Beiträge von pardalisa

    Frage am Rande: Bekommst du Geld für das Sitten? Wenn ja, würde ich da nämlich den Ball gaaanz flach halten, bezahlen, das unter 'Lehrgeld' verbuchen und was für's nächste Mal draus lernen - soweit ich weiß, braucht man für das gewerbliche Hundesitten* die Erlaubnis nach §11 TSchG. Wenn du die nicht hast und jetzt Stress mit Polizei/Versicherungen/Ordnungsamt oder ähnlichem anfängst, kann das für dich auch übel nach hinten losgehen... Nur so als Tipp. Oh, und auch von mir gute Besserung!


    * "Gewerbsmäßig bedeutet, dass die Tätigkeit selbstständig, planmäßig, fortgesetzt und mit Gewinnerzielungsabsicht erfolgt. Ein entsprechendes Indiz für die Gewerblichkeit ist also die Bezahlung des Tierbetreuers oder -trainers für seine Tätigkeit. Wer also zweimal pro Woche den Hund des Nachbarn gegen Entgelt ausführt, handelt nach der Definition gewerblich." (Quelle)

    @pardalisa :
    Wenn ich jetzt von Deinem Avatar ausgehe, dann hast Du ja einen Aussie.
    Meine Chefin hat auch zwei Aussies und da ist das Haar doch wesentlich länger als bei Rudi und die Unterwolle auch wesentlich ausgeprägter.

    Zwei Aussies. :D Der ältere – der auf dem Avatar – ist so, wie du die Hunde deiner Chefin beschreibst: längeres, weiches Deckhaar, viiiel Unterwolle, die unpraktische Plüschbombe halt. Der jüngere – den ich oben im Beitrag meinte – hat eher festes, kurzes Deckhaar und deutlich weniger Unterwolle; bei dem kommt im Fellwechsel aber auch das Deckhaar runter ohne dass er dabei kahl aussehen würde, deshalb dachte ich, das hilft dir vielleicht als Vergleich. :smile:

    Aber klar, wenn dein Hund das beim Frisör nicht mitmachen würde, wäre so ein Besuch natürlich für niemanden ein Spaß. Baden kann man natürlich auch zu Hause. (Wobei ich es schon ziemlich beeindruckend fand, wie viel Fell da plötzlich mit dem Blower + Ausbürsten mit Profi-Equipment rauskam.)

    Hast du sonst einen netten Hundefrisör in der Nähe? Ich hätte es ja nicht für möglich gehalten, aber nachdem mein jüngerer Rüde (ähnliche Fellstruktur wie deiner, fluste ständig vor sich hin – egal, wie viel ich gebürstet habe) im Frühjahr gewaschen, shampooniert und mit dem Kaltföhn "bearbeitet" wurde, hatte ich wochenlang Ruhe. Da war quasi der Großteil des Fellwechsels auf einmal durch, das war wirklich herrlich – auch für ihn, weil das ganze tote, juckende Fell auf einen Schlag raus war.

    ich sehr oft das zwei Hunde in einem Haushalt leben und der Besitzer studiert oder arbeitet, da Frage ich mich schon ob die Hunde das lange allein bleiben zu zweit besser aushalten als alleine?

    Kommt bestimmt auf verschiedene Faktoren an. Mein älterer Rüde ist z.B. mit der Familienhündin aufgewachsen – die beiden fanden sich okay und haben friedlich zusammengelebt, aber es war ihnen komplett egal, ob der jeweils andere da war oder nicht. Für das Alleinebleiben hat das keinen Unterschied gemacht.

    Oder, anderes Beispiel, meine beiden Rüden jetzt: die mögen sich wirklich gerne und wenn ich nicht da bin, liegen sie meist am gleichen Liegeplatz (ich lass' ab und zu mal die Laptopkamera mitlaufen), kuscheln ein bisschen und pennen halt so vor sich hin – ob sie das so angenehmer finden oder genauso zufrieden wären, wenn jeder allein wäre? Ich weiß es nicht. Ihnen fehlt der (langfristige) Vergleich und ich kann sie ja leider nicht fragen.

    Was ich auf keinen Fall machen würde, wäre, mir einen zweiten Hund anzuschaffen, nur damit ich beim Alleinbleiben kein 'schlechtes Gewissen' hätte – dafür sind mir da zu viele Unwägbarkeiten.

    Für mich wäre ein Hund aus Privatabgabe dann spannend, wenn ich im Alltag flexibler bin. Aktuell bin ich darauf angewiesen, dass meine Hunde entspannt im Auto mitfahren (auch längere Strecken), dass sie einen kontrollierbaren Jagdtrieb haben, dass sie wenigstens vier Stunden alleine bleiben können, etc. – bei einem Hund aus Privatabgabe, der bei einem dieser Themen schon mal richtig schlechte Erfahrungen gemacht hat (bspw. schon mal Jagderfolg gehabt bzw. über Jahre mit Ballwerfen "angefixt" oder als Welpe von jetzt auf gleich stundenlang alleine gelassen wurde und daraus heftige Verlustangst entwickelt hat), arbeitet man ja u.U. sehr lange gegen Vorerfahrungen an.

    Muss natürlich nicht passieren, aber das Risiko ist nun mal da. Sollte ich irgendwann einen eigenen, bombensicher eingezäunten Garten und Homeoffice haben, darf hier gerne auch ein Hund mit unbekannter Vorgeschichte einziehen, wo's mir dann "egal" ist, ob der Vorbesitzer irgendwas verschwiegen hat.

    Natürlich finde ich es für den Hund besser,wenn er von den bisherigen Besitzern direkt in eine neue Familie vermittelt wird und ihm so das Tierheim etc. erspart bleibt.

    Ich weiß, gehört nicht ganz zum Thema, aber: ich seh' das immer ein bisschen kritisch, wenn in solchen Anzeigen steht "wir versuchen den Hund hier zu vermitteln, sonst muss er ins Tierheim". Mein erster Gedanke ist dann immer: "na und?"

    TH ist jetzt – zumindest in unseren Breitengraden – in den allermeisten Fällen nicht direkt die Hölle auf Erden für den Hund. Immerhin ist er da sicher untergebracht, wird gesundheitlich einmal durchgecheckt und, wenn's richtig gut läuft und die Pfleger_innen Ahnung haben, schon mal mit den unterschiedlichsten Reizen konfrontiert, sodass man ein bisschen was über "Problemzonen", Verträglichkeit, usw. sagen kann.

    Darüber lächle ich auch seit Stunden - nimm doch einen Begleithund aus Gruppe 9. Aber bloß keinen Pudel.

    Ich glaube, das kam bei einigen Beiträgen falsch rüber. Ich z.B. hätte beim Pudel nicht mit dem Jagdtrieb irgendwie Bedenken (wer einen Parson Russell Terrier im Freilauf gehandelt bekommt, schafft das bestimmt auch mit einem Großpudel vom vernünftigen Züchter – zumal du ja weißt, worauf zu achten ist und entsprechend früh mit AJT anfangen würdest, vermute ich mal).

    Ich würde nur zu bedenken geben, dass ein Hund, der auf jede Zuwendung von Menschenseite aus, jedes Action-Angebot, jedwede Aktivität sofort und mit großer Freude & Begeisterung einsteigt und dabei ein fröhliches, "unkaputtbares" Flummi-Temperament mitbringt, halt seine ganz eigenen Anforderungen an sein Umfeld stellt. Ganz blöde verallgemeinert: so ein (Groß-)Pudel sagt halt vermutlich nicht 'Nein', wenn's irgendwo spannend ist und würde wahrscheinlich auch dann noch mitmachen, wenn er eigentlich schon müde und 'drüber' ist. Solange das vorher klar ist und man das im Blick hat/bereit ist, darauf Rücksicht zu nehmen/entsprechend früh einzugreifen, ist's prima. :smile:

    Ich könnte mir nur vorstellen, dass es ein Tickchen einfacher wäre, wenn man gleich einen weniger reizempfänglichen Hund nähme, der sich von sich aus schon mal ab und zu ein bisschen zurücknimmt, deshalb der Vorschlag mit den etwas 'gesetzteren' Rassen, die auch mal ein Angebot ausschlagen und sich einfach zum Pennen hinlegen. ;) Aber wenn das Herz am Pudel hängt – warum nicht? Glücklich wäre der bei dem beschriebenen Alltag bestimmt.

    Mal weg von der "Vorgeschichte": Ich finde es ja unglaublich anstrengend, wenn man permanent gegen die (zu erwartenden) rassetypischen Eigenschaften anarbeiten und oft "den Daumen drauf" haben muss. Dass das weder für Mensch noch für Hund schön ist, kann ich absolut verstehen.

    Insofern würde ich hier noch mal gut überlegen, wo die Prioritäten liegen. Für mich (nur vom Lesen her und nur als Denkanstoß, nicht bös' gemeint!) passen "entspannter Mitläufer im Familienleben" und "arbeitswilliger Hund für 'ernsten' Einsatz als Rettungshund" nicht gut zusammen. Ein Hund, der sich über längere Zeit bei solchem Training konzentrieren kann und dafür die nötige Ausdauer, Fitness und 'mentale Stärke' mitbringt, kann (nicht muss!) beim Familienspaziergang wieder ziemlich anstrengend sein – platt gesagt: Hunde, die so arbeiten können, wollen/brauchen das bis zu einem gewissen Grad auch regelmäßig.

    Bei einem guten Familienhund würde ich nach einem – möglicherweise schon erwachsenen, ansonsten gut aufgezogenen Welpen – freundlichen Hund einer Rasse mit robusten Nerven, mittelmäßiger Sportlichkeit und der Tendenz, sich auch mal von alleine zurückzuziehen, wenn's wuselig wird, suchen. Hunde, die viel fordern, die eher reizempfindlich sind bzw. auf Bewegungsreize abgehen, die rassetypisch kein Ende kennen bzw. zum Hibbeln/Hochfahren neigen, würde ich lieber ausschließen. Fündig wird man da bestimmt eher in der Grupppe der Begleithunde (Bichons, Malteser, Havaneser, etc.). Oder ev. ein Cocker Spaniel? Im Vergleich zum Terrier dürfte der Jagdtrieb viel besser kontrollierbar sein und die sind ja doch ziemlich robuste, nette Gesellen.

    Da bekommt man dann vielleicht keine Sportgranate, aber den Traum vom Rettungshund kann man sich ja immer noch in ein paar Jahren mit dem entsprechenden Zweithund erfüllen. ;)

    Als neuer User kannst du das natürlich noch nicht wissen, aber das Thema "Box – ja oder nein?" ist hier im Forum gerne mal der Startpunkt für eine hitzige Diskussion... ;)

    Hier z.B. findet du eine Menge Meinungen zum Thema: Kennel Erfahrungen / Wo schläft der Hund

    Da geht's zwar vorrangig um die Frage, ob ein Welpe nachts in der Box sein sollte/kann, aber auch allgemeine Fragen rund um die Box werden da erörtet – das nur schon mal als "Lektüreempfehlung".

    Gibts hier Besitzer, dessen Hunde auch eher öfter gesundheitliche Baustellen hatten und trotzdem (sehr) alt geworden sind?

    Shawnee hatte als Junghund eine kurze Phase mit heftigem Hautproblem, musste mit sieben Jahren aus gesundheitlichen Gründen kastriert werden, mit acht Jahren als "Spätfolge" dessen dann am Darm operiert werden (da hatte ich echt Angst um ihn, die Zeit davor und die Operation war richtig übel), mit ungefähr zehn Jahren wurden die Bänder an den Hinterbeinen wackelig und seit einiger Zeit hat er langsam fortschreitende Demenz.

    Aber er hat sich jedes Mal wieder gut gefangen, ist im Moment (bis auf die Verwirrung) ziemlich fit, läuft lange Runden mit, spielt alle paar Tage ein paar Minuten und strotzt nur so vor Lebensfreude – und er wird in zwei Monaten 13 Jahre alt. Ich hoffe, er hat noch ein paar schöne Jahre – das nur so als "Mutmacher". :smile:

    Weil's ja eigentlich kein Fotothread hier ist – ein paar aktuelle Senior-in-Action-Bilder von letzter Woche im Spoiler:

    Spoiler anzeigen


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    'Bruder' verkloppen spielen geht noch...

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    ... und Wettrennen auch.


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    Und niedlich gucken ja eh immer!