Beiträge von Dimmalimm

    Ich habe selbst eine 14jährige Hündin, die eine Zeit lang unerklärliche Ausfälle hatte - ich kann dich also gut verstehen in der Sorge um deinen Hund. Aber ich muss leider sagen, dass es für mich in der Situation mit den Symptomen, die du beschreibst, nur noch 2 Wege gäbe: 1. sofort in eine Klinik zur abklärenden Diagnostik (und das bedeutet dann eben auch Vollnarkose für MRT/Liquordiagnostik usw.) oder 2. die Euthanasie. Ich würde meinen Hund in dem Zustand nicht mehr auf Verdacht palliativ versorgen wollen.

    Hast du denn Probleme mit deinem Hovawart, dass dich diese Aussagen so verunsichern? Oder findest du es einfach so nervig?

    Ich habe zwar selbst nur einen Terrier-Mix, aber ich bin mit Hovawarten aufgewachsen, meine Eltern haben gezüchtet, meine Mutter war jahrelang Zuchtwartin und ich hatte und habe immer noch viele Hovawarte um mich rum. Unsere Hovawarte (und auch die, die ich kenne) waren immer absolut gesellschaftstaugliche Hunde, die immer und überall dabei waren -- und bis vor 3 Jahren waren die Hunde immer zu zweit! Die sind von Baby an mit in den Urlaub gefahren und waren auch mit in der Seilbahn, auf dem Ausflugsschiff, im Café, im Hotel... Von den beiden letzten Hündinnen hat meine Tierschutz-Hündin gelernt, wie man in der Welt klar kommt. Wir waren immer viel gemeinsam unterwegs und wie oft waren die Hovawarte ihr Anker und Vorbild - ich glaube, ich verdanke den beiden sehr viel!

    Zur Zeit haben meine Eltern wieder einen Welpen (15 Wochen), und joa.. die Kleine ist die Pest! :rolling_on_the_floor_laughing:Sie ist wild, sie ist rüpelig, und sie fragt jeden Tag, ob diese Menschen, die bei ihr wohnen, ihr denn wirklich was zu sagen haben... Aber ich bin mir sicher, dass auch sie werden wird; und sollte nach Candy bei mir jemals wieder ein Hund einziehen, dann bin ich ziemlich sicher, dass es ein Hovawart sein wird :sparkling_heart:

    Herzultraschall und Langzeit-EKG für 567 EUR.

    Wenn ich bedenke, dass ich dieses Jahr schon mehrere Tausend Euro in Diagnostik investiert habe und bisher genau gar nichts bei den Untersuchungen raus kam, wird mir echt ganz anders... (na gut, ich weiß jetzt, dass mein 14jähriger Hund ein gesundes Herz, eine gesunde Lunge, gesunde Organe und hervorragende Blutwerte hat :-) Und auch keine Lungenwürmer, Herzwürmer, Giardien oder Diabetes...)

    Nun ist der letzte Anfall fast 3 Monate her. Letzte Woche haben wir das Herz erneut geschallt und ein Langzeit-EKG gemacht - alles war komplett unauffällig. Kein Tumor, keinerlei Extrasystolen o.ä. trotz größerer Aufregung zwischendurch - laut Kardiologin ein völlig gesundes Herz.

    Ich versuche jetzt langsam, für mich einen Haken an die Sache zu machen und einfach wieder ein normales Leben mit einem alten, aber durchaus fitten Hund zu leben.

    Ich würde meinen Hund mit Milztumor operieren lassen oder falls das zu spät sein könnte, ihn gehen lassen.

    Abwarten ist hier grausam.

    Aber genau das haben hier eben zahlreiche Nutzer im April schon geraten. Niemand - wirklich niemand - hat von einer OP abgeraten. Es gab zahlreiche Erfahrungsberichte zu Milzentfernungen, nach denen es den Hunden gut ging. Genau so gab es Berichte von Fällen, in denen man zu lange gewartet hat bzw. es zu spät entdeckt hatte und bei denen es hässlich ausgegangen ist.

    Wenn man sich dann trotz tendeziell guter Prognose bei nachweislich wachsenden/sich verändernden Tumoren erstmal auf Heilpilze verlässt, muss man mit Gegenwind rechnen.

    Dem Hund wünsche ich alles Gute. :kleeblatt:

    Vielleicht hilft es dir, wenn du deine "Baustellen" mit dem Hund mal separat auflistest und priorisierst.

    Für mich würde hier ganz klar an Nummer 1 eine zielgerichtete Diagnostik der Bewegungsprobleme stehen, denn davon hängt ja auch maßgeblich ab, ob der Hund überhaupt weiterhin geschont werden muss und wenn ja, in welchem Ausmaß; ob der Hund ggf. operiert werden muss, ob man langfristig mit Physiotherapie unterstützen kann etc.pp. All das wäre ja für eine eventuelle Weitervermittlung wichtig zu wissen.

    Wie es rechtlich mit dem Verein aussieht, kann ich dir leider nicht sagen - da wissen andere bestimmt sehr viel mehr, aber mein Weg wäre jetzt, den Hund zeitnah weiter untersuchen zu lassen. Und zwar nicht so häppchenweise, sondern einmal richtig. Ist ja schon blöd genug, dass die erste Narkose nicht gleich auch für weiterführende Untersuchungen genutzt wurde (das ist kein Vorwurf an dich!), aber da würde ich jetzt ansetzen. Mindestens noch Knie und Wirbelsäule röntgen (das geht auch ohne Narkose), und wenn da auch nichts bei raus kommt, muss man eben mit dem CT weitermachen.

    Am besten besprichst du das vorab mit dem Tierarzt, in welcher Reihenfolge die Untersuchungen Sinn machen (i.d.R. macht man erstmal Dinge, die ohne Sedierung möglich sind und "eskaliert" dann entsprechend weiter, wenn nötig). Das kann man dann an einem Termin nacheinander abarbeiten - dann ist es nicht nur für den Hund mit einem Termin erledigt, sondern auch du musst dir nicht noch tage- oder wochenlang das Hirn zermartern. TA-Empfehlungen bekommst du bestimmt noch hier im Forum; ich komme leider aus einer ganz anderen Ecke.

    Wenn du dann weißt, was am Ende steht (OP? Schonung? Physio? "nur" konservative Behandlung?) kannst du für dich entscheiden, ob du das alles leisten kannst und willst. Dann weißt du, was auf dich zu käme -- und auch eventuelle neue Besitzer wüssten, was auf sie zu käme.

    Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, einen vernünftigen Tierarzt zu finden, der dich da jetzt planvoll begleitet. Und atme mal ganz tief durch, das lässt sich schon alles aufdröseln!