Ich bin seit 2008 in der Rettungshundearbeit unterwegs mit meinen Hunden, d.h. zumindest mit der Biene allein fürs Training 1-2mal die Woche im Wald unterwegs (also auch richtig im Gebüsch, net nur Wege abschlendern!), dazu kommen die Einsätze, ebenfalls in Wald und Wiesen. Ohne Zeckenchemie. In der ganzen Zeit hatte ich selbst genau EINMAL eine Zecke ausm Training (also nicht vom Hund "übernommen"), die ich mir rausgemacht hab, und keine Borreliose davongetragen
Okay, dann hier das Gegenbeispiel:Eine Kollegin von der Suchhundegruppe war das erste Mal dabei. Das Team hat in einem städtischen (!) Wald trainiert. Das Mädel hatte sich dort die erste Zecke ihres Lebens eingefangen. Sie hat die Zecke direkt nach dem Training entdeckt (es waren also maximal 3 Std. vergangen) und sie lag 14 Tage im Krankenhaus wegen FSME.
Seitdem trage ich No-Bite-imprägnierte Kleidung beim Training.
Wie du schon sagst, es geht um die Abschätzung des eigenen individuellen Risikos. Würde ich noch HH leben, würde ich vermutlich auch gar nichts gegen Zecken machen. Hier in Stuttgart ist es anders. Es gibt viele von den Biestern und die Durchseuchung ist hoch. Ich kenne schon zwei Anaplasmose Hunde im direkten Umfeld. Ich selbst hatte mal einen Ehrlichiose-Pflegi. Das hat mir gereicht. Wobei ich nächstes Jahr zumindest mal Kokosöl als Alternative in Sachen Zeckenmittel ausprobieren werde...