Bis Seite 268
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Ich bin immer noch auf der Suche nach der richtigen Zeiteinordnung.
Und irgendwie passt da etwas nicht
Charly ist gerade verschwunden und der Gärtner überlegt, was nun zu tun ist. Den Anwalt, Mr Lomax, möchte er nicht kontaktieren.
An dieser Stelle müssten die Mädchen so 15 Jahre alt sein. Ein Anwalt dürfte um die 30 sein, wenn er sehr, sehr jung ist.
Heute ist Vida Winter um die 80. Der Anwalt entsprechend (mindestens...) 95.
Und trotzdem lebt er noch, kümmert sich um die Geschäfte und Margaret kann sich an ihn wenden, um das Bewerbungsschreiben von Hester zu bekommen.Oder ich bin total in der Zeit verrutscht
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Wird aufgelöst.
Es handelt sich um den Sohn des Anwalts, der die Kanzlei seines Vater mitsamt den Klienten übernommen hat.
Ich lese das auch gerade (bin durch euch drauf gestossen, von alleine hätte ich das buch nicht "bermerkt" - Danke! ich weiß nicht ob ich es "gut" finde, aber auf jeden Fall hats mich voll reingezogen)
Zur Zeiteinteilung: Die Autorin selbst hat gesagt, dass sie die genaue Zeit absichtlich offen lassen wollte.
Ich finde, es passt zu der merkwürdigen und leicht beuruhigenden Atmosphäre des Buches. Man fühlt sich desorientiert.
für mich fühlt es sich an, als wäre die Geschichte von Isabelle am Beginn des 20. Jhd angesiedelt, Maragets dann etwa in den 1980er. Das ist so der Konsens der meisten Buchdiskussionen.
"Desorientiert", das beschreibt es sehr gut.
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Auch der fließende Übergang zwischen der Rahmenhandlung, in der Margaret erzählt, und den späteren Erlebnissen Vidas, nachdem ihre Erzählung ab S. 260 oder so in die Ich-Form wechselt, trägt zu dieser Desorientierung bei und verunsichert einen z.T. beim Lesen.
Zur Zeiteinteilung Margarets:
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Sie hat einen Fotoapparat, bei dem man den Film manuell vorspulen muss.
Es war auch mein Eindruck, dass die Rahmenhandlung in den 80ern spielen könnte.
Allerdings war ich mir dann überhaupt nicht mehr sicher.
Bei dem Fotoapparat ist mir dann eingefallen, dass ich Mitte der 80er als Kind so einen zum Spielen hatte - weil meine Eltern einen moderneren bekommen haben.
Allgemein
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Es ist ja schon lange her, dass ich es zum ersten Mal gelesen habe.
Ich konnte mich an den Inhalt nicht mehr wirklich erinnern, nur daran, dass es mich irgendwie bewegt und lange beschäftigt hat.
Das war auch dieses Mal so.
Ich könnte auch nicht wirklich sagen, dass ich jetzt absolut begeistert bin, aber irgendwie lässt es mich auch nicht mehr los.
Ich tu mich schwer, mich aus dieser besonderen Stimmung, die das Buch vermittelt hat, zu befreien.
Zum Inhalt (Achtung! Spoiler vom Schluss!!!)
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Dass Ambrose etwas mit Aurelius Zettel zu tun hat, dachte ich mir schon.
Allerdings hat es mich verwundert, dass tatsächlich Emmeline seine Mutter ist. Ich hätte auf Vida getippt.
Außerdem ist mir John's Tod noch etwas unklar. Die Erklärung, dass Adeline eben unberechenbare Aggressionsschübe hat, ist mir da etwas zu vage.
Dass dem Doktor und vor allem Hester die Anwesenheit von Vida komplett entgangen ist, finde ich auch nicht ganz glaubwürdig.
Offenbar muss die Ähnlichkeit doch sehr ausgeprägt gewesen sein, wenn Vida alle möglichen Leute täuschen konnte. Und dann sollte ausgerechnet die Gouvernante sich mit der Geschichte abspeisen lassen, dass da irgendein Junge aus dem Dorf herumstreune...?
Dass Emmelines/Adelines Identität bis zum Schluss nicht aufgeklärt wird, finde ich hingegen super. Allein der Gedanke, wie sich Vida ständig fragen muss, wen sie da vor sich hat, ist verstörend.
Dass Margaret mit Dr. Clifton anbandelt, hätte meiner Meinung nach nicht mehr angerissen werden müssen.
Im Vergleich zum ansonsten so geschickt gesponnenen Plot fand ich das etwas plump.