + Umdrehen, Puls geht kurz hoch und gut ist's.

    Aber wenn sie sich länger damit "auseinandersetzen müssen", weil die Rehe direkt hinter'm Gitter sind und auch nicht einfach wieder weggehen, fiel ihnen das eigentlich immer schwerer als solche Zufallsbegegnungen beim Spaziergang.

    Edit: Wir sehen hier Wild aber auch nur selten und wenn, dann von Weitem. Dass mir hier was direkt vor die Füße gesprungen wäre, hatte ich schon ewig nicht mehr. Und ich weiß nicht, ob meine Hunde dann so cool reagiert hätten wie Gammurs Bande. :ops:

    Ganz so spektakulär war's bei uns nicht, aber Reh-Erfolg hatten wir auch: Ich war mit den Hunden nach langer Zeit mal wieder am Wildgatter und sie fanden das Gebalge der jungen Wildschweine und die neugierigen Rehe zwar interessant, waren aber die ganze Zeit ansprechbar und haben sich nach 'ner Zeit sogar zum Dösen hingelegt, während ich ein paar Fotos gemacht habe.

    Und was mich besonders gefreut hat – es gab sogar Komplimente von den beiden Förstern, die dort am Zaunbauen waren, wie guterzogen die Hunde sind. :smile: