Beiträge von bordy

    Zitat

    anstelle des Fisches füttere ich Dorschlebertran. Ich weiß, es ist nicht dasselbe, aber Fisch zu kaufen fällt mir schwer. Ich esse selber weder Fleisch noch Fisch. Nun habe ich ein Fleischfresserhaustier und dieses soll auch Fleisch fressen, aber Fisch? Irgendwelche aus dem (russischen) Supermarkt evtl von sowieso überfischten Sorten oder aus Antibiotika verseuchten Nachzuchten möchte ich einfach nicht kaufen. Ich kann Fisch einfach nicht mit meinem Gewissen bzw. meinem Geldbeutel (für "ethisch vertretbaren" Fisch) vereinbaren.


    Ich möchte dir ja nicht zu nahe treten, aber Lebertran ist nunmal kein Ersatz für Fisch - mal davon ab, dass das "ethisch" auch nicht das Gelbe vom Ei ist, dass ist dir aber schon klar?


    Wenn es für dich wirklich ein Problem darstellt (und nein, dass ist jetzt nicht böse oder schnippisch gemeint), entsprechend nötige Abwechslung in den Speiseplan deines Hundes zu bringen, würde ich mir schon dringend überlegen, ob ich nicht gleich ein ausgewogenes und gutes Fertigfutter (trocken oder nass, bleibt ja jedem selbst überlassen) füttere.


    Ich kenne auch Hunde, die werden mit nur Pansen (zum Beispiel), dazu Flocken und Mineralstoffmischung alt - aber so toll fände ich das nun nicht.

    Unser Bioladen hier, ist was Öle angeht sehr gut ausgestattet. Gibts sowas nicht bei dir auch?

    und es ist weitaus preisgünstiger als das, was so in der Hundeabteilungsteht - dabei idR auchnoch von besserer Qualität.


    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich halte es jetzt nicht für sooo schlimm, wenn der HUnd nicht jede Woche X verschiedene Sorten Fleisch hat.
    Was mir noch fehlt bei dir ist Fisch, dass sollte es schon öfters geben und wie schon erwähnt, an essentiellen Fettsäuren könnte es mangeln.

    Hier gibts andere Fleischsorten, als Rind eben wenn was abfällt oder ich was günstig bekomme. Also im Klartext mal etwas Geflügel (wobei die Seniorin ja nur Geflügel bekommt.... da fällt dann hin und wieder was ab), wenn ich was erwische Schaf oder Lamm und vor einigen Wochen habe ich mal einige Kilo Wild bestellt, weils gerade sehr preisgünstig war. Das gibts, wenn ich gerade dazu komme, aber jetzt nicht jeden zweiten Tag.
    Fisch kann man übrigens häufig sehr günstig auch in z.B. Russischen Supermärkten kaufen....
    Was es eigentlich garnicht gibt, sind so "exotische" Sachen wie Känguruh, Pferd, Wachteln, etc.

    Ich kenne ehrlich gesagt viele Hunde (inklusive meine...), die bei "nur Dose" doch, sagen wir mal "diskutablen" Stuhlgang haben.
    Mit Flocken und Gemüse zusammen, hingegen garkein Problem.


    Wir haben heute den Bioladen geplündert......... und backen jetzt Pigment-Konzentrats-Superkekse :hust:


    Naja... es ist ja keiner gezwungen, sich nicht an gewisse Standards zu halten, wie schon gesagt ;)

    Zitat


    Das hindert doch aber keinen daran mit solch einem Hund weiter zu züchten.
    Und wenn ich mir gerade einen Welpen anschaffen will, kann ich normalerweise nicht testen welcher wie auf Schüsse oder Gewitter reagiert.


    Och doch, ich bin mir sicher, so ab 10-15 Welpen, die man nicht los bekommt, fängt auch der letzte an sich Gedanken zu machen. |)


    Und man kann auch einen Welpen schon testen..

    Zitat

    Meiner Meinung nach bleibt nur die Trennung in Arbeits und Showlinie (was den Genpool weiter verkleinert) ODER diese Hunde allgemein familientauglicher zu machen (was zum Untergang der Arbeitstiere führt). Beides nicht wirklich optimal...


    Ich halte es für sehr fraglich, dass ein Showhund immer der bessere "Familienhund" ist.

    Mit der Rechnung, wir achten einfach nicht mehr auf die Anlagen, dann werden die alle lieb, hat sich schon so mancher verkalkuliert. Bei den Rassen, die ich favorisiere kommen die schlimmsten "Spinner" eigentlich immer aus Showlinien (oder gleich aus der Dissidenz...).
    Ich halte das für einen Trugschluss, dem viel zu viele aufsitzen.


    Mein nächster ketzerischer Kommentar :
    Wenn der Hund genetisch alles mitbringt was er braucht, dann brauche ich da als Züchter auch nicht hätscheln und fördern bis zum geht nicht mehr.
    Bei "meinen" Rassen ist es allgemein jetzt nicht so üblich, so ein Brimborium um einen Wurf zu machen und trotzdem, sind die Welpen im Vergleich mit anderen(bei denen die Züchter sonstwas aufgefahren haben) eigentlich immer weit überlegen was Unerschrockenheit, Mut, Selbstbewusstsein etc angeht.

    Da reden wir nunmal um zwei unterschiedliche Dinge - ich rede über das Grundwesen, was ein Welpe genetisch mitbekommt und du über Gewöhnung an Umweltreize.

    Meine junge Hündin habe ich übrigens im Alter von ca. 2 Jahren bekommen. Die Aufzucht beim Züchter war meines Wissens ok (fürs Df wärs wohl nicht in Ordnung gewesen), aber die folgenden 2 Jahre kannte sie so gut wie nichts. Und damit meine ich nichts... ich möchte da nun nicht näher drauf eingehen, aber als ich sie mit zu mir, in die ruhige Vorstadt genommen habe, ist absolut alles neu für sie gewesen. Sie ist noch dazu ein Hund, der generell neues, ungewohntes eher mit Aktivität als Meiden beantwortet.
    Natürlich, war sie nicht cool und entspannt. Aber niemals unsicher und sie hat sich innerhalb von wirklich kurzer Zeit an so ziemlich alles gewöhnt und ich kann sie absolut überall mit hin nehmen - ihr erstes Silvester bei mir, hat sie verschlafen und zwischendurch, bei besonders lauten Böllern ganz relaxed aus dem Fenster geschaut.
    Das ist für mich das, was ein gut gezogener Hund genetisch mitbringen sollte.

    Zitat


    Mir wäre es auch sehr recht gewesen, wenn "Arbeitsrassen" auch so geblieben wären! Dann hätte auch der Labbi nie so boomen können! Allerdings ist es (leider) so, dass mittlerweile so gut wie jede Rasse "familientauglich" gemacht werden muss. Das liegt halt daran, dass Familien diese Hunde haben wollen und es zu viele Züchter gibt (auch im VDH) die das zulassen. Andere Option wäre halt zu solchen Rassen immer eine seperate Arbeitslinie zu erschaffen (was ja bei manchen schon der Fall ist), allerdings verkleinert das widerum den Genpool noch weiter...


    Ehrlich gesagt kann ich dir gerade nicht mehr folgen. Deine Aussagen wiedersprechen sich für mich schon irgendwo deutlich. Oder verstehe ich dich falsch?


    Zitat


    Es ist aber nunmal Fakt, dass die meisten Hunde heutzutage "Familienhunde" sind, also müsste man da auch einfach mal umdenken und ich NUR arbeitswütige Arbeitstiere züchten.

    Zitat


    Für den Familienhundgedanken müsste man sich vielleicht aber vollends von der Rassezucht verabschieden und einfach nur Exemplare verpaaren, die sich als guter Familienhund erwiesen haben und nebenbei auch noch gesund sind.


    Mal ganz ketzerisch:
    Ich bin übrigens auch nicht der Meinung, dass für jeden Menschen, der entsprechend gewünschte optische Traumhund sofort verfügbar sein muss. Oder das jeder, der aktuell einen Hund hat, nicht besser drauf verzichtet hätte.
    Nein, ich maße mir nicht an jemanden vorzuschreiben welchen Hund er sich kauft. Aber ich bin so frei, dass es für einen Großteil der Besitzer von vielen Moderassen besser gewesen wäre, die Rasse XY hätte es auch weiterhin nur für Menschen mit entsprechendem Bedarf gegeben und sie hätten wenn dann überhaupt nur einen älteren, nicht optimal veranlagten Hund erwerben können. Oder halt bei manchen "speziellen" Exemplaren am besten garkeinen.