Beiträge von Jimmy Jazz

    Zitat

    Aber mal ehrlich, irgendwer hatte es so schön geschrieben, ist es denn so viel Arbeit, in die Anzeige aufzunehmen, bitte informieren Sie sich vorher über die Rasse Podenco?

    Wozu?

    Was macht den Podenco, den Windhund allgemein, spezieller als jede
    andere Rasse?

    Dann müsste bei jeder Anzeige dabei stehen: Informieren Sie sich vorher
    über die Rasse Boxer, Dackel, Husky oder Labrador.
    Jeder hat seine Eigenarten und Spezialitäten. Der Denkfehler liegt alleine
    bei dem, der sich den Hund ohne Info raussucht.
    Auf den Arsch fallen kann man je nach Anspruch mit jeder Rasse.


    Zitat

    Aber es geht mir nicht um den Tierschutz ... sondern, warum so wenig Aufklärung über die Windhunde in den Anzeigen zu lesen ist.


    Das ist in meinen Augen Träumerei. Denn keiner wird auf den I-Net Seiten wie Zergportal gucken, wie viele Welpen diese Orga hat und keiner vergleicht mit anderen Orgas. Wir sprechen hier von Hundeanfängern, die vorher noch nie einen Windhund hatten oder sogar noch nie gesehen haben, da sollte man drüber nachdenken!! Es sind Hundehalter, die wie ich damals total unbefleckt an die Windhundehaltung rangehen.

    Wenn ein Hundeanfänger sich die ihn betreuende Orga nicht genau ansieht
    und diese mit anderen Orgas vergleicht, das Angebot, die Preise, die Be-
    treuung und das Angebot vergleicht, der handelt einfach fahrlässig.
    Und wer bei dem Namen Wind-Hund, etwas anderes erwartet, als einen
    Windhund = schnell, Jäger, schwierig, der ist einfach auf der falschen
    Spur.

    Fakt ist doch, dass viele Leute einfach -sorry- nicht alle beinander haben,
    beim Hundekauf.
    Da wird nach Optik und Image irgend ein Hund gekauft. Am besten billig,
    am liebsten nach dem Aussehen.
    Was für Bedürfnisse der Hund hat, ist doch scheissegal.
    Warum laufen denn so viele bekloppte Border rum, gestörte JRT (ich
    kenne nicht einen 'normalen' JRT), neurotische Beagle, bescheuerte
    Labbis?
    Liegt es an den Hunden, oder an den verantwortungslosen, uninformierten,
    informations-unwilligen Haltern?

    Die Frage stellt sich für mich nicht.

    Sie liegt auf der Hand.

    liebe Grüsse ... Patrick

    Zitat

    Die Wahrheit liegt wahrscheinlich aber - wie immer - in der Mitte. ;)

    Nein. Die Wahrheit liegt wie immer auf der Hand.
    Da lässt sich nichts wegdiskutieren.

    Jeder Erwerb erfolgt auf eine vorherige Information.
    Und sei es nur eine Produktinfo (Werbung).
    Wer diese Info nicht überprüft, ist selbst schuld.
    Wenn sich wer, der täglich zehn Kisten zu transportieren hat, ein
    Cabrio kauft, der möge bitte nicht den Händler beschuldigen. ;)

    Zitat


    Was aber, wenn mittlerweile die "einzelnen schwarzen Schafe" zur Regel werden und schlicht ein neuer Markt entstanden ist, der unbegrenzt mit Nachschub beliefert werden kann?

    Das ist schlichtweg falsch.
    Gute Orgas sind gute Orgas, bleiben gute Orgas.

    Fragwürdige Orgas, ohne anständige Ansprechpartner, ohne Infos, mit
    Dumpingpreisen und einer Welpen-Auswahl wie bei einer 'Hundefarm'
    gibt es sicher, sie lassen sich zumeist mit bloßem Auge ausmachen.
    Wer jedoch auch hier nach der Geiz-ist-geil-Methode agiert, möge
    hernach bitte nicht klagen.

    Zitat


    Einerseits ist der Anspruch natürlich richtig, dass sich Käufer vorab informieren sollten. Aber, wenn ein "Otto Normalverbraucher" hört, "Tierschutz-Orga", dann hat er erstmal VERTRAUEN. Woher soll er überhaupt ahnen, dass man auch die Orgas besser überprüft?

    Gesunder Menschenverstand. Ganz einfach.
    Man kann sicherlich mit gutem Gefühl Vertrauen beim Kauf eines
    Mercedes-Benz haben. Beim Kauf beim Fähnchenhändler um die
    Ecke, aber auch voll auf die Fresse fallen.


    Zitat


    Einer Bekannten von mir wurde z.B. ein "Cocker-Mix" vermittelt... es kam ne 1A- Dackeldame an :headbash:

    Dackel statt Cocker? Da hat sie ja nochmal Glück gehabt. :lol:

    liebe Grüsse ... Patrick

    Hallo,

    ...ich muss mich immer wieder wundern, mit welchen Vorstellungen der
    Auslandstierschutz verbunden ist.

    Bleiben wir beim Beispiel Spanien und den Windigen.

    Wieso muss man in einem zivilisierten, modernen europäischen Land
    Tierschutz betreiben?

    Und dann immer wieder die Pauschalaussagen:

    -Bei uns gibt es genug Elend in den Tierheimen.
    -Man muss die Zustände vor Ort ändern.

    So weit die Theorie.

    Die Praxis ist meilenweit von solchen Gedanken entfernt.

    Die gesellschaftlichen Strukturen z.B. in Spanien sind zu den hier
    herrschenden grundverschieden.
    Der Männlichkeitswahn (Machismo) und das (Miss)Verhältnis zu Tieren
    und Umwelt ist völlig in die Gesellschaft eingegangen, wird akzeptiert
    und sogar gefördert.
    Dort etwas zu ändern (Zeigefinger heb) ist schier unmöglich, Kritik wird
    weder akzeptiert noch verstanden.

    Kein Tierschutzhund in Deutschland wird jemals sochen Zuständen aus-
    gesetzt sein, wie ein Hund in Spanien. Dies trifft ganz speziell auf die
    traditionellen Jagdhunde Galgo Espanol und Pondenco zu.

    Usus ist es, für die jeweils kommende Jagdsaison. frische Jagdhunde zu
    züchten. Diese werden nach Tauglichkeit aussortiert, der Rest entsorgt.
    Dabei bedient man sich z.T. gerne möglichts grausamer Tötungsmethoden
    und bringt diese gleich seinen Kindern bei.

    Der ausgewählte Jagdhund wird die laufende Saison über eingesetzt,
    wobei dabei auf eventuell auftretende Verletzungen keinerlei Rücksicht
    genommen wird. So werden gebrochene Beine auch mal gerne mit
    Holzstücken und Tape-Band fixiert. Eine Heilungschance ist ausgeschlossen,
    da auch mit diesem Provisorium weiter gejagt wird.
    Wird einfach immer wieder nachgetaped.

    Auch bei Haltung und Ernährung wird sich keine grosse Mühe gegeben,
    ist der Hund am Ende der Jagdsaison eh zum Tode verurteilt. Denn den
    Winter durchfüttern, den Köter? Ausgeschlossen. Das Vieh frisst ja dann
    ohne was dafür zu tun.
    Und nein, er wird nicht einfach erschossen. Man muss ja die teure Munition
    nicht verschwenden.
    Bestenfalls lässt man die Hunde verhungern.
    Oder man bringt ihnen 'das Kalvierspielen' bei, man nennt es auch den
    Tanz der Hunde.
    Dabei werden sie mittels eines Drahtes an einem Baum aufgehängt, so
    dass sie mit den Hintepfoten gerade noch den Boden berühren.
    Alles andere erledigt die nachlassende Muskelkraft, die Atemnot und die
    Schwerkraft.
    Kann allerdings Stunden dauern...

    Oder man hackt dem Hund einfach die Beine ab (damit er nicht nach
    Hause läuft) und steckt Beine nebst Hund in einen Sack und schmeisst
    diesen Abfall einfach in den Wald. Lebend natürlich.

    Anzünden ist auch ein beliebtes Mittel. Gerade nachts und bei einem
    schnellen Hund ein beeindruckendes Schauspiel, welches immer sehr
    erheitert.

    Totschlagen, lebendig begraben, ersäufen, übergiessen mit Säure, es
    gibt Beispiele ohne Ende. Ich könnte Bilder und Berichte hier einstellen,
    da würde so mancher einige schlaflose Nächte haben.

    Ach ja. Das betrifft jetzt nicht 'ein paar Jagdhunde'. Das betrifft ca. 50.000
    Stück. Jedes Jahr!

    Mit Gutmenschen-Sprüchen und dem Denken in den hier üblichen Schab-
    lonen kann da nicht geholfen werden, das wird die, die dieses tun nicht
    erreichen. Sie lachen nur darüber.
    Tradition ist Tradition.

    Vor diesem Hintergrund versuchen nun Orgas zu helfen.
    Und gerade denen jetzt den schwarzen Peter zuzuschieben zu einfach
    und grundlegend falsch.
    Ohne Orgas wie A.S.P.A. oder far-from-fear, wäre das Elend noch grösser,
    die Aufklärung gleich null!

    Natürlich gibt es bei den Orgas auch schwarze Schafe.
    Wie beim Autohändler, beim ebay-Shop, beim Fleischer, ja in jedem
    Berufszweig.
    Wegen denen, aber alle Ehrlichen mit zu verteufeln, ist völliger Unsinn.

    Und seltsamerweise... wer etwas kaufen will, sei es ein Auto, eine Cam,
    ein Drucker, was auch immer, der informiert sich vorher.
    Im Fachhandel, im Internet, mittels Testberichten, Broschüren und Ber-
    richten.
    Nur bei Haustieren, da wird oftmals einfach aus dem Bauch heraus ge-
    kauft. Weil, ist ja soo süss!

    Plötzlich dann die Erkenntnis: Oh weh! Der Setter will ja jagen! Der ach
    so hübsche Beagle ist ein rabiater, dickköpfiger Tyrann, der das Weite
    sucht und Häschen apportiert. Und der Afghane (passt soo schön zum
    Seiden-Sofa) ist mit dreissig Minuten um den Block nicht zufrieden und
    gestaltet mangels Beschäftigung die Wohnung um.

    Schuld daran... Züchter oder Orga! Pfui! Die Pöhsen!

    -Und ab der Hund ins Tierheim.

    Da wird es sich genau so einfach gemacht, wie bei den Pauschalurteilen.
    Abgesehen von denen, die den Hund vorher versauen, beim Aberziehen
    angeborener Instinkte, bzw. beim Scheitern daran.

    Windhunde sind im Übrigen neben ihrem Naturell als Jäger vor allem
    eines: Sehr anpassungsfähig und liebevoll.
    Wer es schafft, zu so einem Hund eine enge Bindung herzustellen,
    ihm Geborgenheit vermitteln kann und ihm auch noch ein gutes Maß an
    Bewegung verschafft (hier ist natürlich wieder der HH gefordert!), hat
    seinen Hundetraum mit einem Traumhund erfüllt.

    Wer vorher die Orgas verglichen und getestet hat, so wie er es bei der
    Auswahl seines Autos auch tut, wo er Hersteller und Händler abklopft,
    Fragen stellt und Gespräche führt, der wird auch nicht enttäuscht werden
    und muss im Zweifelsfalle die Schuld dort suchen, wo sie zumeist auch
    zu finden ist. Bei sich und seinem Anspruchsdenken selbst.

    liebe Grüsse ... Patrick

    Hallo,

    ...Tierschutz vor der eigenen Haustüre.

    Ist mir schon immer ein Anliegen gewesen, gerade weil wir zwei Hunde
    aus dem Auslands-Tierschutz haben und darob schon hie und da ange-
    griffen wurden.

    Und ja! Wir helfen gerne beim Auslands-Tierschutz, weil da grosse Not
    herrscht, auch wenn viele das nicht wahr haben wollen.
    Darum haben wir nicht nur Hunde aus dem Ausland, sondern haben
    auch Patenhunde dort.

    Aber, beim Tierschutzgedanken, bitte nicht erst hinter der eigenen Grenze
    anfangen, sondern gleich direkt vor Ort, wirklich direkt vor der eigenen Türe.

    So haben wir schon einige ausgesetzte oder wild herumstreunende Katzen
    angefüttert, aufgepäppelt, kastrieren lassen und vermittelt.
    Auch für ganze Würfe von Katzenwelpen, konnten wir so ein gutes
    Zuhause finden.

    Ausserdem liegen uns die lieben Igel sehr am Herzen und wir haben schon
    einige Igelchen über den Winter gebracht, die es alleine nicht geschafft
    hätten.

    Tierschutz fängt aber auch damit an, die Augen und Ohren offen zu halten
    und misshandelten oder schlecht gehaltenen Kreaturen zu helfen und
    nicht einfach weg zu sehen.
    Einen ganz schweren Fall, haben wir derzeit im eigenen Haus und erfahren
    überhaupt keine Hilfe von den Behörden oder dem Tierschutz.
    Trotzdem lassen wir nicht nach und auch hier wird es eine Lösung geben.

    Nein, an diesem Thread kann ich nichts negatives finden und Selbstlob
    ist sicherlich nicht die Intention.
    Denn nicht aussergewöhnlich oder erwähnenswert sollte solches Tun sein,
    sondern eine Selbstverständlichkeit für jeden von uns, der sich einen Tier-
    freund nennt.

    liebe Grüsse ... Patrick