Hallo.
...habe das Ganze mal ein paar Tage sacken lassen.
*Soifz* Jetzt geht's:
Dieses Mal hatte unsere Urlaubsreise einen besonderen Hintergrund.
Fraule und ich hatten am 3. Oktober Silberhochzeits-Tag. Für dieses Datum war
Besonderes geplant. Eigentlich hatten wir vor, eine Hurtigruten-Fahrt zu machen.
Bergen nach Kirkenes und zurück.
Aber mit zwei Kamelen, geht das nicht.
Also, dann doch zuhause feiern, mit Familie, drei Kötern und zwei Quenkeln?
Nöö. Keine Lust.
Daher beschlossen wir, das Wohnmobil zu nehmen, Fraule, ich, die beiden Pappnasen.
Ganz alleine sozusagen.
Ab in die Normandie und in unserem altbewährten Ferienhäuschen ein paar nette,
ruhige Tage machen. Dazwischen mit dem Womo bissle rumcruisen und es uns ein-
fach gut gehen lassen. In der zweiten Woche kommt mein Bruder mit seiner Partnerin
von England rüber. Am Hochzeitstag ein Diner vom Feinsten im Berlingot.
So sollte es werden. Erholsam, entspannend und unvergesslich schön.
Es wurde zumindest unvergesslich, wenn auch nicht so wie geplant... 
...hier war noch alles eitel Sonnenschein.
Aber, fangen wir vorne an, das dicke Ende kommt noch.
Ankunft bei unserem Ferienhaus. Alles aus der dicken Berta ins Häusle verfrachten,
einkaufen, sacken lassen. Und gute Nacht...
Am nächsten Tag, gingen wir am Ort zu einem Pferdefest.
Eselchen hatte es auch, sie verstanden sich prächtig. :^^:
Es gab Kutschfahrten, Ponyeiten für die Kinder, ein kleines Reitturnier
und ganz prima Würstel im Baguette. *lecker*
...bisle Flammanville
...und täglich Strandleben:
Täglich trafen wir Isabelle mit ihrer Cookie, der nettesten, freundlichsten,
und liebenswürdigsten Labrador-Dame, die es gibt. Die Hunde spielten
zusammen und waren glücklich.
Eines war allerdings etwas anders als sonst. Verona hatte schon seit
ca. zwei Monaten Probleme. Wenn sie schlief und danach aufstand,
machte sie einen Katzenbuckel und ging ganz staksig und steif.
Ein Röntgen zeigte eine beginnende Spondylose. Sie bekam Schmerz-
mittel, die jedoch nicht besonders anschlugen.
Am Strand spielte sie nur verhalten. Normalerweise fordert sie Jimmy
vehement zum Spiel auf, jetzt trottete sie nur mit uns mit und wenn
Jimmy sie zum Spiel aufforderte, reagierte sie eher unwirsch, rannte
nur zwei, drei Schritte mit, blieb dann stehen und wirkte eher verwirrt
ob der Situation.
Ansonsten schien alles normal und wir beschlossen, nach dem Urlaub
nochmal wegen ihres offensichtlichen Unwohlseins, nachschauen zu
lassen.
Die Kamele liessen es sich ansonsten gutgehen und genossen die Sonne.
Hatainville
*schnüff* ...Jimmy riecht die Seeluft.
...und auch die Damen nehmen einen Rüssel voll. 
meine drei Hübschen
Ein Abend, Verona in Stress. Gewitter:
Cookie hingegen:
...die Ruhe selbst.
So verging die erste Woche entspannend und ruhig. Wir waren bei
Freunden eingeladen und hatten auch Gäste bei uns. Hätte alles
nicht besser laufen können.
Sonntag fuhren wir dann nach Cherbourg, wo wir meinen Bruder und
seine Partnerin abholten. Sie kamen mit der Fähre aus Poole.
Alles lief prächtig, bis Dienstag.
Dienstag gegen Mittag, gingen wir mit den Hunden an den Strand, um
einen kurzen Spaziergang zu machen. Wir trafen Isabelle und Cookie
und gingen zusammen ein Stück.
Jimmy war glücklich, versank mal wieder in seiner Jimmy-Welt und
rannte weite Kreise um uns herum. Dabei übersah der Träumer Verona
und rannte volle Breitseite in sie hinein.
Das Verönchen schrie auf und stand stocksteif da, das rechte Hinterbein
abgespreizt. Sie konnte nicht mehr gehen.
Isabelle rannte nach Hause, um das Auto zu holen. Wir humpelten
derweil zurück zur Strasse.
Teilweise tippelte Verona, teilweise trug ich sie. Der Rückweg im weichen
Sand erschien unendlich.
Isabelle fuhr uns dann ins Ferienhaus und rief von da aus ihrem Tierarzt an.
Eine Stunde später waren wir dort.
Verona bekam Spritzen und Schmerzmittel. Sie machte genau den gleichen
Katzenbuckel, wie zuhause, wenn sie aufstand, nur jetzt permanent. Sie
versuchte die Hinterbeine zu entlasten, trat hinten kaum noch auf. Es war
ein Bild des Jammers.
Bis Abend sollte es besser werden, so die TÄ.
Es wurde jedoch schlimmer, abends konnte sie gar nicht mehr auftreten.
Gegen 21.30Uhr, waren wir nochmal beim TA. Diesmal bei einem Kollegen.
Er tippte aber nicht auf den Rücken, vermutete ein Knieproblem, wahr-
scheinlich Kreuzband.
Nochmals Morphin und Cortison.
Wir beratschlagten.
Am Mittwoch, nochmal gemeinsames Mittagessen, dann brachten wir
meinen Bruder und Lorna wieder nach Cherbourg, wo sie die nächste Fähre
zurück nahmen.
Wir putzen das Haus, beluden die dicke Berta und machten alles reisefertig.
Anruf bei unserem TA zuhause. Termin zum Röntgen am Freitag morgen.
Donnerstag morgen, fuhren wir los.
Ungewiss, was aus ihr werden sollte.
Seit dem Unfall verweigerte sie zu pinkeln, auch der Stuhlgang war eingestellt.
Sie konnte nur wenige Schritte machen, war krumm wie ein Fragezeichen.
Wir waren kaum eine Stunde unterwegs, Anruf von zuhause. Meiner Mom geht
es nicht gut, muss wohl ins Krankenhaus.
Kurz darauf, wir fuhren gerade durch Caen, biss ich mir ein Stück Zahn auf einem
Nimm-Zwei aus.
Der Tag versprach perfekt zu werden. 
Drei Stunden später sassen wir in Paris fest. Stau auf dem Peripherique.
Wir können allerdings von uns behaupten, an unserem Hochzeitstag in Paris
gewesen zu sein. Der Eifelturm sah rostig zu uns rüber und schüttelte traurig
die Antenne.
Mitternacht Festessen bei McDoof. Mc Nuggets und Pommes. Stimmung unter
Null.
Freitag. Unser TA schaut sich Verona's Gang und Haltung an.
'Oh je. So geht kein Hund mit Kreuzbandriss. Sieht eher nach Rücken/Wirbel-
säule aus. Übel...'
Unsere Herzen rutschen in die Hose, die eh schon voll ist.
Tönnlein wird sediert.
TA nimmt das rechte Bein.
Klack-Klack. Die Schublade. Kreuzband ab.
Aber, wieso belastet sie dann das andere Bein nicht?
Linkes Bein: Klack-Klack. Auch Kreuzband ab. 
Da hat der Jimmy aber ganze Arbeit geleistet. Das Foul war Bundesliga-reif.
Mittwoch drauf dann OP nach der TTA Rapid-Methode.
Kann Vero mit ins Geschäft nehmen, das macht es uns leichter.
'Das Bein stinkt mir. Blöder Verband.' *motz*
Operiert wurde erst mal das rechte Bein. Das Kreuzband war völlig zerfetzt.
Gleich nach der OP konnte sie das Bein auch schon belasten. Der Kompressions-
Verband gab ihr Halt. Die Geschäfte funktionierten inzwischen auch wieder
regelmäßig. Die Schmerzmittel halfen dabei.
Nach Abnahme des Verbandes.
Samstag wurden die Fäden gezogen, die Schmerzmittel abgesetzt. Jetzt
läuft sie etwas schlechter. Tut halt weh.
Am 30. Oktober wird das zweite Bein operiert.
Die Kostenschätzung liegt bei 1.300.-- Euro pro Seite. *Aua*
Unser TA vermutet, dass sie bereits vorher Probleme mit den Kreuzbändern hatte
und desshalb seit einiger Zeit so gebuckelt lief. Durch den Schlag bei Jimmy's Auf-
prall sind die Bänder dann vollends gerissen, die krumme Haltung wurde permanent
eingenommen.
Klingt logisch.
Ach was. Hauptsache, sie wird wieder.
Und eines ist sicher. Unser Silberhochzeitstag, der bleibt in Erinnerung. Oh ja.
liebe Grüsse ... Patrick