ZitatHab mir eben den ganzen Fred durchgelesen und bin von eurem Einsatz als Igelpflegeeltern echt begeistert.
Wenn ihr die Igelchen nicht überwintern könnt, wie geht ihr dann mit Ihnen vor????
Ach, das Überwintern ist so schwer nicht.
Wir habe Käfige und wenn wir so einen Zwerg finden, wird er gemästet
bis er rund und prall ist.
Dann wird der Käfig nochmal richtig sauber gemacht, der Kaktus be-
kommt eine extra Ladung Zeitungspapier und dann wird der Käfig samt
grantigem Inhalt in dei ungeheizte Garage verfrachtet.
Ohne Futter.
Nur mit ausreichend Wasser.
Der Stachlige wird nun zwei bis drei Tage randalieren und sehr übellaunig
sein. Dann, wenn er die Faxen dicke hat und es ihm zu kühl wird, zieht
er sich in seine Behausung zurück und verrammelt den Eingang mit
Zeitungspapier.
Jetzt wird geratzt. :schlafen:
Nach ein paar Tagen, wird der Käfig bissle aufgeräumt und neben dem
Wasser noch ein Schälchen mit ein wenig Katzen-Trofu aufgestellt.
Manchmal werden die Igelchen zwischendrin wach, da schadet ein
kleiner Snack nichts.
Nun wird geschlafen.
Man muss beachten, dass der Käfig oder das Behältnis einbruchsicher ist.
Ratten nagen schlafende Igel gerne an und so mancher Igel ist im Früh-
jahr mit weniger Beinchen aufgewacht, als erwartet. :/
Im Frühjahr sitzt dann irgendwann der Stachlige in seinem Käfig.
Bissle wacklig auf den Beinen, deutlich geschrumpft und grantiger denn
je.
Jetzt muss nochmal augepäppelt werden, dann fliegt der Scheisser raus.
Möglichst nicht in strassennähe und wenn es geht nicht all zu weit vom
Fundort entfernt.
Sollte ein Überwintern aus irgend einem Grund nicht möglich sein, helfen
die Tierschutzvereine gerne weiter. Es gibt zahlreiche Igel-Stationen in
ganz Deutschland, wo man Wanderkakteen in Not abgeben kann.
liebe Grüsse ... Patrick