Beiträge von Jimmy Jazz

    Hallo,

    ...für mich ist das Halten von Katzen als reine Wohnungskatzen schon sehr grenzwertig.

    Wobei Einzelhaltung sowieso ausscheidet.

    Hier bei uns zum Beispiel, rennen draussen (mit unseren drei Fellgurken), derzeit gut zehn Katzen rum.
    Und hier und da mischt sich auch mal die eine oder andere fremde Katze in den Haufen.
    Schaut man aus dem Fenster, sieht man immer irgendwo mindestens eine Fellgurke rumlungern.
    Entweder sie liegen faul in der Sonne, oder sie stellen Mäusen nach, beobachten Vögel, oder
    schleichen sich an Artgenossen heran um diese zu vermöbeln.
    Katzengeschäfte eben.

    In der Etage über uns, leben zwei Katzen als reine Hauskatzen.
    Diese sieht man oft, hinterm Fliegendraht, am Fenster, wie sie die Gegend und ihre Artgenossen
    beobachten.
    Sie betrachten das real life, wie in einem Fernsehgerät. Beobachten andere Katzen beim Leben,
    während sie in Haft sind. Lebenslänglich.

    Den beiden geht es gut. Ohne Zweifel. Sie werden geliebt und gut versorgt. Aber ist das ein
    Katzenleben?
    Schlimmer noch, bei unserer Nachbarin. Einzel-Wohnungskatze bei einem psychisch schwerst
    gsestörten Menschen. Ohne Chance auf Entkommen. Und immer das freche Idiotenvolk unten
    vor Augen...
    Für mich ist das Folter.

    Vielleicht sehe ich das aber auch zu verbissen...

    Zitat


    Aber ich würde das nicht so vorwurfsvoll sagen oder sehen wollen.

    Ich denke, die Erklärung ist, dass sich die Art der Katzenhaltung geändert hat.
    So wie man Nagetiere heute auch nicht mehr in diesen Mini-Käfigen hält/halten soll oder alle sagen, Goldfisch im Goldfischbecken ist Tierquälerei.

    Eine begrüßenswerte Entwicklung - die noch lange nicht abgeschlossen ist, hoffe ich.

    ...und wir stehen wirklich mitten in einem Prozess, der zwar bei weitem nicht abgeschlossen ist,
    sich aber auf dem richtigen Weg befindet.

    Ich hoffe, es ist so.

    liebe Grüsse ... Patrick

    Zitat

    Jemand ne Idee für zwei große Hunde (DSH und Hovi) und Kind mit Karre???
    Ich verzweifel ein wenig, in meinen C5 Kombi passt viel, auch oben benannte Insassen, aber dann ja kaum noch ein Fitzelchen Gepäck...

    Alternativ wäre da der C8 zu nennen, baugleich mit FIAT Ulysse, Peugeot 807 und Lancia Zeta.
    Im Unterhalt nicht ganz günstig, (abhängig von der Motorisierung) aber wenn Du C5 gewohnt bist,
    dann ist das vergleichbar.
    Ist recht gross und variabel. Grosse Heckklappe und ebener Kofferraum, die hinteren Einzelsitze sind
    herausnehmbar und hat praktische Schiebetüren.

    liebe Grüsse ... Patrick

    Zitat

    Ich denke, die Frage sollte nicht lauten "lebt" der Hund durch Schmerzmittel länger, sondern "leidet" er durch Schmerzmittel länger!

    Beantworte ich nämlich erstere mit "ja" - würd ich meinen Hund guten Gewissens auf diese Weise behandeln.
    Kippt das Ganze aber oder stehe ich schon zu Beginn vor der letzt genannten Frage und muss diese mit "ja" beantworten - würd ich das Einschläfern vorziehen.

    Hier kommen wir der Sache schon näher.

    Zitat

    Aber wenn es dem Hund doch mit den Schmerzmitteln gut geht und er ein schmerzfreies Leben noch leben kann?
    Wo ist da das Problem?

    Kein Problem. Einfach eine Tatsache.

    Schmerzmittel an sich verlängern keine Leben.

    Aber durch die Schmerzmittel wir das Tier keine Schmerzen mehr haben und entsprechend auch keine
    Anzeichen des Leidens mehr zeigen.

    Würde der Hund jetzt keuchend, speichelnd und wimmernd neben dem HH liegen. würde dieser ihn
    über kurz oder lang (eher kurz) erlösen.
    Zeigt er keine Symptome des Leidens, sieht der HH auch keinen Grund das Tier einschläfern zu lassen.

    Die Grunderkrankung ist allerdings nach wie vor die selbe. Die Schmerzmittel heilen diese auch nicht.

    Die Frage:

    Zitat

    Lebt ein Hund durch Schmerzmittel länger?

    Ist ergo mit 'Ja' zu beantworten.

    Avez-vous compris ?

    liebe Grüsse ... Patrick :winkgrin:

    Zitat

    Mal ne vielleicht doofe Frage die bei mir aufkam als ich einige Antworten gelesen habe:
    Lebt ein Hund durch Schmerzmittel länger?

    Zitat

    Jein!
    Das Schmerzmittel verlängert sein Leben nur in so weit, wie es sein Leiden für ihn erträglich oder sogar schmerzfrei macht.

    Ich würde Gaby's Antwort etwas modifizieren. Dann hiesse die Antwort so:

    Ja!
    Das Schmerzmittel verlängert sein Leben nur in so weit, wie es sein Leiden für uns erträglich macht.

    Denn zeigt der Hund keine Schmerzen, wird auch unser Gewissen schmerzfreier. ;)

    liebe Grüsse ... Patrick

    Zitat

    Mir geht es ähnlich. Mir kommen allein beim Gedanken daran die Tränen. Ich glaube zur Zeit wäre ich in der Situation nicht einmal fähig den TA anzurufen ohne in Tränen auszubrechen.
    Ich hoffe sehr dass ich noch lange Zeit habe bis zu dem Tag. Damit ich noch etwas reifer werde um damit umgehen zu können. Und ich hoffe dass ich meinen Hund bis da hin so gut einschätzen kann um zu wissen wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist...

    Man kann aus Euren Worten lesen, dass ihr Eure Tiere liebt.
    Macht Euch keine Gedanken.
    Wenn es einmal so weit ist, werdet ihr die richtige Entscheidung treffen.

    Für uns war es auch nicht vorstellbar. Bis es keinen Ausweg mehr gab. Dann lief alles sehr rational ab, sehr
    'geschäftsmäßig'.
    'Dino einschläfern... OK. Samstag zehn Uhr, geht das? Dann komme ich vorbei'.

    Samstag. Wir trugen unseren armen, alten Schatz noch mal raus auf den Rasen zum Pipi machen.
    Danach bekam er alles, was noch an Leckerli und Gutem da war.
    Zehn Uhr kam unser TA.
    Wir trugen Dino ins Wohnzimmer und legten ihn auf seine Lieblingsdecke.

    Er war einigermaßen empört, dass sein Lieblingsfeind, der TA, in seiner Wohnung herumstrolchte.
    ...und ihm auch noch die Pfote (!) rasierte! (Dino hasste es, an den Pfoten angefasst zu werden).

    Wir sassen auf dem Boden, um Dino herum. Die ganze Family und der TA.
    Unterhielten uns... zwanglos...
    Und ganz nebenbei, ganz friedlich und ruhig, bekam unser alter, knurriger Haudegen zuerst die Beruhigungs-
    spritzen, dann das finale Medikament.

    Ja, es war traurig. Aber auch irgendwie schön. Es fühlte sich gut an. Richtig.

    Als alle vorbei war, stand unser TA auf, wortlos, und ging einfach.
    Nix wegen Kosten, Abrechnung oder so.
    Das ging dann irgendwann später in der Praxis über die Bühne. So nebenher. Ohne grosses Getue.
    Vorbildlich. Wir sind unserem TA für diese 'Abwicklung' sehr dankbar.

    Ja, es ist schwer vorstellbar, für jemanden, der das noch nie tun musste.
    Für uns, war es das auch.
    Doch wenn man es einmal durchlebt hat, ist es OK und man weiss, wie es künftig zu laufen hat.

    Wir waren sehr erleichtert, an diesem Tag. Der Schock kam danach. Die Trauer...

    24 Stunden später, holten wir Jimmy aus einem Tierheim in Frankreich.
    Für viele unvorstellbar. Für uns einfach richtig.
    Jimmy konnte Dino nie ersetzen. Das haben wir auch nicht von ihm erwartet.
    Aber er war da, und das war gut so. Für ihn (hoffe ich doch) und für uns.

    Nein, es ist nicht leicht, den Zeitpunkt zu bestimmen.
    Aber macht Euch keine Gedanken. Wenn der Tag kommt, ist es einfach so.
    Momentan schwer vorzustellen...
    Aber ein Akt der Liebe. Definitiv.

    liebe Grüsse ... Patrick

    Hallo,

    Interessantes Thema.

    Die Gefahr, aus eigener Empfindung und Unsicherheit heraus, zu früh einzuschläfern, besteht sicherlich.
    Aber auch umgekehrt, ist es nicht immer leicht, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen. Dann wartet man
    zu, hofft, beobachtet und erwartet wahre Wunderdinge.

    Man sieht es schon als grossen Erfolg an, wenn der Hund wieder ein paar Schrittchen tappsen kann, oder
    ein paar Bröckchen Futter nimmt und vergisst, wie es einst war und auch sein sollte. Das das Tier voller
    Lebensfreude kilometerweit geflitzt ist und ganze Napf-Inhalte in Sekunden inhaliert hatte...

    Schwer auch, wenn der TA einen nicht ausschliesslich im Sinne der Tiergesundheit/Lebensqualität berät,
    sondern sich an das technisch Mögliche hält.
    Aber, was nutzt die teure Arznei, wenn sie dem Tier das Leben noch um Stunden, Tage vielleicht verlängert?
    Garantiert das dem, Hund ein erstrebenswertes Rest-Dasein, oder verlängert das nicht nur den Todeskampf?

    Dann das Tier doch lieber in Würde gehen lassen und das Tier so in Erinnerung behalten, wie man es gekannt
    undgeliebt hat.
    Bei unserem Dino haben wir auch alle medizinische Möglichkeiten ausgeschöpft und in der Nachschau
    muss ich zugeben, wir haben zu lange gewartet.

    Wir sollten froh sein, dass wir die Möglichkeit haben, unsere Tiere bei grossem Leid zu erlösen. Ein Umstand,
    den ich in der Humanmedizin vermisse.
    Uns Menschen hier, werden doch fast alle Rechte und Möglichkeiten geboten. Nur das essenzielle Recht auf
    die Bestimmung über das eigene Leben und Sterben wird uns explizit vorenthalten und nötigt vielen Menschen
    einen hässlichen, gewaltsamen Tod durch Selbsttötung ab.
    Die Alternative der Lebensverlängerung um jeden Preis und der inflationäre Einsatz der Apparate-Medizin ist
    für viele Menschen keine Option, sondern ein aufgezwungenes Faktum.

    Hier muss dringend etwas getan/geändert werden.

    Beim Thema des natürlichen Sterben unserer Haustiere, muss übrigens noch etwas bedacht werden:
    Diese Art zu sterben ist nämlich genau so unnatürlich, wie die Euthanasie.
    Würden z.B. unsere Hunde, unter natürlichen Bedingungen, in einem Rudel und in freier Natur leben, wäre
    kaum ein Tier dabei, dass friedlich einschlafen würde. Die meisten würden überhaupt nicht so alt werden,
    wie die in Menschen-Obhut lebenden Hunde, kranke und schwach Tiere würden gnadenlos selektiert und
    meistens einen gewaltvollen Tod sterben.

    Wir dürfen nicht den Fehler machen, natürliches Sterben auf unsere per se unnatürliche Haltungsbedingungen
    zu projezieren.

    liebe Grüsse ... Patrick

    Zitat

    Welch Tumult.

    Aber hallo! Das reinste Tohuwabohu sogar. :roll:

    Liebe Freunde der pelzigen Vierbeiner.

    Hier wimmelt es ja so von Schätzeleins, Schnuffelchens und Liebeleins,
    dass ich fürchten muss, eine Wildsau oder Schlimmeres ist nicht mehr
    fern!

    Also besinnt Euch bitte.
    Seid/bleibt/werdet höflich, diskutiert und streitet nicht.
    Benutzt Kosenamen nur, wenn auch Liebe im Spiel ist.

    Der Thread wurde als unangemessen im Ton gemeldet.
    Bitte fahrt einen Gang zurück, ich will das Ding hier nicht unbedingt zu machen.

    mäßigende Grüsse ... Patrick

    Edit: ups! Doppelt. Egal. Gilt dann auch doppelt. :D