Hallo,
die Vergangenheit der Hunde, darf niemals der Maßstab sein.
Zwei Hunde hatten wir, die eine schlechte Vergangenheit vorweisen können.
Jimmy wurde auf Kreta von Kindern misshandelt, als er ein Welpe war.
Verona, als Jagdhund, wg. Jagduntauglichkeit auf die Strasse geworfen.
Dort musste sie sich alleine durchschlagen. Nicht einfach auf Aegina.
Zahlreiche Narben zeugen davon.
Wir haben ihnen alles geboten, was ein Hundeleben lebenswert macht.
Trotzdem blieben ihre Ängste, ihre Eigenheiten, ihr Wahnsinn.
Mann muss diese Köter so nehmen, wie sie sind. Man kann es nicht ändern.
Und da helfen auch keine Trainerstunden, keine gute Ratschläge und keine
Erziehungsmethoden.
Unser Jimmy hätte sich eher totschlagen lassen, als sich beruhigen zu
lassen, wenn es einen Böller gab. Oder gar ein Feuerwerk. Verona könnte
man mit einem Spaten erschlagen und sie würde es schwanzwedelnd
hinnehmen, bevor sie sich auch nur ansatzweise dazu überreden ließe,
bei einem nahenden Gewitter nicht hechelnd und speicheltriefend durch
die Bude zu trappsen. Stundenlang.
Man kann ihnen alles bieten, ihnen alles geben, sie lieben und verhätscheln.
Wenn sie im Panikmodus sind, in ihrer Vergangenheit, in ihrem Status
des Todes, hilft nichts.
Besserwissern, die mit guten Ratschlägen daher kommen, muss ich leider
sagen, dass sie keine Ahnung davon haben.
Sorry.
Die Tage werden wir einen Segugio bekommen. Fünf Jahre alt. Nicht mehr
jagdtauglich, war er zum Tode durch Verhungern verurteilt.
Auch da werden wir wohl einiges erleben. Auch er wird seine großen Macken
haben.
Drauf geschissen. Auch da werden wir Kompromisse eingehen müssen.
Wer das nicht sieht, nicht akzeptiert, der darf sich solche verbeulten Seelen
nicht holen.
Liebt sie so wie sie sind. Sie geben alles. Nur ganz alles können sie nicht mehr
mit ihrer gebrochenen Seele.
Dafür sind wir da. Nicht um zu zweifeln. Nur um zu Verstehen und zu Vergeben.
Um Zuzulassen was möglich ist um zu akzeptieren, was nötig ist.
So ist das und nicht anders.
liebe Grüsse ... Patrick